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Wandaufbau Holzständerbauweise und/oder Ziegelwand: Dauerhafte Luftdichtigkeit

Diskutiere Wandaufbau Holzständerbauweise und/oder Ziegelwand: Dauerhafte Luftdichtigkeit im Forum Holzrahmenbau / Holztafelbau auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Wandaufbau Holzständerbauweise und/oder Ziegelwand: Dauerhafte Luftdichtigkeit

    Hallo Experten

    Ich lese immer wieder, daß Wandaufbauten bei Holzständer ohne eine Installationsebene die Gefahr bergen, daß bei nachträglichen Installationen die Wand nicht mehr Luftdicht ist. Was ist hierzu zu sagen?

    Folgenden Wandaufbau (von innen nach außen) habe ich von einem Fertighausbauer angeboten bekommen:
    9,5mm Gipskartonplatte – 0,2mm Dampfdiffusionsbremse – 13mm Holzwerkstoffplatte – 184mm Vollwärmeschutz Mineralfaserdämmstoff WLG040 unterbrochen von der 184mm Holzrahmenkonstruktion alle 60cm – 13mm Holzwerkstoffplatte – 60mm Polystyrol Vollwärmeschutzplatte – 4mm Edelputz mit Gewebearmierung

    1. Taugt der Wandaufbau so?
    2. Ist die 0,2mm Dampfdiffusionsbremse für die Luftdichtigkeit der Wand / des Gebäudes verantwortlich?
    3. Was ist bei nachträglichen Installationen? Was wenn Schrauben in die Wand gedreht werden? Dabei wird ja jedes Mal die 0,2mm Dampfdiffusionsbremse verletzt?
    4. Wie wäre dies alles (Punkte 1-3) bei einem Ziegelhaus in monolithischer Bauweise als 36,5er Ziegel (ggf. T9 oder MZ8 mit Füllung)? Ist hier der Ziegel selbst schon Luftdicht, oder wird diese Luftdichtigkeit erst durch Verputz (außen und/oder innen) erreicht?
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  2. Wandaufbau Holzständerbauweise und/oder Ziegelwand: Dauerhafte Luftdichtigkeit

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    zu 1: nein. diffusionsDICHTE aufbauten wurden vielfach diskutiert.
    zu 2: hoffentlich
    zu 3: das wäre normalerweise das geringste problem
    zu 4: T9 mit putz UND gedeckelter lagerfuge ist ok.
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  4. #3

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    Hallo bauschauwem

    warum suchst Du Dir keinen Fertighaushersteller, der Installationsebenen standardmäßig anbietet?

    Die Luftdichtheitsproblematik holt Dich spätestens auch im Dachgeschoss eines "Massivhauses" wieder ein ...

    Mit freundlichem Gruß aus Erfurt
    KPS
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  5. #4
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    zu 1: nein. diffusionsDICHTE aufbauten wurden vielfach diskutiert.
    zu 2: hoffentlich
    zu 3: das wäre normalerweise das geringste problem
    zu 4: T9 mit putz UND gedeckelter lagerfuge ist ok.
    @msl
    zu 1.: warum nicht? Wo genau ist das Problem bei dem Wandaufbau? Wäre er OK, wenn Installationsebene mit dabei wäre? Laut Hersteller baut dieser im Jahr 250 Häuser mit diesem System!
    zu 2.: was soll das „hoffentlich“ heißen?
    zu 3.: Bitte um weiterführende Erklärung?

    @KPS.EF
    Genau deswegen (um solche Dinge zu klären) habe ich die Frage ja ins Forum eingestellt
    Wäre denn ein Wandaufbau mit Installationsebene um so viel besser? Oder müßte der Wandaufbau komplett anders sein?
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  6. #5

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    Ich lese immer wieder...
    Hast du auch schon hier im Forum gelesen? Der perfekte Wandaufbau wurde in letzter Zeit andauernd diskutiert, beim nachlesen lassen sich viele der Fragen schnell beantworten.
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  7. #6

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    Tolles Argument.
    Zitat Zitat von bauschauwem Beitrag anzeigen
    ...Laut Hersteller baut dieser im Jahr 250 Häuser mit diesem System!
    Vom Trabbi wurden ???? Stück jedes Jahr gebaut. War er deshalb ein "gutes" Auto???
    MfG
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    War er deshalb ein "gutes" Auto???
    MfG
    Aus meiner Sicht: Ja (ich kam jahrelang immer zuverlässig von A nach B damit)

    Mit freundlichem Gruß aus Erfurt
    KPS
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  9. #8

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    Zitat Zitat von bauschauwem Beitrag anzeigen
    zu 3.: Bitte um weiterführende Erklärung?
    Da die Folie platsch zwischen Gipskarton und Holzplatte liegt, bohrst du mit Schrauben zwar Löcher rein, aber die Dramatik dürfte sich da meist eher in Grenzen halten.
    Problematischer dürften Steckdosen etc sein, da da ja wohl auch noch durch's Holz gegangen wird. Das muss dann alles fachgerecht abgedichtet werden und dabei wird wohl manchmal/öfters (?) etwas geschlampt und aus Steckdosen kommt dann nicht nur Strom sondern auch mal kalte Luft ...

    (afaik)
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  10. #9

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    "Zitat:
    Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    War er deshalb ein "gutes" Auto???
    MfG
    Aus meiner Sicht: Ja (ich kam jahrelang immer zuverlässig von A nach B damit)"

    Was kaum jemand weiß: Der Golf wurde auf der Grundlage einer technischen Trabbilösung entwickelt. Ich weiß leider nicht mehr, welche. Ich glaube, im Fahrgestellbereich. Dies hat ein Maschinenbauprof., der am Trabbi maßgeblich beteiligt war, im Fernsehinterview erzählt. Mithin war der Trabbi also nicht etwa so rückständig, wie die meisten Leute glauben, sondern eher innovativ!

    So, jetzt wieder zu den Folienkartoffeln o.ä.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Torsten Stodenb Beitrag anzeigen
    Mithin war der Trabbi also nicht etwa so rückständig, wie die meisten Leute glauben, sondern eher innovativ!
    Es gab in den 70er Jahren einen Nachfolger (Entwicklung)...optisch wie ein 127er Fiat etwa..der (vielleicht sogar mit dem Zweitakter...alles eine Frage des Preises) im Westen mE gute Chancen gehabt hätte.
    Der wurde (mangels Knete, oder weil vom grossen Bruder nicht gewünscht) nicht weiter verfolgt...durchaus denkbar dass Teile dieses Trabants im Ur-Golf gelandet sind ...vom UrTrabi ist definitiv nix im Golf verbaut...

    gruss
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  12. #11
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    Zitat Zitat von bernix Beitrag anzeigen
    Es gab in den 70er Jahren einen Nachfolger (Entwicklung)...optisch wie ein 127er Fiat etwa..der (vielleicht sogar mit dem Zweitakter...alles eine Frage des Preises) im Westen mE gute Chancen gehabt hätte.
    Der wurde (mangels Knete, oder weil vom grossen Bruder nicht gewünscht) nicht weiter verfolgt...durchaus denkbar dass Teile dieses Trabants im Ur-Golf gelandet sind ...vom UrTrabi ist definitiv nix im Golf verbaut...

    gruss
    Na Jungs, nun kommt's mal bitte wieder zur Ausgangsfrage zurück. Ich komm mir hier schon vor, wie bei Auto, Motor und Sport *gg*
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  13. #12

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    ok...
    noch mal zur Zusammenfassung...
    Installatationsebene: Meinung von eher unbedenklich bis unverzichtbar (nach meiner Meinung unverzichtbar) wobei die Schrauben nun wirklich nicht das Problem sind.
    Bauweise: nach meiner Meinung lieber richtig massiv...als massive Ziegel und VWDS (wenn es unbedingt ein Ziegel sein muss, wogegen mE nicht spricht)
    Wenn richtig Eigenleistung (Rohbau), dann Holzspandämmsteine mit n die Entscheidung einbeziehen..(alles andere ist ne riesen Quälerei).

    250 Häuser sagt garnix: im schlimmsten Fall in 20 Jahren (oder früher) 250 Problemhäuser...kann-muss aber nicht.....

    Warum die Luftdichtigkeitsproblematik einem beim "massiven" Haus im Dachgeschoss einholt...keine Ahnung was KPF.EF damit meint...
    Es gibt Materialien und dann klappt das.

    gruss bernix
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  14. #13

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    Zitat Zitat von bernix Beitrag anzeigen
    Warum die Luftdichtigkeitsproblematik einem beim "massiven" Haus im Dachgeschoss einholt...keine Ahnung was KPF.EF damit meint...
    Die Planung der Luftdichtheitsschicht wird leider nur all zu oft nicht bis in das letzte Detail betrieben.
    Das setzt sich häufig damit fort, dass es im späteren Bauablauf zu zeitlichen bzw. gewerkebezogenen Rang-und-Reihenfolge-Problemen kommt.

    Hauptsächliche Schwachstellen im Massivhausbau sind neben dem Fenstereinbau, ungedeckelten Lagerfugen bei Hohlkammersteinen, fehlendem Innenputz hinter geplanten Vorwandinstallationen, an Giebelwänden, Drempeln bzw. Kniestöcken (zeitlich vor den später auszuführenden Trockenbauleisungen) nach meinen Erfahrungen vorrangig Probleme im Auflagebereich von Dachsparren (Fuß- und Mittelpfetten), Anschlüsse an Giebelwände, und alle Durchdringungen der thermischen Hülle (Bodeneinstiegsluken, liegende Dachfenster, Dunstrohre, Antennenkabel etc.).

    Eine ganze Reihe dieser Problemkreise entfallen im Holzbau bzw. verlagern sich, werden jedoch hier insgesamt konzeptionell besser beherrscht.

    Leider ist festzustellen, dass gerade hier oftmals nur bis zur Fertigstellung gedacht (bzw. gerechnet) wird, und gerade bei Standardkonstruktionen "großer" Hausanbieter so wichtige Konstruktionsdetail wie Installationsebenen dem "Preiskampf" geopfert werden.

    Die angefragten Vorteile von Installationsebenen liegen gewiß nicht nur darin, dass zu späteren Zeitpunkten Installationsänderungen bzw. -erweiterungen relativ gefahrlos in Bezug auf die Luftdichtheitsschicht durchgeführt werden können, sondern führen bei gedämmten Hohlräumen gleichzeitig zu günstigeren Schall- und Wärmedämmwerten.

    Beim direkten Verschrauben von gipsgebundenen Platten (raumseitig, u.a. auch für einen ständigen Raumfeuchteausgleich günstig) mit Holzspanplatten geht gleichzeitig der Vorteil der ansonsten schalltechnisch beigeweichen Konstruktion verloren.

    Installationsebenen sorgen in jedem Fall auch für eine technisch unkomplizierte und dauerhaft sichere Realisierung von Anschlüssen zwischen Luftdichtheitsschichten und begrenzenden Bauteilen bei gleichzeitiger Wahrung aller optischen Ansprüche.

    MfG aus Erfurt
    KPS
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Ey menno,
    jetzt nimm doch nicht die Illusion vom unfehlbaren Massivbau.
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  17. #15
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von KPS.EF Beitrag anzeigen
    Hauptsächliche Schwachstellen im Massivhausbau sind neben dem Fenstereinbau
    MfG aus Erfurt
    KPS
    Hallo

    ich habe mittlerweile meine Entscheidung pro Massivbau getroffen. Und zwar folgender Aufbau:

    1. Keller aus WU Beton (Kiesboden, deshalb weder WW noch Drainage nötig) Dämmung unter Estrich wahrscheinlich 8cm, Außenliegende Perimeterdämmung evtl. 12cm

    2. Außenmauerwerk aus Ziegel monolithisch (wahrscheinlich MZ8 gefüllt mit Mineralwolle) in 36,5cm

    Nun zum Fenstereinbau. Ist die RAL Montage sinnvoll und nötig (Der Fensterverkäufer sagte mir, daß es auch mit dem PU Schaum dauerhaft dicht wird, RAL Montage ca. 2000EUR Mehrpreis bedeutet und nicht sinnvoll ist, wenn man keine KfW Darlehen benötigt (ansonsten vorgeschrieben))
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