Werbepartner

Ergebnis 1 bis 15 von 15
  1. #1

    Registriert seit
    09.2007
    Ort
    Mühlbach
    Beruf
    Erfinder
    Beiträge
    6

    Porenbeton, Kalksandstein, Lehmputz, Holzfassade

    Hallo,

    wir möchten bald unser Haus bauen.

    Es soll ein Einfamilienhaus ohne Keller, Grundfläche 9 x 13 m werden. Wir möchten zunächst nur die untere Etage bewohnen. Das Dachgeschoss soll ausbaufähig sein. Wir planen einen Kniestock von etwa 1m Höhe.

    Der Bauplatz ist noch nicht 100% sicher. Wahrscheinlich auf einer Hochebene im Allgäu ca. 700m über NN. Dort ist es relativ windig. Es ist also mit Schlagregen zu rechnen.

    Die Außenwände möchten wir mit Porenbeton 36,5 cm Dicke (Plansteine, Dünnbettmörtel) aufbauen. Die Innenwände wegen der besseren schalldämmenden Eigenschaften aus Kalksandstein.

    Außen soll das Mauerwerk geschützt werden durch eine hinterlüftete Holzfassade (Lattung 3/5, Konterlattung 3/5, senkrechte Schalung mit Nut und Feder 22mm stark).

    Innen möchten wir dort wo es sinnvoll ist mit Lehmputz arbeiten. Also Räume mit erhöhter Feuchtigkeit ausgenommen.

    Die Zwischendecke möchten wir als Holzbalkendecke ausführen.

    Bei den Außenmauern sind wir uns schon ziemlich sicher, dass wir diese in Porenbeton ausführen möchten. Alle anderen Materialien stehen zur Disposition.

    Was halten Sie von der skizzierten Kombination?

    Grüße,
    Jörg
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Porenbeton, Kalksandstein, Lehmputz, Holzfassade

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    11.2005
    Ort
    NRW
    Beruf
    Schlosser
    Beiträge
    915
    Hi Jörg!

    Was meist Du mit "Räume mit erhöhter Feuchtigkeit ausgenommen" ?
    Gerade in solchen Räumen (Bad) kommen die Vorteile des Lehmputztes erst recht zum tragen.
    In den Nassbereichen (dort wo gefliest wird) sollte natürlich eine Kalkzemetputz hin.
    Wir haben (bis auf die gefliesten Nassbereiche, gefliest wurde nur wo wirklich nötig) Lehmputz im Badezimmer und möchten ihn nicht mehr missen.


    Gruß,

    Rene'
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.2007
    Ort
    Mühlbach
    Beruf
    Erfinder
    Beiträge
    6
    Hallo Rene',

    danke für den Hinweis.

    Ich kann mir auch vorstellen, dass das gut funktioniert, da die von mir angedachte Wandkonstruktion nach beiden Seiten diffusionsoffen ist.

    Also: Lehmputz in allen Räumen außer in den spritzwassergefährdeten Bereichen.

    Wie dick ist denn die Putzschicht bei Euch? Ist der Putz einlagig oder zweilagig? Welches Produkt habt Ihr verwendet?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    11.2005
    Ort
    NRW
    Beruf
    Schlosser
    Beiträge
    915
    Hi Jörg!

    Unser Häuschen ist innen komplett (bis auf den unbeheizten Keller) mit Lehmputz der Firma Claytec verputzt. Zuerst wurde ein grober Unterputz aufgebracht um einen einheitlichen Untergrund zu bekommen.Danach wurde ein Lehmfeinputz aufgebracht. Die Puzuschicht ist im Mittel wohl so ca. 1.5 bis 2 cm stark.

    Versuche des Handwerkers den Lehmputz nur einlagig aufzutragen gingen voll in die Hose. Praktisch zwar durchführbar, aber auf Grund der unterschiedlichen Untergründe trocknete der Putz ungleichmäßig und fing mächtig an zu reissen. Ordendlich vornässen (alle Wände aus Poroton-Hochlochziegel) brachte auch nicht den gewünschten Erfolg. Eine Aufbrennsperre mochten wir nicht aufbringen. Dafür waren uns die Porotonsteine zu schade.

    Fazit: Wenn Du es gescheid haben willst dann Lehmputz nur zweilagig! Teuer, aber Du wirst es dein Leben lang nicht bereuen.



    Gruß,

    Rene'
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    11.2005
    Ort
    NRW
    Beruf
    Schlosser
    Beiträge
    915
    Nochwas zu deinem Wandaufbau:

    Die Außenwände möchten wir mit Porenbeton 36,5 cm Dicke (Plansteine, Dünnbettmörtel) aufbauen...........Außen soll das Mauerwerk geschützt werden durch eine hinterlüftete Holzfassade

    Trotzdem müssen die Wände aussen auch verputzt werden. Die Stoßfugen der Plansteine sind nämlich nicht winddicht.
    Um die winddichtigkeit zu erreichen muss aussen zuerst ein Putz drauf bevor die Holzverschalung angebracht wird.

    Unser OG ist aussen mit einer Lärchenverschalung versehen. Das Porotonmauerwerk wurde dafür zuerst aussen mit einer Lage Zement-Leichtputz versehen. Auf die 28*45er Lattung dann waagerecht die Lärchenschalung aufgebracht.


    Gruß,
    Rene'
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    05.2007
    Ort
    Rheinhessen
    Beruf
    Dipl.Betr.Wirt
    Benutzertitelzusatz
    Stadtrat
    Beiträge
    6,190
    ....gerade in einer "zugigen" Gegend wär vielleicht ein 17 KS und 19mm VWDS oder ein 36,5er Holzspandämmstein die bessere Lösung.
    Wegen der höheren Wärmedämmung und wegen der Vorteile im Schallschutz und bei der Wärmespeicherung...
    gruss
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.2007
    Ort
    Mühlbach
    Beruf
    Erfinder
    Beiträge
    6
    Zitat Zitat von Rene' Beitrag anzeigen
    Nochwas zu deinem Wandaufbau:

    Trotzdem müssen die Wände aussen auch verputzt werden. Die Stoßfugen der Plansteine sind nämlich nicht winddicht.
    Um die winddichtigkeit zu erreichen muss aussen zuerst ein Putz drauf bevor die Holzverschalung angebracht wird.

    Unser OG ist aussen mit einer Lärchenverschalung versehen. Das Porotonmauerwerk wurde dafür zuerst aussen mit einer Lage Zement-Leichtputz versehen. Auf die 28*45er Lattung dann waagerecht die Lärchenschalung aufgebracht.
    Ich habe mich bei Xella, dem Hersteller der Porenbetonsteine erkundigt: Winddichtigkeit wird erreicht sobald die Wand einseitig verputzt ist - was sie durch den Lehmputz innen auch wäre. Außen genügt die Holzverschalung. Ein Außenputz ist nicht erforderlich. Der Hersteller verweist in diesem Zusammenhang auf die DIN 4108. Evtl. gibt es diesbezüglich Unterschiede zwischen Ziegel- und Porenbetonplansteinen.

    @Bernix:

    Ich habe mich für Porenbeton entschieden, da ich mit dem Stein auch bei einem einschaligen Wandaufbau gute Dämmwerte erreiche. Außerdem ist er leicht zu bearbeiten. Den Holzspandämmstein kenne ich nicht. Sicherlich wäre auch dieser geeignet, aber meine Wahl für den Porenbeton steht schon ziemlich fest.

    Was die schalldämmenden Eigenschaften angeht steht der Kalksandstein wohl an vorderer Stelle. Daher möchte ich ihn auch bei den Innenwänden einsetzen.

    Bei den Außenwänden erreicht der 36,5er Porenbeton mit 41db Schalldämmung einen akzeptablen Wert. Der Putz innen bringt nochmals 1db. Durch die Struktur des unverputzten Steins außen hinter der Holzfassade sollte ein weiterer Gewinn an Schalldämmung zustande kommen.

    Davon ganz abgesehen gehe ich davon aus, dass bei den Außenwänden das Schalldämmaß der Fenster eine gewichtigere Rolle spielt als das der Wand. Meint: Sobald man Fenster einbaut, kommt der Hauptschall durch die Fenster - egal ob offen oder geschlossen. Es sei denn man hat extra schallgedämmte Fenster, die ich jedoch nicht vorsehe.

    Die Innenwände haben keine Fenster, daher spielen hier meiner Meinung nach die schalldämmenden Eigenschaften des Baustoffes schon eine große Rolle.

    Grüße,
    Jörg
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8

    Registriert seit
    11.2005
    Ort
    NRW
    Beruf
    Schlosser
    Beiträge
    915
    Ich habe mich bei Xella, dem Hersteller der Porenbetonsteine erkundigt: Winddichtigkeit wird erreicht sobald die Wand einseitig verputzt ist ............Ein Außenputz ist nicht erforderlich. Der Hersteller verweist in diesem Zusammenhang auf die DIN 4108.

    Hi Jörg!

    Wenn sich die ausführenden Handwerker die den Rohbau erstellen peinlichst an die Verarbeitungshinweise des Herstellers (und davon geht der Hersteller bei seiner Aussage die er Dir gemacht hat aus!) halten sollte das dann auch OK sein.

    Wenn......:Roll

    Ausserdem ist dann darauf zu achten das beim verputzen der Innenseiten der Aussenwände unten bis ganz auf den Rohfussboden verputzt wird und nicht 2-5 cm vorher aufgehört wird. Macht man heutzutage recht gerne. Mit der Ausrede "Sieht man ja nicht, kommt noch Estrich vor".
    Den Verputzer also auf "vollflächiges Verputzen" festnageln.

    Ausserdem den Elektriker darauf hinweisen das er die UP-Dosen Winddicht einputzt. Die Dosen unterbrechen nämlich in deinem Fall (aussen nicht verputzt) die winddichte Ebene (Innenputz).

    Ebenso wenn Du Küchenschränke an dicken, langen Dübeln aufhängst oder irgendwo durch die winddichte Ebene (Putz) der Aussenwände ein Loch bohrst.

    Den Hersteller dazu am besten mal befragen!!! Aber ich denke er wird das genau so sehen: Die winddichtheit ist nur gewährleistet wenn die innere Putzschicht vollfächig und unbeschädigt (UP-Dosen,Schraublöcher) ist.

    Sicherlich für manche alles nur Kleinigkeiten, aber Kleinigkeiten die sich am Ende summieren.

    Bei dem ganzen Hick-Hack auf den man achten muss würde ich persönlich mir mal durchrechnen die ca. 250 qm der Aussenmauern aussen auch verputzen zu lassen.




    Gruß Rene'
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.2007
    Ort
    Mühlbach
    Beruf
    Erfinder
    Beiträge
    6
    Hallo Rene',

    danke für die zahlreichen Tips.

    Ich werde darauf achten, dass der Putz vollflächig aufgebracht wird und dass alle Teile, die die Putzschicht durchdringen winddicht ausgeführt werden bzw. nicht auf einer Stoßfuge liegen.

    Küchenschränke usw. werde ich vornehmlich an den Innenwänden aufhängen. Der Kalksandstein hat ja sowieso eine bessere Tragfähigkeit als der Porenbeton.

    Grüße,
    Jörg
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10

    Registriert seit
    05.2007
    Ort
    Rheinhessen
    Beruf
    Dipl.Betr.Wirt
    Benutzertitelzusatz
    Stadtrat
    Beiträge
    6,190
    Zitat Zitat von joerg9 Beitrag anzeigen

    Küchenschränke usw. werde ich vornehmlich an den Innenwänden aufhängen. Der Kalksandstein hat ja sowieso eine bessere Tragfähigkeit als der Porenbeton.
    ...für die Hängeschränke reicht die Stabilität gerade noch so aus

    ...es sei denn, du lagerst deine Goldbarren darin
    grüsse
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    Themenstarter

    Registriert seit
    09.2007
    Ort
    Mühlbach
    Beruf
    Erfinder
    Beiträge
    6
    Sollten meine Goldbarrensammlung so schwer werden, dass der Schrank herunterkracht, dann baue ich mir ein neues Haus - dann aber mit Keller.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12
    Avatar von BetonMiller
    Registriert seit
    11.2006
    Ort
    Frankfurt
    Beruf
    Dipl. Ing.
    Beiträge
    136
    Zitat Zitat von Rene' Beitrag anzeigen
    Hi Jörg!

    Unser Häuschen ist innen komplett (bis auf den unbeheizten Keller) mit Lehmputz der Firma Claytec verputzt. Zuerst wurde ein grober Unterputz aufgebracht um einen einheitlichen Untergrund zu bekommen.Danach wurde ein Lehmfeinputz aufgebracht. Die Puzuschicht ist im Mittel wohl so ca. 1.5 bis 2 cm stark.

    Versuche des Handwerkers den Lehmputz nur einlagig aufzutragen gingen voll in die Hose. Praktisch zwar durchführbar, aber auf Grund der unterschiedlichen Untergründe trocknete der Putz ungleichmäßig und fing mächtig an zu reissen. Ordendlich vornässen (alle Wände aus Poroton-Hochlochziegel) brachte auch nicht den gewünschten Erfolg. Eine Aufbrennsperre mochten wir nicht aufbringen. Dafür waren uns die Porotonsteine zu schade.

    Fazit: Wenn Du es gescheid haben willst dann Lehmputz nur zweilagig! Teuer, aber Du wirst es dein Leben lang nicht bereuen.



    Gruß,

    Rene'
    Wieso zu schade?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13

    Registriert seit
    11.2005
    Ort
    NRW
    Beruf
    Schlosser
    Beiträge
    915
    Zitat Zitat von BetonMiller Beitrag anzeigen
    Wieso zu schade?

    Weil wir uns vorgenommen haben,wenn nicht unbedingt nötig, auf Chemie in unserem Haus zu verzichten.

    Wir hatten uns aus baubiologischen Gründen für Tonziegel entschieden. Diese dann mit einer Aufbrennsperre zu versehen hätte mir und meinem Architekten (Baubiologe) die Tränen in die Augen getrieben.

    Gruß,

    Rene'
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14

    Registriert seit
    05.2005
    Ort
    Hessen
    Beruf
    Schreinermeister, staat.gepr. Bautechniker
    Beiträge
    436
    Würde es eigentlich genügen wenn man die senkrechten Stoßfugen auf der Außenseite schließt (zb. mit Armiermörtel)? Würde das den Anforderungen an die Luftdichtigkeit genügen?

    Gruß

    Andreas
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15

    Registriert seit
    11.2005
    Ort
    NRW
    Beruf
    Schlosser
    Beiträge
    915
    Hi !

    @Andreas: Ein Luftdichtigkeit ist nur gewährleistet wenn vollflächig (!) verputzt wird. So schreiben es die Hersteller vor.

    Gruß,
    Rene'
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen