Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1

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    Sanierung einer Betonmauer im Hang

    Hallo,
    in unserem Garten befindet sich eine geschalte Betonmauer, ca. 1 m hoch, 32 cm tief. Dahinter befindet sich Erdreich.
    Die Feuchtigkeit drückt nach vorne durch. Ich möchte die Mauer nun rückseitig freilegen und von hinten abdichten. Ich habe an einer Stelle schonmal die Rückseite freigegraben.
    Die Mauer steht auf einem Fundament, ca. 80 cm breit. Dort, wo Mauer und Fundament aufeinandertreffen, ist zudem ein Vorsprung (ca. 17 cm breit, 30 cm hoch). Ich würde nun erstmal mit Mörtel Kehlen in die Ecken einbringen und dann die gesamte Rückseite mit Bitumenanstrich versehen. Wenn ich nun eine Noppenbahn anbringe, was mache ich dann mit dem Vorsprung ? Drückt die Bahn sich an ?
    Ich möchte zudem eine Drainage verlegen. Reicht es aus, diese dann am Fuß der Mauer einzubringen oder muss ich das Fundament weiter freilegen und die Drainage tiefer unter dem Fundamentniveau installieren? Für die Hinterfüllung habe ich eine Breite von 40-50cm vorgesehen. Mit welcher Kies-Körnung hinterfülle ich ?
    Schonmal vielen Dank.
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  2. Sanierung einer Betonmauer im Hang

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  3. #2
    Avatar von susannede
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    Hallo Altbauer,

    die erste Frage, die sich stellt, ist: Wie versickerungsfähig ist der Boden unterhalb der Mauer?

    Im Prinzip möchtest Du ja das Wasser aus dem Boden hinter der Mauer am Durchdringen der Mauer hindern und es nach unten wegführen.

    Mit einem Bitumen-Anstrich zu arbeiten, halte ich ein wenig "mit Kanonen auf Spatzen geschossen" - sowas wäre bei einem durchfeuchteten Kellerraum okay, aber bei einer einseitig "belüfteten" Gartenmauer ist das etwas übertrieben.

    Du kannst eine Noppenbahn lose anlegen (während der Arbeiten oben fixieren), davor ein Geotextil (Vlies) setzen (als Schlaufe) - als Filter gegen das Zuschlämmen Deiner Schottersickerschicht -, diesen "Sack" dann mit Schotter oder anderem groben Material (geringer Feinkornanteil) füllen.

    Ob da unten ein 100er Drainrohr reingehört, hängt von der Versickerungsfähigkeit am Fuß der Mauer ab - fragt sich dann, wohin mit dem Sickerwasser, oft darf dieses nicht in die Kanalisation eingeleitet werden.

    Habe mal eine Skizze gemacht:

    rosa: Noppenbahn, nach oben abschneiden
    blau: Vlies
    grau: Schotterpackung im Vlies "eingesackt"
    rot: ggf. Darinrohr - wohin mit dem Wasser?



    Grüße,

    Susanne

    PS: Alternativ könntest Du ja eine Trockenmauer vor der Betonmauer bauen - Winkel ca. 15-20 ° nach oben.
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  4. #3
    wasweissich
    Gast
    @ssuanne
    schöööön
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  5. #4
    Themenstarter

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    Hallo Susanne,
    der Boden ist ziemlich lehmig und nimmt Wasser sehr schlecht auf.
    Die Drainage darf ich an der Kanalisation anschließen, das ist kein Problem. Das mit dem Vliessack ist prima. Wie breit sollte die Schotterschicht sein ? Welche Körnung ? Soll um die Drainage Material geringerer Körnung ? Warum Schotter anstelle von Kies ? An die Rückseite des Fundamentes komme ich schlecht ran, muss ich da freilegen ? Wenn ja, wie tief ?
    Drückt sich die Noppenbahn an den Vorsprüngen an ?
    Vielen vielen Dank für die Hilfe.
    Viele Grüße Markus
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  6. #5
    Avatar von susannede
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    Hallo Markus

    dass das Drainwasser eingeleitet werden darf, ist ja schon mal gut.
    Die Schotterpackung am Fuß der Mauer mach so breit, wie Dein Aushubraum sowieso sein wird - 50-60 cm, mittig das Drainrohr eingepackt; nach oben reichen dann 30-40 cm Breite.

    Schotter, mein ich, wäre wesentlich günstiger als Kies und verhakelt sich auch besser ineinander. Bei Kies bräuchtest Du - J.P. korrigier mich bitte ggf. - Rollkies, und der ist teuer.

    Es gibt extra Drainageschotter, da wird Dir ein Kantkorn 16/32 oder 30/70 reichen.
    Wichtig ist eben, dass Du relativ gleich-große Steine hast, die zwar dann dicht an dicht liegen, aber auch gleichzeitig einen "Luftabstand" untereinander halten, durch den Wasser gut nach unten abfließen kann. (Korngefüge).
    Und diese Luft zwischen den einzelnen Steinen soll sich eben nicht mit kleinsten Steinchen zusetzen und dadurch verstopfen. Daher Feinanteile (kleine und kleinste Körnchen) vermeiden.
    Nein, um das Rohr muss keine andere Körnung, falls Du es noch mal besonders schützen willst, leg einen Streifen Vlies drüber - als mechanischen Schutz.

    Wie weit Du am Fundament runter musst, hängt hier davon ab, wie tief die OK des Fundaments unter der Terrassenhöhe auf der anderen Seite liegt. Bei Kellerwänden legste das Rohr auf der Höhe des Fundaments, so von UK bis max. Mitte - musst Du hier aber nicht. Drainrohr sollte aber nicht über der Terrassenhöhe liegen, dann suppt es ja wieder unten, terrassenseitig, am Fuss der Mauer raus.

    Überhaupt können da immer wieder Nassstellen auftreten (lila Pfeile).
    Ob Du freilegen kannst oder musst, hängt von Deiner Toleranz gegenüber "feuchtem Fuß" auf der Terrassenseite ab. Je weiter Du die Drainage runter legst, desto weniger "feuchter Mauerfuss". Unter das Fundament brauchst Du aber nicht.

    Die Noppenbahn drückt sich so gut sie kann an, ist auch relativ unempfindlich, die Noppen sind ja Knautschzone für die groben Verfüllungskräfte, kannst aber, wenn Du unbedingt möchtest, einen Keil aus Mörtel oder PU-Dämmung als "Kurvenhilfe" für die Noppenbahn setzen.

    So far - J.P. bitte korrigieren...ich bin ja net "vom Fach".

    Susanne
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  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  8. #6
    Themenstarter

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    Vielen Dank für die klasse Hilfe,
    das hilft mir super weiter.
    Viele Grüße
    Markus
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  9. #7
    Themenstarter

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    Hallo,
    welches Geotextil nimmt man den am besten ?
    Schonmal vielen vielen Dank
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