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Windrispenbänder

Diskutiere Windrispenbänder im Forum Dach auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    Guido
    Gast

    Frage Windrispenbänder

    Hallo!

    Über das Thema Blitzschutz habe ich von den Windrispenbändern erfahren. Im Gespräch mit einem Bekannten wurde mir nun mitgeteilt, so ziemlich jedes Dach bräuchte diese Windrispenbänder zur Versteifung.

    Nachdem ich bis vor kurzem noch dachte, es handele sich um Blitzschutz, bin ich natürlich auch davon ausgegangen, diese Bänder nicht zu benötigen. Und das von meinem BT im Bau befindliche Haus hat diese Bänder nicht. Aussage ist, die bräuchte kein Mensch.

    Es handelt sich übrigens um ein ganz normales Satteldach einer DHH. Fußfette, Mittelpfette und Firstbalken sind mit Sparren im Abstand von ca. 55cm verbunden. Außen sind dann über der USB noch die Dachlatten und Konterlatten aufgebracht (u. natürlich die Ziegel). Das Dach ist 8 m breit u. 11 tief. Die Firstpfette liegt entlang der Breite.

    Gruß
    Guido
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  2. Windrispenbänder

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von JDB
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    Schriftlich geben lassen!

    Für Dein Haus wurde ein Statik aufgestellt.
    Laß Dir die Statik aushändigen.
    Nimm Kontakt zu dem Statiker auf. (Telefon/Brief)
    Schildere Dein Anliegen.
    Mögliche Fragen:
    "Wie ist die Dachlängsaussteifung gewährleistet?"
    "Wo steht das in der Statik?"

    Falls wischiwaschi-Antwort :
    Verlange ein schriftliche Betstätigung, daß die WRB entfallen dürfen.
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  4. #3
    Guido
    Gast

    In der Statik steht nix von

    Dachlängsaussteifung.

    Allerdings hatte ich ganz vergessen, daß es natürlich auch noch Kehlbalken gibt. Von denen ist die hälfte eingemauert, da dort eine Trennwand verläuft.

    Gruß
    Guido
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  5. #4
    Avatar von JDB
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    Dann bleibt noch das 2. Dittel meiner Aussage gültig.

    Ansonsten kannst Du auch in eine Prüfung investieren.
    Die Statik für Dein BV ist sicherlich prüfbefreit.
    Sie muß jedoch prüffähig sein.
    Das (oder lediglich die Androhung) wäre aber erst der übernächste Schritt.
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    trifft sich gut..

    zwischensparrendämmung?

    bei der gelegenheit den dämmstoff-holzanteil im dach prüfen.
    bei e. 55er raster ist ziemlich viel holz verbaut - das dämmt gut, aber nicht so gut, wie richtige dämmung.
    ob das richtig berücksichtigt wurde?
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  7. #6
    Avatar von JDB
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    @Guido
    Mir fällt dazu noch einiges ein.

    Sende mir eine eMail an d@bakel.de
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  8. #7

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    "bei e. 55er raster ist ziemlich viel holz verbaut"

    - nicht, wenn die Querschnitte dafür umso kleiner ausgefallen sind, was ja immerhin möglich ist.
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  9. #8
    Avatar von bauhexe
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    Re: Windrispenbänder

    Original geschrieben von Guido
    Hallo!
    ....
    Das Dach ist 8 m breit u. 11 tief. Die Firstpfette liegt entlang der Breite.

    Gruß
    Guido
    Also ein hohes Dach?
    Eigentlich haben JDB und mls schon alles geschrieben.
    Es gibt verschiedene Möglichkeiten ein Dach auszusteifen, die legt der Statiker fest.
    Gibt es einen Ringbalken über die Giebel? welche Dachneigung ist vorhanden? und ist eine Dachschalung vorhanden, wenn ja welches Material u. Ausführung? und gibt es Innenwände, die senkrecht in die Gibelwand eingebunden sind???
    Vorsicht, ein Faktor allein könnte nicht ausreichend sein.
    Gruß Hexe
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  10. #9
    Ortwin
    Gast

    Überflüssiges Windrispenband

    @all:
    Wird da nicht ein bisschen viel Wind um die Längs-Aussteifung eines PFETTENdachstuhls gemacht? Aussteifung beim Sparrendach mit Windrispe und/oder Scheibenwirkung der Schalung – OK.
    Wenn sich aber bei einem Pfettendachstuhl die Sparren verschieben würden, müssten sich zwangsläufig auch die Pfetten verschieben. Aber dazu ist imho die Windbelastung nicht annähernd in der Lage
    In diesem Fall also braucht die Windrispenbänder wirklich kein Mensch.

    @bauhexe und off topic:
    Was für ein toller Name, würde mich gerne mal verhexen lassen


    mfg, Ortwin
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  11. #10
    Avatar von bauhexe
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    Keine Chance, mit dem Verhexen, ich trenne Beruf und Privatleben.

    Aber denk mal über Hauptwindrichtung und Angriffsfläche nach, oder frage einfach einen Statiker!

    Gruß Hexe
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  12. #11
    Guido
    Gast

    Was ist denn die Hauptwindrichtung?

    Verstehe ich das jetzt richtig, dass es abhängig davon ist, in welcher Himmelsrichtung das Haus steht, ob man die Windrispenbänder braucht?

    In der Statik für mein Haus steht (wenn ich es nicht überlesen habe) kein Hinweis auf Himmelsrichtungen. Oder reicht da der Verweis auf den Architektenplan in der Art: Die Statik wurde auf Basis des Eingabeplanes xy von Herrn yx erstellt ?

    Gruß
    Guido
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  13. #12
    Avatar von JDB
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    Versuch für Laien:


    Windrispen sind für Lastfall "Wind auf Giebel"
    -
    Ein Giebel alleine (ohne Dach) wäre bei Sturm nicht standsicher.
    Das wissen auch die Laien.

    Ist das Dach drauf, gibt das Dach dem Giebel Halt.

    Dummerweise hat jetzt das Dach den schwarzen Peter (sprich: die Windlast)

    Über Sparren + Dachlatten wird die Last verteilt.
    Die WRB sammeln die Lasten und führen sie zum Fußpunkt.
    Dort ist eine entsprechende Verankerung erforderlich.
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  14. #13
    Ortwin
    Gast

    Nochmal Windrispe

    Hallo Bauhexe,

    ich werde sicherlich keinen Statiker fragen, weil ich davon nicht direkt betroffen bin und weils mir eigentlich auch völlig egal sein kann.

    Deine Antwort an den Bauherrn (es gibt verschiedene Möglichkeiten ein Dach auszusteifen) ist genauso unbefriedigend wie deine Antwort auf meinen Beitrag. Statt zu sagen: Das funktioniert so net, weil..... kommt eine Wischiwaschiantwort: Denk mal darüber und darüber nach....
    Die Antwort von JDB ist nicht besser (okay, er hat Hilfe per e-mail angeboten) und auch die restlichen Stellungnahmen gehen an der eigentlichen Fragestellung vorbei.

    Selbstverständlich hab ich auch schon über die Angriffsfläche und die Hauptwindrichtung nachgedacht, sonst käme ich ja nicht zu dem bereits in obigen Beitrag formulierten Ergebnis.

    Bleiben wir doch mal ganz konkret bei dem Reihenhaus 8x11m. Bei angenommener DN von45° ergibt sich eine Giebelfläche von ca. 30qm. Hier soll der Wind angreifen, also 30x0,8x0,8 (nur Druck, da andere Giebelseite im Windschatten des Nachbargiebels) = 19,2 kN.
    Gesamtgewicht des Dachs: ca.1,5x8,0mx11,0m=132kN als vertikale Last. Bei einem realistisch angenommenen Reibungskoeffizienten zwischen Holz und Mauerwerk von 0,5 benötigt man also eine Kraft 132x0,5= 61kN, damit es zu einer Horizontalverschiebung des gesamten Daches kommen kann. Es stehen allerdings max. 19,2 kN dagegen, ergo kann sich auch nix verschieben. Würde man nicht das gesamte Dach, sondern nur einen (oberen) Teil betrachten, würde sich wohl auch nix verschieben, weil ja dann die Windangriffsfläche auch kleiner wird.

    Allein im Bauszustand kann ich mir die Notwendigkeit von Windrispenbändern vorstellen, im Endzustand nicht.

    Da können doch 10 Statiker auch nix anderes rauskriegen, oder?

    @JDB: Habe gerade ihren Beitrag gelesen. Schönes Beschreibung: „Die Windrispe sammelt die Last“. Beim Sparrendach OK, aber beim Pfettendach sammelt doch die Pfette die horizontale Windlast, somit ist das WRB überflüssig. Liege ich da völlig daneben?

    mfg, Ortwin

    PS: Ich hätte mich selbstverständlich nur beruflich verhexen lassen, niemals privat, niemals!
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  16. #14
    Guido
    Gast

    Wie berechnet man denn die Windlast?

    Da steht jetzt 30 (qm) * 0,8 * 0,8

    Was bedeuten diese 0,8 ? Welche Windgeschwindigkeit wird da vorausgesetzt?

    Gruß
    Guido
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  17. #15
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    schön gerechnet, ortwin ...

    aber erklär mir mal: warum war mein letztwöchentliches dach (da geht´s um e. sanierung) um 10% schiefgestellt?
    nach deiner rechnung unmöglich ...
    nebenbei bemerkt: reibung ist gut und schön - aber wo ist das feste wiederlager?
    schottenbauweise (innenwände paralell zu giebelwänden, d.h. horizontal "schwimmende" pfetten) ist keine erfindung der neuzeit. von uralten dachloft´s (ohne innenwände) ganz zu schweigen.
    es reicht einfach nicht, alle annahmen günstigst zu treffen (öffentliches interesse an standsicheren gebäuden).
    es reicht erst recht nicht, wenn "hochwertig" u. möglichst rissfrei ausgebaut wird (privates interesse..).
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