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Welchen Holzofen?

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  1. #1
    Avatar von Danielinho
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    Welchen Holzofen?

    Guten Tag!

    Wir möchten nächstes Jahrt ein Einfamilienhaus in Massivbauweise bauen (120-140m²) und möchten im Wohnbereich einen mit Holz beheizbaren Ofen haben, da wir eine private Holzquelle haben und es ausserdem schön und gemütlich finden. Die Hauptheizung soll entweder mit Wärmepumpe und Erdwärme oder Ölheizung sein.

    Derzeit favorisieren wir einen Kaminofen.
    Gibt es Erfahrungen mit Öfen welche an das Heizsystem angeschlossen wurden?
    Kann man so einen Ofen (bzw. dessen Unterlage z.B. Glasplatte) auf einen Holzfussboden stellen, oder macht das Probleme?
    Was sollte man sonst noch beachten?


    Vielen Dank schonmal für die Antworten!
    Daniel
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  2. Welchen Holzofen?

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  3. #2

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    Hm ich kann dir mal meine Gedanken schreiben und was ich jetzt nach einem Jahr weis.

    Ähnlich wie du hatte ich mir auch Gedanken über einen wasserführenden Ofen gemacht. Holz hätte ich, wenn auch in geringerem Umfang aus eigenem Wald gehabt.

    Da ich aber schon mal eine Krankheitszeit hinter mir hatte und man da ganz schnell nicht mehr in der Lage ist Holz zu machen, ja in wirklich ernsten Lagen oft kaum mehr bis zum Holzlager kommt, um mal Nachschub für den Ofen zu holen, haben wir das verworfen. Es sollte auf jeden Fall eine Hauptheizung sein, bei der man auch mal wochenlang nix tun musste. Also keine Scheitholzheizung. Letztendlich wurde es aufgrund hohem Grundwassers eine WW-Wärmepumpe.
    Aber zurück zum Ofen. Mit Wasseranschluß kommt die Geschichte für so nebenher heizen mir zu teuer. Der Ofen kostet nicht unter 2000 €, dann noch die Verrohrung (Vorlauf und Rücklauf Heizung und Vorlauf und Rücklauf Notkühlung!) und die Einbindung ins Heizsystem. Die Steuerung der WP hätte da nix genutzt, da hätte man noch mal eine gebraucht. Da wir auch keinen Puffer haben wäre ein zusätzlicher Pufferspeicher auch noch dazugekommen. Also unter 5000€ wäre da sicher nix gegangen eher ein Stück mehr. Wer selber Schneidkluppen und Werkzeug hat kann da sicher was sparen aber trotzdem.

    Also fiel die Wasserführung schon mal weg.

    Von der Ofenart waren wir (meine Frau und ich) einig: Es sollte ein schnell wärmender Ofen mit Scheibe sein. Nix Kacheln, Speckstein oder sonstigen Krimskrams. So einen „Schwedenofen“ hatten wir schon in der Wohnung und das war sehr gut. Anzünden und nach 30 Minuten ist die Bude warm. Das Einzige was wir gegenüber unserem bisherigen anders wollten, war wenigstens ein bisschen Platz oben, um was drauf zu stellen ohne dass es gleich ein Herd sein sollte.
    Das schränkte die Auswahl gleich mal kräftig ein. Am ehesten hatten so was noch die Dänen und einer von Wodtke. Der Rest war auch oben meist doppelwandig und brachte so keine Wärme auf der Platte.
    Strahlungsofen hatten wir auch überlegt, aber aufgrund der nahen Tür mit dem Türrahmen und dem Holzlager neben dem Ofen hätte man wahrscheinlich wieder eine Abschirmung machen müssen. Also ließen wir das bleiben.
    Geworden ist’s dann ein Morsö, Modell muß ich nachsehen. Das Ding ist super. Die Scheibe verrußt so gut wie nie und wenn, dann einmal kräftig anheizen und sie ist meist wieder sauber.
    Ach so Luftzufuhr: Wir haben zwar keine KWL (da ist’s mit Holzöfen immer problematisch) aber die neuen Buden sind ja doch sehr dicht. Also auf jeden Fall externe Verbrennungluft Zufuhr (ist aber noch lange nicht Raumluft unabhängig!). Wir haben es dann über einen Erlus Kamin gemacht, durch den auch gleichzeitig die Frischluft gezogen wird.

    Nach einem Jahr kann ich sagen dass sich wohl neben der WP keine zusätzliche Heizung „lohnt“ im Sinne von Heizkosten sparen. Ich hatte jetzt im ersten Jahr Heizkosten von ca. 170€ und noch mal ca. 150€ für Warmwasser, das aber viel zu viel war, weil die blöde Schaltuhr die Zirkupumpe 24h laufen ließ. Hab das jetzt mal eingestellt und bin um fast 50% runtergekommen. Dazu noch ca. 3 rm Holz.
    Nun spar mal 250€ mit Holz (kostet ja auch was) ein und rechne aus, wie lange du da an einem wasserführenden Ofen rummachst. So haben wir auf jeden Fall ein warmes Wohnzimmer, wenn der Strom mal länger ausfallen sollte.
    WP und Ofen zusammen sind nicht so das Wahre wie ich schon gemerkt habe. Dadurch dass wir fast 50% unserer kleinen Wohnfläche (95m²) im Wohnzimmer (45) haben und die Heizkreise zugemacht haben weil da der Ofen heizt, taktet die WP. Die ist schließlich für die ganze Wohnfläche ausgelegt. Da hätten wir zumindest ein kleineres Modell nehmen sollen. Aber schon vorbei.

    So mal meine Gedanken und Erfahrungen.

    mfg
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  4. #3

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    Ach ja Ofen auf dem Boden ist bei Kovektionsöfen kein Problem.
    Ob Glas- oder Stahlplatte ich Geschmackssache.
    Bei der Glasplatte hast du immer das Problem, daß der Dreck unten reinkommt und man den sieht.
    Die Stahlplatte verkratzt dafür oben mit der Zeit.

    Bei Strahlungsöfen (einwandige Schwedenöfen) brauchts eine deutlich größere Platte und auch an der Wand darf da bis 1m im Umkreis nix brennbares sein. So meine ich waren die Bestimmungen

    mfg
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