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Keller gemauert oder betoniert?

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  1. #1

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    Frage Keller gemauert oder betoniert?

    Guten Morgen Fachexperten,
    ich muss mich in den nächsten Tagen für einen BT für mein neues Haus entscheiden. Dabei verfolgt der eine BT die Philosophie des gemauerten Kellers (ist in seinem Angebot auch deutlich günstiger als ein betonierter Keller (15 TEUR)) und der andere bietet eben von vornherein einen betonierten Keller an.
    Das neue Haus wird mehr oder weniger auf exakt den gleichen Platz gestellt, wo heute noch das alte Haus steht (wird noch abgerissen). In dem alten Haus ist ein gemauerter Keller ohne Abdichtung verbaut und dieser ist nicht feucht.
    Ich bekommen aber das Gefühl nicht aus meinem Bauch, dass ein betonierter Keller ein "Muss" für ein solides Haus ist und es für kommende Unwetter besser gerüstet ist?!?
    Kann mir jemand das Bauchgefühl bestätigen oder nehmen?

    Grüße und Danke, Kai
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  2. Keller gemauert oder betoniert?

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  3. #2

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    MW und Beton...

    sind zunächst nix anderes als Wandbildner.
    Vom Statiker berechnet sind beide gleich gut geeigent. Auch die Mängelmöglichkeiten sind für beide in den Folgen vergleichbar.
    Abdichtung hat mit dem Wandbaustoff erstmal gar nichts zu tun.
    Einziger Unterscheid:
    Beton KANN bei entsprechender PLANUNG und ordentlicher Ausführung Wand und Abdichtung in einem sein - Mauerwerk kann das nicht, es braucht eine weitere Schicht, die abdichtet.
    Eine solche Entscheidung geht weder nach bauchgefühl noch nach Preis, sondern erfolgt auf Grundlage der Notwendigkeit und der daraus resultieren Fakten und Kosten.
    Und die erste Entscheidungsgrundlage ist ein Bodengutachten, das den Hausbauern vorliegt und dessen Anforderungen diese in die Kalkulation und den vertrag mit aufnehmen.
    MfG
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  4. #3
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    -> Bauort in BW -> nun auch landschaftlich geprägt.

    Mal salopp ausgedrückt:
    Die Schwaben lassen Betonkeller ausführen und so ein paar Reingeschmeckte aus dem Norden bringen die Bauweise mit den KS Kellern mit.

    Es kommt drauf an. Sind die Kellerwände durch Fenster zergliedert, voll angeschüttet, bewohnt oder gut ausgebaut, Hanglage, oben auf dem langen Feld, ... - alles Argumente für die eine oder andere Bauweise.

    Und warum der alte Keller trocken war, läßt sich so schnell nicht sagen - nur vermuten.

    Bauort Kornwestheim: alles fruchtbare bindige Böden, Schichtenwasser, Drainage - im wesentlichen über die Kanaltrassen.

    Und woher der hohe Preisvorteil? 17,5 er KS-Wände im Keller?!?
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  5. #4
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    Ergänzung

    ... das Grundstück ist eben und in ca. 30 Meter Abstand zum Haus geht es dann leicht in die Stadt hinunter => also keine Hanglage.

    Warum der Betonkeller im Vergleich zum gemauerten Keller so viel teurer sein soll hat man mir folgend erklärt: Der BT zahlt für die Porenbetonsteine wenig, da sie aus der gleichen Firma stammen (Hebel). Ein Betonkeller müsste extern vergeben werden.
    Vorgesehen sind mindestens 30er Porenbetonsteine - wenn nicht eher 34er.

    Was war mit den Schichtwassern und bindigen Böden gemeint? Sorry bin Laie => ist das gut oder eher schlecht?

    Grüße Kai
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  6. #5

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    34er? wahrscheinlich eher 36er, oder?
    Porenbeton ("YTONG") wäre für mich kein Material für einen Keller, aber das ist jetzt uch nur das Laien-Bauchgefühl (saugen sich gern mit Wasser voll)

    Bindiger Boden: umgangssprachlich "lehmig", da versickert Wasser sehr schlecht und bleibt daher nach Regen lange außen an der Kellerwand stehen. Insbesondere dann, wenn der Arbeitsraum un den Keller wie üblich mit eher sandigem MAterial verfüllt wird. Das wirkt dann wie ein Burggraben in dem sich das Wasser sammelt!

    Schichtenwasser: Wasser das zwichen zwei Bodenschichten seitlich weiter fließt, also z. B. von oben kommt regen, der erste Meter ist eher sandig, da läuft das Wasser schnell durch, dann kommt bindiger Boden (Lehm), das Wasser staut sich und läuft seitlich als Schichtenwasser weiter (und sammelt sich dann z. B. im mit Sand verfüllten Arbeitsraum
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  7. #6
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    Wen interessiert ob die Steine saugen?
    Die Abdichtung sollte dicht sein - sag ich mal.
    Bei uns werden idR auch die Keller gemauert, daher sind idR die Betonkeller teurer.
    Der Preisunterschied kann aber "nur" im reinen Wandbildner nicht zu suchen sein.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Carden, Mark Beitrag anzeigen
    Wen interessiert ob die Steine saugen?
    Die Abdichtung sollte dicht sein - sag ich mal.
    sagst Du natürlich völlig richtig! Drum hab ich ja auch geschrieben "Laien-Bauchgefühl". Wenn alles richtig abgedichtet ist, hält auch der YTONG im Keller. Wenn nicht, kommt das Wasser auch durch den Ziegel.

    Wir haben ne WW und ich beräue es nicht.
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  9. #8

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    Die Hinweise des Kollegen Ralf Dühlmeyer möchte ich zunächst als wichtige Voraussetzung bestätigen. Wenn es um die Funktionssicherheit der Konstruktion auf Dauer geht würde ich eine "Weiße Wanne" in jedem Fall vorziehen. Hier können mit "Dreifachwänden" kostengünstige Lösungen gefunden werden. Wichtig ist in jedem Fall die Auswahl eines Fachunternehmens, das die WU-Richtlinie und die Erläuterung zur DAfStb-Richtlinie kennt. Eine Abdichtung nach Teil 4 (DIN 18195) in Verbindung mit einer Dränanlage birgt erhebliche Risiken, da deren fachgerechte Umsetzung nicht immer gelingt. Es gilt auch hier: "Billig ist teurer als richtig !"
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  11. #9
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    Zitat Zitat von Kawa Beitrag anzeigen
    ...Vorgesehen sind mindestens 30er Porenbetonsteine - wenn nicht eher 34er....
    Ok, Ok gleich den Kopf eingezogen. Ich bin kein Fan von Porenbetonkellern, da diese statisch jede Menge Klimmzüge benötigen, damit zu Risschäden neigen und dann ist die Abdichtung dran.
    Da bei der konstellation eh keine Abdichtung über dem absoluten Minimum zu erwarten ist - Probleme zu 70% vorprogrammiert.

    Schichtenwasser: Gibt es ein Bodengutachten? Wer hat die Qualität der Abdichtung (Bodenfeuchtigkeit, aufstauendes Sicker/Schichtenwasser ...) festgelegt?
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  12. #10
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    Man möge beachten, dass der BT nach Ihren bisherigen Aussagen aber nur von eine betonierten Keller schreibt. Ein Weiße Wann kann ich hier nicht zwingend herauslesen.
    @Kollege Koehl - warum sollen Hohlwandelemente eine Kostengünstige Lösung sein? Im Vergleich zu was?
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