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  1. #1

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    Kann nachträgliche FBH auf Estrich sinnvoll sein?

    Hallo Zusammen,

    für den Ausbau unseres Bades im Keller (für das Gästezimmer) überlegen wir momentan, welche Heizung am sinnvollsten wäre.
    Das Bad wird -da zum Gästezimmer gehörig- vermutlich selten genutzt.

    Der Estrich liegt. Keller ist normal als Wohnraum gedämmt/ Fußboden 7cm Dämmung/7cm Estrich. Unter dem Estrich liegen Heizungsrohre bis zum Verteiler, es gibt also einen Heizungsanschluss. der Raum ist ca. 6,5 qm gro8, ohne Außenwände.

    Eine Fußbodenheizung wäre schön, zumindest dass es Fußwarm wird.
    Dazu gibt es ja Systeme, die nur 8mm Aufbau benötigen -wassergeführt und elektrisch.

    Unser Installateur würde das zwar verbauen, allerdings habe ich den Eindruck, dass der zu allem ja sagt was ich vorschlage, ev. um den Kunden nicht zu verlieren....

    Ist sowas -ggf. auch als Ergänzung zum HK denkbar bzw. sinnvoll, oder ist das eher Schrott den man besser weglässt?
    • Falls es sinnvoll sein könnte: Braucht man zusätzlich noch einen Heizkörper, oder kann diese Art FBH ausreichen?
    • Ist zwischen Estrich und Heizschläuchen eine zusätzliche Isolierung erforderlich?/wie kann die Aussehen?
    • Kann der Rohrquerschnitt für ein wassergeführtes System ausreichen, oder wäre elektrisch als Ergänzung zum HK dann sinnvoller, der Raum wird wie gesagt wenig benutzt?


    Vielen Dank für die Hilfe!
    Gruß Mgathmann
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  2. Kann nachträgliche FBH auf Estrich sinnvoll sein?

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  3. #2

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    Bei sporadischer Nutzung würde ich auf die FB Temperierung verzichten. Eine FBH ist immer träger, und wenn nur ab und zu das Bad genutzt wird, dann müßte man beim Einschalten die Trägheit berücksichtigen.

    Etwas weniger Komfort dürfte hier aber noch nicht das Problem sein.

    Wassergeführte Systeme mit ein paar mm Aufbau sind nicht nach meinem Geschmack. Entweder FBH, dann richtig, oder garnicht.

    Möchtest Du auf jeden Fall temperieren, dann eine E-FBH (Heizmatten) unter die Fliesen. Eine zusätzliche Dämmung ist nicht zwingend erforderlich. Der Estrich ist nach unten gedämmt und die Temperierung heizt eben den Estrich noch mit auf. Das ist alles eine Frage der Trägheit.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Themenstarter

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    danke schon mal....

    ich hätte gedacht, dass das wasserführende System auch den Heizmatten entspricht, da es ja dann auch direkt unter den Fliesen verbaut wird...
    ...also müßte das doch ähnlich träge sein, oder heizt das elektrische System auch höher?

    Was spricht gegen das Wassergeführte - nur der Geschmack?
    Oder ist die Wirkung schlechter als elektrisch?


    Trägheit wäre aber auch nicht das Problem - ich kann eh bei uns keinen wirklichen Unterschied zwischen der Raumerwärmung der Raäume mit HK oder FBH feststellen....beim HK fühlt man die Temperatur nur schneller, weil man die Hand auf den HK legt - der Raum ansichwird dadurch nicht schneller warm.

    Auch ist sporadische Nutzung eher gemeint - mal 6 Tage in Benutzung, dann wieder 2 Monate nicht....eben wenn Besuch da ist, der ein eigenes Bad braucht - mal eben für 1x benutzen ist bei uns eher unrealistisch. Auch hier ist die Trägheit also egan
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  5. #4

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    Zitat Zitat von matula Beitrag anzeigen
    Was spricht gegen das Wassergeführte - nur der Geschmack?
    Oder ist die Wirkung schlechter als elektrisch?
    Also, die geringste Aufbauhöhe wird mit der E-FBH erreicht. Die verschwindet noch im Kleberbett der Fliesen. Normalerweise halte ich mit Empfehlungen für E-Heizer zurück, aber es gibt (wenige) Anwendungsfälle wo dies sinnvoll ist.

    Die Heizleistung liegt so bei typ. 150W/qm. Der Aufwand für den Einbau ist minimal und somit kostengünstig. Gerade bei kleinen Flächen und wenn die Heizung nur sporadisch benötigt wird, bekommt man damit eine FBH mit geringen Investitionskosten. Aufgrund der sporadischen Nutzung wirkt sich auch der teure Strompreis nicht so verheerend aus.

    Wassergeführte Systeme mit minimaler Aufbauhöhe erfordern sehr dünne Rohre. Die Aufbauhöhe liegt bei etwa 15mm, der Rohrinnendurchmesser beträgt etwa 7,5mm. Den geringen Rohrdurchmesser muß man bei der Hydraulik berücksichtigen. Alles machbar. Die erreichbare Leistung liegt aber weit unter der einer E-FBH, selbst wenn man hohe Temperaturen wählt. Auch die Anbindung an eine vorhandene Heizung ist etwas aufwändiger als bei einer E-FBH.

    Deswegen würde ich bei einer so kleinen Fläche, die zudem auch nur ab und zu genutzt wird, eine E-FBH vorziehen.

    Kostenpunkt geschätzt 50,- € / qm (zzgl. Montage), ein Thermostat /Regler so ab 50-70,- €. Verbrauchskosten kann man einfach anhand der installierten Leistung und Nutzungsdauer berechnen. Wer´s etwas aufwändiger möchte, kann eine E-FBH auch richtig "regeln", aber während der o.g. kurzen Nutzungszeiten wird die FBH kaum in Verlegenheit kommen regeln zu müssen.

    Leider liegt der Estrich schon, sonst hätte man eine richtige FBH einbinden können.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
    Themenstarter

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    Dass die Leistung unter der elektrischen Variante liegt, konnte ich bisher nur vermuten/befürchten - es hätte ja auch sein können, dass das z.B. über geringeren Rohrabstand kompensiert werden kann - die Werbebroschüren der Hersteller helfen da auch nicht wirklich. Da wir wegen FBH im EG nicht hohe Vorlauftemperaturen bringen können, wäre das so auch definitiv nicht zu kompensieren.
    Vielen Dank!

    Ich denke, die Lösung der Wahl wird sein, einen Badheizkörper an die Heizung anzuschließen, die Größe hat der Sani sogar schon berechnet - für die Füße dann zusätzlich eine E-FBH, die aber nicht für die Raumerwärmung gebraucht wird, sondern eher für den Wohlfühlfaktor (des Planers, da die Frau die FBH "wünscht" .)

    __________________________________________________ _______________
    PS.: Für alle die noch wegen FBH überlegen...Zur Variante...."Nur FBH im EG, weil man das sonst nicht braucht" : ...Davon kann ich nun nach einiger Zeit nur dringend abraten!

    Auch wenn beide Varianten hervorragend heizen. Die HK sind einfach Schmutzfänger, und stören immer beim Tapezieren/Streichen/Möbelstellen/Putzen...dazu ist es entweder zu heiß oder kalt, man justiert irgendwie permanent nach - bei der FBH wird ein mal der Regler eingestellt: passt! Selbst in kühl temperierten Räumen kann man prima Barfuß laufen!
    Das fällt einem alles erst auf, wenn man mal eine Etage mit FBH zum Vergleich hat und weiß was für ein Komfort das ist. Vorher haben uns HK nie gestört, jetzt trauern wir dem schon etwas nach.
    Und wozu: Nur weil man vielleicht 1500-2000 EUR sparen kann - am Anfang meint man aber irgendwann einen Schlußstrich ziehen zu müssen...
    Eigentlich lächerlich angesichts späterer Mehrausgaben, wo fast jeder Bauherr an vielen Stellen hier und da noch mal 2-3t EUR mehr ausgibt...
    ..wegen der schöneren Türen/Fenster/Geländer/Fenster/Armaturen/....aber dann steht man mit der Frau in der Ausstellung und will unbedingt das schöne Teil haben - koste es was es wolle . . .FBH ist zum Planungszeitpunkt relevant, von der vorstellung weniger emotional/plastisch /eher abstrakt.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von matula Beitrag anzeigen
    Da wir wegen FBH im EG nicht hohe Vorlauftemperaturen bringen können, wäre das so auch definitiv nicht zu kompensieren.
    Vielen Dank!

    Ich denke, die Lösung der Wahl wird sein, einen Badheizkörper an die Heizung anzuschließen, die Größe hat der Sani sogar schon berechnet - für die Füße dann zusätzlich eine E-FBH, die aber nicht für die Raumerwärmung gebraucht wird, sondern eher für den Wohlfühlfaktor (des Planers, da die Frau die FBH "wünscht" .)
    Vorsicht beim Badheizkörper, gerade bei niedrigen Systemtemperaturen. Also nicht so einen Handtuchwärmer an die Wand schrauben, die Dinger bringen gerade bei niedrigen Temperaturen kaum Wärme in den Raum. Da hat man sonst einen Heizkörper an der Wand, so groß wie ein Scheunentor, und trotzdem liefert der nur 400 oder 500W. Auf jeden Fall genau rechnen.

    Und zur FBH....meine Rede seit.....Gerade im Neubau ist eine FBH kostengünstig zu realisieren und liefert dann auch optimale Ergebnisse.

    Gruß
    Ralf
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