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Tip für Bauherren mit Kaminofen und/oder Aquarium

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  1. #1

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    Idee Tip für Bauherren mit Kaminofen und/oder Aquarium

    Nachdem ich hier im Forum schon viel Hilfe bekommen habe, nun auch mal ein kleiner Tip von mir aus gerade erlebter Praxis:

    Vereinbart/Bestellt Trittschalldämmung TK5000 oder besser noch TK10000 für einen (druck-)festen Fußboden!

    Der Aufpreis ist sehr gering (ca. 2 €/qm, abhängig vom Hersteller) aber die Wirkung fantastisch, da man auf den Verbundestrich an Stellen für den "normalen" Kaminofen, Aquarium, Wasserbett, etc. verzichten kann. Damit erreicht man mehr Planungsfreiheit, Vermeidung von Wärmebrücken und erleichtert das Verlegen von Fliesen.
    Super, wie einfach und schnell ein paar Kopfschmerz-bereitende Probleme vom Tisch sind. Denn wer weiß schon in dieser Phase des Baus wo später Aquarium und Ofen stehen sollen?!

    Technischer Hintergrund:
    Bei den meisten Bauverträgen ist die Ausführung für das Estrich-Gewerk mit vereinbart. Die Standardausführung des BT oder GU für Wohnräume besteht in vielen Fällen aus einer oder mehreren unteren Lage(n) Wärmedämmung (z.B. 50mm PS20 WLG 040; neue Bezeichnung: EPS 100) und einer oberen Lage Trittschalldämmung (z.B. 30/2mm PST TK350). Darauf dann Zementestrich (z.B. 50mm ZE20). Während die Wärmedämmung noch eine Dauerdruckbeanspruchung (also max. 2% Stauchung des Materials) von 5 t/qm bewältigt, hält die Trittschalldämmung nur 350 kg/qm stand. Das ist für schwere Gegenstände zu wenig. Daher weisen die ausführenden Unternehmen darauf hin, daß an diesen Stellen statt schwimmender Estrich ein Verbundestrich eingebaut werden muß. Diesen Umstand kann man schnell und unkompliziert ändern indem eine Trittschalldämmung mit höherer Druckfestigkeit eingebaut wird. Alle mir bekannten Anbieter haben zumindest die Variante TK500 = 500 kg/qm im Programm. Manche sogar TK1000 = 1t/qm (z.B. Isobouw B-PST TK10000).

    Im Einzelfall sollte jedoch mit dem Architekten und Bauleiter die genauen Belastungen berechnet und geprüft werden.

    In unserem Fall ist dies erfolgt und wir können nun unser Aquarium an jeder beliebige Stelle im EG stellen und müssen noch keinen Kaminofen vor Estricheinbau Hals über Kopf kaufen, um dessen Abmessungen und Einbauposition zu kennen. Freie Planung, keine Wärmebrücke, Fliesen ohne Bewegungsfuge - da kann ich gleich viel ruhiger schlafen

    Stehe für Rückfragen gern bereit.
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  2. Tip für Bauherren mit Kaminofen und/oder Aquarium

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    wenn du schreibst " Damit erreicht man mehr Planungsfreiheit,", dann outest du dich, dass du deine "Hausaufgaben" nicht gemacht hast, denn genau das, nämlich die Planung (inkl. Grund-Möblierung) sollte VOR Baubeginn erfolgen!

    Wie du allerdings durch härtere TSD Wärmebrücken vermeidest oder gar die Fliesenlegung vereinfachst, ist mir jetzt nicht ganz klar.
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  4. #3
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    @bernd: Stimmt! Meine Hausaufgaben habe ich schon in der Schule nicht gern gemacht

    Aber nun im Ernst, ich glaube nicht der einzigste zu sein, der evtl. in ein paar Jahren auch mal seine Möbel oder wie angesprochen, das Aquarium, umstellen möchte. Und das nenne ich Planungsfreiheit.
    Und genug Zeit vorm Bau hatten aktuell auch viele Bauherren nicht, da aufgrund der Eigenheimzulagenabschaffungspolitik (was ein Wort ) etwas mehr Eile als vielleicht früher angesagt ist. Nur so nebenbei. Hast aber schon Recht. Wer es schafft alles vorher richtig zu planen ist perfekt und im Vorteil.

    Wärmebrücken werden ganz klar vermieden, da Verbundestrich nun mal bedeutet keine Wärmedämmung zu haben (siehe http://www.ofenbau-lauber.ch/platten...undestrich.htm). Also handelt es sich nun mal um eine Schwachstelle in der Baukonstruktion (siehe http://www.bau-web.de/informationen/...gazin03_09.htm).

    Bei der Fliesenverlegung zwischen Verbund- und schwimmendem Estrich mußt du darauf achten, daß eine flexible Trennfuge dazwischen ausgebildet wird. Salopp gesagt, du kannst nicht einfach "drüberfliesen", da sonst Gefahr besteht, daß die Fliesen am Übergang der Estriche brechen. Schließlich ist einer fest und der andere schwimmend mit der Betondecke verbunden. Und das ist schon schwieriger und aufwendiger.

    Hoffe die Verständnisprobleme beseitigt zu haben...
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  5. #4

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    Alles klar, ich dachte, es handle sich um armierten Estrich, wie in solchen Fällen wohl meistens gemacht. Den Estrich einfach auf den Rohboden zu verlegen, ist ja wohl das allereinfachste und hat daneben auch noch den gravierenden Nachteil, dass - zumindest in diesem Bereich - eine perfekte Schallbrücke mitgebaut wird.

    Hast du übrigens schon einmal ein 'Wasserbett abgebaut und woanders neu aufgebaut? Ich schon, es ist eine ziemliche Prozedur.

    Aber ganz davon abgesehen: bei WB handelt es sich ganz klar um Flächenlast und ist daher jede Zusatzbehandlung des Estrichs völlig überflüssig (nebenbei, 300€ nur für härtere TSD halte ich auch nicht einmal für besonders billig).

    Das andere ist, dass Kaminöfen i.d.R. bis 150 kg schwer sind und damit auch für keinen Estrich irgendein Problem sind (zwei Menschen nebeneinander sind oft schwerer )

    Im übrigen ist der Platz des Kaminofens durch den Kamin vorgegeben.
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  6. #5
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    benrdk so ganz versteh ich dein posting hier nicht es geht ja nicht um den estrich sondern um die dämmung darunter und die von dir angegeben matte hat keine statische aufgabe.
    man sollte das mit dem wb auch nicht verallgemeinern z.b meins schmiedeeisen himmelbett 2*2m 2378kg macht ohne personen 594.5 kg pro fuß da würde ich mir schon vorher gedanken machen wo ich das aufstelle...
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  7. #6
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    @berndk: Nein, möchte mir zum 1x ein WB anschaffen *freu*. Der Estrich wurd nicht, wie du schreibst "zusatzbehandelt". Ganz normaler ZE20. Die festere Trittschalldämmung hat bei 80qm EG-Fläche keine 150€ Aufpreis gekostet.

    Der Kaminofen unserer Wahl mit Speckstein ist 280kg schwer auf einer Standfläche von ca. 0,5qm. Das ist für die TK350 trotz Lastenverteilung des Estrichs zu schwer und führt zum Garantieverlust. Mein BT hat deshalb auch die Angabe des Standorts verlangt, um dort Verbundestrich einzubauen und somit jedem Schaden vorzubeugen.

    Dein Vergleich hinkt schon etwas, da du es nicht schaffen wirst 3 schwergewichtige Personen im "Bremer Stadtmusikanten"-Huckepack auf einen halben Quadratmeter für meherer Tage, denn es geht ja um Dauerbalastung, zu stellen. Wetten Dass???

    Flächenlast des WB gehe ich auch nicht mit, denn ich habe noch kein flächiges Bettgestell zu sehen bekommen. Entweder sind es wie bei Pies Standfüße oder andernfalls ein Standrahmen.

    Auch zum Stellplatz des Kaminofens gebe ich dir nicht Recht, da eín Kamin wie bei uns auch mitten im Raum stehen kann und demzufolge 4 Richtungen existieren. Und nicht jeder hat ebend seine Planung schon fertig...

    Ich denke und hoffe, daß der Tip mit der festeren Trittschalldämmung bei allen die ähnliche Probleme haben auch ankommt.
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