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  1. #1

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    Keller-Sanierung/Renovierung - welche Materialien?

    Hallo zusammen,

    vor einiger Zeit haben wir uns eine alte "Kleinfabrik" mit wechselhafter Vergangenheit gekauft.

    • Gebaut 1860 und Nutzung als Großbäckerei
    • Fahrzeughalle (Werkstatt) 1910-1940
    • Wieder Großbäckerei bis geschätzt 1960
    • Leerstand und "dies und das" bis 1984
    • 1984/85: Grundlegende Sanierung des ganzen Objekts inkl. Kellerumbau mit Profi-Sauna im Keller (Klaffs-Sauna, WC- und Duschbereich; der Vorbesitzer war Saune-Fetischist


    Das ganze Ding ist relativ massiv, 60/70'er Mauerwerk aus rotem Backstein im Fundament, 45/50'er im EG und OG. Teilweise lassen wir die Handwerker ran. Das komplette Fundament wird komplett aufgegraben, mit Bitumen, 10'er Styrodur und Noppenfolie abgedichtet, denn wir wollen den rund 2,10m hohen Keller teilweise büroähnlich nutzen.
    In dem Bereich, der der "normale" Keller mit Kellerboxen werden soll, möchte ich gerne selbst werkeln, schliesslich ist grade Winter und eh dunkel/kalt und viel kaputt machen kann ich dort auch nicht, weil da später nur 3 Kellerboxen reinkommen ,-)) Trotzdem stellt sich für mich die Frage nach den richtigen Materialien.

    Wand




    Gefühlt - wie der ganze Keller - ziemlich trocken, aber vermutlich im Laufe der Jahre doch etwas eingefeuchtet. Der Putz sieht irgendwie ein wenig fast wie Zement aus, einheitlich sehr grau. Über dieser Wand zieht sich noch ein Gebäudeteil, so dass hier weder Schlagregen noch besonders viel Bodenfeuchtigkeit auftreten sollte. Lose Putzteile habe ich losgeschlagen (war sehr wenig), und einmal mit der Eisenbürste am Bohrer kräftig die Wand abgeputzt.
    Frage: Die Wand soll später einfach nur weiss werden. Muss ich vorher verputzen? Wenn ja, was ist dafür zu empfehlen (Fabrikat)? Wahrscheinlich muss ich auch bei der Farbe aufpassen, keine Fassadenfarbe oder so, weil das sonst nach 1 Jahr wieder runterkommt?

    Wand, Teil 2

    Ein kleiner Teil der Wand ist von einem gemauerten Vorsprung unterbrochen, siehe Bild. Der Backstein ist gefühlt und auch sichtbar geringfügig feucht, den Putz (der gleiche wie nebenan) konnte ich locker mit einem Hammer in <5 Minuten komplett entfernen -> Der fiel fast von alleine runter . man sieht auch: im unteren Bereich (ca. 40cm) ist es feuchter als oben. Habe auch hier nochmal kräftig mit der Drahtbürste nachgearbeitet, bis nix mehr bröselte.
    Auch hier: Vermutlich verputzen? Wenn ja, wie bzw. womit, besonders wegen der latenten, geringen Feuchtigkeit?


    Fussboden

    Beim Abheben der Sauna-Kacheln hats teilweise die oberste Schicht Estrich und Teile vom Betonfussboden mit abgehoben. Fürs Ausspachteln erscheint mir das zu gross, gibt es irgendso eine Art "Fertig-Estrich" für Heimwerker zum Ausbessern? Ich schätze, dass mir so 40~50 Liter Volumen für alle Löcher & Macken reichen?

    Decke

    Das war leider ganz prickelnd Nachdem ich mal mit dem Finger kräftig in der Decke gepopelt hatte, kam der Putz gleich plattenförmig runter... Hab kurzerhand alles runtergeschlagen, was locker war und auch die Doppel-T-Träger in der Kellerdecke von allem befreit, was irgendwie locker war. Da kamen ziemlich Ölflecken zum Vorschein, wo offenbar in den Jahrzehnten nach der Nutzung als Fahrzeughalle langsam Öl durch die Decke gesickert war...
    Ich habe mit "Knauff Rotband" angefangen, die Löcher im Trägerbereich wieder zu verschliessen und mal an einer Stelle ausprobiert, ob das auch an der Decke hält -> klappt erstmal. Außerdem die Träger fast komplett abgeschliffen und mit Rostschutz komplett wieder angestrichen.
    Frage: Kann ich irgendwie was gegen das Öl machen (2-Komponenten-Farbe, Acryl?) um zu verhindern, dass mir das im Laufe der Jahre durchsickert? Möchte auch die Decke einfach nur weiss Anstreichen (Fassadenfarbe) und fände es doof, wenn da nach 2~3 Jahren das Öl langsam Flecken macht. Wie müsste ich denn dann Materialen wählen, vermutlich kann ich den Rotband-Gips ja nicht direkt auf die Farbe klatschen, weil das nicht mehr halten würde?

    Wow, viele Fragen ,-)) Vorab schonmal vielen Dank für Eure Mithilfe, der Winter ist ja noch lang und vermutlich brauche ich die Zeit auch noch ,-)


    Sören Gerlach
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  2. Keller-Sanierung/Renovierung - welche Materialien?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Hallo
    Ich habe ein Haus aus den 30ern aus Bruchsteinen im Keller und darüber hiesige Kalk-Zement-Schlackensteine im NF.
    Ich kann dir aus eigener Erfahrung nur sagen:

    1.Keinen Zement!!! Verwende als Innen- oder Aussenputz Luftkalkmörtel, am Besten www.solubel.de (Ich bekomme von denen KEIN GELD!), der Kalkmörtel entfeuchtet die Wand, vorausgesetzt es kommt nichts mehr nach. Den ganzen Zementputz entfernen.

    2. Keine Isolierkacke, weder innen noch aussen!

    3. Kellerfußboden Diffusionsoffen, also kein Beton oder so ein Blödsinn! 20cm grober Kalkschotter als kapillarbrechende Schicht, dann Ziegelklinker, am besten weich gebrannt, darauf in Splittbett legen

    Falls kein drückendes Wasser ansteht, bekommst du so den Keller selbst trocken!
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  4. #3
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    Nö, trocken ist der dann nicht nur keine sichtbaren Feuchteschäden... solange wenig Feuchtigkeit ankommt
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  5. #4
    Bauexpertenforum
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    Übrigens ohne Abdichtung wird immer Bodenfeuchte nachstossen Nur die Schäden werden weniger... je nach Wasserlast
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