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  1. #1

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    Frage Feuchtediffusion durch Klimamenbran ausreichend

    Liebe Forumsteilnehmer,

    ich baue derzeit das Dachgeschoss in unserem Rohbau in Eigenleistung (Dämmung und Verkleidung) aus.

    Nun stellt sich für mich eine Frage hinsichtlich der Feuchtediffusion, wenn das Dach unterhalb der Zwischensparrendämmung (Isover WLG 035, 20cm) von innen mit einer Klimamembran (Isover) dampfdicht abgedeckt ist.
    Laut Hersteller soll die Folie einen variablen sd-Wert haben, der einen Feuchtetransport aus der Isolierung heraus erlaubt.
    Wie ist dies nun, wie in meinem Fall, bei einem Neubau zu würdigen. Die Isolierung hat sich wahrscheinlich während der Arbeiten auf dem Dach mit Baufeuchte vollgesogen.
    Kann trotzdem mit der Folie abgedichtet werden - wegen variablem sd-Wert - oder ist es besser noch zu warten und heizen, bis sich die relative Feuchte reduziert???

    Argus
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  2. Feuchtediffusion durch Klimamenbran ausreichend

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  3. #2
    Avatar von jetter
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    variabler sd-Wert kann keine Konstruktion austrocknen.

    Auch mit den "denkenden" Materialien (woran denken die den ganzen lieben langen Tag) kann man keine Baufehler bzw. Bauablauffehler korrigieren - mit Sicherheit nicht!!

    Also erst normal austrocknen und dann eine sorgfältig luftdicht verarbeitete Dampfbremse einbauen! Das muss nicht was mit hohen IQ sein - einfach nur ne Dampfbremse, vorausgesetzt Aussenseite ist diffusionsoffen!
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  4. #3

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    Ist die Dämmung schon drin? Dann wird das mit dem Austrocknen schwierig. Gerade wenn Du bei den momentanen Aussentemperaturen heizt, sollte die Dampfbremse/sperre eigentlich schon drauf sein, sonst besteht die Gefahr eher zusätzliche Feuchtigkeit in die Dämmung einzubringen.

    Wenn die Dämmung nicht wirklich nass ist, sollte sie eigentlich über die - hoffentlich diffusionsoffene - Dachunterspannbahn austrocknen können.

    Thomas
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  5. #4
    Avatar von jetter
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    @bauwahn
    Die Isolierung hat sich wahrscheinlich während der Arbeiten auf dem Dach mit Baufeuchte vollgesogen.
    Ich krieg die Krise - eine Konstruktion, die durch "Baufeuchte vollgesogen" ist, trocknet nicht durch Diffusion aus, ebensowenig wie Bauholz in einer fertigen Konstruktion austrocknet.

    Diffusion ist gut und notwendig, um eine fachgerecht hergestellte Konstruktion in der Gebrauchsphase schadensfrei von Kondensatschäden zu halten!
    Zum fachgerecht hergestellt gehört dann neben Luftdichtigkeit etc. auch der NICHTEINBAU von Feuchtigkeit!
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  6. #5

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    @jetter

    Hab ich mich unglücklich ausgedrückt ?

    Ich stimme Dir völlig zu, deshalb schrieb ich: "Wenn die Dämmung nicht wirklich nass ist,..."

    Geringe Feuchtigkeit auch in flüssiger Form kann sehr sehr langsam auch wieder ausdiffundieren (Frag mich jetzt nicht wo die Grenze von "gering" ist, ich weiß es nämlich nicht )

    Wenn die Dämmung tatsächlich nass ist, bekommt man sie eingebaut überhaupt nicht mehr trocken und möglicherweise ist sie dann auch ganz hinüber (bei MiWo recht wahrscheinlich).

    Auf alle Fälle sollte man nicht versuchen sie trockenzuheizen, denn in einem Neubau gibt es genügend Feuchtigkeit, die dann erst recht in die Dämmung wandert.

    Thomas
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  7. #6
    Avatar von jetter
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    ich schrub
    normal austrocknen
    und nicht
    trockenzuheizen
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7
    Themenstarter

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    @ bauwahn
    Die Dämmung ist schon drin. Mit dem Heizen wurde allerdings noch nicht begonnen, da Heizung noch nicht installiert.

    Nun, die Dämmung ist nicht wirklich nass. Anders ausgedrückt: nicht fühlbar nass! Dennoch hat sich wohl Feuchte in der Isolierung angesammelt.
    Über das Forum wollte ich halt erfragen, ob die Folie sofort angebracht werden kann - bei diffusionsoffener Unterdeckbahn - oder erst ein Austrocknen des Rohbaues empfohlen wird.

    Vielen Dank jetter und bauwahn für euere Antworten....
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  10. #8

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    Hallo argus,

    Nun, die Dämmung ist nicht wirklich nass. Anders ausgedrückt: nicht fühlbar nass! Dennoch hat sich wohl Feuchte in der Isolierung angesammelt.
    Wie ist dies nun, wie in meinem Fall, bei einem Neubau zu würdigen. Die Isolierung hat sich wahrscheinlich während der Arbeiten auf dem Dach mit Baufeuchte vollgesogen.
    Wieso vermutest Du eigentlich eingedrungene Feuchte? Welche Anhaltspunkte sprechen dafür?

    Die MiWo ist doch im Moment nur reingeklemmt, richtig?
    Nimm doch mal 2 oder drei Mattenstücke (am besten von unterschiedlichen Ecken und in der Mitte, oben und unten) wieder raus und prüfe, ob Du Feuchtigkeit spürst.
    Wenn an keiner Stelle der Matte was zu spüren ist und die Unterspannbahn und das Holz trocken scheinen, können die Mengen an Feuchtigkeit nicht so groß sein. Wenn Du Dir nicht sicher bist, müsstest Du die Holzfeuchte des Dachstuhls messen lassen, denn da hilft der Finger im Zweifelsfall nicht.

    Im allgemeinen sollte man dann, wenn alles trocken ist, die Dampfbremse/-sperre möglichst frühzeitig anbringen und abdichten, denn deren Aufgabe ist es ja, die Feuchtigkeit vom Innenraum von der Dämmebene fernzughalten.

    Wenn noch nicht geheizt wird, ist das gut. Denn wenn es nur die relative Luftfeuchtigkeit im Haus ist, die Dir Sorgen macht, dann wird sich diese - wenn keine Feuchtigkeit nachkommt - automatisch verringern, sobald die Aussentemperaturen steigen.

    Aber auf keinen Fall anfangen, Bauheizer zum Trocknen des Rohbaus o. ä. aufzustellen bevor die Dampfsperre drin ist. Dann transportierst Du die Feuchtigkeit direkt in Deine Dämmung.

    Thomas
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