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  1. #1
    Avatar von Chaos
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    Federnder Dünnbettestrich

    Hallo zusammen!

    Mein Name ist Marc, bin 29 Jahre alt. Meine Lebensgefährtin und ich haben uns letztes Jahr einen Altbau gekauft, Bj. (ab) '58. Da gibt es natürlich viel zu tun. Ich besuche dieses Forum schon seit längerem um mir wertvolle Tips zu holen, da ist es nun Zeit geworden, daß ich mich hier anmelde. Nun habe ich eine spezielle Frage, bei der ich nichts konkretes mit der Suchfunktion finden konnte.

    Der Stand der Dinge ist bisher wie folgt:
    Unser Altbaubadezimmer wird momentan komplett renoviert, was auch einen Neuaufbau des Bodens ab Kellerrohdecke mit sich bringt. Da auch Rohre über die Rohdecke laufen und der Boden alle andere als gerade ist, wurde eine zementgebundene Schüttung mit EPS-Granulat (Thermozell) in der Dicke 4 bis 7cm geschüttet. Ab Oberkante Thermozell ist ein Randdämmstreifen angebracht und eine PE Folie verlegt worden, die an den Rändern noch ca. 20cm nach oben gezogen wurde. Auf die Folie ist dann eine erste Schicht Ardex 'K15 neu' zementgebundene Glätt-/ Nivelliermasse / Dünnbettestrich in 10mm Stärke gegossen worden und mit Glasgittergewebe 5x5mm vollflächig armiert worden. Nach Austrocknung kam nochmal eine Schicht mit 5mm, selbstverständlich wurde haftgrundiert.
    Der weitere Aufbau wird eine Dünnbett-Warmwasser-Fußbodentemperierung in 8mm sein, deren Zwischenräume ebenfall wieder mit K15 ausgeglichen werden. Nun noch die Fliesen mit Flexkleber und die Sache sollte fertig sein.

    Aber:
    Dummerweise federt der Belag in den Randbereichen. Nicht überall, aber wenn geht es da um 5 bis 8mm Federweg. Wahrscheinlich kam das durch die Folie, die in den Bereichen (durch das fehlende Gewicht des Dünnestrichs) nicht ganz nach unten gedrückt wurde, oder den Thermozell, der ja immer etwas nachgibt. Jetzt ist die Frage, ob sich das Federn mit den weiteren Schichten egalisieren könnte, oder ob der Boden wieder raus 'darf' und ein Neuaufbau stattfinden muss. Oh bitte nicht!

    Noch ein paar Daten:
    Der Dünnbettestrich hat eine Druckfestigkeit (nach 28 Tagen) von 30N/mm² und eine Biegefestigkeit von 10N/mm².
    Fläche des Badbodens: 3,8m²
    Material Rohdecke: Beton mit Kies / Bimsbeton Mischmasch (da kam rein was sie gerade hatten...)
    Ach ja, ein 'normaler' Estrich kam aufgrund seiner Aufbauhöhe und der Beschaffenheit der Rohdecke nicht in Frage.

    Danke schonmal, ich weiß ja, daß man hier gut beraten wird!

    Grüße, Marc
    Geändert von Chaos (20.04.2007 um 11:13 Uhr)
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  2. Federnder Dünnbettestrich

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von Berni
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    Tach Chaos,

    hast Du Dir das Datenblatt von Ardex-K15-Neu auch richtig durchgelesen?

    http://www.region-noe.at/ardex/dynam...echnmblatt.pdf

    Da steht was von Verbundsystem auf tragfähigen Untergrund.
    Oder hast Du Deinen Aufbau von Ardex absegnen lassen?

    Als was habt Ihr den Thermozell-Ausgleich eingebracht. Thermozell 250 oder 400?
    Was sagt Thermozell?

    Eine Spachtelmasse in 10mm Stärke auf Trennlage als Lastverteilungsschicht?

    Diese ganzen Dünnestriche sind Sonderkonstruktionen, wo peinlichst genau die Datenblätter der Hersteller zu beachten und zu befolgen sind. Andernfalls, so wie bei Dir jetzt, Risiko immer beim Anwender.
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  4. #3
    Themenstarter
    Avatar von Chaos
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    Also seitens Thermozell hieß es, der Aufbau 'mache soweit Sinn'. Ich hatte da mit einem freundlichen Herren telefoniert, dem ich vorab die Bodenaufbaubeschreibung per Mail geschickt habe. Er hat mir die Spachtelmassen von Ardex, Lugato, etc. als Möglichkeiten benannt.
    Es kam Thermozell 400 zum Einsatz.
    Die Spachtelung von 10mm auf Trennschicht wegen Lastverteilung, ja.
    In Sachen Dünnbettestrich habe ich mich auf das geschulte Personal meines Baustoffhandels (kein Bau- und Heimwerkermarkt!) verlassen. Aber direkt mit Ardex habe ich mich nicht in Verbindung gesetzt.


    Wäre jetzt natürlich schade, die Estrich-Schichten wieder zu entfernen, schließlich kostet da ein 25kg Sack knapp 40 Euro & 4,5 sind bis jetzt verbaut.

    Grüße...
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  5. #4
    Avatar von Berni
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    Den Aufbau von Herrn Thyssen, dem freundlichen Vertriebschef von Thermozell kann ich mit der 400.-Mischung nachvollziehen, aber nur als Verbund und mit einer spannungsarmen Spachtelmasse.
    Weitere Frage wäre, ob die Firma Ardex dies auch nachvollziehen kann.
    Und es bleibt die Feststellung, daß dieses als Aufbau auf Trennlage keinesfalls geht.

    Bessser 4 Sack Ardex K-15 abschreiben, als hinterher auch noch den Fliesenbelag. 10 oder auch 15mm Spachtelmasse auf Trennschicht kann auf keinen Fall eine Ausreichende Lastverteilungsplatte darstellen.
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  6. #5
    Themenstarter
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    Schade, denn die Trennschicht hatte ich auch gegenüber Herrn Thyssen (armer Kerl, ist als einziger für ganz Deutschland zuständig) erwähnt.
    Das ist ja dann mal echt dumm gelaufen. Nun gut, bedeutet also den K15 rauszureissen und ohne Trennschicht, aber mit Armierung, wieder zu giessen (insofern Ardex den Konzept zustimmt). Randdämmstreifen werden natürlich beibehalten, auch wenn sie erst oberhalb der Thermozellschicht zum Einsatz kommen. Trittschalldämmung hat man nicht wirklich, wobei es auch nicht unbedingt sein muss (im Keller wohnt ja keiner).

    Grüße...
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  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  8. #6

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    Zitat Zitat von Chaos Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen!

    Mein Name ist Marc, bin 29 Jahre alt. Meine Lebensgefährtin und ich haben uns letztes Jahr einen Altbau gekauft, Bj. (ab) '58. Da gibt es natürlich viel zu tun. Ich besuche dieses Forum schon seit längerem um mir wertvolle Tips zu holen, da ist es nun Zeit geworden, daß ich mich hier anmelde. Nun habe ich eine spezielle Frage, bei der ich nichts konkretes mit der Suchfunktion finden konnte.

    Der Stand der Dinge ist bisher wie folgt:
    Unser Altbaubadezimmer wird momentan komplett renoviert, was auch einen Neuaufbau des Bodens ab Kellerrohdecke mit sich bringt. Da auch Rohre über die Rohdecke laufen und der Boden alle andere als gerade ist, wurde eine zementgebundene Schüttung mit EPS-Granulat (Thermozell) in der Dicke 4 bis 7cm geschüttet. Ab Oberkante Thermozell ist ein Randdämmstreifen angebracht und eine PE Folie verlegt worden, die an den Rändern noch ca. 20cm nach oben gezogen wurde. Auf die Folie ist dann eine erste Schicht Ardex 'K15 neu' zementgebundene Glätt-/ Nivelliermasse / Dünnbettestrich in 10mm Stärke gegossen worden und mit Glasgittergewebe 5x5mm vollflächig armiert worden. Nach Austrocknung kam nochmal eine Schicht mit 5mm, selbstverständlich wurde haftgrundiert.
    Der weitere Aufbau wird eine Dünnbett-Warmwasser-Fußbodentemperierung in 8mm sein, deren Zwischenräume ebenfall wieder mit K15 ausgeglichen werden. Nun noch die Fliesen mit Flexkleber und die Sache sollte fertig sein.

    Aber:
    Dummerweise federt der Belag in den Randbereichen. Nicht überall, aber wenn geht es da um 5 bis 8mm Federweg. Wahrscheinlich kam das durch die Folie, die in den Bereichen (durch das fehlende Gewicht des Dünnestrichs) nicht ganz nach unten gedrückt wurde, oder den Thermozell, der ja immer etwas nachgibt. Jetzt ist die Frage, ob sich das Federn mit den weiteren Schichten egalisieren könnte, oder ob der Boden wieder raus 'darf' und ein Neuaufbau stattfinden muss. Oh bitte nicht!

    Noch ein paar Daten:
    Der Dünnbettestrich hat eine Druckfestigkeit (nach 28 Tagen) von 30N/mm² und eine Biegefestigkeit von 10N/mm².
    Fläche des Badbodens: 3,8m²
    Material Rohdecke: Beton mit Kies / Bimsbeton Mischmasch (da kam rein was sie gerade hatten...)
    Ach ja, ein 'normaler' Estrich kam aufgrund seiner Aufbauhöhe und der Beschaffenheit der Rohdecke nicht in Frage.

    Danke schonmal, ich weiß ja, daß man hier gut beraten wird!

    Grüße, Marc
    Hallo Chaos,

    da ich über die Verwendung von Thermozell nachdenke, wollte ich mal fragen wie das Thema federnder Estrich bei Ihnen ausgegangen ist.

    BH
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  9. #7

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    Na, hoffentlich antwortet er nach 4 Jahren noch.

    Gruß
    Ralf
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