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DG-Ausbau

Diskutiere DG-Ausbau im Forum Spezialthema: Wind- und Luftdicht auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    DG-Ausbau

    Ich hoffe, ich bin mit meinen Fragen in diesem Forum richtig (als Newbie fehlt mir irgendwie der Durchblick).

    Ich möchte unser Dachgeschoss ausbauen. Dabei möchte ich eine Abseite (Drempelwand) erstellen. Nun würde ich gerne wissen, wie dabei die richtige Isolierung ist.
    Wird die Drempelwand und der Boden hinter der Drempelwand gedämmt oder ist es besser die Dachschräge bis zum Boden durchgehend zu dämmen?

    In diesem Zusammenhang gleich noch eine Frage: Ich isoliere mit Glasfaser von Isover (die dann mit einer PE-Folie als Dampfsperre gegen den Innenraum abgedichtet werden soll); die ISO-Matten sollten 13 cm dick sein, sind aber nach Öffnen der Rollen jetzt schon 14 cm dick. Die Dicke der Dachsparren ist 17 cm. Somit blieben rein rechnerisch 3 cm für die Hinterlüftung. Obwohl ich beim Einbringen der Isolation darauf achte, dass diese wirklich plan zur Unterkante der Dachsparren verläuft, ist der Raum für die Hinterlüftung nicht an allen Stellen mind. 2-3 cm �tief� (was nach meinen Infos mindestens sein soll). Scheinbar quellen die Glasfasermatten auf. Kann eine nicht durchgängige oder zu schmale Hinterlüftung ein Problem werden? Hinzu kommt, dass die Belüftung des Daches mit einem engmaschigen Insektenschutznetz versehen ist. Dieses ist im Laufe der Jahre durch die Luftverschmutzung schon so zugestaubt, dass ich Zweifel habe, ob da noch richtig Luft durchkommt. Braucht man so ein Insektenschutznetz überhaupt?
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  2. DG-Ausbau

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  3. #2

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    Hinterlüftung

    sie müssen auf jeden Fall überprüfen, ob überhaupt eine Hinterlüftungsebene vorhanden ist.

    Ein Insektenschutzgitter an der Traufe besagt dazu noch gar nichts; es könnte auch für die Hinterlüftung der Dachpfannen sein.

    Zudem muß bei die Hinterlüftungsebene am First eine Öffnung mit entsprechenem Querschnitt aufweisen.

    Dachein- und aufbauten sollten besser nicht vorhanden sein; ebensowenig Kehlen und Grate.

    Ansonsten ist es besser eine Vollsparrendämmung ohne Hinterlüftung auszuführen.

    Welche Unterspannbahn ist auf ihrem Dach ?

    Mehr zur Luftdichtheitsebene, wenn Fabrikat und Art der USB bekannt.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Vorweg danke für die prompte Antwort.
    Das Insektenschutzgitter ist nicht für die Hinterlüftung der Dachpfannen, da es sich unterhalb der gesamten Dachkonstruktion befindet und sozusagen die Öffnung zwischen "draußen" und dem Innenraum des DG abdeckt.
    Im First ist eine durchgehende Öffnung vorhanden. ich nehme also an, dass grundsätzlich eine Hinterlüftung vorgesehen ist. Wenn es aber ohne Hinterlüftung auch ginge, wäre mir das recht. Die USB ist - wenn ich das richtig sehe - aus Dachpappe. Fabrikat läßt sich nicht erkennen. Im Dach sind eine Gaube und drei Dachflächenfenster.
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  5. #4

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    USB

    @Herr ricca,
    nochmals die Frage an Sie: bescvhreiben Sie genau die USB.
    Den Hinweis von Herrn NBasque sollten Sie ernst nehmen. Natürlich wäre es besser, wenn Sie eine Vollsparrendämmung ausführen könnten; dafür aber muss das Zusammenspiel zwischen Dampfsperrre/Luftdichtigkeitsschicht auf der Innenseite und der vorhandenen USB passen, d.h.: der sd-Wert dieser beiden Folien muss zu einander passen.
    Also bitte nochmals sorgfältig schauen!
    mfg Hajo Scholl
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  6. #5
    Themenstarter

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    Danke Herr Scholl für den Hinweis. Ich werde jetzt mal schauen, dass ich das Fabrikat der USB herauskriege. Wenn ich etwas erfahren habe, melde ich mich wieder.

    Tschüs

    ricca
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  7. #6
    Themenstarter

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    DG-Ausbau

    Nochmal zur USB:

    Das Fabrikat der Unterspannbahn habe ich leider nicht herausbekommen können. Da ich mir als Laie nicht sicher bin, ob ich überhaupt das Richtige damit meine, hier kurz der Aufbau des Daches von außen nach innen: Taunuspfannen - Konterlattung - Dachpappe (ist das die USB ?) Holzverschalung, Dachsparren. Zwischen diese will ich die Dämmung mit Uniroll 035 anbringen; darunter soll als Dampfsperre PE-Folie 0,20 mm kommen; darunter Konterlattung; darunter Fermacell Gipsfaserplatten. Bezüglich der Dämmung hat sich mir eben die Frage der Hinterlüftung gestellt. Ist bei diesem Aufbau der Verzicht auf Hinterlüftung möglich und wenn ja, muss dann die Uniroll-Dämmung vollflächig den Raum zwischen den Dachsparren füllen oder wäre es möglich, dass zwischen der Holzverschalung und der Uniroll-Dämmung noch (teilweise) Luft ist?
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  8. #7
    Avatar von Falko
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    Altbau oder Neubau

    ist hier die Frage.

    Wenn es sich um einen Altbau handelt und die gesammten Holzer knochentrocken sind, kann problemlos Vollsparren gedämmt werden. Es dringt dann nur soviel Luftfeuchte in die Wolle hinein, wie sie bei besserem Wetter auch wieder heraus kann.

    Bei feuchten Hölzern unbedingt hinterlüften.

    Gruß Falk
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  9. #8
    Themenstarter

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    DG-Ausbau

    Danke Falk für Deine Antwort. Hat mir echt geholfen.

    Weil Du Dich als Experte so gut auskennst, kannst Du mir sicher auch meine Frage mit der Drempelwand beantworten (erste Frage in diesem Thema). Hat mir leider bisher noch keiner beantworten können/wollen.
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  10. #9
    bauworsch
    Gast

    Deiner Fragestellung nach

    hört es sich so an, als ob kein Trempel von Haus aus vorhanden ist, also die Schräge bodengleich ausläuft bis zur Außenwand. Und darunter wird wahrscheins ein ganz normales Wohngeschoss sein. Dann die Dämmung in der Schräge bis zur Decke durchziehen.
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  11. #10
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    vorsicht!

    ich bin zwar kein fan von hinterlüftung, aber wenn hier die "standarddachpappe R500" auf der schalung liegt, muss !! hinterlüftet werden.
    e. noch so sauber verklebte pe-folie reicht nicht - das hat nix mit theorie und rechnung zu tun, schäden an derartigen konstruktionen (missratene hinterlüftung) hab ich schon begutachtet.

    lösungsvorschlag: durchgehende, schmale latten (3x3cm) als abstandshalter in die hinterlüftungsebene einbauen. reduziert zwar auch etwas den offenen querschnitt, ist aber sicherer als "augen-zu-und-durch".
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  12. #11
    Themenstarter

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    Vielen Dank an bauworsch und mls für die Antworten. Ist für mich wirklich hochinteressant und wichtig zu wissen. Der Hinweis zum Trempel kommt für mich noch rechtzeitig; werde mich daran halten.

    Bei der Hinterlüftung stellt sich für mich das Problem, dass ich schon vor Kenntnis dieses wirklich guten Info-Boards mit der Isolierung angefangen habe und nicht so hundertprozentig gearbeitet habe. Das heißt, ich fürchte, dass der Lüftungsquerschnitt nicht immer durchgehend mindestens 3 cm betragen wird. Wenn dadurch wirklich über kurz oder lang eine Durchfeuchtung droht, würde ich alles runterreißen und nochmal von vorne anfangen - dann natürlich mit den Abstandshaltern. Weil das aber verdammt ärgerliche Arbeit wäre, möchte ich mich nur dazu entschließen wenn es aus Sicherheitsgründen unumgänglich notwendig wäre. Also meine Frage: Wäre auch eine Hinterlüftung vertretbar, die an manchen Stellen weniger als 3 cm Querschnitt hat?

    In diesem Zusammenhang nochmal meine schon gestellte Frage zu dem Insektenschutzgitter. Weil es über die Jahre schon so mit Staub zugesetzt ist, denke ich, dass es die Hinterlüftung behindern würde. Säubern halte ich für wenig sinnvoll, da ja wieder mit dem Zustauben zu rechnen ist. Frage: Ist ein derartiges Insektenschutzgitter überhaupt notwendig oder wäre es besser ich würde es - jetzt wo ich noch problemlos rankomme - wegreissen?
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  13. #12
    Lebski
    Gast
    Dranlassen! Das ganze Ungeziefer im Dach? Lieber nicht
    Lieber saubermachen. Wo kommt den der Dreck her? Vom Abriss? Vom Dach ohne Dämmung? Birkenpollen?
    Meine Persönliche Meinung zu Glasfaser: Da sich das Zeug langsam nach unten bewegt, ist das mit der Hinterlüftung nicht soooo wild. Ob das heute noch so ist, weiß ich nicht.
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  14. #13
    bauworsch
    Gast

    Das mit der Hinterlüftung

    in der Sanierung / Bestand ist so eine Sache. Meistens hat man zudem noch geringe Sparrenstärken, da kriegt man eh kaum ne gscheide Dämmung rein.
    Ich schließe mich Falks Meinung an, dass bei entsprechend trockenem Holz voll ausgedämmt wird. Also Holzfeuchte messen ( lassen ) Und dem ganzen Dachbahnengelumpe außen auf den Schalungen kontert man mit ner richtig ordentliche Dampfsperre innen. Zweilagige Aluminiumfolie mit Glasgitterziwschenlage, sd-Wert > 1.500 m. Wanit-Fulgurit hat da so nen nettes Teil. Allerdings ist hier größte Sorgfalt bei der Verarbeitung gefragt. Da muss jeder Folienstoß, Anschluß, Durchdringung peinlichst genau ausgebildet werden.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von Falko
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    Ich weiß nicht, wo es steht, aber

    ich habe vor Jahren eine Studie über eben dieses Problem gelesen und deshalb so beraten.

    Aber: Wenn die Dampfsperre von innen nicht korrekt ist , hast du ein Problem. Dann besser hinterlüften.

    Gruß Falko
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  17. #15
    Themenstarter

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    Danke für die Antworten, die mir in ihrer Summe in puncto Hinterlüftung nun zu einer für mich gangbaren und vertretbaren Entscheidung geholfen haben.

    Nochmal zu dem Insektenschutzgitter (Antwort v.H. Lebski): Das Dach ist bis jetzt nicht gedämmt. Wo der Staub letztlich herkommt, weiß ich auch nicht genau (vermutlich Ansammlung von feinstem Erdstaub - viele landwirtsch. Felder in der Umgebung). Dass die Glasfaser sich im Laufe der Zeit nach unten bewegen soll, beunruhigt mich. Das würde doch bedeuten, dass dann weiter oben in der Schräge die Dämmung nicht mehr geschlossen vorhanden wäre. Kann man dagegen etwas tun?
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