Ergebnis 1 bis 6 von 6

Fundament / Bodenplatte bei Hanglage

Diskutiere Fundament / Bodenplatte bei Hanglage im Forum Beton- und Stahlbetonarbeiten auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

    Registriert seit
    05.2006
    Ort
    Aut
    Beruf
    Ang
    Beiträge
    31

    Fundament / Bodenplatte bei Hanglage

    Hallo allerseits,

    folgendes "Problem".

    Ich hatte ein Grundstück mit leichter Hanglage, ca. 1.3 m auf 20 m Gefälle.

    Da ich keinen Keller will und den Stauraum über der Erde vorgesehen habe, kommt auch kein Keller.

    Darum war geplant 40 cm Schaumglas unter die Bodenplatte zu legen etc. und fertig.

    Leider hat uns die Gemeinde nun einen Strich durch die Rechnung gemacht und das Straßenniveau um 90 cm angehoben (Neuparzellierung). Dadurch wird aus einem Grundstück mit leichter Hanglage nun eines mit Hanglage - was nicht das Problem wäre. Aber, durch die Erhöhung um 90 cm muss nun ganz einfach um 90 cm aufgeschüttet werden, was bedeutet, dass der Aushub fürs Schaumglas und BoPa nicht genügt, um auf "gewachsenen" Boden zu kommen. D.h. das Hauptproblem ist, dass durch das Aufschütten der gewachsene Boden in weite Ferne rückt.

    Der Lösungsvorschlag unseres Baumeisters wäre nun eine zusätzliche "Frostschürze" bis zum gewachsenen Boden. Von der bin ich aber gar nicht begeistert, weil (sofern thermisch ordentlich durchgeführt) "unnötig" teuer - da war die Schaumlglasvariante viel effektiver.

    Nach Grübeln am Wochenende habe ich mir überlegt, ob es nicht viel einfacher wäre, z.B. um 90 cm tiefer auszuheben, dann 90 cm Schotter zu verfüllen, verdichten, 40 cm Schaumglas drauf verdichten usw.. Der gewachsene Boden wäre erreicht und die Statik sollte passen.
    Das wäre thermisch wesentlich besser und in Summe auch kostengünstiger.

    Ist die Schottermethode prinzipiell humbug oder in Ordnung ?

    Plan B (falls die Schottermethode nicht funktioniert) wäre dann ganz einfach einen Keller vorzusehen...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Fundament / Bodenplatte bei Hanglage

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Avatar von VolkerKugel (†)
    Registriert seit
    01.2006
    Ort
    63110 Rodgau
    Beruf
    Architekt
    Benutzertitelzusatz
    Architekt . Nachweisberechtigter für Wärmeschutz
    Beiträge
    6,966

    Wieviel Gefälle ...

    ... hat´s denn nun im Hausbereich? Genauer: wie tief ist das Haus und wie groß ist der Höhenunterschied von der Eingangs- zur Gartenseite:

    Und: steigt oder fällt das Grundstück?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Themenstarter

    Registriert seit
    05.2006
    Ort
    Aut
    Beruf
    Ang
    Beiträge
    31
    Hallo,

    das Gefälle liegt schräg zum Haus, d.h. nicht längs oder quer sondern eher vom einen Eck zum anderen. Der größte Höhenunterschied beträgt derzeit ca. 40 - 50 cm. Das Haus wird 12 mal 9 m groß.
    Schütten wir um z.B. 70 cm auf, dann wird das Gefälle beim Haus dadurch nicht größer, aber das gewachsene Erdreich wird somit "tiefer gelegt...."

    Laut Baumeister (kennt die Gegend gut), besteht der Boden aus Lehm.

    Die Frage mit Gefälle oder Steigung verstehe ich nicht ganz. Die Straße wird angehoben und bildet die obere Grundstücksgrenze, von da an geht es "bergab"... Das Grundstück liegt "unter" der Straße.

    Danke jedenfalls, falls noch zusätzliche Infos gewünscht werden, einfach fragen, kein Problem. Ich würde heute gerne meinen Baumeister den "Schotter" Vorschlag unterbreiten und würde gerne wissen ob der humbug ist, bzw. wie man es "richtig" oder "falsch" macht.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Avatar von VolkerKugel (†)
    Registriert seit
    01.2006
    Ort
    63110 Rodgau
    Beruf
    Architekt
    Benutzertitelzusatz
    Architekt . Nachweisberechtigter für Wärmeschutz
    Beiträge
    6,966

    Wie man es ...

    ... richtig oder falsch macht, wird Dir von hier aus keiner so ohne weiteres sagen können.
    Wenn ich Deine Gefälleangaben richtig interpretiere, scheint mir hier ein Keller die bessere Lösung zu sein. Um Genaueres sagen zu können, müsste man einen Höhenplan des Geländes (mit Haus) haben .
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    01.2007
    Ort
    Ruhrgebiet
    Beruf
    Statiker
    Benutzertitelzusatz
    cheers, not tears - Du baust nur einmal
    Beiträge
    5
    Hallo
    zunächst rate ich dir, einen Baugrundsachverständigen ranzuholen. Das kann zwar 1-2 tsd euronen kosten, gibt dir jedoch die notwendige Sicherheit und auch Gewährleistung.

    Zum "Schotter-prinzip", wir haben schon oft auf schlechtem Baugrund, und auch aus anderen gründen, eine dicke schotterpackung bis über einen Meter höhe eingebaut und darauf einfamilienhäuser mit fundamentplatte, keine "linearen streifenfundamente" gesetzt. die Schotterschicht ist oft besser, als der tiefer anstehende gewachsene Boden und bewirkt eine zusätzliche Lastverteilung in den Baugrund hinein.

    In Deinem Fall ist es nun unerheblich WARUM die Schotterpackung eingebaut werden soll, sei es ein schlechter Baugrund oder der notwendige Höhenausgleich.

    Die Vorgaben dazu macht jedoch kein Wald und Wiesenstatiker so wie wir, und auch nicht der nette Architekt oder der fleißige Unternehmer, sondern wirklich der Baugrund-SV. Grundbau ist eine regionale Sache, in jeder region ist die Geologie und die plempe unter den Füßen anders, Ferndiagnosen sind ungeeignet.

    Es gibt auch eine Firma, die schon Schaumglas-Schotter herstellt ! damit schlägt man zwei fliegen mit einer klappe. Dallerdings ist das Vorbereiten und einbringen des Schotters etwas aufwendiger und unterliegt gewissen Restriktionen, ist jedoch eine Überlegung wert.

    Viel spass noch,
    cheers not tears

    du baust nur einmal
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    10.2006
    Ort
    Ostwestfalen
    Beruf
    Kaufmann
    Beiträge
    244
    Aus meiner Sicht, die zwar nicht auf ausgebildetem Bau-Knowhow basiert, sondern eher aus eigenen Erfahrungen, würde ich hier auch ganz klar auf Keller gehen. Bei der geringen Differenz von normalem Keller zu Bodenplatte m. Sonderaufwand würde ich lieber einen günstigen Keller bauen und so die Sicherheit einen "vernünftigen" Stand ohne größere Tricks zu haben.

    Unser Boden war auch ca. 1,2m unter Straßenniveau und man hat uns geraten mit Keller wäre in dem Fall besser, wollten aber sowieso einen haben. Von daher stellte sich das Problem nicht.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

Ähnliche Themen

  1. Mangel Erstellung Fundament
    Von Badenser im Forum Baumurks in Wort und Bild
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 29.06.2007, 21:58
  2. Bodenplatte für Splitlevelhaus
    Von builder11 im Forum Beton- und Stahlbetonarbeiten
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 20.05.2007, 09:49
  3. Bitumenbahn unter Fundament / Fundament + Bodenplatte in einem Guß.
    Von newton im Forum Beton- und Stahlbetonarbeiten
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 04.09.2005, 13:54
  4. dichte Rohrdurchführungen durch Fundament und Bodenplatte
    Von frederic im Forum Beton- und Stahlbetonarbeiten
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 06.01.2005, 21:17
  5. Fundament und Bodenplatte ....
    Von SoulMan im Forum Beton- und Stahlbetonarbeiten
    Antworten: 32
    Letzter Beitrag: 18.06.2004, 09:44