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Vorhangfassade - Plattenmaterial?

Diskutiere Vorhangfassade - Plattenmaterial? im Forum Außenwände / Fassaden auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Vorhangfassade - Plattenmaterial?

    Hallo liebe "Gemeinde",

    kurz vorgestellt: ich bin "junge" Architektin mit 6 Jahren Berufserfahrung v.a. im Industriebau, allerdings im hochpreisigen Industriebau (Logistikzentren, Fertigungshallen, Betriebsrestaurants mit allem pi pa po).

    Plane jetzt mein erstes EFH, und zwar (aus Kostengründen) mein eigenes.

    Das meiste hat sich schon geklärt; bei der Fassade hänge ich allerdings noch ein wenig, vielleicht könnt Ihr mir ja helfen.

    Ich hoffe, wir können es uns leisten, eine Vorhangfassade zu bauen.
    Mögliche Materialien:
    - Faserzementplatten (z.B. Eternit) -> "schüsseln" nach ca. 5 Jahren (zumindest die "natura") und verändern die Farbe (habe hier vor Ort leider ein lebendes Beispiel, es ist zum Heulen).
    - Holzfaserkompositplatten (z.B. Fundermaxx oder Trespa) sehen meist tot aus wg. der zugekleisterten Oberfläche.
    - Metallplatten sind vermutlich zu teuer (muss man ja auch beschichten lassen und kann man bei "Macken" nur schlecht ausbessern).
    - Holz wollen wir nicht wegen des Arbeitsaufwandes (sind beide viel beschäftigt und wollen nicht alle paar Jahre streichen).

    Kurzum: wir wollen eine langlebige Fassadenverkleidung, die nicht aus Gold ist, aber trotzdem längerfristig ansehnlich.

    -> hat hier jemand noch (bezahlbare, optisch ansprechende) Alternativen, die ich noch nicht kenne?
    -> hat jemand Erfahrung im Vergleich Trespa - Fundermaxx (die sind ja unterschiedlich im Aufbau)?

    Vielen Dank für eure Hilfe!
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  2. Vorhangfassade - Plattenmaterial?

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  3. #2
    Avatar von Franky
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    Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen:

    Trespa ist so ziemlich die abgefahrenste Variante, um eine Fassade effektvoll zu gestalten.

    Habe u.a. schon grosse Trespa-Flächen Virtuon im Farbton Kupfer J. 53.0.1 metallics gesehen.

    Rattengeil !!!

    Trespa Satin A05.0.0 oder auch silbergrau sind bei uns im Sauerländle gern gesehen für Balkone.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Da hast Du recht, Trespa sieht prima aus und ist auch haltbar.

    Die Frage bezgl. Trespa / Fundermaxx ist im Detail folgende:
    - Trespa besteht ja aus einer Art Faserbrei-Harz-Mix, der dann gepresst + beschichtet wird (soweit ich informiert bin).
    - Fundermaxx stellt seine Platten aus einzelnen Faserschichten her, die dann mit Harz getränkt + gepresst werden.

    -> weiss jemand, wie sich die unterschiedlichen Konstruktionstypen im Laufe der Jahre verhalten?
    ° Ich könnte mir z.B. vorstellen, dass die Schichtkonstruktion von Fundermaxx ggü. Feuchtigkeit im Laufe der Jahre anfälliger ist als Trespa (das ja homogen ist); die Schnittkanten könnten Feuchtigkeit ziehen und sich aufblähen...
    ° Andererseits könnte ich mir vorstellen, dass die Fundermaxx-Platten auf Temperaturschwankungen stabiler reagieren, da ja innerhalb der Platte gekreuzte "Zugfasern" sind (die Faserschichten werden über Kreuz verleimt), so dass die Platte für Schüsseln nicht anfällig ist. Beim homogenen Trespa könnte das schwieriger sein...

    Hat jemand hier Erfahrung??

    Grüsse aus dem Schwarzwald
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  5. #4
    Avatar von Franky
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    Maxx-Platten sind aufgrund des Herstellungsverfahrens qualitativ schlechter und haben den grossen Nachteil das sie NICHT UV-beständig sind.

    In unserer Region hat schon mal ein Metaller 4 Balkone auf Trespa umgerüstet, da sich ähnl wie bei Holz Schatten auf der Maxx-Platte gebildet haben.

    Trespa ist sicher nicht supergünstig, aber definitiv 1a Material.
    Wenn sich die Gelegenheit ergibt, verkaufe ich es auch für Küchenspiegel in 6mm einseitig. Sieht ebenfalls superklasse aus und grosser vorteil ist:
    Keine Fugen !
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von kamikatzer Beitrag anzeigen
    ..
    - Holz wollen wir nicht .. alle paar Jahre streichen)..
    das wäre zu hinterfragen.
    die andere frage (in richtung alternativen): wie innovativ darf´s sein?
    welcher perfektionsanspruch ist da?
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  7. #6
    Themenstarter

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    Holz scheidet definitiv aus. Mein Partner hat ein endgültiges Veto eingelegt; wenn ich Holz verbaue, muss ich es persönlich selbst streichen

    Situation:
    es gibt zwar keinen Bebauungsplan für das Gebiet ("Neubaugebiet" umfasst 5 Neubauten, 3 EFH + 2 DHH), jedoch handelt es sich um den Rand eines gewachsenen Dorfes und wir müssen "passend zum Dorfbild" bauen, das ist natürlich Auslegungssache.
    Fakt ist, dass wir uns halt an Dinge wie Satteldach, ortsübliche Grundfläche + Höhe etc. streng halten müssen. Dacheindeckungsfarbe ist vorgegeben, Nachbarn haben sich jedoch auch nicht dran gehalten. Werden wir also auch nicht tun, wenn es nicht passt. Es gab sogar Fragen bzgl. der durchbrochenen Trauflinie, aber das ist mittlerweile ausgeräumt. Daran kann man erkennen, dass die "Ortsüblichkeit" recht streng gehandhabt wird.

    Ich meine aber, es könnte überaus spannend sein, die nicht besonders extravaganten Aussenansichten mit einem innovativen Material aufzuwerten... Das kann man sicher so intelligent gestalten, dass man uns keinen Strick draus dreht.

    Bin für jede (auch noch so innovative Idee) zu haben.

    Perfektionsanspruch? Inwiefern? Versteh die Frage nicht....
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  8. #7

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    Es gibt auch Hölzer, die nicht gestrichen werden müssen, aber halt natürlich vergrauen. Aber da erzähl ich Dir ja sicher nix Neues.

    Gruß

    Thomas
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  9. #8
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    Nochmal zum Thema Holz:

    ich persönlich hätte nix gegen eine Holzfassade, auch wenn sie - je nach Holzart und Bewitterung - vergraut oder dunkel wird.

    Mein Partner möchte aber partout kein Holz - da kann ich mich nicht drüber hinwegsetzen.
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  10. #9

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    Und Holzzement, z.B. Duripanel?
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  11. #10
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    Kennst Du Dich mit dem Duripanel aus?

    Ich hatte angenommen, dass das vom Aufbau sehr ähnlich ist wie die gängigen Faserzementplatten (nur eben mit Holz) und sich dann eben auch so ähnlich verhält (nämlich schüsseln und verfärben).

    Mein Eindruck ist hier auch, dass dieses Material (vielleicht mit gutem Grund?) vor allem im Innenausbau verwendet wird - aber ich kann mich täuschen, ist nur so ein Eindruck...

    Da wär eine Referenz im Aussenbereich interessant, die schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat...
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  12. #11

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    Langzeiterfahrungen habe ich nicht wirklich. Hab sie jetzt erstmals als Attikaverkleidung verbaut. Kann ja mal bei Gelegenheit meinen Archi fragen.
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  13. #12
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    ...das wär nett.

    Denn: in so ner Vorhangfassade verbuddelt man einen Haufen Geld, und dann sollte sie auch ne Weile schön bleiben.

    Vielleicht kennt Dein Archi ja auch ein Referenzobjekt oder so...
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  14. #13

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    Auch ne Vorhangfassade
    http://www.argeton.de/servlet/Satell...arg_de_home_de
    An sonsten bliebe noch Blech (Zink, Kupfer, Well)
    Gambione (dürfte nicht "ortsüblich" sein)
    Naturstein
    Pfosten-Riegel-Fassade
    ....
    ....
    ...
    MfG
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    auch eine:
    http://cms.main-rheiner.de/sixcms/me...9_GA926506.pdf
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  17. #15
    Themenstarter

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    Hallo Baumal,
    *grins*
    Szene auf der Baurechtsbehörde:
    Frau XX liest den Schriftteil des Bauantrags: "...Fassade aus Corten-Stahl...".
    Sie erbleicht, die dicht beschriebenen Blätter gleiten ihr aus der Hand, sie fasst sich an die Brust und sinkt langsam von ihrem Stuhl....
    *hihihihihi*

    Ich find Corten-Stahl wunderschön, aber hey! Das wär mal ne Party entweder auf dem Amt oder im Gemeinderat... Die müssten sich nachher erstmal in der Dorfkneipe einen antrinken, schätze ich... (die Vorstellung amüsiert mich jetzt grad wahnsinnig).
    -> aber die Richtung ist richtig, wenn Sie wissen, was ich meine. Nur gar so extravagant darf ich wohl leider nicht bauen...

    Hallo Herr Dühlmeyer,
    Blech ist eine reale Möglichkeit. Z.B. ne Aluwelle. Bin ich aber nicht ganz so glücklich mit, irgendwie, rein visuell.

    Gambione sehen auch klasse aus, da hab ich wegen der Viecher ein Problem mit. Da nistet und brütet dann alles mögliche drin.
    Ich hab mir vor einigen Jahren eines der ersten Gambione-Gebäude (Herzog & Demeuron, Kalifornien, Weingut) angeschaut. Die haben nachträglich ein enges Gitter auf halbe Höhe eingezogen ->
    wegen der Viecher (Schlangen, Insekten, Spinnen, etc.).

    Naturstein käme theoretisch in Frage, wenn er nicht so extrem teuer wäre.

    Pfosten-Riegel find ich an EFHs immer etwas überzogen...

    Was ich persönlich an EFHs nicht mag, sind oberflächentote Fassaden, hier vor allem hochglänzende Fassadenmaterialien, z.B. glasierte Klinker o.ä.. Rein persönliche Abneigung.

    DANKE EUCH für Eure Vorschläge... Habt Ihr noch mehr? Immer her damit... Jetzt kommen wir langsam in die Gefilde, die für mich richtig interessant werden, denn über das Gängige hab ich schon nachgedacht und das meiste wieder verworfen.
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