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  1. #1

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    Risse-Nachbehandlung-Statik !!!

    Hallo alle zusammen,

    seit einigen stunden habe ich heute so ziemlich alle Beiträge zum Thema Riss, Vorbehandlung etc. gelesen.
    Wir haben in etwa das gleiche Problem wie der Nutzer bauoptimist im Beitrag vom 29.07.2002, nur stehen für mich noch einige andere Fragen offen.
    Vorgeschichte: Yongbau, Deckenauflagen ala Thalhammer bzw. Fachverband Porenbeton.
    Zur Ausführung: Die Decke ist eine Filigrandecke 5 cm stark über die 15 cm Beton kam. Die Decke wurde am Donnerstag angeliefert und verlegt, dann die Bewehrung laut Statik drauf und am Freitag wurde betoniert.
    Die Decke wurde unter meiner Aufsicht vor dem Betonieren 30 Minuten lang gewässert, von 2 Mann. Eine bis zwei Stunden nachdem die Herren fertig waren wurde erstmals wieder die Decke bewässert und dannach eigentlich im Stndentakt bis abends um 19.00 Uhr. Trotzdem sind kleine ca. 0,5 mm starke Risse auf der ganzen Decke verteilt.
    Mich interessiert nun zum einen wie die Nachbehandlung von Beton im Idealfall aussehen sollte, bzw. ab wann mit dem Wässern begonnen werden kann oder muß. Da habe ich hier nichts genaues gefunden.
    Statik wurde kontrolliert und abgenommen, mich interessiert aber was Ihr so für Rundeisen über die Fenster und Türenstürze macht. In der Deckenstatik steht, ich zitiere: Alle Stürze sind nach Angabe der örtlichen Bauleitung zu bewehren.
    Es wurden in der unteren Lage 3 Rundeisen DN 16 eingbracht, über allen Stürzen.
    Bilder anbei, wenn ich sie reinbringe.

    Danke und Gruß
    Roland
    Geändert von roland (06.09.2003 um 16:12 Uhr)
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  2. Risse-Nachbehandlung-Statik !!!

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  3. #2
    Lebski
    Gast
    Die vorgenommene Nachbehandlung gefällt mir nicht.
    Wässern ist ein thermischer Schock für den Beton. Deshalb nie das Wasser auf die Platte direkt sprühen. Ausserdem müsste die Decke unter Wasser stehen, das bezweifle ich aber. In einem solchen Fall wäre Folie auf dem Beton und dann wässern besser. Danach auch Wasser unter die Folie laufen lassen, und wieder von oben.
    Vermutlich wurde die Decke oben gekühlt, und dann kam die Nachttemperaturabsenkung + Verdunstungskälte. Diagnose: Erfrohren! Lacht nicht! Das ist ein imenser Temperraturstress, zu viel für einen 12 Stunden alten Beton, deshalb die Risse.
    Zu den Zulagen können andere besser beitragen.
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  4. #3
    Avatar von Pies
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    RLP
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    schaut die ganze decke so aus?sieht seltsam aus.wurde wasser im betonauto zugegeben?
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  5. #4
    Themenstarter

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    @LEbski
    Die Decke kann nicht unter Wasser stehen, wie soll sie auch ? Sie ist so hoch wie die Randsteine, da kann nichts stehen bleiben.
    So wie ich Dich verstanden habe soll erst ne Folie drauf und dann das Wasser, oder wie genau ??? Und wann soll die Folie drauf ? Sofort nach dem Abziehen oder 1 Stunde später oder ???
    Gruß
    Roland
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  6. #5
    Themenstarter

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    @ Pies
    Nei kann man glaube ich nicht so sagen. Es sind insgesamt 10 bis max 15 Risse, der auf dem Foto ist der breiteste. Wasser wurde meiner Kenntnis nach nicht zugegeben ( in den Mischer). Die Mischer haben den Beton in den Pumpenwagen gelassen und der hats auf die Decke gepumt. Von Wasser war da wohl nichts.
    Warum diese Frage und meinst Du zum Thema Nachbehandlung/Wässern ???

    Gruß
    Roland
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    mal langsam ...

    mit dem teleobjetiv wird aus dem mehlwurm ein monster - und aus 0,5mm-rissen werden katastrophen
    einen meterstab neben den photographierten riss zu legen, wäre nicht so schlecht gewesen, aber wenn, wie geschrieben, max. 0,5mm rissbreite ist, soll das mal reichen.

    ideale nachbehandlung: fluten

    rissursache: betonrezeptur? betonverbesserung "mach ma lang"?
    auf jeden fall wurde zum wahrscheinlich kritischen zeitpunkt kaum noch nachbehandelt.

    was jetzt?
    da drängt sich erstmal die frage nach dem architekten und dem tragwerksplaner als erste ansprechpartner auf.
    wer aber "bewehrung bauseits" vorgeben lässt, anstatt a bissi zu rechnen, muss sich fragen lassen, wofür er sein geld kassiert.
    wenn der "statiker" für einen gu/bu tätig ist und nicht für den bauherrn - alles klar.
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  8. #7
    Themenstarter

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    @mls
    Bild mit Meterstab anbei. Wie bereits geschrieben, das ist der breiteste Riss. Und zum Thema Nachbehandlung: Was tun wenn fluten nicht geht? ( Siehe Beitrag von mir weiter oben ) Ein Antwort wäre mir sehr wichtig, denn eine Decke ist ja noch zu machen und das kann ich es dann richtig ausführen lassen !!!

    Gruß
    Roland
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  9. #8
    Lebski
    Gast
    Erst Folie. Sobald begehbar. Dann Wasser auf die Folie, das kühlt langsam. Dann Wasser auch unter die Folie, damit dort feucht ist. Dann wässern bis abends. Das Wasser unter der Folie bleibt über Nacht vorhanden, ohne das Verdunstungskälte auftritt. Ob am nächsten Tag noch wässern notwendig ist, liegt am Wetter. Insgesammt 3 Tage Nachbehandeln (Folie drauflassen)
    Die Risse, wenn nur vereinzeln aufgetreten, sind wohl nicht soooo schlimm. Statiker nachschauen und bestätigen lassen. Bis 0,4 mm werde Risse statisch akzeptiert, dann gibts da noch die 5 % Regelung, die drüber sein können, aber u. U. Behandelt (Verharzt) werden sollten.
    @mls: Das war ne Statik vom PI-Plattenwerk. Die sieht immer so aus. Sonst müssten die ja das Hirn einschalten.
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  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    ot ...

    lebski, das glaub ich nicht - für so dumm würde ich ft-werke nicht halten. die versuchen auch, verantwortbar und effizient zu planen und zu statiken.
    am computer für elementdecken kann durchaus mal ein umschüler sitzen. für besonders "ausgefuchste" bemessung sind die programme nicht gemacht, aus einem einachsig vorfabrizierten halbfertigteil wird normalerweise keine mehrachsige, drillsteife massivdecke (obwohl man auch das - mit mehr knowhow und anderer edv - hinbiegen kann).
    aber: es wird durchgängig, d.h. mit automatischer datenübergabe, zumindest *irgendwas* geplant, gerechnet, geschalt, bewehrt, betoniert, besprüht, beheizt, ausgeschalt, versandfertiggemacht, abtransportiert und eingebaut.
    unterzüge werden eigentlich nicht in der deckenfertigung gemacht - das bleibt eher am chefstatiker hängen.
    deshalb finde ich die 3 dm 16 scho a bissi komisch
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  11. #10
    Themenstarter

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    @Lebski:
    Nach welcher Zeit ist für Dich der Beton begehbar ? Dann Wasser auf Folie und gleich dannach unter die Folie. Dann wässern bis abends soll wohl heisen oben auf die Folie laufend Wasser. Hab ich das richtig verstanden ???

    @mls:
    Wir haben keine großen Spannweiten. Um das zu verhindern haben wir fast alle Wände tragend ausgeführt. Die größte Fläche bzw. Raum ist 4 x 5 Meter. Keine Unterzüge, nur Zulagen am Treppenhaus ( Aussparung ).
    Was ist mit den 6 x 16 er Rundeisen ??? Warum komisch ?? Zu wenig oder zu viel,oder wie ???

    Gruß Roland
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  12. #11
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    nicht zu wenig, nicht zuviel ...

    Original geschrieben von roland
    Es wurden in der unteren Lage 3 Rundeisen DN 16 eingbracht, über allen Stürzen.
    sondern nur "komisch ungeplant".
    für einen 1m-sturz vielleicht etwas viel - für 4m vielleicht etwas wenig
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  13. #12
    Themenstarter

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    @MLS
    Sturzbreiten zwischen 1,00 m und 1,50 m.
    Ist es üblich nur in der untern Lage Eisen über Stürzen einzubringen, oder sollte da in die obere Lage auch was rein ??

    Gruß
    Roland
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  14. #13
    Lebski
    Gast
    Na, die Folie drauf, sobald oben Abgetrocknet ist, sollte ja ein Gerüst aussenrum stehen. Wichtig ist halt, dass die Folie nicht festklebt. Dann erts mal auf der Folie Wässern. Wann der Beton soweit ist, kann man von hier nicht sagen.
    Man muss nicht dauernd Wässern, etwa alle 60-90 Minuten denk ich.
    @mls: In der Deckenstatik steht, ich zitiere: Alle Stürze sind nach Angabe der örtlichen Bauleitung zu bewehren.
    Das meinte ich mit Hirn einschalten. Seit wann macht die Bauleitung Statik?
    Die Verkaufen Decken mit Statik, aber alle Details fehlen.
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  16. #14
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    "fragt"

    mal einer wie dünn die Pampe beim Einbau war bzw. wie lange der Mischer vom Beladen bis fertigen Einbau gebraucht hat ... und dann war´n da noch die Temperaturen etwas zu frischer Zement und dann geht die Party ab ... und des mit oder "ohne" Folie bzw. mit oder "ohne" Wasser ... was tun bei der nächsten Decke ??? ... ganz klar "abgelagerten HOZ" verwenden (!)
    -
    "ahja" Plattenstatik kann des sein das im Bereich der Risse wie üblich keine Obere Lage liegt ... (würd mich auch ned wundern)


    MfG
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  17. #15
    Lebski
    Gast
    @ Josef Wasserzugabe zum Beton wurde schon verneint. Ausserdem, wie sieht den das Rissbild bei deiner Vermutung aus? Netzförmig. Hier aber verteilt. Also eher unwahrscheinlich.
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