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  1. #1

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    Drainage auch für nassen Garten ??

    Hallo ,

    mein Problem passt vielleicht eher in ein Forum für Landschaftsbau und Gartenarchitektur,,,, aber da es um die „Absicherung“ meines Neubaus gegen das verdammte Wasser geht, hoffe ich, dass hier der ein oder andere aus seiner Praxis mir einige Tips geben kann.

    Unser Grundstück ist in Hanglage – sowohl von hinten nach vorne als auch leicht von rechts nach links.
    Im Hinteren Teil gibt es ein kleines Wäldchen (einige Bäume davon gehören zu uns), davor war eine Wiese auf der jetzt unser Haus steht. Hinter dem Wäldchen Felder.

    Problem: Wasser !

    Auf dem folgenden Lageplan/Skizzen versuche ich es zu beschreiben:





    Die dunkelblauen Striche zeigen Stellen wo eingentlich immer Wasser steht, bzw die umgebende Erde sehr matschig ist. Selbst nach Wochen ohne Regen sinkt man dort beim Rasenmähen ein. Vielleicht werden diese Stellen von den höher liegenden Feldern genährt.

    Die hellgrünen Striche zeigen Stellen an denen dieses typische „Sumpfgras“ wächst (dunkelgrün, ca 30-50 cm hoch, schnittlauchartige Blätter).

    Was passiert wenn es regnet und selbst TAGE DANACH zeige ich mit den hellblauen Strichen: Wasser rinnt von oben nach unten in Richtung Haus, sammelt sich auch vom Nachbargrundstück in immer grösser werdende Rinnsale und läuft dann Richtung Haus bzw vorbei und reisst dabei Sand mit bis auf die Strasse. Kleine „Grand Canyons“ hat das Wasser schon gefressen.

    Die „Wölkchen“ zeigen wo auch noch tagelang nach einem Regen sehr matschige Stellen sind.

    Die Rosa Linie: Dort habe ich einen kleinen Graben gezogen (ca 20cm) im dem eigenlich immer entweder Wasser lief oder stand. Stehendes Wasser wird rostrot ! Nach einigen Wochen ist der kleine Graben aber schnell zugesandet. Der Hang „schwitzt“ ohne Ende Wasser aus.



    Das ganze Wasser bringt natürlich Probleme:

    Der Rasen, im Sommer nach Neusaat fröhlich grün, sieht jetzt völlig panne aus. Gelb-fleckig, niederwüchsig. Lückenhaft.
    Selbst nach einer Woche ohne Regen können die Kinder nicht im Garten spielen.
    Ich kann ständig Sand von der Strasse kehren.
    Ich habe Bedenken was Grundmauern angeht. Ständige herankommendes Wasser kann ja nicht gut sein.

    Wie gehe ich die Sache an? Gibt es eine effektive Drainagelösung für so etwas?

    Besten Dank für Infos,
    Dirk
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  2. Drainage auch für nassen Garten ??

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    sehr ausführlich beschrieben! das Problem dürfte mit einer Drainung lösbar sein, entspricht in etwa der Drainung, wie sie viele Äcker haben. Eigentlich ein ziemlich klassischer Fall.
    Das erste was zu klären wäre ist die Frage wohin das in einer Dränanlage gesammelte Wasser abgeleitet werden kann und darf. Parallel sollte man mal das Risiko abklären, ob man mit den Wasserbehörden in Konflikt kommen kann. Manchmal werden diese vernässten Bereiche als "Quellbereiche" eines Siefens (kleiner Bach) angesehen. Und dann können die Wasserbehörden schon mal ziemlich fuchsig werden. Persönlich schon erlebt.
    Rostrote Färbung spricht für oxydationsbedingte Ausfällungen. Sollte man bei der Planung mal drüber nachdenken, ob das die Lebensdauer einer Drainanlage ggf. reduziert.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo Manfred & vielen Dank für die schnelle Antwort.

    Landwirschaftliche Drainung klingt nach den gelben Röhren auf 25m-Rolle - richtig? Dazu einige Fragen:

    Wie tief müssen die Röhren in die Erde? Gleiches Prinzip wie bei der Hausdrainage: "Krautwickerl" mit Kies aber dann bis oben mit Kies auffüllen, damit das Wasser auch rein und nicht drüber weg fliesst?

    Wenn Du meinen Plan anschaust - wo sollte ich sie verlegen? Direkt in die Focusbereiche (dunkelblaue Linien) und das Wasser dort wegleiten?

    Oder unterhalb, wenn das Wasser zu rinnen anfängt durch die Drainung eine Quer-"Barrikade" erstellen? Eventuell meinen kleinen Graben (rosa) zur Drainung ausbauen?

    Mein Haus steht in Frankreich - andere Länder, andere Sitten Laut Ortsvorsteher sollte ich die Auslassöffnungen so verlegen, dass das Wasser in die Gullies auf der Strasse läuft. Hauptsache kein Sand mehr auf der Strasse.

    Beste Grüsse
    Dirk
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  5. #4
    Avatar von ISYBAU
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    hallo dirk,

    technisch lässt sich eine ganze menge in den griff bekommen. Aber was mir dabei auffällt, ist dass wir ganz einfach gegen die Natur bauen. Muss man überall einen grünen Standardrasen haben ? Weil man das so macht ? Auch in der Wüste Saudiarabiens werden Grünflächen geschaffen.

    Überlege doch bitte einmal, wie Du das Wasser möglichst einfach und naturnah in deine Aussenanlagen integrieren kannst
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  6. #5
    Themenstarter

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    Hallo Robert,

    Gerne ! ich bin Naturfreund, begeisterter Aquarianer und Terrarianer und habe mir das Haus gewünscht, um auch ein kleines Biotop anzulegen.

    Unser Grundstück wurde als letztes von 20 in der Siedlung verkauft, weil keiner die Bäume haben wollte. Da war Frankreich hart: Die alten Bäume müssen bleiben!

    Ich will keinen Golfplatzteppich. Ich hätte nichts gegen eine feuchte Wiese und ihre Flora in einer Ecke, einen Gartentümpel etc. aber ich brauche eben auch Spielplatz für die Kinder. Und ich brauche keinen Sumpf in der Nähe der Grundmauern Und momentan ist eben alles nass und matsch.

    Eventuell könnte ich ja oben rechts einen Tümpel sich bilden lassen. Aber eben überschüssiges Wasser irgendwie abfangen.

    Hast Du da gute Tips?

    Grüsse
    Dirk
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  7. #6
    wasweissich
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    hallo malpolon
    dieses geschlängel aus dem wald zwischen 16 und 17 - ist das ein weg oder ein bach oder so etwas ??

    gruss j.p.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Hallo J.P.

    das Geschlängel ist ein Gehweg, der aus dem Wäldchen kommt und zwischen meinem Gartenzaun (so er irgendwann mal steht ) und dem Nachbargrundstück auf den Wendehammer vor unserem Haus mündet.

    Hier noch Fotos:

    Der Garten von der Terasse:


    Der Garten seitlich links, dort wo dann mal der oben genannte Weg von der Gemeinde angelegt wird (im Prinzip kommt der Weg an dem kleinen Kieshaufen/blaue Plastikplane raus).



    Idee: Wie ihr seht gibt es da einen kleine Böschung. Könnte ich da nicht das Drainagerohr rauskommen lassen?

    Grüsse
    Dirk
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  9. #8
    wasweissich
    Gast
    das gäbe zumindest bei uns ärger ,das wasser auf gemeindegrund oberflächlich ableiten....OH OH
    ich für meinen teil würde direkt am waldrand einen länglichen teich ausheben .wobei es aus der entfernung schwer zu beurteilen istwie praktikabel das ist .
    ein solcher entlastungsteich (kein fachbegriff! nicht in der luft zerreissen) hat schon öfter funktioniert , auch wenn die wasseroberfläche höher lag als das gelände unterhalb , wurde es trockener . es kommt immer darauf an wieviel nachkommt.

    manchmal wird man das schichtenwasser so auch los , weil tiefere schichten durchaus sickerfähiger sind als die pampe an der oberfläche.
    ein bodengutachten würde da weiter helfen
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  10. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  11. #9
    Avatar von ISYBAU
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    Hallo Dirk,

    das sehe ich ähnlich wie mein vorredner. Ein hangseitiger, quer zum hang laufender Graben ggf. mit einer Rigole/Drainage die
    A) das oberflächliche Wasser und
    B) oberflächennahes Schichtenwasser abfängt

    das man dann in einen seitlichen Teich einleiten könnte.

    Je nach Untergrundverhältnissen erwischt man dann auch damit eine durchlässige Schicht (möglichst nicht an die Gebäudewand hinentwässert) die das Wasser schluckt. Ggf. kann man auch eine Versickerung in die Tiefe realisieren. Aber dazu müsste man ein Bodengutachten haben. Unter Umständen könnte für die letztgenannte Version auch eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich werden.
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  12. #10
    Bauexpertenforum
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    und dann kann ich mich auch nochmal dazu melden. Von Robert und j.p. sind alle Informationen gesagt, die aus der Ferne und ohne Detailwissen möglich sind. Abfangedrainung am oberen Rand des Hanges, ggf. Teilversickerung, Nutzung des Wassers als Gestaltungselement, Berücksichtigung wasserrechtl. Themen.

    Es gibt aber bestimmt Details, über die müsste man nochmal ein paar Stündchen nachdenken: z.B. ob der Ortsvorsteher der wirklich Zuständige ist, ob er mit seiner Aussage richtig liegt, ob er seine Meinung ändert, wenn das Wasser ggf. rostrot rausläuft, ob man überhaupt sich über dieses Thema (Oxyde) Gedanken machen sollte, wie tief Drainage sein sollte, ob man das bei der Bauausführung entscheiden kann oder vorher abstimmen sollte, ob ggf. noch ein Schutz wg. Oberflächenzufluss vor dem Haus einzuplanen ist, ob die Fragestellung "Grundmauerschutz" in Planung und Bau des Hauses damit erledigt wäre.

    Viele Grüße nach Frankreich
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