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  1. #1

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    Holzdielen / Dehnungsfugen

    Hallo!

    In unserem Obergeschoss möchten wir im Flur,Kinderzimmer,Schlafzimmer und Ankleide 20mm Eichendielen verlegen.
    Auf Grund der Fussbodenheizung ist ein Verschrauben nicht möglich, PU-Kleber möchte ich aus baubiologischen Gründen nicht verwenden.

    Die Dielen werden auf einer Dampfsperre nur schwimmend verlegt und nur in Nut und Feder verleimt. Ich weiss, das hat in Verbindung mit einer FBH Nachteile, die ich aber in Kauf nehme.

    Meine Frage im speziellen ist nun ob ich den Bodenbelag an den Dehnungsfugen zwischen den einzelnen Räumen (im Türdurchgang) trennen muss oder ob ich den Belag "an einem Stück" durchlegen kann.

    Der Dielenverkäufer sagt :" Kein Problem, nur ringsrum zur Wand 1 bis 1,5 cm Luft lassen."

    Der Architekt sagt: "Auf jeden Fall Trennung an der Dehnungsfuge, da dort auch Höhenversatz auftreten kann."


    Und nu?! Mal wieder das alte Problem : Der eine sagt so, der andere sagt so..

    Het jemand Erfahrung damit und kann mir einen Tipp geben?

    Danke und schönes Wochenende,

    Rene'
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  2. Holzdielen / Dehnungsfugen

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    wieso

    keinen Dispersionskleber? Geht der bei den Dielen nicht?
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  4. #3
    Avatar von Lukas
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    Hallo René!

    Frag doch Deinen Dielendealer mal, ob er Dir das auch schriftlich gibt.
    Wenn ja, dann kannstes so machen, da er dann für Schäden, die daraus entstehen, haftet.
    Ich würds so nicht machen. Ich würde an jeder Tür ne Fuge anlegen.
    Eigentlich hat der Hersteller das entscheidende Wort. In dessen Verlegeanweisung müsste das drinstehen. Auch alles zur Verlegung auf FBH.

    Gruß Lukas
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  5. #4
    Avatar von sanrupid
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    Meines erachtens sollte bei solch einer Bauart unbedingt auf die Dehnungsfugen nicht verzichtet werden.
    Lieber eine zuviel als zu wenig.
    Hinterher wenn etwas unkontroliert abreist ist der Ärger gross
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  6. #5
    Themenstarter

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    Hallo!

    Zunächst mal Danke für eure Antworten!

    @Robby: Dispersionkleber kommt auch nicht in Frage da er zwar Emissionsarm, aber leider nicht absolut frei von ausdünstenden Giftstoffen ist.
    Mag sein das ich diesbezüglich einen Knall habe, aber ich möchte sowas in meinem Haus vermeiden wenn es geht.

    @Lukas: Der Dielendealer ist ein Belgier der in den Niederlanden und in England Ladengeschäfte hat und die Dielen in seinem Werk in Frankreich produziert.
    Die Qualität und der Preis stimmen zwar, allerdings falle ich ungern auf Verkaufsargumente herein. Deswegen hab ich diesbezüglich den Architekten zu Rate gezogen.
    Der Dielenverkäufer bescheinigt mir glaube ich wenn es drauf ankommt sogar das Elvis noch lebt.
    Im Extremfall ist er rechtlich glaube ich kaum zu greifen. Deswegen sehe ich seine Aussage etwas kritisch. Kann aber auch sein das sie stimmt ?!?!


    @sanrupi/Lukas: Was kann denn im Extremfall passieren wenn ich ohne Dehnungsfugen verlege? Wie gesagt würde der Bodenbelag schwimmend mit genügend Luft zu Wänden verlegt werden.

    Nein, ich bin nicht beratungsresistent. Ich möchte nur Argumente hören wieso weshalb, warum. Meinungen dazu hab ich schon viele gehört. Leider nur keine Argumente.

    Danke und Gruß,

    Rene'
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  7. #6
    Avatar von Lukas
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    Zitat Zitat von Rene' Beitrag anzeigen
    Dispersionkleber kommt auch nicht in Frage da er zwar Emissionsarm, aber leider nicht absolut frei von ausdünstenden Giftstoffen ist.
    Mag sein das ich diesbezüglich einen Knall habe, aber ich möchte sowas in meinem Haus vermeiden wenn es geht.
    Dann erklär doch mal, warum Du Angst vor ner vernünftigen Planung hast!
    Wenn Du eine solche hättest, dann hättest Du das Problem jetzt nicht.

    Fährst Du Auto? Tankst Du? Gehst Du auf/über die Straße? Duschst Du mit etwas anderem, als Wasser? Isst Du Fleisch, dessen Herkunft nicht 100% sicher ist? Haste schon mal was härteres als Milch getrunken.....
    Gift bleibt immer eine Frage der Dosis.

    Ich mein, bleib mal locker. Du wirst jeden Tag, unweigerlich, mit so vielen Giften zugeballert, riskierst zu Tode zu kommen, hast keine Ahnung, welche Gefahren, wo lauern, und machst Dir um den Kleister ne Rübe. Fragste das eigentlich den Küchenbauer auch? Haste keine Spanplattenmöbel in der Hütte?

    Man kann sich auch hypersensibilisieren, was garantiert auch zu Krankheiten führt.
    Krank wirste aber auch, wennste Geld für Material und Arbeit ausgibst und es hinterher nicht funktioniert.

    Hättste mal vorher gefragt, wie schädlich mangelnde Planung ist.

    Gruß Lukas
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  8. #7
    Avatar von Lukas
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    Janz übersehen.
    Zitat Zitat von Rene' Beitrag anzeigen
    Die Qualität und der Preis stimmen zwar, allerdings falle ich ungern auf Verkaufsargumente herein.
    Lies das doch bitte nochmal selbst.
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  9. #8
    Themenstarter

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    Moin Lukas!

    Ich habe weder Angst vor der Plaung , noch renne ich hypersensibilisiert , dem Wahnsinn Nahe und mit einem Schild um den Hals "Ihr seid alle des Todes!" herum.
    Ich möchte einfach nur Gift in meinen (!!!) Wohnräumen vermeiden. Was ist schlimm daran?

    Möchte (und wollte mit meinem Thread) diesbezüglich keine Diskussionen anfangen. Bei uns heisst es "Jeder Jeck ist anders". Also respektiere bitte einfach meine Entscheidung keinen Kleber einsetzen zu wollen. Mehr will ich nicht.
    Es ging aber auch nicht um die Frage Kleber oder nicht sondern um was anderes.


    Zurück zum Thema:

    Ich wollte wissen ob es Probleme gibt wenn man den Bodenbelag schwimmend an einem Stück ohne Dehnungsfugen verlegt.
    Reisst er? Schüsselt er? Gibt's Beulen?
    Tut er das alles nicht wenn man die Dehnungsfugen berücksichtigt?

    Ich möchte von jemandem hören "Tue das besser nicht, WEIL......"

    Das konnte bisher noch keiner.

    Gruß und schönen Sonntag,

    Rene'
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  10. #9

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    "Tue das besser nicht, WEIL......"

    Holz, abhängig von der Faserrichtung, unterschiedliches Quell- und Schwindverhalten (anisotropie) hat. In Faserlängsrichtung ist das vernachlässigbar, radial (0,18-0,22) und tangential (0,28-0,35) sieht das schon anders aus.
    Holz im Innenbericht stellt sich auf ein Holzausgleichsfeuchte von 9+/-3% ein. Das sind immerhin mal 6%, welche klimabedingt durchlaufen werden können.
    Beispielsberechnung analog DIN 1052 für Fichte:
    b=Feuchteänderung in Prozent x (Quell-bzw. Schwindmaß/100) x Gesamtbreite
    Feuchteänderung ~ 6%, gemitteltes Quellmaß ~ 0,24, angenommene Gesamtbreite z.B. eines Raumes ~ 4000mm
    ergibt 57,6mm
    da ist eine zusätzliche Dehnfüge schon vorteilhaft. Andernfalls kann es,wie schon vermutet, u.a. zum Beulen kommen. Im schlimmsten Fall drückt es auch schon mal die Hauswand weg.

    Möglichst wenige emmittierende Stoffe im Haus ist keinesfalls panisch, gerade wegen der vielen schon vorhandenen bekannten und unbekannten weiteren Quellen. Stichwort MCS-Multiple Chemical Sensivity.
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  12. #10
    Avatar von Berni
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    Tach Rene,

    "Tue das besser nicht, WEIL......"
    Holz die Eigenschaft hat, auf klimatische Änderungen sofort zu reagieren.
    Lies Dir mal folgenden Beitrag durch:
    http://www.parkettde.de/index.php?de_seam

    Diese Klimatischen Bedingungen sind überall anders. Bei Fußbodenheizung auch wieder anders als ohne.
    Deshalb sind sie auch bei allen Bauvorhaben verschieden, so das überall von anderen Voraussetzungen ausgegangen werden muß.

    Warum läßt Du Randfugen?
    Aufgabe von Fugen ist es unter anderem, durch das Schwindverhalten der Baustoffe hervorgerufene Schwindspannungen zu egalisieren und Bewegungen von Bauteilen zuzulassen.
    Die Bewegungsfuge in der Tür ist nur eine Verlängerung der Randfuge, damit diese durchgehend ist.
    Größerem Schwindaufkommen wird durch Flächenverkleinerung entgegen gewirkt. Einziger Grund:
    Man will dadurch Spontanfugen vermeiden oder diese so gering wie möglich halten.

    Ist bei Dir aber sowieso egal, Du bist keinem Rechenschaft schuldig.
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  13. #11
    Themenstarter

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    Hallo!

    @ RJ/Berni: Danke! Mit diesen Aussagen kann man was anfangen und sie sind nachvollziehbar.

    Ich werde den Bodenbelag dann wohl an den Dehnungsfugen in den Türen trennen.

    Danke und Gruß,

    Rene'
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