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Gefälle für Duschenablauf ausreichend?

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  1. #1

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    Gefälle für Duschenablauf ausreichend?

    Hätte gerne eine kurze Expertenmeinung.

    Der Ablauf und die Rohre unserer Dusche sollten in den Bodenaufbau verlegt werden. [FFB beträgt 11cm (40mm Wärmedämmung, 20-5mm Trittschall, 4,5Zementestrich); Abstand zum Schacht 3,2m; über Estrich mit Fußbodenheizung kommen Fliesen]

    Für das Gefälle bleiben also theoretisch 1,5cm.
    Reicht das?
    Könnte man auch ohne Bedenken dünnere Ablaufrohre (z.B. 40er) verlegen?

    Gruß zur Nacht
    Dj Sweety
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  2. Gefälle für Duschenablauf ausreichend?

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    Wie kommst du auf das dünne Brett dass das reicht ?

    Ein HT-Rohr DN 50 hat an der Muffe einen Durchmesser von 63 mm.
    Anschliesend muss noch ein Dämmschlauch 4 mm zur Körperschalldämmung berücksichtigt werden, macht 71 mm.

    Die Dämmung hat nur 60 mm (Nennmaß der Trittschalldämmplatte = 20 mm - nicht 25 mm wie gedacht).

    Heisst das Rohr ist an keiner stelle des Aufbaus innerhalb der Dämmung montierbar - fertig.

    Bei solchen *Fummelkonstruktionen* sieht die Rechnung so aus :

    Mindestmaß des Dämmstoffaufbaus :

    Rohrduchrmesser = 63 mm
    Montagetolleranz am Eintritt in die Konstruktion = 5 mm
    Körperschalldämmung = 8 mm
    Mindestgefälle, 1% = 32 mm
    Mögliche Bauwerkstolleranz nach DIN 18202 bis 4 m = 12 mm

    macht 120 mm.

    Das ist mehr als der gesamte vorgesehene Fußbodenaufbau - soviel zum Thema bei der Baukonstuktion und Planung wurde was gedacht.

    Dabei ist noch keine Rohrbefestigung berücksichtig und noch nichts was die Ebenheit oberhalb der Konstruktion zur Dämmstoffschicht wieder herstellt.

    Die Rohrleitung kann nicht kleiner als DN 50 gewählt werden, da es sich hierbei schon um die Mindestnennweite nach DIN EN 12056 - Teil 2 handelt.

    Bei korrekter Betrachtung der Montagesituation gibts nur eine Aussage :
    Eine Montage unter den vorhandenen Bedingungen am Bauvorhaben ist *nicht* möglich.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  4. #3

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    Rotes Gesicht Nur Meinung eines (erfahrenen) Laien dieses Gewerkes:

    Auch wenn es normwidrig ist, reichen in der Praxis 40er Rohre für ne Dusche aus (wenn nicht zu lang und das Gefälle paßt - evtl. Belüftung am tassenseitigen Ende erforderlich).
    Haftung kannst Du dann natürlich vergessen...

    Allerdings wäre auch dafür Deine Aufbauhöhe völlig unzureichend, auch das Gefälle wäre arg knapp. Unter 1% würde ich da nicht gehen.

    Fazit:
    Neu planen!
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  5. #4
    Themenstarter

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    Danke für die Antworten. Da muss ich tatsächlich neu planen.
    Mir fallen da eigentlich nur zwei Möglichkeiten ein:
    • seilicher Aufbau an der Außenwand zwischen Dusche und Wanne (ca.1,1m). Ärgerlich, dass ich dadurch ca. 10cm Platz verliere. Die Echtklass 5-Eckduschkabine müsste man dann wohl gleich mit 10cm vorziehen, denn ein Vorstand am Glas säh bescheiden aus.
    • Aufklopfen der Außenwand zur anderen DHH und verlegen UP. Die Wand besteht aus 15cm Beton, das auf einer Länge von 1,3m. Gäbs das statische Bedenken!?
    Habe in einer Stunde einen Termin mit dem Monteur und bin mal gespannt, was er für Ideen auf Lager hat.

    Da hab ich noch eine abenteuerliche Idee:
    Kann man eigentlich einen Fließenboden irgenwie über einen Bereich legen der keinen Estrich hat, sodass ich ca 10cm vor der Wand mit Estrich aufhöre und in das Loch meine Abläufe verlege? Gibt es eventuell auch eine Möglichkeit Rohre im Estrich zu verlegen, ohne das er dort später bricht, wenn es wegen dem Holzboden arbeitet?

    Hoffe ihr vergebt mit meine abstrusen Ideen, den ob sie gangbar sind, kann ich leider (noch) nicht beurteilen.

    CU - Dj Sweety
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  6. #5
    Avatar von operis
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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Auch wenn es normwidrig ist, reichen in der Praxis 40er Rohre für ne Dusche aus (wenn nicht zu lang und das Gefälle paßt - evtl. Belüftung am tassenseitigen Ende erforderlich).
    Haftung kannst Du dann natürlich vergessen...


    Fazit:
    Neu planen!
    hallo julius, 40 er abfluss ist extrem gefährlich, denk mal an seife, lange haare, kalkhaltiges wasser!!!

    liebe grüße operis
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  7. #6
    Bauexpertenforum
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    Wer nen Abfluß in eine Wohnungs- oder Gebäudetrennwand ballert, der kauft sich kostenlosen Ärger ohne Ende ein.

    Wenn der Schallschutz zum Nachbargebäude nicht mehr stimmt, dann haste Schadensersatzforderungen u.U. in 6-stelliger Höhe an der Backe .... sicherlich sorgt das dann für ein ganz besonderes Duschvergnügen.

    Mich wunderts schon dass im Ostalbkreis noch sowas gebaut wird ....muss wohl Richtung Klein-Sibieren sein

    Gruß
    Achim Kaiser
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  9. #7
    Avatar von Berni
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    Neeee Achim,

    diese Idioten gibt es überall.
    50 Abflußrohr von 2 Handwaschbecken auf 2,5m an der rechten Wandseite, dann quer vor dem Türdurchgang vorher an die linke Wandseite, wo denn Dusche steht.
    10 cm Aufbauhöhe für Estrich mit Dämmung, allerdings Fußbodenheizung.

    Auch der Bauher hat einen Trollo gefunden, der ihm den Estrich einbaut.
    Und das im Herzen der Republik.
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  10. #8
    Themenstarter

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    Guten Morgen,

    nach längeren Gesprächen mit Estrichleger / Flaschner hat man das Problem über einen Sockelkasten zwischen Dusche und Badewanne gelöst.

    Eventuell könnte man (so mein Stuckateur) auch auf diesen Sockel verzichten, wenn man die Lücke zwischen Estrich (2,5cm Wärmedämmung mit Heizungsrohren in Schlauch, 20-5 Trittschall, 6 Zementestrich mit FBH) und Wand mit elastischen Fliesenkleber auffüllt und dann die letzte Fliesenreihe zwischen Dusche und Wanne zu ca. 1/3 da drauf legt. Da dort keine Belastung stattfindet, wäre das kein Problem!? Was haltet ihr davon?
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