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  1. #1

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    Bodenplatte nach Bodengutachten 90% Teurer

    Hallo zusammen,

    da ich nicht weiss ob ich einer Abzocke auflaufe oder ob es legitim ist, würde ich mich über jeden ProfiTipp und auch über gesammelte Erfahrung zu den diesem Themen freuen. Also haut in die Tasten!

    Es geht um folgendes:
    Habe vor ein EFH zu bauen und zwar mit Generalübernehmer. Das Haus soll ohne Keller erstellt werden, lediglich mit Bodenplatte.

    Von meinem Generalübernehmer lag ein Angebot (Preise gebe ich besser nicht an, daher sind die Angaben in Prozent) vor für die Erstellung einer schwimmenden Bodenplatte (ca. 22-25cm) inkl. Entwässerung, Erdarbeiten und Höhennivelierung vor. Die Dämmung (und somit auch anstatt Schotter) wäre aus Misapor (ca. 30cm) geworden mit einem Geotextil darunter. Die veranschlagten Kosten setzten bei der Bodenklasse 3 an.

    Nachdem ich von mehreren meiner zukünftigen Nachbarn mitbekommen habe, dass der Baugrund nicht einfach ist, wurde die Erstellung eines Bodengutachten explizit für mein Grundstück von mir beauftragt (eine drittFirma).

    Das Gutachten ist meiner Meinung nach sowie auch die des Gutachters, nicht mal so schlecht ausgefallen. Gründungsvorschlag sieht folgendermaßen aus => Beschreibung des Aufbaus von oben nach unten:

    - elastisch gebette Bodenplatte (ist dies gleichzusetzen mit einer schwimmenden Bodenplatte bzw. wodurch unterscheiden sich diese?)
    - Abdichtung DIN 1819-5
    - kapilarbrechende Schicht 15cm
    - Bodenaustausch überwiegend 30cm da das Gelände leicht Abfallend ist wird z.T. vorne 50cm werden
    - Filterflies
    und damit ein Frostschutz vorhanden ist wird zusätzlich eine Frostschürze empfohlen (ca. 30-40cm breit und 1,20m tief)

    So, meiner Meinung nach, kann ein Bodengutachten (bzw. der darauf basierende Gründungsvorschlag) wesentlich schlechter ausfallen. Das Bodengutachten ist ziemlich genau wie das meines Nachbarn ausgefallen, bis auf den Unterschied, dass er (mein Nachbar) ca.1m Bodenaustauch und bei mir sollten es lediglich zwischen 30cm und 50cm sein.

    Mein Nachbar hatte zu seinem eigentlichen Kostenvoranschlag Mehrkosten von ziemlich genau 30% (habe es selber gesehen).

    Was mich sehr wundert ist, dass ich fast 2 Wochen auf mein Angebot von meinem Generalübernehmer gewartet habe in dem keine Kostenaufstellung explizit drin steht sondern lediglich ein Satz

    =>für Mehraufwand laut Gutachten für Bodenaustausch ca. 50cm, stärkere Bodenplatte (30cm) mit erhöhter Bewehrung - elastisch eingebett - entsteht ein Aufpreis von 90% inkl. MwSt. gegenüber der Standardausführung.<=

    Das erscheint mir sehr unrealistisch, da es mir so vorkommt, dass hier nicht genau Kalkuliert wurde sondern lediglich ein Sicherheitspreis nach dem Motto=> "setzen wir hoch an, dann wird es schon passen" veranschlagt wird.

    Was ich auch nicht verstehe ist, dass
    - die Bodenplatte sowieso Statisch sein muss und müsste theoretisch die gleiche sein oder? (ich meine nur, da es im ersten Angebot auch das Haus tragen muss und Statisch ist)
    - das Misapor (30cm) abgezogen werden kann und dafür Schotter 30-50cm (wenn ich das Misapor abziehe und den Schotter dazurechne, dann sollte dies einem auch nicht das Konto leeräumen oder sehe ich das falsch?)
    - Entwässerung bleibt gleich
    - Hinzu kommt die Frostschürze (nach Rücksprache mit Gutachter kann dies aus nicht bewehrtem Beton von ca. 30 - 40cm und einer Tiefe von 1,2m sein)

    Wie können Kosten von zusätzlich 90% vom eigentlichen Angebot anfallen?

    Sollte der Preis gerechtfertigt sein, dann wird es zwar bitter für mich, aber ich sehe es auch ein und gehe da durch.

    Doch auf ein Abzocke gehe ich nicht ein und habe auch kein Problem eine andere Firma zu beauftragen.

    Nähere Informationen zwecks besserer Analyse oder ähnl., kann ich gerne per e-mail zukommen lassen.

    Also ihr seht schon, ich brauch Unterstützung und freue mich über jeden Beitrag.
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  2. Bodenplatte nach Bodengutachten 90% Teurer

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  3. #2
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    Was soll die kapillarbrechende schicht

    bewirken???
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  4. #3
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    und das Geotex? Ist da irgendwas mir Dränung wegen Hanglage im Gespräch?
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  5. #4
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    kann es sein

    dass diese Schicht die Kappillarwirkung unterbrechen soll? (genau weiss ich es leider nicht, da ich nicht vom Fach bin)
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  6. #5
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    Zitat Zitat von Robby Beitrag anzeigen
    und das Geotex? Ist da irgendwas mir Dränung wegen Hanglage im Gespräch?

    Drainung = Drainage = Gelbes Drainrohr?

    Im Bodengutachten wird darauf eingegangen und zwar, dass dies nicht notwendig ist (Hanglage ist es auch eigentlich nicht)
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  7. #6
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    Ein Dränrohr

    kommt NICHT auf Rollen und ist idR nicht gelb!

    Also denke ich: Trotz Bodenaustausch ist die zus. Kapillarbrechende Schicht nicht erforderlich da abgedichtet werden muß.

    Das Geotex erschließt sich mir gar nicht im Sinn.

    30cm? da sollen die Statikuse hier mal was zu sagen... obwohl 25cm denke ich möglich wären als WU Bauteil... dann bräuchte es wiederum nur eine Dampfsperre/Bremse

    Wer ist der Statiker? der des GU? Der Planer wohl auch und der BAugrundGA? Sicher auch oder?
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  8. #7
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    - Statiker und Planer sind vom Generalübernehmer
    - Bodengutachter ist von mir ausgesucht und unabhängig vom Generalübernehmer
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  9. #8
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    Frage elastisch gebettete Bodenplatte?

    gibt es einen Unterschied zwischen einer elastisch gebetteten Bodenplatte und einer schwimmend verlegten Bodenplatte?
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  10. #9
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    Zitat Zitat von Robby Beitrag anzeigen
    ...Also denke ich: Trotz Bodenaustausch ist die zus. Kapillarbrechende Schicht nicht erforderlich da abgedichtet werden muß.

    Das Geotex erschließt sich mir gar nicht im Sinn.

    30cm? da sollen die Statikuse hier mal was zu sagen... obwohl 25cm denke ich möglich wären als WU Bauteil... dann bräuchte es wiederum nur eine Dampfsperre/Bremse

    Wer ist der Statiker? der des GU? Der Planer wohl auch und der BAugrundGA? Sicher auch oder?
    Ist doch alles klar und die Angaben vom Baugrundgutachten sind soweit plausibel.
    (Außer Abdichtung unter der Bodenplatte, hmmm)

    Bodenplatte schwimmend und elastisch gebettet -> ist eigentlich das selbe. Allerdings scheint sich Ihr Gesamtanbieter da eine Hintertür offen gelassen zu haben.
    Denn so eine Bopla ohne Gutachten -> worst case ist eh anzunehmen und dann kann es mit Gutachten nur besser und günstiger werden.

    Das riecht nach: wie stelle ich einen begründeten Nachtrag und hole mal meine Gewinnmarge rein.

    Wie hoch ist denn die Hütte, dass man jetzt ne 30er Bodenplatte und mehr Bewehrung braucht - Mehrfamilienhaus ohne Keller?
    (wo ist das kopfschüttel emoticon)
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  11. #10
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    Das Geotextilvlies wäre dann Notwendig, wenn hier Tatsächlich eine Flächendränung (nennen wir es hier mal Kapillarbrechende Schicht - auch wenn das etwas anderes ist idR) eingebaut werden würde.
    Was nutzen die Kiesel, wenn die in den Dreck gedrückt werden.
    Nur ist dieses Schicht hinsichtlich der sowieso zu erstellenden Abdichtungmaßnahmen eher Sinnfrei.
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  12. #11
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    Zur Verdeutlichung

    Vergeßt doch mal eure Abdichtungsthemen und zielt auf die Gründung, Bodenschichten usw. Daher kommt das Geotextil. Da dürfte ein bindiger Boden mit erhöhtem Porenwassergehalt vorhanden sein. Dann verschwindet der Bodenaustausch ohne Geotextil etwas ...
    KFT -> wer weiß was da als Bodenaustausch eingebaut wird
    Außerdem ist eine Ausgleichschicht notwendig
    -> tragende Bodenplatte

    je nach Ausführung des Bodenaustauschmaterials und- einbau kann das eine Aktion sein, die Regel ist es nicht.

    Ohne Forderung und Einbau KFT und Geotextil, kann man dann vor Ort oft nur tief durchatmen, und nochmals eine Schicht abräumen lassen ...
    Alles andere ist Absprache fachlich versierter Beteiligter...
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  13. #12
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    Hast ja Recht PeMu
    Aber ich lese das in der Ausgangsfrage

    - Abdichtung DIN 1819-5 (was natürlich falsch ist)
    - kapilarbrechende Schicht 15cm
    Rest haste ja ausreichend erläutert.
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  14. #13
    Avatar von bemi
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    Der Bodengutachter hat meiner Meinunk nach nicht viel Ahnung.
    Alles was er fordert erfüllt das Misapor.
    Bei Misapor braucht man keine Frostschürzen.
    Aber das kann man alles Nachlesen unter www.misapor.de
    Dem GÜ würde ich mal auf die Finger hauen.
    bemi
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  16. #14
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    bevor ich einen Bodengutachter beauftragt habe, hatte ich mich über Preis und Erfahrung erkundigt und dabei kam heraus, dass die Fa. die ich beauftragt habe ca. 3000 Bodengutachten im Jahr erstellen.

    Daher gehe ich davon aus, dass genug Erfahrung für die Grundüng eines kleinen EFH besteht. Dass Erfahrungen mit dem Misapor nicht vorhanden sind ist möglich, da dass Misapor noch nicht so lange am Markt ist wie Schotter. Ich möchte aber keine Diskussion über Misapor auslösen. Wobei es natürlich schon gut möglich sein kann, dass wenn man Misapor einsetzt keine Frostschürzen notwendig sind. Es sind aber in der Allgemeinheit noch relativ wenig Erfahrung mit dem Material vorhanden.

    Was mich mehr Interessieren würde ist die Frage, ob es möglich ist das so ein Preissprung real ist, da doch eigentlich (unterm Strich etwas mehr Schotter anfällt und die Frostschürze (Beton für Frostschürze = weit unter 2qbm bei einem durchmesser von 30cm)).
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  17. #15

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    Laienmeinung:

    Also, der Mehraufwand, alleine für die Frostschürze, ist sicher nicht der Materialpreis für den Beton, sondern dessen Einbau:
    Da muss ja zusätzlich 'nen guten Meter tief ausgeschachtet werden, Schalung, ev. in mehreren Etappen betoniert werden
    (z.B. Bodenplatte als separater 2.Schritt ?...)

    m.f.G. J.W.
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