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feuchter Gewölbekeller bei dem Fugen schon verfallen und die Steine zerbröseln

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  1. #1

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    Ausrufezeichen feuchter Gewölbekeller bei dem Fugen schon verfallen und die Steine zerbröseln

    Hallo zusammen,

    in unserm ca. 100 Jahren altem Haus haben wir einen kleinen Gewölbekeller, den wir gerne sanieren möchten.

    Der Keller an sich ist normal feucht (kein Schimmel), aber der Mörtel zwischen den Steinen löst sich bereits auf und einzelne Steine sind schon abgebrochen und runtergefallen. ( Siehe Bild http://www.bauexpertenforum.de/image...cdcf3973af.jpg) Von außen kann ich hier nichts machen, da drei Seiten nicht zugänglich sind.

    Ich habe einige Handwerker kommen lassen, von denen jedoch fast jeder seine eigene (beste) Lösung favorisiert und die dann mit Preisen kommen, dass mir schwindelig wird. Einer hat mir noch nicht einmal ein Angebot gemacht, sondern meinte nur 240,00 € / m² ohne seine Leistungen näher zu beschreiben. Das wir hier nicht über ein „Low-cost“ Projekt sprechen ist mir auch klar, aber ich möchte auch nicht die Katze im Sack kaufen.

    Wer kann mir einen Tipp geben, wie und womit ich so eine Sanierung technisch am besten aufbaue und wo ich einen Spezialisten hierfür finde.

    Vielen Dank für eure Hilfe!

    Stephan
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    Geändert von Robby (10.10.2007 um 16:31 Uhr) Grund: Format geändert
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  2. feuchter Gewölbekeller bei dem Fugen schon verfallen und die Steine zerbröseln

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  3. #2
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    Spezialisten... werden sich alle schimpfen die sich das ansehen....

    Besser einen Fachmann der nicht mit der Durchführung der Maßnahme betraut ist engagieren... Also nicht der wirtschaftliche Gegner ist, sondern neutral und Lösungs - und nicht Gewinnorientiert arbeitet.

    Adressen dürfte es bei der Handwerkskammer geben....

    Gewerk wäre hier mit Sicherheit das Maurerhandwerk...
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  4. #3
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    sieht übrigens nicht so dramatisch und auch nicht wirklich nass aus...
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  5. #4
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    Verfahrensweise wie von Robby grob umrissen ist schon OK.
    Was Sie für Sich aber erst einmal beantworten sollte wäre - was wollen Sie erreichen?
    Wie soll der Keller genutzt werden?
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  6. #5
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    Hallo,
    der Keller soll später einmal als Sauna genutzt werden. Vorerst jedoch nur als Lagerraum.
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  7. #6

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    Und wer hat einen Vorschlag zur Instandsetzung gemacht?

    Ich beschäftige mich seit 1970 mit diesen Problemen.
    Meine Erfahrung ist, lassen Sie die Wände feucht, die faulen nicht und gehen auch nicht kaputt.
    Die Oberfläche bearbeite ich nach dem von mir entwickelten I-Bausystem.
    Was genau ist anders an dem I-Bausystem?
    Feuchte Keller sind das „Aus“ für ein angenehmes und gesundes Wohnklima: Modergeruch verbreitet sich im Haus, Wände und der Boden fangen an zu schimmeln, das Werkzeug beginnt zu rosten. Kurzum - die Nutzung ist stark eingeschränkt. An den Wänden zeigen sich Feuchteschäden und Ausblühungen. Es kommt zu Farbabplatzungen an den Oberflächen, oft werden auch die Putze geschädigt. Das Wasser läuft die Wände entlang, der Belag auf dem Boden fängt an zu faulen.
    Die Wand „muss atmen“ - weitläufig herrscht die Meinung vor, dass Wände auf keinen Fall „dicht“ zu machen sind, sondern „offenporig“, d. h. gut dampfdurchlässig sein müssen! Was aber bedeutet das genau? Zunächst handelt es sich nur um Phrasen - eine Wand atmet schließlich nicht.
    Normalerweise würde man das betroffene Haus von außen aufgraben und „aufheben“, um so außen und unten eine neue Abdichtung und eine Wärmedämmung herzustellen. In einigen Fällen würde auch eine Drainanlage –oder ein Lüftungsschacht eingebaut werden.
    Ein Teil dieser Maßnahmen ist aber bei manchen Projekten technisch nicht möglich, ein anderer unter ökonomischer Betrachtung unsinnig. Selbst Teillösungen sind meist fraglich und schaffen keinen „trockenen“ Keller und/oder eine saubere, salzfreie Oberfläche.
    .
    Sanierputzsysteme wurden entwickelt, um die Restfeuchte (die auch nach einer erfolgreichen Abdichtung – oder Trockenlegung in einer Wand verbleibt) ausdiffundieren zu lassen. Wenn eine Wand austrocknet, werden dabei bauschädliche Salze (im Baustoff als Lösung) an die Oberfläche transportiert. Das Wasser verdunstet. Salze und andere lösliche Bestandteile verbleiben an der Oberfläche.
    Es entstehen Salzkristalle, und beim Kristallisationsvorgang entstehen lt. Literaturangaben dabei Drücke von 50 bis 200 N/mm². Daher ist es notwendig, ein sehr offenporiges Verputzsystem aufzubringen.
    .
    Gips-, Kalk-, Kalkzement- und Zementputze sind wegen zu hoher Wasseraufnahme und eines zu geringen Anteils von Poren und /oder geringer Wasserdampfdiffusion bei der Instandsetzung von feuchten Wänden ungeeig-net. Sanierputze dagegen haben aufgrund ihrer Rohdichte - im Normalfall unter 1300 kg. pro m³ - einen großen Porenraum im Vergleich zu Kalkputz mit mehr als 1800 kg pro m³. Dieser Porenanteil ist notwendig, um die Salzkristallisation und die dadurch entstehenden Volumenvergrößerungen ohne Probleme in der Putzschicht zu ermöglichen.
    Es gibt noch eine Reihe anderer wesentlicher Vorteile und Merkmale von Sanierputzen, deren Einsatz aber stets wohl überlegt werden sollte, da es andernfalls zu Schäden kommen könnte. Eines steht in jedem Fall fest: Je bes-ser ein Sanierputz für eine Abtrocknung oder Verdunstung sorgt, um so mehr wird im Keller von außen oder unten aufgesaugt. Wenn keine dampfdichte Abdichtung von außen oder eine Horizontalsperre im Mauerwerk vorhanden ist, wird durch die Kapillarwirkung weiter Wasser und Salz nachgesaugt.
    Mit nach WTA*– Richtlinien (siehe Merkblatt 2.2-91) geprüften Sanierputzen ist es möglich, nach einer Abdichtung oder einer Trockenlegung „über Oberkante Gelände“ die Mauer schadensfrei zu verputzen.
    Eine Wand ist so normalerweise nach 1 bis 3 Jahren ausgetrocknet. Die Wärmedämmung wird verbessert, und aufgrund der wasserabweisenden Oberflächen findet eine Feuchteaufnahme so gut wie nicht mehr statt.
    .
    Anders ist es in einem Keller „unter Oberkante Gelände“, dessen Wände ständig feucht bleiben.
    Dabei geschieht folgendes: je mehr innen abgesaugt wird, je besser also eine Verdunstung stattfindet, um so mehr kommt von außen oder unten nach. Es ist jedoch nicht nur Wasser, sondern es sind auch bauschädliche Salze, die von außen oder unten eindringen. Außerdem werden vom Mauerwerksquerschnitt baustoffeigene freie und lösliche Bestandteile mit an die Oberfläche transportiert.
    Auch hier gilt: Je mehr und besser die Feuchtigkeit an der Innenseite abgegeben wird, um so schlechter ist die Wirkung. Sanierputze haben bei unsachgemäßer Anwendung nur eine begrenzte Lebensdauer oder sind gar von vornherein untauglich. Bei sehr feuchten Kellern besteht zudem das Problem, dass eine gewollte Hydrophobierung (Abstoßung von Feuchtigkeit) auf dem feuchten Mauerwerk nicht zu Stande kommt und somit auch kein Sanierputz wird. Es vergeht meist nur eine kurze Zeit, bis die Salze an der Oberfläche erscheinen.
    Weitere Details auf meiner Homepage unter Schriften insbesondere Nr. 12.
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