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Erdwärme wirklich so Toll??

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  1. #1

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    Frage Erdwärme wirklich so Toll??

    Hallo erstmal an Alle. Ich bin der neue
    Ich möchte heuer noch einen Neubau erstellen und bin am überlegen ob ich Erdwärme zum heizen benutze. Die Variante Wasser/Wasser mit 2 Brunnen(Zieh- und Schluckbrunnen). Grundwasser kommt dort schon nach ca. 2-3 Metern, obs ausreicht wird noch geprüft.
    Ich möchte mal eure Meinung dazu hören. Ich werde nämlich ständig von den Heizungsbauern zugelabert. Der eine will mir eine Gasheizung verkaufen, der nächste Pellets...
    Aber dieses Wärmepumpensystem hat mich bis jetzt am meisten überzeugt. Angeblich soll man ja weniger als die Hälfte für seinen Energieverbrauch bezahlen.
    Hätt gern so ein Pro und Contra, oder gibts da schon nen Thread über jenes.

    Gruß Markus
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  2. Erdwärme wirklich so Toll??

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Moin Markus!

    Fakt ist:

    Heizen ist und bleibt teuer. Und es wird in Zukunft noch teurer, egal welche Form der Heizung Du wählst.

    Dem Staat wird in den nächsten Jahrzehnten einiges an Steuereinnahmen wegfallen weil viele Öl ud Gasheizungen gegen modernere,sparsamere Heizungen, und Heizungen die auf Fossile Brennstoffe verzichten, ausgetauscht werden.

    Sicherlich wird es soweit kommen das es in Zukunft (wann weiss keiner) eine Sondersteuer auf "Heizstrom" geben wird.

    Wie sich bis dahin die Öl und Gaspreise entwickelt haben weiss auch keiner.

    Egal für welche Heizung Du dich jetztentscheidest, ob es die richtige Entscheidung war siehst Du erst in 20 Jahren.

    1977 haben meine Eltern gebaut und eine Gasheizung einbauen lassen da es damals hiess "Gas ist Abfallprodukt der Ölerzeuger, deswegen wird Gas immer billig sein".
    Heute bezahlen sie (teuer!!!) dafür, damals haben sie sicherlich richtig gehandelt, wie tausende andere auch.

    Ich persönlich habe mich heute für Erdwärme bei unserem Neubau entschieden. Z.Zt sicherlich bei einem Neubau die günstigste Heizart wenn man davon ausgeht das die Energiepreise in den nächsten 20 Jahren genau so steigen wie in der Vergangenheit und wenn eine CO2-günstigere Alternative zu den Braunkohlekraftwerken gefunden wird. Denn da wird sich auf EU-Ebene sicherlich auch was tun und wir Deutschen werden dann mal wieder die Zahlemänner werden weil die Regierungen in den letzen 15 Jahren gepennt haben.

    Gruß Rene'
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  4. #3
    Avatar von operis
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    weniger als die hälfte...

    halte ich für ein gerücht. bei den pumpen gibt es enorme unterschiede, hier genau informieren.

    pellets werden sich früher oder später dem preis für öl und gas anpassen.

    meine persönliche lösung: gasheizung für den frostschutz und wald gekauft. ich renne im winter 2 wochen lang mit der kettensäge durch den wald, gehört aber auch ganz schön enthusiasmus dazu und ist keine lösung mehr, wenn ich alt bin.

    liebe grüße operis
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  5. #4

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    Hallo Markus,

    über dieses Thema gibt es soviele Meinungen wie Beiträge in den Foren. Da kann man sicher noch bis Weihnachten lesen.

    Meine Meinung, eine WP erfordert mehr Planungsaufwand und eine sorgfältigere Ausführung. Wird so ein Teil grenzwertig dimensioniert, dann muss eben alles passen. Bei einer Gastherme, gerade bei den gerne verbauten Typen, hat man power ohne Ende. Da wird die Hütte immer warm, natürlich auf Kosten des Geldbeutels.

    Zuerst also eine Heizlastermittlung durchführen (lassen) damit man eine ordentliche Planungsgrundlage hat. Dann die Heizflächen festlegen, mit möglichst niedriger VL Temp natürlich. Dann das Konzept umsetzen, in Betrieb nehmen und optimieren, sprich auf die Heizgewohnheiten anpassen.

    Wie sich die Preise für Öl, Gas, Strom, Pellets oder Holz allgemein, entwickeln werden kann niemand voraussagen. Sicher ist jedoch, billiger wird´s kaum.

    Was die Effizienz der Pumpen betrifft, so darf man den Herstellerangaben nicht blind vertrauen. Leider ist dies jedoch in den meisten Fällen die einzige Info die einem zur Verfügung steht.

    Grob gesagt, liegt Öl bei 5-6Ct/kWh, Gas bei 7-8Ct/kWh, Pellets bei 4-5 Ct./kWh und Strom, je nach Tarif, zwischen 10Ct/kWh und 20Ct/kWh.

    Strom zu verheizen macht also nur in Verbindung mit einer WP Sinn, insbesondere wenn der Versorger einen WP Tarif anbieten kann der meist im Bereich 10Ct./kWh und darunter liegt. Bei einer Wasser-/Wasser WP dürfte somit pro kWh ein Preis von ca. 2-3Ct. anfallen. Wie´s letztendlich bei Euch aussehen wird, kann man im voraus kaum einschätzen. Dazu spielen zu viele Parameter eine Rolle.

    Ich würde versuchen die Gesamtkosten zu vergleichen, sprich die Anschaffungskosten und die Verbrauchskosten.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Hallo Markus,
    wenn das bei dir mit dem Grundwasser problemlos klappt dann nimm die WP.
    schau mal hier www.co2online.de da kannst du eine Aufstellung der verschiedenen Systeme machen, mit Vollkostenvergleich.(auf Heizkosten Neubau klicken) Die sind neutral (glaube ich wenigstens) solche Rechner gibt es nämlich auch auf verschiedenen anderen Sites, beim Pelletsverband z.B. die sind dann schon ein wenig eingefärbt.

    Bei der WP selber gibt es große Unterschiede, mittlerweile gibt es auch modulierende WP was nach meiner Meinung im Moment das Beste ist. Das wichtigste ist einen Heizungsbauer zu finden der sich damit gut auskennt und dir ein gutes Komplettpaket macht. Fußbodenheizung, Warmwassersystem, Wärmepumpe... Die richtige Konzeption ist wichtig... Pufferspeicher oder nicht? Warmwasserspeicher oder lieber Frischwassersystem?
    Grundwasseranalyse ist Pflicht!!
    Wenn du dir ausreichend Zeit für die Planung nimmst dann wirst du die Entscheidung sicher nicht bereuen.

    Gruß Josef
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  7. #6

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    Zitat Zitat von joegeh Beitrag anzeigen
    Hallo Markus,
    wenn das bei dir mit dem Grundwasser problemlos klappt dann nimm die WP.
    schau mal hier www.co2online.de da kannst du eine Aufstellung der verschiedenen Systeme machen, mit Vollkostenvergleich
    Solche Rechner sind unbrauchbar, dazu variieren die objektbezogen Kosten viel zu stark.
    Außerdem sollte man auch eine Änderung des Dämmniveaus in den Variantenvergleich mit einbeziehen.
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  8. #7
    planfix
    Gast
    Ich habe ja auch schon einige Threads zum Thema verfasst.

    Meine eigenen Erfahrungen mit unserer Wasser/Wasser WP:
    EFH 150qm Heizkosten NEH BJ 1997 (für ca. 25°C Raumtemp.):
    4/2006 bis 4/2007 = 360€
    5/2005 bis 4/2006 = 490€ der Winter war recht lang

    Meinen Bauherren empfehle ich natürlich auch gerne WP und "unseren" Fachmann, der als Denkedran, auch hin und wieder, hier im Forum schreibt.
    Von Daher kann ich natürlich auch über andere Anlagen berichten.
    Momentan sind aus meiner Perspektive die Direktverdampfungsanlgen das Optimum.
    So konnte ich diesen Winter einen kleinen Rohbau (ca. 100m²) mit 24-iger Ziegelwänden, der noch kein WDVS bekommen hatte mit ca. 500€ trocken heizen. Jetzt nach Fertigstellung, also mit zusäztlich 8cm Dämmung sollten die Kosten Heizung und WW fürs ganze Jahr weit unter 300€ liegen.
    Bei solchen Stromverbräuchen lohnt nicht einmal der WP-Tarif . Da dafür eine zusätzliche Zählergebühr berechnet wird.
    Das ganze Haus kann im Tag - Nach- Strom betrieben werden und die WP mit einer Anschlußleistung von kleiner 2 KW muß nicht mal beim Energieversorger angemeldet werden. (2KW haben auch viele Herde, Waschmaschinen und Heizlüfter)

    Bei einem KfW40 Haus mit ca. 200qm wird auf Grund der guten Dämmung (T9, Fenster und Dach hochwertig) eine ähnlich Anlage eingebaut. Diese Direktverdampfungsanlage wurde auch individuell geplant und dimensioniert (so was gibts nicht aus der Fabrik). Hier wurde mögliche Heizkosten zwischen 550€ und 650€ auf Grundlage der angenommenen Voraussetzungen (ähnlich wie bei der EnEV) ermittelt. ...mal sehen wie die Bauherren damit hinkommen, da das Nutzerverhalten eine wesentliche Rolle spielt.

    Der Planungsaufwand besteht natürlich und liegt
    1.) bei einer Heizlastberechnung auf Grundlage des Bauplanes und des EnEV-Nachweises unter Berücksichtigung der Klimazone.
    2.) Prüfung der Voraaussetzungen Grundstücksgröße, Grundwasser, Bodenbeschaffenheit, wird FBH gewünscht, können Klimakonvektoren eingesetzt werden usw.
    3.) damit die Konzipierung der Anlage in System, Leistung, Heizen und Kühlen oder nur Heizund und Warmwasserbereitung.

    Kurz: Bedarf + Möglichkeiten = WP Größe und Leistung

    Position 2. sollte bei der Hausplanung, wenn möglich, schon berücksichtigt werden.
    Das alles sind keine geistigen Höhenflüge, wenn man/frau das Prinzip erkannt hat. Es verlangt jedoch ein Zusammenspiel der Beteiligten. Architekt, Fachplaner und Bauherren müssen GEMEINSAM eine Lösung erarbeiten.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von th_viper Beitrag anzeigen
    Solche Rechner sind unbrauchbar, dazu variieren die objektbezogen Kosten viel zu stark.
    Außerdem sollte man auch eine Änderung des Dämmniveaus in den Variantenvergleich mit einbeziehen.
    Klar variieren die objektbezogenen Kosten, aber wenn ich einfach mal die Kosten vergleichen will (beim gleichen Objekt) dann ist das schon ein Anhaltspunkt. Natürlich kann man auf dieser Grundlage keine Kalkulation erstellen... will auch keiner.

    Hallo Planfix,
    ich glaube nicht das du 25°C Raumtemperatur gehabt hast.....

    Gruß Josef
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  10. #9
    planfix
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    doch, ich bin eine Frostbeule, das ist für mich "Mindestbetriebstemperatur", gut manchmal waren's auch 26° oder drüber. Büro etwas mehr, dafür im Schlafzimmer etwas weniger
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  11. #10

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    Zitat Zitat von planfix Beitrag anzeigen
    doch, ich bin eine Frostbeule, das ist für mich "Mindestbetriebstemperatur", gut manchmal waren's auch 26° oder drüber. Büro etwas mehr, dafür im Schlafzimmer etwas weniger
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  12. #11

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    bei der Überlegung sollte alles mit einbezogen werden wie Vorratshaltung, Wartungs und Schornsteinfegerkosten. Meiner Meinung nach steht man dabei mit der WP sehr gut da. Das Dingens braucht wenig Platz, ist verbrauchsgünstig, sehr wartungsarm und komfortabel.

    Für mich die erste Wahl .... das Angebot ist sehr vielfältig und man findet für jeden Neubau das passende
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  13. #12

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    Zitat Zitat von joegeh Beitrag anzeigen
    Klar variieren die objektbezogenen Kosten, aber wenn ich einfach mal die Kosten vergleichen will (beim gleichen Objekt)
    Das meine ich. Die Rechner berücksichtigen nicht dein Objekt an deinem Standort mit den für dich in Frage kommenden Firmen und deren Preisniveau, sondern günstigstenfalls Mittelwerte (wo auch immer die herkommen). Die Investitionskosten sind der Knackpunkt, weniger die Betriebskosten.
    Und rechne mal den Einfluss eines 10 oder 20 k€ Invests auf unterschiedliche Finanzierungszeiträume um. Es geht ja schließlich um ne Vollkostenberechnung.
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  14. #13
    Themenstarter

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    Vielen Dank erstmal für die vielen Antworten.
    Ich hatte mir Anfangs ein Angebot über eine Ölheizung mit Heizkörpern anbieten lassen. Das Angebot für Wärmepumpe mit FBH ist noch in Arbeit. Bin auf den Preisunterschied gespannt. Die Dämmplatten für die FBH werde ich selbst verlegen, die Rohrleitungen könnte ich auch, würde aber dann die Gewährleistung verlieren.
    Der Brunnenbauer verlangt ca. 110 Euro pro Meter incl. Material (Günstig?)
    Die Heizlast weis ich noch nicht, der Heizer hat aber errechnet das ich 2,6 Kubikmeter Wasser pro Stunde benötige. Wohnfläche ca. 150 m2.
    Meine Frau hat auch schon mal beim Energieversorger angefragt,zwecks Tarife.
    pro KW HT:13,69 und NT: 10,62 Cent Grundgebühr 5,44€ und so komische Sperrzeiten. Für was sind die denn gut. Wie so macht man die. Funktioniert dann die Heizung nicht mehr während dieser Sperrzeiten.

    Gruß Markus
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    gesperrt ist gesperrt

    Genau:
    Während der Sperrzeiten ist die Wärmepumpe außer Betrieb.
    Wegen der thermischen Trägheit ist das aber in der Praxis kein Problem. Höchstens bei Anlagen ohne Warmwasserspeicher fürs Trinkwasser.

    Das dient dazu, den speziellen niedrigen Strompreis zu ermöglichen, indem in den Netz-Lastspitzen diese Verbraucher abgeschaltet werden.
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  17. #15

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    ich habe in meinem neubau (baubeginn 04/2006) auch eine wp verbaut.
    ich setzte auf flächenkollektoren, die ich selbst verlegt habe. beim grundwasserprinzip hatte ich trotz höherer leistungszahl etwas bauchschmerzen, weil es sich ja um ein offenes system handelt und somit abrassive stoffe den pumpen schaden KÖNNTEN - ich weiß es nicht genau, habe mich aber auf grund des bauchgefühls dagegen entschieden.
    mein haus hat 240m² grundfläche, hat einen jahresbedarf von ca. 25000kwh an heiz- und ww-energie und ist ein massivbau aus 36,5er gasbetonsteinen mit rohdichteklasse 0,35... dachdämmung ist aufsparren-pur von bauder 100mm dick.
    die fußbodenheizung wurde auf grund der heizbedarfsberechnung vom wärmepumpenbauer ausgelegt und von mir verlegt. die verlegeabstände sind von 10cm (bad) - 20cm (küche, schlafzimmer, flur).

    erfahrungen:
    der gesamteindruck ist gut. ich spare mir den öllagerraum.
    nachdem ich die ganze anlage hydraulisch abgeglichen habe (ging übringens ohne volumenstromanzeiger einfach nur mit nackten füßen), habe ich nirgendwo kaltzonen und die temperaturen sind - auslegung sei dank - in jedem raum so, wie sie sein sollen.

    die steuerung meiner verbauten wp ist klasse, die heizkurve lässt sich sehr genau einstellen und ich habe viele optionen, die ein wirklich angenehmes und energieeffizientes heizen ermöglichen.
    die vorlauftemperaturen sind erstaunlich gering - ich steuere aber über die rücklauftemperatur (vorlaufsteuerung geht auch).

    bis jetzt habe ich seit september 2006 inkl. 240m² zementestrich trocken, wände trocknen etc. und anfangs offener rollokästen 5100kwh strom verbraucht und liege bei ca. 700€ heizkosten inkl. grundgebühr. ich denke, dass ich dieses jahr (sept.) MAX. 6500kwh benötige und im nächsten jahr mit 5500kwh hinkomme. das wären dann ca. 780€ jahresheizkosten für ein recht großes haus - das ist okay. hätte ich öl, würde ich ca. 1500€ zahlen, dazu noch der schorni und als herstellungskosten die kosten für den öllageraum.
    ich habe für mein komplettes system (11kw wp, ww-speicher, 450m² kollektor, fußbodenheizung, verteilung, montage der leitungen bis zur verteilung, inbetriebnahme etc. ABER ohne dämmung - die hatte ich schon und weiß nicht mehr wie teuer) 16000€ gezahlt. dazu kommen noch ca. 2500€ fürs baggern der gräben für den kollektor. das baggern war dieses jahr besonders teuer, weil mein lehmboden bis 2m tief ausgetrocknet war und der bagger ordentlich mit dem zeug zu kämpfen hatte - das brachte stunden.

    Fazit: ich habs nicht gerechnet, glaube aber nicht, dass eine ölheizung wesentlich preiswerter ist. schließlich stehen geprüfte öltanks, ein öllagerraum und eine abgasanlage gegen den mehrpreis für die wp und den kollektor oder bei dir, die brunnen.
    eine hochtemperaturanlage (deine angedachte ölanlage), mit wandheizkörpern würde ich nicht unbedingt einbauen lassen - es geht wirklich nichts über einen temperierten fußboden und geld spart man durch die geringere vorlauftemperatur mit großen heizflächenbeim heizen schon - egal mit welchem system.
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