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  1. #1

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    ENEV Niveau schwer erreichbar trotz kompletter Massnahmen?

    Sehr geehrte Experten,

    das Objekt ZFH, 160qm + 50qm *zukünftiger* Dachausbau, BJ1963, 30cm Gitterziegelsteine soll saniert werden und ENEV Neubauniveau erreichen, um im KfW CO2 Modernisierungsprogramm den Zuschuss zu erhalten.

    Geplante Massnahmen sind:

    Heizung:
    Einbau Gas Brennwertgerät mit 150l Speicher, im Haus sind Heizkörper von 1985, das Rohrleitungssystem im Keller ist massiv gedämmt (10cm Mineralwolle um die Rohre), Außentemperaturfühler, die Heizkörper haben Thermostate.

    Fassade:
    12cm WLG035 soll aufgebracht werden.

    Fenster:
    Bis auf ca. 10% der Fläche werden 1,1er Fenster eingebaut, die restlichen 10% sind 3,3er.

    Dach:
    Vorhanden ist eine 16cm WLG040 Dämmung Zwischensparren, dazu soll kommen 4cm WLG030 Aufsparrendämmung

    Kellerdeckendämmung:
    Es soll eine 6cm WLG035 Dämmung angebracht werden

    Der Energieberater sagt nun, es werde sehr knapp damit das Neubauniveau zu erreichen. Vor allem die Heizung sei der Knackpunkt, da sie keine regenerative Energieform sei. Eventuell müssen die anderen Massnahmen (Dämmungstärke) erhöht werden.

    Kann es sein, dass mein Energierberater da irgendwelche Optionen übersieht?

    Ein Bekannter von mir wird bereits KfW gefördert und erhält den Zuschuss OHNE Austausch der Heizungsanlage - die alte ist eine Gasheizung von ca. 1985. Auch gibt es doch die Standardmassnahmen 0-3, die teilweise geringere Anforderungen haben als das, was bei mir durchgeführt wird und bei denen automatisch angenommen wird, dass ENEV Neubau erreicht wird?

    Danke für Tipps,

    SenorPerro
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  2. ENEV Niveau schwer erreichbar trotz kompletter Massnahmen?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von Olaf (†)
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    guck..

    Dir noch mal das Merkblatt an. Da steht nix von "automatisch" angenommen. Der konkrete Nachweis der Einsparung muss erbracht werden. Deine Pakete sind die Maßnahmen, die gefördert werden, wenn diese notwendig sind um das Ziel zu erreichen.
    Zum Bekannten: Der wird ja wohl nicht unbedingt das ganz gleiche Haus haben - also andere Startvorgaben. Und dann haben die Kreditprogramme die Eigenheit regelmäßig geändert zu werden.
    Glaub einfach Deinem Berater - der wird einen Teufel tun, Dir was hinzutricksen - gegebenenfalls ist er dann selbst Mode (Stichwort: Subventionsbetrug). Anderenseits wird er (mit hoher Wahrscheinlichkeit) keine Option offen lassen, er lebt schließlich vom Erfolg.
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  4. #3

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    Hallo,

    also
    1. Keller bringt zwar in der Rechung nicht viel da (glaube ich) mit Faktor 0,5 - aber nimm PU mit 025. Kostet kaum mehr.

    4cm 030 scheint mir auch ein wenig komisch. Warum auch nicht hier die 024 oder in der Dicke 025? Und Warum "nur" 4cm. Das lohnt sich doch kaum (Schon mal vom Dachdecker nen Angebot bekommen?).
    Oder wird es von Innen gemacht? Dann würde ich allerdings Steinwolle mit 035 nehmen. Brennt nicht, hat auch noch weitere Vorteile....

    Ach so und noch was: Sind Wärmebrücken "Pauschal" berechnet?

    Gruß dartlars
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  5. #4
    Avatar von Herbert
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    Wie wär's mit einem Blower-Door-Test?

    Die EnEV "belohnt" den Dichtheitsnachweis mit einem geringeren Faktor bei der
    Berechnung der Lüftungswärmeverluste.
    http://www.luftdicht.de/luftdicht_in_enev2002.htm

    Mit Nachweis der Luftdichtheit gewinnen Sie 5,6 kWh/m²a:
    http://www.luftdicht.de/lueftungswaermebedarf.htm
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  6. #5
    Avatar von Christian Wolz
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    Zitat Zitat von SenorPerro Beitrag anzeigen
    Auch gibt es doch die Standardmassnahmen 0-3, die teilweise geringere Anforderungen haben als das, was bei mir durchgeführt wird und bei denen automatisch angenommen wird, dass ENEV Neubau erreicht wird?
    SenorPerro
    Lieber SenorPerro,

    haben Sie sich die Maßnahmenpakete 0 - 4 einmal genau angesehen? Spontan finde ich in Ihrer Auflistung außer der Heizungserneuerung keine Maßnahme, die die Anforderungen der KfW an die Dämmstärken erfüllen würde.
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