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Astüberhang über Baustelleneinfahrt

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  1. #1

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    Astüberhang über Baustelleneinfahrt

    Hallo,

    dies ist vielleicht eine problematische Frage, da rechtlicher Natur.

    Auch mein Nachbar liebt seine Bäume. Zwei alte und hohe Buchen stehen ca. 2m entfernt von der Grundstücksgrenze, deren Äste wachsen natürlich zu uns rüber. Was bis dato nie ein Problem war, ist nun eins: In diese Ecke soll die Baustellenzufahrt! D.h., da muss der Kran durch und LKWs werden da rein- und rausfahren, was mindestens den unteren 4 - 6 dicken Ästen das Leben kosten wird.

    Dem Nachbar, zu dem wie bis dato ein gutes Verhältnis hatten, beruft sich auf irgendwelche Bestandsschutzgesetze für Bäume und meint, die äste dürften nicht weg gemacht werden. Ich hatte ihm angeboten, das fachgerecht zu machen, also sauberer Schnitt und Baumwachs als Wundverband.

    Er meint aber, die Baustellenzufahrt könnte doch auch woanders sein und somit seine Bäume geschont werden. Das stimmt auch, allerdings müssten wir dann ca. 300m2 Erde mehr abschieben, die ansonsten dort liegenbleiben könnte. Das ist ein großer Aufwand, da die Erde extern gelagert werden müsste.

    Ausserdem habe ich bereits beim Entfernen unserer Bäume ein paar Wurzeln der Nachbarsbäume massiv beschädigt und auch welche abgesägt - ich dachte, die gehören zu unseren Bäumen. Bin ich da schadensersatzpflichtig?

    Im Web findet man dazu einiges, aber alles ist wischiwaschi. Es geht um "nachweisbare Einschränkungen", was aber nirgendwo definiert ist. Hat jemand von euch Erfahrung?

    In Bayern ists, so sonst :-)
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  2. Astüberhang über Baustelleneinfahrt

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  3. #2
    Avatar von Peeder
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    Hochbinden? ich kenne die Äste nicht

    2.Möglichkeit, mit nee Kiste Bier, ein Grillabend mit dem Nachbarn, nee Säge, gemeinsam klappt das ( Hat bei mir auch funktioniert )

    Wer fegt denn das Laub auf deinen Grundstück ?? :Roll

    Peeder

    nich alles so eng sehen
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  4. #3
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    Zu dick zum Hochbinden. Manche Äste haben bestimmt 15 bis 20cm Durchmesser.

    Laub haben wir immer selber gefegt, wie gesagt, es gab bisher nie Probleme und wir sehen Bäume auch nicht als Belästigung.

    Nur jetzt, wo mal was gemacht werden müsste, da stellt der Nachbar auf stur. Dabei hätte er nicht mal Arbeit damit, würden ja wir machen. Warum er so ist - keine Ahnung. Wir hatten bisher mangels gemeinsamer Interessen auch wenig mit ihm zu tun. Man grüßt sich halt
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  5. #4
    Avatar von Olaf (†)
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    München..

    müsste doch Bayern sein
    http://www.haus-und-grund-muenchen.d...ht_Streit.html

    Ich glaube, Du wirst hier nicht zum Zuge kommen - selbst wenn der Nachbar Yes sagt, droht wohl Ärger mit den Baumschützern.
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  6. #5
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    Baumschutzverordnung... darüber kann ich eben nirgenwo was finden. Ist dies was landeweites oder kommunales?

    Interessant ist, dass dies für die Wurzeln anscheinend nicht zu gelten scheint. Schneide ich alle Wurzeln auf meiner Seite durch, würde der Baum beim nächten starken Wind umfallen und ich wäre das Problem los...das soll mal einer vertehen
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  7. #6
    Avatar von Olaf (†)
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    Nicht ganz genau wissend:

    Baumschutzverordnungen gibt es sowohl für Länder (z.B. Brandenburg) aber auch für Gemeinden (z.B. München) - ob die ergänzend sind, weiß ich nich.
    Mach mal "Baumschutzverordnung Bayern"
    Warum erzähl ich Dir das eigentlich als Komjuter?
    Übrigens: es könnten schon ein paar Adern weniger sein - auf jedenfall viele und bis jetzt hats immer gereicht
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  8. #7
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    jaja, Google ist auch mein Freund.
    Wenn man sich da aber ein wenig einliest, dann wirds verwirrdend. Denn es gibt widerrsprüchliche Aussagen über die Gültigkeiter einer solchen Baumschutzverordnung. Gibts eine bayernweit? Warum dann auch kommunale wie München?

    Wollte beim LRA nachfragen, aber heute ist Mittwoch und damit geschlossen.

    Da schau: http://www.baumportal.de/bp_plz_8.htm
    für manche Gemeinden gibts welche. Was gilt für die, wo es keine gibt?
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  9. #8

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    Ich würd...

    lieber die 300 m² abschieben.
    Denn selbst wenn Du Deinen Nachbarn zum Sägen kriegst, gefährdest Du den Baum durch die Bodenverdichtung im Wurzelbereich. Und hinterher den Boden wieder auflockern (geht alles) - da ist das Boden abschieben ein Klacks dagegen.
    MfG
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  10. #9
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    Ralf,

    meinst du das aufgrund meiner Affinität zu Grünzeug, ich den Baum also nicht gefährden will, oder aus rechtlicher Sicht? Denn das Wurzelwerk scheint keinen besonderen Schutz zu genießen, wie ich momentan so lese in diversen Quellen.
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  11. #10

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    So oder so...

    Wird der Boden verdichtet, kann der Baum Schaden nehmen. Dies kann zivilrechtlich Ersatzansprüche des Nachbarn auslösen, ein schlechtes Gewissen verursachen (Alexandra) und Owi (oder mehr) wg. Verstoß gegen div. naturschützende Regelungen nach sich ziehen.
    Es gibt i.d.R. landesbezogene Naturschutzgesetze + kommunale Satzungen. Zu diesen geben die Ämter aber sehr gerne Auskunft. Zu den Möglichkeiten, trotzdem etwas zu tun, nicht ganz so gerne .
    MfG
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  12. #11
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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Zu den Möglichkeiten, trotzdem etwas zu tun, nicht ganz so gerne .
    MfG

    Nur für den "Plan B": Wo kann man denn dieses in Erfahrung bringen? Denn für nachbarbauchpinseln will ich momentan nicht allzuviel Zeit aufwenden, zumal dieser Mensch für mich etwas unberechenbar geworden ist. Ich habe den Gerüchten von wengen Alkoholproblemen bisher keine Bedeutung beigemessen, da er nie auffällig war. Jetzt aber... hmmm... so ganz rational ist der nicht.
    Evtl. versuche ich lieber später aufgerissene Gräben in der Beziehung zu schließen als diese ganz vermeiden zu wollen.
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  13. #12
    wasweissich
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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Denn selbst wenn Du Deinen Nachbarn zum Sägen kriegst, gefährdest Du den Baum durch die Bodenverdichtung im Wurzelbereich. Und hinterher den Boden wieder auflockern (geht alles) - MfG
    ein paar alte buchen..............baustellenzufahrt so dicht das aufgeastet werden muss.............hört sich nicht gut an für die bäume , wenn man den wuzzelbereich derart maltretieren will , kann man unter umständen über einen pflegeschnitt PS 20 nachdenken , (20 cm über gelände abschneiden ) wenn gerade im frühjahr drübergejockelt wird..................
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  14. #13

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    @Landbub: an die (untere) Naturschutzbehörde wenden.
    Soweit ich weis, sind Bayernweit (Rot-)Buchen besonders geschützt.
    Hier ein Link bezogen auf München:

    http://www.muenchen.de/Rathaus/plan/...724/index.html

    Es ist übrigens nicht nur der Astschnitt geregelt, sondern generell alle Beeinträchtigungen des Baumes in seiner Lebensfähigkeit....

    Für den Schutz von Bäumen bei Baumaßnahmen gibt es seitenweise Regelungen.
    Evtl. einfach mal auf den 'Münchner Seiten' stöbern und beim bei dir zuständigen Landratsamt nachfragen
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Heute ist Donnerstag und die Stadtbeamten sind wieder im Büro
    Flugs die Stadt angerufen und siehe da, es gibt bei uns keine Baumschutzverordnung (in München schon...). Insofern wird das entweder durch einen Bebauungsplan geregelt (den es bei uns nicht gibt) oder privatrechtlich (und so isses bei uns).

    Korrektes Vorgehen lt. Gemeinde:
    Schrieb Einschreiben/Rückschein an Nachbarn (! ... sein Briefkasten ist 5m neben unserem) mit diesem Inhalt:
    "Sehr geehrter Nachbar,
    bitte entferne so schnell wie möglich, spätestens aber bis zum 1.5. alle über die Grundstückgrenze ragenden Äste der Bäume (diese örtlich beschreiben). Nach diesem Stichtag werde ich eine Fachfirma mit dieser Aufgabe beauftragen, deren Rechnung du zu bezahlen hast.
    Um Kosten niedrig zu halten und im Sinne einer guten Nachbarschaft biete ich an, die relevanten Äste selbst fachgerecht rückzuschneiden und zu entsorgen. Sollte dies deine Zustimmung finden, bitte unten unterschreiben und in meinen Briefkasten werfen."

    So bald ich dazukomme,werde ich da bei meinem Rechtsverdreher noch eine zweite Meinung einholen und - sofern dieser das bestätigt - genau so vorgehen.
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  17. #15
    Themenstarter

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    vergessen:

    Haben wir Bedenken, dass wir das Wurzelwerk auf unserer Seite so beschädigt haben, dass der Baum evt. umfallgefährtet ist, reicht ebenfalls eine schriftliche Mitteilung, in der man seine Bedenken ob der Schäden ausdrückt und den Nachbarn explizit darauf hinweist, dass man jegliche weitere Haftung ausschließt. Es liegt dann an ihm, den Baum zu fällen oder zu hoffen, dass er die kommenden Stürme übersteht.


    ...hätte nicht gedacht, dass dies so einach ist ...


    aber wie gesagt: Diese Auskunft ist aus der Stadt, von der Umweltbehörde, bestätigt duch den Stadt-Juristen. Ich will aber auf jeden Fall nochmal meinen Juristen befragen, denn der müsste das dann ja auch privatrechlich vertreten.
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