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Fenstereinbau nach RAL

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  1. #1

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    77

    Frage Fenstereinbau nach RAL

    Hi,

    ich weiss es gibt hier tonnenweise Beträge zu dem Thema, also nicht aufregen, dass ich auch noch eins aufmache.
    Aber ich habe ein Problem: ich bin von der ganzen Abdichterei überzeugt und finde sie durchaus plausibel. Also habe ich meinem Architekten/Bauleiter davon erzählt. Er hat sich das angehört und meinte, die ganze Thematik hänge einzig und allein am Thema Blower-Door-Test. Nur für diesen Test sei es nötig die Anschlüsse derart dicht zu machen. Baulich gesehen würde es ausreichen den Putz sauber an den Fensterrahmen zu putzen, das wäre dicht genug. Alternativ würde es nur ein Butylband innen montieren, aussen wird beigeputzt und eine Acryl/Silikonfuge eingebracht.
    Meine Meinung ist, ich hasse Acryl/Silikon , das ist doch eine Wartungsfuge und darauf habe ich keinen Bock - alle 5 Jahre (eigentlich jedes Jahr) nachschauen ob die Fuge noch dicht ist (wenn man es überhaupt erkennt) und ggf. austauschen??? Aber wie bekommt amn einen sauberen Anschluss zwischen Putz und Fensterrahmen - bei Illbruck bin ich zwar zum Thema Abdichtungsmaterial fündig geworden, aber auch hier kam wieder das Hassthema Acryl auf

    Darum meine Frage, was denkt ihr, ist das alles überzogen mit den ganzen Bändern und Kompressionsmaterialien?
    Und vor allem, wie bekomme ich einen vernünftigen Anschluss vom Putz an ein innen angebrachtes Dichtband (das werde ich auf jeden Fall montieren)?

    Grüße
    Mickey
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  2. Fenstereinbau nach RAL

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  3. #2
    Gast23627
    Gast

    Ihr "Hassthema"...

    Hallo Mickey,
    ...regt mich nicht auf, mehr jedoch die Aussagen Ihrer "Bauleiters"
    wie
    "Baulich gesehen würde es ausreichen den Putz sauber an den Fensterrahmen zu putzen, das wäre dicht genug"
    Ein wirklicher Schlaumeier ist das aber auch...
    Mit Ihren gehassten Acryl/Silikon müssen Sie leider selbst fertig werden, nach Ihrer Beschreibung haben Sie ja tonnenweise Beiträge dazu gefunden/gelesen.
    Sorry,
    ein neues Fass zu den grundsätzlichen Fragen der Fensterabdichtung muss man wohl dazu nicht mehr für Sie aufmachen.
    Freundliche Grüße
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  4. #3
    Avatar von Olaf (†)
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    Beruf
    Fensterbauer
    Beiträge
    4,520

    Das klingt zwar überheblich...

    und doof, aber Dein Archi müsste sich mal wieder ein bisschen Zeit für Bauphysik und die "Kunst der Fuge" nehmen.
    Ich weiß, die Jungs haben viel um die Ohren und aus meiner Sicht brauchen sie auch nicht alles sofort zu wissen - dafür sollte es Leute geben, die damit ihr Geld verdienen. Aber schräg ist es schon, Erkenntnisse die letztere gewonnen haben für Unfug zu erklären, ohne selbst firm zu sein.
    - die EnEV ist von der Abdichterei im Wesentlichen nur dadurch berührt, dass innen ein wind-/luftdichter Abschluss herzustellen ist, um das Eindringen kalter Luft oder das Ausströmen der wärmeren Innenluft zu verhindern. Ob ich das nur für den BD-Test brauche? Na ich weiß ja nicht.
    Eine weitere Forderung ist, dass es innen dampfdiffusionsdichter ist als außen: Zusammenhang: innen habe ich den höheren Dampfdruck, so dass die feuchte Luft in die Fuge eindringen kann. Dort wird ihr dann kalt, entschließt sich, das Wasser loszuwerden, so dass die Fuge feucht ist und bei entsprechenden Rahmenbedingungen der Schimmel in die Hände klatscht.
    Dichter heißt nicht dicht. Sollte es doch mal feucht werden, soll dem Wasser die Richtung gegeben werden in die es wieder entschwindet - richtigerweise nach außen, also dort offener, von wegen dem Diffusionswiderstand. Schwerwiegend wäre es, innen nix zu dichten und außen mit entsprechendem Silikon oder so zuzuschmieren. Dem Wasser bleibt nix anderes, als in großen Teilen in der Fuge zu bleiben.
    Letztendlich soll außen die Schlagregendichtheit hergestellt werden, so dass kein Regenwasser eindringen kann, es ist unzweckmäßig die Fuge unter Wasser zu setzen, so viel kann gar nicht "weglüften".
    Eigentlich sollteste Dir Deine Frage, ob das denn alles sein muss, selbst beantworten.
    Es gibt bestimmt ein Dutzend verschiedener Systeme, mit denen man die Regeln erfüllen kann: Leisten, Bänder, spritzbare Dichtstoffe... Diese sollten aber eine Zulassung zum Zwecke haben und innerhalb aufeinander abgestimmt sein. Welches Verwendung findet legt der Planer fest, ohne Festlegung steht es im Ermessen des Fb was er einsetzt, vorausgesetzt er erfüllt damit die technischen Regeln.
    Und: keine Angst vor Sili und Co. Unter diesem Sammelbegriff laufen auch geeignete, dauerelastische, spritzbare Dichtmittel des Fb und nicht nur Sanitärsilikon.
    Letztes: Mit "RAL-Montage" wird keine Ausführungsart vorgegeben!
    Olaf
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  5. #4

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    381
    Zitat Zitat von Mickey Beitrag anzeigen
    Hi,

    Er hat sich das angehört und meinte, die ganze Thematik hänge einzig und allein am Thema Blower-Door-Test.
    Allein daran merkt man doch schon, dass beide die Problematik nicht verstanden haben. Die Fuge wird nicht luftdicht abgedichtet, um den Blower-Door-Test zu bestehen. Der Test ist doch nur die Prüfung, ob die zulässige Luftdichtigkeit/-undichtigkeit eingehalten wurde.
    MfG
    Schwabe
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