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  1. #1
    Avatar von Eberh@rd
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    Baustatische Frage: Türsturz

    Folgendes:

    Eine in einer tragenden Zwischenwand des Erdgeschosses angeordnete Tür soll entfernt werden. Der Durchgang soll sodann rechts und links ungefähr jeweils einen halben Meter verbreitert werden . Von mir aus kann der Durchgang auch bis zur Zimmerdecke reichen.

    Das Geschoss hat eine Stahlbetondecke. Es gibt noch das 1. OG, was gleichzeitig das Dachgeschoss ist.

    Laienhafte Frage: Was ist überhaupt der Türsturz, und wozu braucht man so etwas. Für die Stahlbetondecke müsste es doch ein Leichtes sein, einen Türausschnitt von einem oder dann auch zwei Meter Breite zu überspannen, ohne dass man jetzt extra einen neuen Stahlträger über dem vergrößerten Ausschnitt anbringen muss.

    Es steht ja schließlich keine Ziegelmauer oder so etwas unmittelbar über dem Durchgang, sondern es kommt zunächst die stabile Stahlbetondecke. Oder gehen Stahlbetondecken oberhalb von Innenmauern etwa nicht ohne Unterbrechung durch, so dass über dem Durchgang also doch eine Mauer steht, die natürlich abgestützt werden müsste? Ist das so?

    Keine Sorge, die Berechnung des Statikers liegt bereits vor , und daran werden wir uns auch halten. Aber wo ist denn jetzt der baustatische Hintergrund für den zu erstellenden Türsturz?

    - Biegt sich die Decke über dem Durchgang sonst zu stark durch? Doch wohl kaum.
    - Fällt die tragende Wand zusammen, weil die tragende Wandlänge um zehn Prozent verringert wurde? Wohl auch nicht.

    Also, bereits vielen Dank für eine baustatisch einleuchtende Erklärung, warum man (hier) einen Türsturz braucht.

    Ähm, auch im voraus vielen Dank für den Tipp, doch den beauftragten Statiker zu fragen - - ich mache mich ja deshalb im Forum schlau, damit ich gegenüber dem Kollegen nicht so dumm dastehe... :Roll

    Außerdem steigt bei Rückfragen erfahrungsgemäß die Rechnungshöhe...

    Ferner auch schon einmal vielen Dank für die Prügel, die ich aus (mir un-) bekannten Gründen traditionell sicher bald wieder einstecken darf ;-)

    Nun ja, schließlich sind wir hier ja auf dem Bau .
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  2. Baustatische Frage: Türsturz

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  3. #2
    Avatar von jetter
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    Bei 2m Breite

    halten die Steine über dem Durchbruch nicht mehr ganz von allein und da brauchen Sie den Sturz als Krückstock.

    Irgendwo in der Statik steht dann auch was sonst noch so von oben auf der Wand drückt ?

    Wer weiß wie die Decke aussieht (Filigran/Ortbeton etc.?) und was 2m fehlende Unterstützung je nach Bauweise ausmachen können wenn darüber dannauch noch zusätzlich ne Ziegelmauer steht?
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    das hab ich gern ...

    hier um prügel betteln, damit der statiker seine ruhe hat
    aber nix da: geh und frag ihn! nur der ersteller der statischen berechnung weiss, was er warum gerechnet hat

    ps: wenn deckenhoch auf 2 m breite durchbrochen werden soll, dann geht das auch. wenn die vorhandene bewehrung in der decke nicht reicht (ist anzunehmen), dann halt mit klebearmierung
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  5. #4
    Robert12
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    Schub

    ist hier eher das kriterium.Da kannste mit deinenen Klebebändern auch nichts mehr erreichen.

    R.Welschbillig
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  6. #5
    Themenstarter
    Avatar von Eberh@rd
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    Statik?

    Dachte schon, das mit der Klebearmierung ist ein Witz - hätte ich mir mit einigen CFK-Kenntnissen aber ja schon fast ausrechnen können, dass es den 'Tesastahl' schon gibt.

    Also jedenfalls ist die Decke aus Ortbeton, 30cm dick, da auch an verschiedenen Stellen (Balkon, Treppengalerie) frei kragend.

    Oben, im OG über der zu verbreiternden Türöffnung steht eine dünne Brandmauer, oder wie das heißt, zum Badezimmer.

    Unten einmal der fragliche Grundriss. Pos. 1 bezeichnet die frei tragende Ortbetondecke. Pos. 2 den zu verbreiternden Durchgang. Im Unterschied zum Grundriss sind die Mauern "nördlich" und "südlich" der Treppe in Wirklichkeit 24cm stark.

    <center>

    </center>

    Hier zur zusätzlichen Information noch die damalige Baubeschreibung.

    <center>

    </center>

    <a href="http://home.arcor.de/www.www.www/Statische-Berechnung.pdf" target="_blank">Hier</a> noch die statische Berechnung...

    Unser Statiker, den ich mit seinem 486er hier im Forum nicht vermute, möge mir andernfalls verzeihen...
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  7. #6
    Avatar von Pies
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    @Eberh@rd was willst du den jetzt hören?hier wird dir keiner sagen das du das stück wand rausbrechen kannst,da kann dir nur dein statiker helfen.
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  8. #7
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    Avatar von Eberh@rd
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    Na ich möchte gerne, dass mir einer nachvollziehbar erklärt, warum ich eine dermaßene Betonplatte, die meinen ganzen Wohnbereich locker überspannt, nochmal extra verstärken muss wegen einem Stückchen rausgebrochener Mauer (Pos. 2)?

    Wo sind denn die Statiker - ist die Bewehrung bei einem Häuschen denn so exakt an den Randbedingungen entlanggerechnet, dass da ohne Risiko nichts mehr verändert werden darf?

    Oder anders: Breche ich das Stückchen Mauer einfach bis zur Decke raus - wird mein Haus *dadurch* in den nächsten 500 Jahren irgend einen Schaden erleiden?
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  9. #8
    Avatar von Pies
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    diese betonplatte schwebt ja nicht und trägt die kräfte über die wand nach unten ab ,decken werde in der regel immer den kürzesten weg gespannt was heißt das dein stücken wand last abzutragen hat.durchgehend ist die decke nur rein optisch.
    JA,die wand ohne statische berechnung rauszubrechen wäre ein risiko.ein besuch bei deinem prüfstatiker kostet nicht die welt !!
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  10. #9
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    Danke - ich seh`s ja ein. Wie gesagt, die statische Berechnung liegt ja bereits vor. Muss jetzt nur noch den Maurer ins Haus holen.
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  11. #10
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    schönes praxisbeispiel ...

    für den unterschied zwischen statik und tragwerksplanung
    http://www.bauexpertenforum.de/showt...&threadid=1653
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  12. #11
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    Tragwerksplanung (jenseits von Klebearmierung) kommt hier ja wohl nicht mehr in Betracht.
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    so ...

    wenn du das so sagst, wird´s wohl stimmen!

    bisher bin ich auch beim bauen im bestand den einzelbauteilen und dem gesamttragwerk mit tragwerksplanerischen methoden zu leibe gerückt. d.h. eben nicht nur: "minimallösung - basta" .. sondern das geht tiefer.
    aber was willst du? immerhin gibt´s e. plausible statik... besser als ohne nachdenken draufloszumurksen!
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  15. #13
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    Geheimniskrämer..

    Nun rück schon damit heraus, welches Tagwerk oder Tragwerk oder Überzug außer einem neuen Sturz hier überhaupt noch in Frage kommt.
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