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Risse bei nichttragenden Wänden

Diskutiere Risse bei nichttragenden Wänden im Forum Außenwände / Fassaden auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Risse bei nichttragenden Wänden

    Nachdem ich zuvor meinen Beitrag heute vormittag versehentlich 2x eingestellt hatte, habe die Moderatoren wohl nun auch beide gelöscht, daher nochmal von vorn.

    Bei uns wurde ca. Mitte Juli die Wände verputzt. Anfang August kam dann der Estrich rein und Anfang September haben wir das Ausheizen angefangen. Bei dem Ausheizen entstanden dann auch horizontale Risse im Putz am Übergang von den nichttragenden Wänden (Schlagmann-Ziegel 11,5) zu der Decke, teilweise bis 1 mm Breite (werde noch versuchen Fotos einzustellen).
    Die Putzerfirma meint, dass dies nicht vom Putz kommen kann, sondern von den Bewegungen des Hauses. Er will die Risse nun mit einer Art Spachtelmasse auf Acryl-Basis verschließen.
    Ich überlege mir nun, ob ich einen Gutachter kommen lassen soll. Allerdings ist auch immer die Frage, wo man einen wirklich guten Gutachter herbekommt und was sowas kostet.
    Außerdem ist die Frage, welchen Nutzen es hat, wenn ich die Ursache kenne aber praktisch keine Alternativen zu der Vorgehensweise von der Putzerfirma gibt (schließlich kann ich ja nicht den ganzen Putz wieder abtragen lassen, oder die Wand einreißen).
    Ich weiß, dass keiner einer Ferndiagnose abgeben und es tausend Ursachen haben kann, aber ist es möglich, dass die Risse aufgrund unterschiedlicher Putzstärken beim Austrocknen entstanden sind. Die Mauer wurde mittels Dachpappe "entkoppelt".

    Vielen Dank im voraus.
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  2. Risse bei nichttragenden Wänden

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    das sind ja mal weitreichende infos

    1.
    baustoffe aussenwand - innenwand - decke?

    2.
    konstruktion aller deckenauflager?
    deckenspannweiten, -drehwinkel, -statik?
    grundriss, wandhöhen?

    3.
    bauablauf: wann wurde die nichttragende wand begonnen/fertiggestellt .. deckentermine?

    4.
    gibts vielleicht mal nen architekten? gar einen statischen verantwortlichen?
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  4. #3
    Themenstarter

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    Außenwand wurde aus 36er T9 errichtet.
    Innenwände wurden errichtet, nachdem die Filigrandecken drauf waren.
    Deckenhöhe ist 2,56 m
    Überspannweite ungefähr 4,5 m
    Ja, es gab einen Statiker und einen Architekten (dem ich aber nurmehr bedingt vertraue).
    Deckenaufleger entsprechend Thalhammer-System.

    Meine Frage richtet sich aber weniger nach den Ursachen, sondern mehr danach, ob ich einen Gutachter einschalten sollte, wo/wie man einen fähigen findet, was der kostet und ob am Ende eine tragbare Alternative zur Rissverschlemmung gibt?
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  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    "hmmm"

    in welcher Etage ... EG oder DG ???
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    fotots sind gleichermassen begehrt wie schwierig:
    ausgerechnet risse haben etwas 3dimensionales.
    das will nicht auf den chip
    mich wundert der "1 mm". das is richtig viel.
    hat das jemand mit´m rissmaszstab gemessen?
    ist die wand durchgehend längs- und quer abgerissen?
    wie schaut denn die decke unter der wand aus?
    steht da eine tragende wand drunter?
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    noch was zum gutachter: der ist immer gut. fragt sich für wen.
    wenn eklatant gemurkst wurde, wenn keine nachbesserungsbereitschaft da
    is, wenn die beteiligten keine schadensanalyse machen wollen .. ok.
    dann gehts vermutlich nur mit´m gutachter.
    allerdings würde ich vorher vermuten, der architekt hätte dazu auch
    was zu sagen.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Die Risse entstanden im EG und wie gesagt ausschließlich bei nichttragenden Wänden (dort aber fast überall). Am schlimmsten ist es bei einer Wand zwischen Küche und Speise. Hier gehen die Risse um die Mauer und sind auch am breitesten (die 1mm sind nicht gemessen, aber zw. 0,5 und 1 mm dürften sie auf jeden Fall sein). Es sind ausschließlich horizontale Risse und auch nur in einem Bereich von ca. 5 cm unterhalb der Decke.
    Der Architekt meinte eben, dass es ggfs. von einer unterschiedlichen Putzstärke kommen könnte, welche jedoch in einem Arbeitsgang aufgetragen wurde. Eine tragende Wand steht nicht unter der Wand, welche die stärksten Risse aufweist. Unser Grundriss ist recht einfach: Außenmasse 9x12m, längs in der Mitte laufen im Keller und im EG die tragenden Mauern.
    Der Putzer kann es sich nicht erklären (er meinte etweder Statik oder keine vernünftige Trennung zur Decke), ist aber bemüht, die Risse zu beseitigen (wie gesagt durch Arcyl-Spachtelmasse).
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  9. #8
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    es wird´s schwierig da ned normal ... kann man ein Bild davon haben ???
    .
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  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    Es sind ausschließlich horizontale Risse und auch nur in einem Bereich von ca. 5 cm unterhalb der Decke.
    moment mal ... lt. unseren Deckenauflager iss unterhalb von
    Elementdecken beim Putzen ein sogenannter Kellenschnitt
    zu machen (!)

    1.) ist der gemacht ??? = garantiert nicht (!)
    .
    2.) fehlt der auch bei den Aussenwände/Tragwände ??? = daß sind dann die
    nächsten Risse (!)

    ich will jetzt davon ein Foto haben (!) ... unter den elffünfer
    iss doch ein Pelletsraum der 17,5 tragende Wände hat zwar awengerl
    versetzt aber statisch Belastungmindernd ...
    Spannweite der KG Decke = 3.51m ... Deckenstärke = 20cm
    da darf und wird statisch nichts reissen bzw sich durchbiegen (!)

    der Kellenschnitt hat nix mit dem Deckenauflager zu tun ...
    der iss bei jeder Elementdecke (auflagerart egal) Nötig (!)
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  11. #10
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    Fotos kann ich frühestens morgen liefern.
    Das mit dem Kellenschnitt kläre ich. Sieht man den beim fertigen Putz
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  12. #11
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    fertigen Putz ??? ... ist die Decke etwa auch geputzt worden ???
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  13. #12
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    iss zwar zwecksentfremdet aber vom Grundsatz her identisch ...
    die Fuge wird bauseits durch den Maler mittels Acryl geschlossen
    und gut ist´s (!)
    .
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  14. #13
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    Ja, die Decke wurde auch verputzt. Auf die Filigrandecke wurde satt Grundierung draufgemacht und dann verputzt. Nachdem ich jetzt mal nachgelesen habe, was ein Kellenschnitt ist, kann ich sagen, dass keiner gemacht wurde, da nichts mit Acryl zu sehen ist und ich die Putzer auch nie mit einer Spritzpistole rumlaufen sehen habe. Dies gilt auch für den Außenputz. Allerdings durfte hier die erste Lage ca. 3 Wochen austrocknen bevor die 2.Lage draufkam. Hoffe somit, dass die erste Lage die meisten Risse aufgenommen hat.
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  16. #14
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    Auf welcher Basis wurde der Putzer gewählt?
    Gab's bei der Vergabe ein Leistungsverzeichnis?
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  17. #15
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    meiner lieber Schorle

    dann iss des "nur" die Spitze des Eisberges (!)

    der Aussenputz braucht keinen Kellenschnitt sondern
    "nur" eine Bewehrung (Auttex) in dem Bereich

    wie wurde der Putz an den Sichtdachstuhl rangeführt ...
    fehlt da auch der Kellenschnitt oder iss da ein Schaumstoffband
    dran gemacht worden ?

    Kopfzerbrechen bereitet mir auch dieser Satz:
    Auf die Filigrandecke wurde satt Grundierung draufgemacht und dann verputzt.
    wenn da ned zusätzlich Schwämme aufgebracht wurden dann wird kein
    Putzhersteller dafür gerade stehen (!)

    irgendwie war ich immer der meinung des hat mein Bruder geputzt
    bei den Aufzählungen kann man des ja ausschliessen (!) ... aber
    wie jetzt dort ausgeführt ist ist sehr ernst zu nehmen ... die Risse
    werden sich noch mehren wenn ned bald Abhilfe geschaffen wird (!)
    .
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