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Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1
    Guido
    Gast

    Frage Rinde am Dachbalken

    Hallo!

    Heute wurde der Dachstuhl erstellt. Zu meinem Entsetzen fand ich allerdings am Firstbalken an einer Ecke (2cm breit, 40cm lang) noch die Rinde vor.

    Der gesamte Balken ist impregniert (mit diesem seltsamen grünen Zeug). Auch die Rinde. Aber ist das denn so richtig? Müsste die Rinde nicht entfernt werden?

    mfG
    Guido
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  2. Rinde am Dachbalken

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  3. #2
    MB
    Gast

    War die Frage nicht schonmal?

    Das wird Herr Basque besser beantworten können als ich. Ein Mangel ist es jedenfalls. Ich kenne die Tierchen nicht, die sowas gerne haben. Aber von der Logik her macht es ja schon keinen Sinn, daß die Rinde imprägniert ist, und somit das darunterliegende Holz eben nicht.

    Inwieweit es zulässig ist, die Rinde zu entfernen und das Holz nachzuimprägnieren, entzieht sich meiner Kenntnis.
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  4. #3

    Registriert seit
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    DIN 4074

    Die DIN 4074 sieht für die Sortierklasse S 10 - diese wird i.d.R. von der Statik gefordert - folgendes vor:

    2/3 jeder Seite muß baumkantenfrei sein.

    Die Borke muß vor Imprägnieren entfernt werden. Sollte der Bereich der Baumkante nicht imprägniert worden sein, müßte diese - wie auch die Schnittflächen - nachimprägniert werden.

    Sollte der Bereich der Baumkante innerhalb der geforderten Bereiche liegen, liegt kein Mangel vor.


    aus Kommentar zur DIN 4074 (neu)

    N1.2.6 Baumkante
    Definition:
    Unter der Baumkante wird der an einem
    Schnittholz verbliebene, vom Schneidwerkzeug
    nicht tangierte Teil der natürlichen
    Rundholzoberfläche verstanden.

    Die Definition und Messung der
    Baumkante ist an die europäischen
    Normen angepasst worden. Dementsprechend
    wird die Baumkante nicht
    mehr schräg gemessen und als
    Bruchteil der größten Querschnittsseite
    angegeben (vgl. DIN 4074 Ausgabe
    1989), sondern als Verhältniswert,
    um den die jeweilige betroffene
    Querschnittsseite durch die Baumkante
    geschwächt wird (Bild 9).
    Baumkante im zulässigen Umfang
    beeinträchtigt die Festigkeit nicht, da
    die durchlaufenden Randfasern entlang
    der Baumkante die Festigkeit des
    Holzquerschnitts positiv beeinflussen
    und dadurch der Querschnittsverlust
    ausgeglichen wird. Außerdem liegen
    beim Nadelholz im Bereich der Baumkante
    in der Regel die kleinsten Jahrringbreiten
    und der größte Spätholzanteil
    und somit eine höhere Rohdichte
    vor, die wiederum die Festigkeitseigenschaften
    positiv beeinflussen.
    Deswegen dürfen bei Einhaltung
    der Grenzwerte die zulässigen Spannungen
    nach DIN 1052-1 voll ausgeschöpft
    werden. Aus Holzschutzgründen
    muss die Baumkante frei von
    Borke sein.
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  5. #4
    Guido
    Gast

    Frage Schon mal vielen Dank, aber

    von "Sortierklasse S 10" finde ich in der Statik nichts. In der Baubeschreibung steht: "Dachstuhl aus deutschem Nadelholz, Güteklasse II, mit Behandlung gegen Pilz- u. Wurmbefall"

    Gilt diese DIN dann auch?

    mfG
    Guido
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  6. #5

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    Treten Sie ....

    den Statiker dorthin, wo es besonders weh tut. Güteklassen bei Holz gibt es schon lange nicht mehr; sie sind vor "Urzeiten" einmal ersetzt worden durch die Sortierklassen nach DIN 4074.

    Auch die DIN 4074 hat inzwischen eine Novellierung erfahren (gültig seit 05/2003), die besagt, daß die Holzfeuchte < 20% sein muß.

    Hoffentlich schließt die Behandlung gegen Pilz- und Wurmbefall auch andere holzzerstörende Insekten wie Hausbock, etc mit ein.
    Gemeint ist wohl Holzschutz nach DIN 68800, GK 1.

    Lassen sie sich die Zusammenhänge von ihrem Statiker erklären; er haftet letztendlich für seine Berechnungen.
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  8. #6
    Guido
    Gast

    Wann denn genau

    wurden die Güteklassen durch die Sortierklassen nach DIN 4074 ersetzt?

    Wie sieht das ganze denn eigentlich aus, wenn im Vertrag (von April 2003) von Güteklasse 2 gespochen wird? Habe ich dann ein Recht auf sorierklasse S10 ? Die Rinde/Borke wurde zwischenzeitlich entfernt aber der Grenzwert der Baumkante wird (wenn auch nur leicht) überschritten?

    Gruß
    Guido
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  9. #7

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    Also

    DIN 4074 gilt seit September 1989. Die für die Statik zuständige Holzbaunorm DIN 1052 spricht noch immer von Güteklassen. Güteklasse II entspricht der Sortierklasse S10. Inzwischen ist eine europaweite Holzbaunorm Eurocode 5 eingeführt, gemäß der NAD (nationales Anwendungsdokument - also in Deutschland anwendbare Holzbaunorm) muß Bauholz nach DIN 4074 Teil 1 oder 2 sortiert werden und ist nach den dort festgelegten Sortierklassen zu klassifizieren !!

    In der bis Mai 2003 gültigen Fassung wurde die zulässige Baumkante noch anders definiert.

    Die Breite der Baumkante wird schräg gemessen und als Bruchteil der größeren Querschnittseite (meist Höhe) angegeben.

    Bei der Sortierklasse S 10 war zulässig bis zu 1/3; allerdings auch die Vorgabe, daß in jedem Querschnitt mindestens 1/3 jeder Querschnittseite von Baumkante frei sein muß.
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