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Renovierung/Sanierung Wohnung - Setzrisse - 2 Angebote/2 Ideen

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  1. #1

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    Renovierung/Sanierung Wohnung - Setzrisse - 2 Angebote/2 Ideen

    Hallo miteinander,

    auch wenn es nicht um einen Altbau im klassischen Sinne geht, hoffe ich, dass dieses Posting in dieser Rubrik angebracht ist:

    Es geht um eine Wohnung in München, die in einem Miethaus ist, das etwa 1982 gebaut wurde. Der Mieter ist verstorben, die Wohnung muß renoviert werden. Bei Besichtigung der Wohnung waren neben mir noch 2 Fachleute dabei, die das Sanieren/Renovieren der Wohnung übernehmen würden (vor Verkauf der Wohnung).

    Die Wohnung sieht nach 30 Jahren Nutzung dementsprechend schlimm aus, zudem gibt es in Wohnzimmer und Küche Setzrisse, im Flur ist ein Wasserschaden an der einen Wand zu sehen, die Wand im Bad ist verschimmelt. Jetzt habe ich preislich zwei doch sehr unterschiedliche Angebote bekommen.

    Mann 1 würde vorschlagen nach Weiten, Ausspachteln und Bekleben mit Nesselband, die komplette Wohnung mit Rauhputz zu verputzen und zu streichen. Dementsprechend teuer ist auch das Angebot (für mich als Laie, wohl wegen des Verputzens), ohne Boden (also nur Estrich) knapp 13.000 Euro!. Er hat sich inzwischen bereiterklärt, das Bad zu diesem Preis komplett zu erneuern, vorher wäre die Badewanne nicht im Preis enthalten gewesen und das komplettkacheln auch nicht.

    Zusätzlich wenn gewünscht: Boden mit Laminat bei einer Wohung von 80 qm: 3.000 Euro (Bad und Toilette und Küche würden noch wegfallen (nochmal 15 - 20 qm weg).

    Allerdings, nach meinem Zweifel an einem Rauhputz (aufgrund der Optik), ich hätte gerne eine klare, neutrale, weiße Wand, würde er auch ein neues Angebot erstellen. Türen wären hierbei noch außer Acht gelassen (leider braune Türen).

    Mann 2 liefert ein Angebot, was ich noch zusammenbauen muß.

    Für die Malerarbeiten würde er 4.000 berechnen, allerdings nicht neu verputzen, sondern die komplette Wohnung mit Malervlies tapezieren (was man wohl beim Altbau immer so handhaben würde, der Wasserschaden im Flur wird allerdings gesondert behandelt). Dazu sagt Mann 1, dass Vliestapeten gegen Setzrisse gar nichts täten, sie wären mehr oder weniger wie normale Tapeten. Dann käme der Boden noch mit (bei 65qm) 3200 Euro hinzu, das Bad mit 2500 Euro komplett, Kacheln des Küchenbodens etwa 1000 Euro.

    Wollte ich die Türen noch weiß: 250 € pro Zarge -> mal 6 => 1500 €.

    Insgesamt wäre ich bei Mann 2 also um die 12.200 Euro, allerdings die Türen mit behandelt, aber eben nicht verputzt.

    Mein Problem ist zunächst einmal, dass beide unterschiedliche Ansichten bzgl. der Renovierung/Sanierung haben. Hier würde ich mir in diesem Forum Hilfe erhoffen. Ich würde mir eine möglichst korrekte, vernünftige, moderne, schlichte Sanierung wünschen, so dass ich die Wohung guten Gewissens verkaufen kann. Es stellt sich für mich die Frage, ob eine erneute Verputzung z.b. gegen die Setzrisse oder mögliche kommende Setzrisse irgendwie helfen kann. Ich denke mal eher nicht. Bringt denn der Malervlies etwas? Wie es Mann 2 vorschlägt, die komplette Wohnung damit zu tapezieren? Was für einen Eindruck würde dies optisch machen?

    Sind die Angebote in der Baubranche/Malerbranche vom Preis her angemessen?

    Ich wäre dankbar für Tipps hinsichtlich der Renovierung bzw. auch Sanierung der Wohnung. Ich weiß, dass preislich natürlich einer Renovierung keine Grenzen gesetzt sind. Der potentielle Käufer der Wohung soll eine freundliche, renovierte Wohnung betreten, in der nicht nach 2 Monaten irgendwelche Setzrisse wieder erscheinen (also nicht einfach drüberstreichen), andererseits würde ich auch keine Goldhähne und Marmorboden anbieten wollen.

    Über ein Feedback würde ich mich sehr freuen.

    Mit herzlichen Grüßen


    sg
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  2. Renovierung/Sanierung Wohnung - Setzrisse - 2 Angebote/2 Ideen

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  3. #2

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    Was ist das denn???
    Die Wohnung soll verkauft werden und vorher wir renoviert?
    Risse schließen setzt Sie im Zweifel immer dem Vorwurf der Arglist aus. Ausserdem will der Käufer garantiert anders leben als Sie jetzt renovieren. Also hackt er alles wieder weg, was Sie jetzt auftragen (lassen).
    Falss Sie glauben, die Renovierungskosten + X beim Verkauf der Wohnung mehr erzielen zu können, vergessen Sie es.
    Ich würde einem Kaufinteressentent bei der fachlichen Kaufberatung (die der ja hoffentlich mitnimmt ) sagen, der einzige Grund für eine solche Renovierung sei das Verstecken irgendwelcher Mängel.
    Das ist wie beim Gebrauchtwagenkauf. Ein Auto mit sauberem Motor würde ich nie kaufen, weil ich sicher bin, der Motor ölt gewaltig.
    Ist der Motor so richtig schön peekig, weiß ich, daß da kein Tropfen Öl zuviel rauskommt.
    Also Geld sparen und unrenoviert verkaufen.
    MfG
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  4. #3

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    Das ist wirklich kontraproduktiv.

    Ich würde gründlich saubermachen, Risse aufweiten und verspachteln, aber nicht überkleben (so daß sie sichtbar bleiben). Das wars.

    Dann lieber um 10.000 € billiger verkaufen und alle haben was davon!
    Naja, bis auf Mann 1 und 2, aber das ist nicht Dein Problem...

    Keinesfalls Rauhputz oder ein neues Bad. Da versenkst Du nur massig Geld und reduzierst noch Deine Chancen auf schnellen Verkauf.
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  5. #4

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    Zumal ein VERNÜNFTIG saniertes Bad alleine schon 6 - 8.000 € (und mehr) frisst. Also wird da wohl nicht viel (dauerhaftes) bei rauskommen.
    Mfg
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  6. #5
    Avatar von Hundertwasser
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    Um die Preise zu beurteilen brauchts mehr Infos. Höhe der Wände, Größe der Wohnung (Grundfläche), Anzahl Zimmer.

    Um dann Preise vergleichen zu können müsste man eine Ausschreibung erstellen in dem die Leistung definiert ist. Diese Ausschreibung kann dann an mehrere Handwerker verteilt werden. Jeder kalkuliert die Geschichte und du kannst einen auswählen.
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  7. #6
    Themenstarter

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    wohnung renovieren und dann verkaufen ...

    Hallo,

    zunächst danke für die Antworten. Zunächst einmal möchte ich die Fehler der Wohnung natürlich nicht verbergen, sondern beseitigen. Natürlich müsste man bei dem Verkauf der Wohnung darauf hinweisen, dass es ein Problem mit Setzrissen gibt bzw. gab. Was jedoch den Schimmel im Bad und dem Wasserschaden im Flur betrifft, so könnte man dies doch beseitigen.

    Bei der Besichtigung der Wohnung war neben den beiden "fachleuten" noch ein Makler dabei, jeder hatte was zu dem Thema zu sagen. Er meinte, einmal drüberstreichen und gut isses, dann zieht die Wohnung allerdings nur die Schnäppchenjäger an. Wer die Wohnung im jetzigen Zustand sieht, der fällt rückwärts wieder raus, so kann man sie niemanden zumuten. Ich denke, da würde ich nicht nur 10.000 Euro mit dem Kaufpreis runtergehen müssen, sondern gleich 30.000. Denn der erste Eindruck ist gerade wirklich schlimm nach 30 Jahren fast, die der ehemalige Mieter darin wohnte.

    Ich hätte - mal wieder als Laiin - gesagt, dass es auf jeden Fall die Wohnung nur aufwerten kann, wenn man eine Grundrenovierung unternimmt, und eben dementsprechend die Setzrisse ausbessert. Ich wurde zudem ja so beraten bzgl. der Setzrisse, dass der Malervlies diese künftig verhindern würde, dass dies die Methode der Wahl wäre, um Setzrisse zu "behandeln".

    Ich sehe schon, ein umfangreiches Thema wird das werden :-(. Meint niemand, es spräche etwas für eine Renovierung mit ausgebesserten SEtzrissen, gestrichenen Wänden, renovierten Bad, alles neutral-weiß gehalten, dann kann der Käufer ja trotzalledem weitermachen ...

    Vielen Dank und herzliche Grüße sg
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  8. #7
    Themenstarter

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    Achja, trotz alledem noch die Maße der Wohnung ..

    übrigens, doch noch die Maße der Wohnung, wen's interessiert:

    79,67 qm, mit drei Zimmern. bad und wc sind getrennt, eine Loggia gibt es, angeblich, lt. bauplan von 1982 hat die Küche 14,20 qm, Bad 3,53 qm (kann ja kaum sein, oder vielleicht doch :-(), WC 1,65 qm, und dann gibts noch eine Kammer von 1,70 qm, ehemals als Wandschrank genutzt. Gerade liegt noch 30 Jahre alter Teppichboden in den Wohnräumen. Ich weiß ja nicht, wie das ein Käufer sieht, aber ich würde aus einer Wohnung in dem Zustand flüchten. Aber das sehen Käufer vielleicht anders. Die Lage der Wohnung ist für Münchner Verhältnisse wenigstens prima, aber ich denke doch, allerdings als Frau, das auch bei einem Kauf Emotionen zum Tragen kommen, daher würde ich die Wohnung eigentlich renovieren und sanieren wollen, wie gesagt, dass ich sie mit gutem gewissen verkaufen kann, und dennoch einen fairen preis erziele. ... einen schönen abend sg
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  9. #8

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    Hallo,
    also zu Ralf D's Beipiel mit dem Auto:
    Profis polieren Autos fast immer etwas auf, um die gepflegter erscheinen zu lassen. Das bringt ganz offensichtlich mehr als es kostet !
    Aber eine Wohnung, in München (!), die verkauft werden soll (und nicht vermietet)...
    Da würde ich den Teppich rausschmeissen, ev. auch noch die Tapeten.Die Wanne würd' ich drinlassen, dann sauber, aber "roh" anbieten.
    m.f.G. J.W.
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  11. #9
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Wenn die Lage stimmt ...

    ... ist das der Haupt-Entscheidungsgrund für einen Käufer.

    Um ehemalige Setzrisse würde ich mir keine Gedanken machen. Wenn die ausgebessert sind, kommen sie nicht wieder. Da setzt sich nix mehr.

    Ich würde die Wände freilegen und beiputzen und sonst nix.
    Die 30 Jahre alte Elektroinstallation ist für einen heutigen Nutzer sicherlich ergänzungsbedürftig und da macht alles Weitere keinen Sinn.

    Ansonsten wie mein Vorschreiber:
    Teppichboden raus, gründlich sauber machen (Fenster putzen!) und gut iss .
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  12. #10
    Avatar von buddelchen333
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    ich würde einen Mittelweg vorschlagen. erfahrungsgemäß wünschen sich Käufer am meißten, Küche und Bad umzugestalten, dort würde ich also gar nix machen.

    In den Wohnräumen und im Flur würde ich die Wände erneuern und mit Maklerweiß versehen. Hier wird meiner Meinung nach kein Geld verschwendet.

    Die einzige Tapete die Setzrisse wohl länger überbrücken können soll, soll die Scandatex Glasfasertapete sein. Dieses Glasgewebe mögen zwar viele, aber eben nicht jeder, ist der Putz aber so alt und kaputt, daß er eh erneuert werden muß, ist so eine Maßnahme nicht so doll.

    Also bis auf Küche+Bad würde ich die Wohnung schon in einen angemessenen Zustand bringen, dazu gehört für mich auch der Boden, wobei man da nochmal verschiedene Alternativen Durchspielen sollte.

    Für den Experten ist der erste Eindruck nich so entscheidend, aber für den Otto-Normalverbraucher ist der erste Eindruck ganz entscheidend.
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