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  1. #1

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    Energie sparen durch Selbstversorgung?

    Vielleicht ne blöde Idee (aber halt es nur so ein Gedanke), aber im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsdiskussion bzgl alternativer Energieversorgung, Dämmung, etc ist mir folgender Gedanke gekommen:
    Nehmen wir an, ich geh einfach hin und kauf mir einen "Acker" (kann auch Wiese sein), den man auf Antrag (Nutzungsänderung) in "Wald" ändert. Dort pflanze ich ein paar Bäume und in 15-20 Jahren kann ich mein Haus dann mit eigenem Holz heizen ... ?
    Ackerland (kann ja ruhig irgendwas sein, was für normale Nutzung eher schlecht ist) sollte es für unter 1 €/qm geben? Ein paar Schößlinge sollten auch nicht zu teuer sein.
    Bliebe noch zu klären: Wieviel qm brächte man für eine nachhaltige Nutzung? Welche zusätzlichen Kosten (Pflege, Zaun, ...?) müsste man da in etwa wohl rechnen.

    Wie gesagt: Ist nur so ne irre Idee, da ja mit steigenden Energiepreisen grundsätzlich auch die Holzpreise steigen werden (ist ja Energieträger UND Baustoff). Da wäre es evtl doch "sinnvoll" (?) sein eigenes kleines "Biokraftwerk" zu haben ??
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  2. Energie sparen durch Selbstversorgung?

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  3. #2
    Avatar von Hundertwasser
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    Brauchst dann aber schnell wachsende Hölzer in Monokultur. Eine Eiche z.B. brauchst du die nächsten 80 Jahre nicht fällen, ist also eher was für deine Enkel. Fichten als Brot- und Butterbaum sind schnell wachsend, aber in Monokultur sehr schädlingsanfällig. Außerdem, wie gut kennst du dich denn aus in der Waldbewirtschaftung? Hast du entsprechende Geräte?
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  4. #3
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Hundertwasser Beitrag anzeigen
    Außerdem, wie gut kennst du dich denn aus in der Waldbewirtschaftung?
    Gar nicht
    Deswegen frag ich ja, WIE blöd die Idee ist
    Ggfs Gründung eines Vereins? Aufnahmegebühr dient zum Kauf der Fläche, Beiträge dann der Pflege etc.
    Weiß jemand was alternativ ein qm "fertiger" Wald kostet?
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  5. #4

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    [QUOTE=Hundertwasser;177191]Brauchst dann aber schnell wachsende Hölzer in Monokultur. QUOTE]

    nicht zwingend.
    es gibt einige Hölzer, die sehr viel besser geeignet sind und das in kürzerer Zeit schaffen. (Kaminofentaugliche Stamm/Astdicken vorausgesetzt)
    Im Garten hab ich zB: Robinie, Ahorn sowie eine Mirabellenart, die man zwar weniger gut Essen kann (Schale etwas bitter), dafür wächst sie recht schnell. Und brennt hervorragend lang und wie Kohle. Ausasten schadet nicht.
    Daneben noch Holunder..super Verbrennung, total weisse Asche..
    Die Aufwand ist allerdings ernorm und um einen gewissen Maschinenpark kommt man nicht herum
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  6. #5
    Avatar von Lukas
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    Nadelhölzer sind für Holzvergaser nicht geeignet, also Laubholz.
    Dazu fällt mir als schnellwachsend die Pappel ein. Der Heizwert dürfe aber im rel. direkten Verhältnis zur Wachstumszeit stehen.

    Die Preise für fertigen Wald dürften regional sehr unterschiedlich sein.

    Gruß Lukas
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  7. #6
    Themenstarter

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    Gibt's andere Möglichkeiten, sich langfristig halbwegs günstigen Holzes zu versichern? So ne Art "Dauerkaufrecht"? Wobei es ggfs aktzeptabel ist, JETZT "zu viel" zu bezahlen, wenn man dafür aber sicher sein kann, dass der Brennholzpreis nicht mit derselben Geschwindigkeit klettert wie die anderen Energiepreise.
    Ein großer Teil der Kosten für Brennholz (also bereits mundgerechte Stücke), dürfte ja wohl von den Lohnkosten kommen. Mit großer Wahrscheinlichkeit dürften die ja weniger zur Preissteigerung von Holz beitragen als vielmehr die deutlich erhöhte Nachfrage nach diesem Brennstoff, oder? So gesehen, dürfte ein Wald oder eine Beteiligung (gibt Beteiligungsgesellschaften für Wälder?) an einem, ggfs eine lohnenswerte Investition sein?
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  8. #7
    Avatar von Christian Wolz
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    Bei uns...

    ... hier in der Gegend gibt es viele Privatwaldbesitzer, die auch auf Holzvergaser oder Hackschnitzelheizung umgestellt haben. Aber was machst du, wenn du kein Holz mehr einschlagen kannst, sei es alters- oder gesundheitsbedingt? Außerdem brauchst du natürlich Lagerfläche, das geschlagene Holz sollte ja erst mal ein bis zwei Jahre ablagern.
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  9. #8
    Avatar von Hundertwasser
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    Bei uns gibt es auch Waldgenossenschaften. Dabei bekommt man jährlich ein best. Kontingent an Holz (Stämme, Äste, Reisig = Kleinzeug). Das Holz wird geschlagen, abholen muss man aber alles selbst. Vielleicht gibt es sowas auch bei euch.
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  10. #9
    Avatar von Lukas
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    Erfahrung:

    Ich habe letzten Winter Holz gemacht.
    Alles war, bis auf den Sprit für die Fichtenmopeds, kostenfrei, selbst Radlader, Traktor und Anhänger.
    Ein ortsansässiger Bauer hat uns gestattet aus seinen Wäldern den Windbruch zu holen. Er hat uns auch die Fahrzeuge zur Verfügung gestellt.

    Wenn ich aber allein den Aufwand sehe und das Ergebnis, dann kann ich sagen, daß die Preise für gehacktes und getrocknetes Holz sehr günstig sind.

    Einzig das Arbeiten an der frischen Luft ist angenehm.
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  11. #10
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    Holz sollte man doch recht lang lagern können wenn man es fachgerecht macht. Was spricht dagegen, das mit dem Wald den Profis zu überlassen und sich statt dessen eine kleine Halle zu mieten / zu bauen und den Bedarf fürs restliche Leben, sagen wir mal 150 Festmeter, zu heutigen Preisen einzulagern?
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Bruno Beitrag anzeigen
    ... und sich statt dessen eine kleine Halle zu mieten / zu bauen und den Bedarf fürs restliche Leben,
    ist das nicht ein bisschen übertrieben? geschützte Lagerung im Freien reicht doch aus!
    Oder denkst du an den "unnatrürlichen" Schwund aufgrund der Preissteigerung?
    gruss
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  13. #12
    Avatar von Lukas
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    Die 150m sind aber nicht wirklich viel. Ich wollte länger leben.
    Rechneste da wieder die Lagerkosten, was aber auch ohne Halle geht, bleib ich dabei, daß der Kauf des ofenfertigen Holzes sinnvoll bleibt.
    Wenn jemand den Wald schon hat, dann mags sinnvoll sein.

    Wenn das Geld übrig ist, kann man natürlich drüber nachdenken in einen Wald zu investieren. Die Bewirtschaftung kann man ja auch in geeignete Hände legen.
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  14. #13
    Themenstarter

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    Grundsätzlich hätte die Lager-Idee auch was für sich. Wegen der Fläche müsste man mal beim Bauern nachfragen und ob's tatsächlich ne "Halle" sein muss, oder ob ggfs auch eine Lösung a'la "Carport-Siedlung" ausreicht, müsste man sich dann überlegen. Hätte dann auch den Vorteil, dass man auch mal "Schnäppchen" mitnehmen kann.

    Aber so ne Genossenschaft wäre evtl auch ne Lösung.
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  16. #14
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    Zitat Zitat von Lukas Beitrag anzeigen
    Die 150m sind aber nicht wirklich viel. Ich wollte länger leben.
    Das ist natürlich ein Problem. Da muss man genau rechnen und ggf. pokern. Es wäre schon dumm, wenn man mit 90 topfit ist weil die Medizin enorme Fortschritte gemacht hat, aber dann geht das Holz aus ...
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  17. #15
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Bruno Beitrag anzeigen
    wenn man mit 90 topfit ist
    Ggfs kann man zu dem Zeitpunkt ja schon Soylent Green kaufen ...
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