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Dämmung im Dach- richtig oder nicht?

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  1. #1

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    Dämmung im Dach- richtig oder nicht?

    Hallo zusammen,

    erstmal ein kleines Hallo und ein Dankeschön an alle die hier bereitwillig Meinungen, Fachwissen und Tips verteilen.
    Ich selber stehe mitten im Umbau/ Sanierung unseres Hauses aus den 60ern und habe so meine liebe Not mit Dingen die verschiedene Handwerker mir als recht und billig erzählen...

    Da ich kein Fachmann bin muß ich um Rat fragen und das jetzt hier. Sollte ich etwas falsch beschreiben, Daten oder Zahlen liefern, bitte danach fragen, ich weiß nicht was wirklich wichtig ist, ok?

    Bilder werde ich gerne nachher noch posten.

    Also zu meiner Frage. Unser Dach ist neu gemacht worden.

    Laut Angebot mit Auflattung, 160er Dämmung, Dampfsperre, Dachfenstern ...alles inklusive.
    Jetzt habe ich festgestellt das die Dampfsperre wider allen Dingen verlegt ist die ich hier nachlesen konnte. Ich habe unseren Dachdecker darauf angesprochen und er sagte mir das es so richtig wäre wie ich es schematisch mal augemalt habe (siehe Bild, Verison 2)
    Stimmt das, kann es stimmen und wenn ja was muß dafür gegeben sein?

    Um die Fenster befindet sich teilweise keine Dampfsperre, sie soll jetzt nachträglich angebracht werden- wenn aber doch keine Reste von unten oder oben, links oder rechts ankommen, wo soll dann die Verbindung hergestellt werden? Bild folgt heute Nachmittag.

    So weit erstmal jetzt das ich vielleicht schonmal einen ersten Eindruck bekommen kann...



    Vielen Dank schon einmal von einem mittlerweile sehr verunsicherten Häusle Sanierer!

    MfG

    Spidy
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  2. Dämmung im Dach- richtig oder nicht?

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  3. #2
    Avatar von Reilinga
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    Servus ,

    also ich als ebenfalls normaler Bauherr will mich ja nicht zu weit rauswagen - aber ich würde nicht (2) sondern (1) ausschreiben und ausführen lassen. Hier wieder wie immer die Frage was wurde ausgeschrieben bzw. angeboten.

    Wenn ich davon ausgehe, dass die Balken schon immer da waren, dann sollte man beim "Dachwechsel" schauen, dass es eine Gutwetterperiode ist und kein Wasser auf diese Balken kommt. Denn dann sind diese komplett feuchtigkeitsneutral / trocken bzw. sie benötigen keine "Atemluft" um Feuchtigkeit im großem Maße abzugeben und (1) wäre ergo problemlos machbar.

    Die Frage ist denn auch, welche Folie wurde denn hier genau verbaut und was sagt der Hersteller dazu ? Es gab da mal bei einem Hersteller ne Beschreibung wie man so ne Sanierung mit einer entsprechenden Folie macht ... liefere ich nach ...

    Gruß Reilinga
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  4. #3
    Avatar von Reilinga
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    Nachtrag:

    Also Dörken sagt zu Ihrem Produkt Sd-Flexx folgendes:
    http://www.doerken.de/bvf/de/produkt...e/sd_flexx.php
    und die Verleghinweise zu eben diese Folie sind hier :
    http://www.doerken.de/bvf/de/pdf/service/Sd-Flexx.pdf

    p.s. Das ist keine Werbung - lediglich ein Hinweis, was einer der vielen Hersteller in diesem Bereich mit eben dieser Folie vorschlägt ...
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  5. #4
    Avatar von Peeder
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    version 1 ist nach meiner Meinung nach die sichere Methode, je mehr klebe und Anschlüsse vermieden werden, um so dichter wird die Sache.

    Ich frage mich nur, wie werden die seitlichen Anschlüsse hergestellt.
    Ich denke mal Ziel = Luftdichte ??

    Im übrigen , Bremse, nicht Sperre .

    Peeder
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  6. #5

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    Heraklith + Putz - abkleben?

    Es funktioniert auch ohne die komplizierte Abkleberei, siehe Link.

    http://www.pavatex.de/de/art/uid_kat.../beetools.html
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  7. #6
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    Bild 1 entspricht der " Dachsannierung von außen " von G+H Isover, Doerken und ( soweit ich mich erinnere Moll = pro clima ). Bei diesen Herrstellern im Internet die Verlegeanleitungen herunterladen. Im vorstehenden Link von Doerken ist es aber schon richtig beschrieben.

    Entscheident ist, daß Sie sich strikt an die Verlegeanleitung dieser Hersteller und im jeweiligen System halten. Es muß eine sog. feuchteadaptive Folie verwandt werden, um die Durchfeuchtung der Sparren zu verhindern !

    Ihr Dachdecker hat mithin insofern Recht, als keine " normale " Dampfbremse für die " Dachsanierung von außen " verwandt werden darf. Es muß eine feuchteadaptive Folie eingesetzt werden.
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  8. #7
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    @Wecker:

    Es funktioniert auch ohne die komplizierte Abkleberei, siehe Link.
    Die Anleitung im Link lesen: Es funktioniert nur dann, wenn rauminnenseitig die Luftdichtheit gegeben ist. Dies muß durch BDT überprüft werden.

    Die sog. Dachsanierung von außen wird demgegenüber eingesetzt, wenn rauminnenseitig keine luftdichte Schicht vorhanden oder diese zweifelhaft ist. Erspart wird durch die " Dachsanierung von außen " der Abriß der intakten rauminnenseitigen Bekleidung zur Anbringung einer Dammpfbremse auf der Unterseite der Sparren.
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  9. #8
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    Ok, also werde ich mir die Folie mal ansehen und die Herstellerseite bemühen nach der Verlegevorschrift.

    Außerdem muß diese Art der Verlegung extrem sogfältig ausgeführt werden, da es sonst zu Durchfeuchtugnder Isolierung, Balken und der Decke nach innen kommen kann, richtig?

    Vielen Dank schonmal an alle!!!
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  10. #9
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    Richtig!
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  11. #10

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    Hallo,
    für einen Neubau (augenscheinlich ohne vorliegende Planungsgrundlage) halte ich beide Varianten für nicht optimal.

    Variante 1 lässt im ungenügend wärmegedämmten Bereich zwischen Oberkante Sparren und Dampfbremsfolie raumseitigen Kondensatausfall erwarten.

    Variante 2 ist zu aufwendig (hoher Zeitaufwand, hohe Kosten) funktioniert aber.

    In beiden Fällen sind die Anschlüsse an flankierende Bauteile bzgl. der Luftdichtheitsproblematik nicht dargestellt aber i.a. besonders kritisch.

    Die raumseitige "Atmungsflächen" der Sparren sind aus meiner Sicht nicht zwingend erforderlich.

    mfG

    KPS
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  13. #11

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    Hallo,

    für einen Neubau (augenscheinlich ohne vorliegende Planungsgrundlage) halte ich beide Varianten für nicht optimal.

    Variante 1 lässt im ungenügend wärmegedämmten Bereich zwischen Oberkante Sparren und Dampfbremsfolie raumseitigen Kondensatausfall erwarten.

    Variante 2 ist zu aufwendig (hoher Zeitaufwand, hohe Kosten) funktioniert aber.

    In beiden Fällen sind die Anschlüsse an flankierende Bauteile bzgl. der Luftdichtheitsproblematik nicht dargestellt aber i.a. besonders kritisch.

    Die raumseitige "Atmungsflächen" der Sparren sind aus meiner Sicht nicht zwingend erforderlich.

    MfG

    KPS
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  14. #12
    Themenstarter

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    Ok jetzt für alle noch einmal ein großes Dankeschön und noch eine Aufklärung was jetzt weiter passiert ist.

    Da alle Stimmen mehr oder weniger auseinander gehen habe ich mich entschlossen einen Sachverständigen zu holen.

    Dieser war fair und hat nicht ein komplettes teures Gutachten erstellt (aber natürlich immer noch möglich falls nötig) sondern zusammen mit dem Dachdecker sich das Dach angesehen und ihm eine Mängelliste erstellt die der Dachdecker jetzt nacharbeitet. Es waren ein paar Kleinigkeiten aber worum es hauptsächlich ging- die Dampfbremse- dazu jetzt mehr:

    Generell ist es wohl möglich bei Heraklithplatten die dick verputzt sind auf die Dampfbremse zu verzichten. Eigentlich muß sie natürlich rein, aber die Platten mit Putz sind so dampfdicht das es auch ohne funktionieren kann.
    Ich habe aber trotzdem drauf bestanden und der Dachdecker machte gleich von sich aus den Vorschlag in meinem bebauten Innenraum die Heraklithplatten zu entsorgen, dann die Dampfbremse neu zu verlegen, dann mit Rigips wieder zu verschließen.
    Ich habe dem zugesagt und helfe eifrig dabei mit- damit komme ich ihm entgegen und er mir. So haben wir eine gute Lösung gefunden mit der wir beide leben können.

    So weit für alle die Interesse haben wie es ausgegangen ist
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