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  1. #1
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    Frage Lichtschacht auf Perimeterdämmung und was ist mit...

    dem Wandabstand?

    OK, vieleicht der Reihe nach:
    Unser BT hat gestern die ersten Lichtschächte (diese aus Plastik) montiert. Der Keller ist beheizt und wurde daher komplett mit Perimeterdämmung gedämmt. Nach meiner Meinung müsste der Lichtschacht dann auf der Perimeterdämmung montiert werden, damit Wärmebrücken vermieden werden. Der BT sieht das ganz anders und meint, das ginge ja gar nicht, denn die Wand wird über dem Keller dünner und das dünnere STück trägt später die Isolierung und Klinker der EG Wand. Würde der Lichtschacht nun auf der Perimeterdämmung aufgebracht, gäbe es eine knapp 8 cm Lücke zwischen dem Lichtschachtrost und der Wand. Was meint Ihr? Wie löst man dieses Problem?

    Hat der BT denn nun einen Mangel eingebaut oder nicht? Und wie lässt man nachbessern und vermeidet dann trotz allem diese Lücke zwischen Gitter und Wand. (Das Fenster reicht bis unter die EG-Decke und diese ist bereits nach innen versetzt um besagte "Klinkerstütze!" zu erhalten.

    Die Laibung will er übrigens auch dämmen, aber es bleibt dann halt 5cm Lücke, wo der Lichtschacht jetzt auf der Wand aufliegt.

    Schonmal Danke und viele Grüße
    Patrick
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  2. Lichtschacht auf Perimeterdämmung und was ist mit...

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  3. #2

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    IMHO hast du recht mit deiner Vermutung, dass die Lichtschächte die Dämmebene nicht unterbrechen sollen. Nur verstehe ich euer Problem nicht: um so eine Mini-Lücke nachträglich zu schließen, gibt es doch zig Möglichkeiten.

    Wie schaut denn nun genau euer Wandaufbau aus?
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    Das ist ein vermurkstes Detail.

    Worauf steht die Klinkerschale über dem Kellerfenster?
    Wie endet die Dämmung des Erdgeschoßes über dem Kellerfenster?
    Wie endet die Z-Folie des Vormauerwerks?
    Auf welcher Höhe unter Gelände endet die Perimeterdämmung?
    Wie sieht der Sockel aus?
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  5. #4
    Gast
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    Die Klinkerschale über dem Kellerfenster

    hängt vermutlich in der Luft. Frage mich das jetzt gerade auch mal ernsthaft.

    Detailbeschreibung Wandaufbau:
    Nun der Keller besteht aus 8 Steinreihen a 25cm höhe und einer Reihe halber Steine von ca. 12,5cm höhe. Die 25er STeine sind 36cm dick, die halben nur 17,5. Somit ergibt sich ein Vorsprung von 18,5cm.
    Die Kellerdecke ist bündig mit den "halben" STeinen gegossen, führt also diesen Vorsprung fort. Auf der Kellerdecke sind dann 17,5er STeine gemauert (ca. 1cm nach innen versetzt).

    Das Kellerfenster geht bis zur Decke (wohl damit a) mehr Lichteinfall und b) kein Sturz benötigt wird).

    Die Perimeterdämmung ist auf den 8 unteren Steinreihen aufgebracht. Der Lichtschacht endet auch mit seiner Oberkante an der Oberkante der 8. Steinreihe. Der BT meinte da kommen dann ggf. noch Aufsätze drauf, um das ganze dann ans endgültige Gelände anzupassen.

    Die Klinker der oberirdischen Geschosse sollen wohl auf dem Mauervorsprung stehen sagt der BT. Wie das ganze an den Fenstern funktionieren soll sagte er mir nicht.

    Im Gespräch meinte er, dass mit Wärmebrücken sei Unsinn, seien ja nur einige Zentimeter. Es würde mir halt sehr weiterhelfen, wenn ich mal verstehen würde, wie sowas ausgeführt werden muß um eine wenigstens halbwegs fachliche Diskussion führen zu können.

    Einen Architekten gibt es zwar, aber dieser Gehört leider zum BT. Ich habe halt von der Firma ein schlüsselfertiges Haus bauen lassen (bzw. lasse es gerade bauen) und dachte: schön, das hast Du keine Sorgen und ziehst einfach in einigen Monaten ein. Naja, anderes Thema. Aber vieleicht kann mir trozt allem wer hilfreiche Infos geben.

    Achso, die Perimeterdämmung endet ganz unten an den Steinreihen (sagt der BT, da schon Kieß verfüllt wurde) und dann ist an der Wand diese Kante angebracht (Hohlkehle nennt sich das glaube ich).

    Von einer Z-Folie weiß ich nix. Mir wurde nur gesagt, das hinter den Klinkern 12cm Dämmung montiert werden. Der BT sagte aber noch, das die Dämmung irgendeine Wasserabweisendebeschichtung hätte oder erhalten würde, bin nicht sicher. Vor bzw. hinter der Dämmung bleiben übrigens noch 2cm Luft.

    Gruß
    Patrick
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  6. #5
    Avatar von bauhexe
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    Re: Die Klinkerschale über dem Kellerfenster

    Original geschrieben von Gast
    Im Gespräch meinte er, dass mit Wärmebrücken sei Unsinn, seien ja nur einige Zentimeter. Es würde mir halt sehr weiterhelfen, wenn ich mal verstehen würde, wie sowas ausgeführt werden muß um eine wenigstens halbwegs fachliche Diskussion führen zu können.
    Wenn ich z.B. berechne :
    10 Kellerfenster U = 1,5 ?
    30qm Kellerwand Wandaufbau A
    20qm Kellerwand Wandaufbau B
    1 qm Kellerwand Wandaufbau dort wo Lichtschächte anschließen (1qm reicht für 8 bis 10 Kellerfenster) ist das im Verhältnis zu den anderen Wandflächen relativ gering. Da die erdberührenden Flächen auch noch mit Faktor 0,5 abgemindert werden, reduziert sich das ganze weiter.
    Rein rechnerisch bringt die Dämmung bei der geringen Fläche fast nix.
    Rein praktisch baut man Ihnen da eine Kältebrücke ein.
    Die gilt es immer im Zusammenhang mit den Raumtemperaturen zu betrachten.
    Jetz befindet sich aber neben dieser Kältebrücke noch ein Kellerfenster. Ich würde jetzt meinen, wenn der U-Wert des Kellerfensters noch geringer ist, als der U-Wert der Wand, könne Sie damit leben, es sei denn der Nachweis ist gerade so mit biegen und brechen erfüllt worden.
    Geben Sie das nur jetzt noch nicht Ihrem BT zu verstehen, wenn Sie beim Keller schon kullant sind, besch... der Sie sonst überall.
    Halten Sie alle eingebauten Stoffe schön mit Fotos fest und dokumenieren Sie auch die Verpackung. Damit Sie wissen was eigentlich eingebaut wurde. Sie können den ENEV Nachweis dann damit immer noch mal nachrechnen und prüfen lassen.
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  7. #6
    Gast
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    EnEV Nachweis?

    Tja, das ist auch so ein Thema. Den hat der BT mir nämlich nicht gegeben. Ist er denn dazu eigentlich verpflichtet? In unserem Vertrag steht nix davon (und bei Vertragsunterzeichnung wußte ich -blöderweise- auch nicht von dessen Existenz).

    Es handelt sich übrigens um 4 Kellerfenster mit einem U-Wert von 1,4. (alle 4 kommen zusammen auf 3,2 qm). Die Kellerwand ohne Fenster kommt auf 87 qm. (Dämmung ist hier 8cm mit WLG035).

    Bekomme ich denn keine Probleme mit Tauwasserbildung neben den Fenstern, wenn dort Wärmebrücken vorhanden sind?

    Gruß
    Patrick
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  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    Kommt auf den Stein der Kellerwand an. Welches Material ist das? Der Lamdawert wäre auch interessant.
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  9. #8
    Avatar von bauhexe
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    Ach das alte Bautrügerlied, :Roll
    große Versprechen und alles heiße Luft.
    Er ist zur Einhaltung verpflichtet, besonders wenn er's auch noch im Vertrag stehen hat. Bloß wer, soll das wie, kontollieren?
    Fazit: ganz viele Fotos, auch Verpackung und am Bau immer einen Meterstab mit hin halten. DAS MACHT EINDRUCK !
    ... und dann, mal ganz nebenbei ... , so ... im Gespräch ... VOR der nächsten Rate ...
    nach den Nachweis fragen
    und dann sagste bescheid was passiert, ja, bitte!
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  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    Mit 3 cm Laibungsdämmung, 5 cm ungedämmter Bereich im Lichtschacht geht es bei einem Kalksandstein 1800, Lamda 0,99 gerade noch gut. DIN-Randbedingungen: außen -5°, innen +20°, kritische Oberflächentemperatur 12,6°, vorhandene Oberflächentemperatur 13,0°. Das Bunte sind die Wärmeströme, schön zu sehen die Wärmebrücken.

    Horizontalschnitt:
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  11. #10
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    Kann der Bauträger der 5cm-Lücke im Lichtschacht eine Wärmedämmung spendieren? 2-3 cm bringen viel. Es darf nur von oben kein Wasser dahinterlaufen.
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  12. #11
    Avatar von bauhexe
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    Bruno, Deine Bilder, einfach klasse, die sagen mehr als ein riesiger Text.

    Die Frage ist nun ob die WD in der Leibung kommt oder nicht, wäre ja eher unkonvertionell für BT, wenn auch ein wichtiges Detail. Und wenn se nicht kommt, würde das Bild ja wieder anders aussehen.
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  13. #12
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    Hallo Bauhexe,

    ich habe die Angabe von Patrick weiter oben übernommen:

    "Die Laibung will er übrigens auch dämmen, aber es bleibt dann halt 5cm Lücke, wo der Lichtschacht jetzt auf der Wand aufliegt". Hoffentlich macht er das mindestens so, sonst sieht es je nach Lamda des Steins ganz schlecht aus.
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  14. #13
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    Also die Laibung wird gedämmt,

    wenn dies wohl auch erst geplant wurde, nachdem ich danach gefragt hatte. Genauer gesagt hieß es:

    BT: nee das braucht man nicht.
    Ich: Habe mir sagen lassen...
    BT: (unterbricht mich) ach sie haben Angst vor Wärmebrücken, naja gute Idee dann dämmen wir die Laibung bis zu den Fenstern auch. Doch, so machen wir es.

    Auf Dämmung der Lichtschachtauflagen bzw. genau bis zum Lichtschacht dämmen (bringt ca. 2cm) will er sich aber bislang nicht einlassen.

    Den Lambdawert kenne ich übrignes (noch) nicht. Werde aber mal am Montag den Hersteller anrufen und dann hier posten.

    Gruß
    Patrick

    PS: Wegen dem ENEV-Nachweis muß ich noch nachhaken. Mal einen günstigen Moment abpassen.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Wärmewerte sind nun endlich bekannt.

    Mann, war das eine Aktion, aber nun habe ich hoffentlich alle relevanten Werte:

    Es ist ein Hbn4 Bims-Beton-Stein, 36,5 dick, 1,0 Rohdichte mit Normalmörtel verarbeitet.

    K-Wert = 1,28
    Wärmeleitwert 064
    Wärmeduchgang 061

    Gruß
    Patrick
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  17. #15
    Avatar von bauhexe
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    also, wenn ich das richtig sehe, hat die Wand nun folgenden Aufbau:
    1,5cm Kalk Zementputz
    36,5cm Mauerwerk
    8cm Dämmung 035

    Macht einen U- Wert von 0,33.

    Für einen Keller ganz ok, das Haus gehört aber eben als Ganzes betrachtet. Dazu gehört auch die Beurteilung der Kältebrücken, und hier sind Details gefragt. Das Detail Kellerlichtschacht spricht jedoch für/gegen sich.
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