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  1. #1

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    Frage Hallo alle zusammen

    ich bin neu hier.

    Wir sind gerade mit dem Neubau unseres Einfamilienhauses beschäftigt. Da wir fast alles in Eigenleistung bauen, tauchen doch öfter mal Fragen auf und so bin ich auf dieses Forum gestoßen.

    Da wir drückendes Schichtenwasser haben, ist bei uns eine weiße Wanne geplant, die Wandschalung besteht aus bereits armiertem Betonfertigelementen (die auch schon stehen). Das ganze wird, wie auch die Bodenplatte, zusammen mit der Decke mit WU-Beton C25/30 vergossen. Zur Anbindung an die Bodenplatte stehen natürlich Wandanschlüsse im Abstand von 25 cm in die Wand und ein Pentaflex-Band (falls das bekannt oder üblich ist) das halb in die Bodenplatte einbetoniert ist und halb in die Wand ragt. Die Wände sind innen auch mit senkrecht laufenden Pentaflexbändern versehen, die als Sollbruchstellen an den Stoßfugen der Wände dienen sollen.

    Folgende Fragen sind dabei für uns aufgetaucht:

    1. Die Nachbarn haben eine WW erstellen lassen und haben jetzt Wasser im Keller. Der Bauherr ist zwar noch relativ gelassen, weil er meint, dass wäre vom Schwitzwasser der Decken. Aber der Betonboden ist komplett nass und die Poroton-Steine der Innenwände sind ca 20 cm hoch vom Boden aus auch nass. Die Baufirma hat allerdings dieses Pentaflexband nur auf die Bodenplatte aufgesetzt und nicht einbetoniert. Kann das davon kommen? Oder hat das Schwitzwasser der Decken wirklich so eine Auswirkung?

    2. Der Verkaufsmensch für die Bauwerksabdichtungen hat uns empfohlen, den kompletten Keller und nicht nur die Stoßfugen abzudichten. Die Rechnungen bekommen wir über unseren Architekten und der sagte uns, dass er es übertrieben findet den kompletten Keller abzudichten, zumal uns der ganze Spaß um die 4.000,-- kosten würde, und da sind die Kosten für die Perimeterdämmung noch nicht eingerechnet. Was haltet Ihr davon?

    Wir haben zwar gerade was den Keller angeht, Unterstützung von einem guten Freund, der Stahlbetonbauer ist, aber etwas verunsichert sind wir schon. Und bekanntlich ist Vertrauen gut, aber Kontrolle ist besser.

    Ich würde mich über Antworten von euch freuen.

    Simone
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  2. Hallo alle zusammen

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    Die hier geschilderte Konstruktion hört sich schonmal gut an, vor allem das Pentaflex im Bereich der Stöße.

    Der Nachbar sollte sich da mal einen eigenen Fachmann zu Rate ziehen. Schwitzwasser aus der Decke? Nee nicht so viel!

    Das Abdichten der Außenwände ist hier keine Bauwerksabdichtung, sondern eine Abdichtung gegen Diffusion. Ein vollflächiges verkleben der Perimeterdämmung ist hierfür ausreichend.
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  4. #3
    Bauexpertenforum
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    Das ledigliche aufsetzen eines Fugendichtbandes oder Bleches ist jedoch absoluter MURKS...

    Eine Weinflasche läuft ja auch aus wenn ich den Korken nur darauflege...
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  5. #4
    Themenstarter

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    Danke für eure Antworten.

    Unser Statiker hat uns gestern den Tip gegeben, die Pumpen in der Baugrube auszuschalten, um erstens zu sehen, wie hoch das Wasser steigt und 2. um zu sehen, ob irgendwo eine Stelle undicht ist. Wir werden das dann mal so machen, denn wenn erst mal verfüllt ist, kommen wir ja nicht mehr so ohne weiteres dran.

    Also danke nochmal an euch. Ich werde mich bestimmt nochmal melden.

    Gruß
    Simone
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  6. #5

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    Und was ist, wenn der Baukörper aufschwimmt??? Ist das Haus auf dem Keller schon drauf??? (Schürmann Bau!!!)
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  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  8. #6
    Bauexpertenforum
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    Und was ist wenn es jetzt dicht ist und in 7 Jahren nicht mehr??
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  9. #7
    Themenstarter

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    Das Aufschwimmen

    hat unser Statiker berechnet. Die Tauchpumpen aus der Bauwasserhaltung dürften eigentlich aus diesem Grund erst ausgeschaltet werden, wenn die EG-Decke drauf ist. Aber unser Statiker hat nochmal nachgerechnet und wir können die Pumpen auslassen. Wir haben das auch gemacht, und den Rohbau für einige Tage im Wasser stehen lassen. Wir haben jetzt ca. 1 Meter Erde verfüllt und 2 Pumpen sind im Moment wieder/noch im Einsatz. Die EG-Decke wird jetzt verlegt und der Stahl ist schon auf dem Weg auf die Baustelle.

    Unser Statiker hat die Kellerdecke samt Stahl abgenommen, der Architekt und Bauingenieur sowie der Lieferant der Stahlbetonwände haben den Rest analysiert, bewertet und abgenommen.

    Ich denke die Problematik mit dem Keller haben wir auch, wenn wir eine WW über eine Baufirma hätten herstellen lassen. Wie man auf manchen Baustellen sehen kann, sind die Keller dort auch nicht immer fehlerlos. Bei unserer Suche nach dem geeigneten Bausatzhausanbieter hat uns ein namhaftes Unternehmen auch weismachen wollen, dass wir trotz drückendem Wasser den Keller mauern könnten und einfach Bitumen aufspachteln könnten, das würde auch dicht halten. Ich kenne mich da zwar nicht bis ins Detail aus, aber diese Art der Abdichtung hat mich nicht überzeugt. Und unser Stahlbetonbauer für den gibt es eh nichts besseres als eine WW.

    Vielen Dank für eure Hinweise und Ratschläge. Ich bin zwar im Moment nicht so oft hier im Forum, freue mich aber immer über Antworten.

    Viele Grüße
    Simone
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