Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 17
  1. #1
    Avatar von Jensar
    Registriert seit
    10.2007
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Beamter
    Beiträge
    11

    Dampfbremse auf unverputztem Drempel

    Hallo

    Folgendes Problem:

    Bei unserem EFH-Neubau (36,5 ytong, Innenputz angebracht, noch kein Aussenputz) wurde durch den Bauträger ein BDT durchgeführt (n50-1,7). Gleichzeitig beauftragte ich auf meine Kosten einen SV mit Infrarot-Leckagesuche. Besonders im Bad wurden erhebliche Leckagen festgestellt, konnten wegen bereits vorhandener Trockenbauwand aber nicht genau lokalisiert werden.

    Problem: Die Dampfbremse wurde auf den unverputztem Drempel angebracht, nur mit Primur, ohne Anpreßlatte. Ein Rohrbündel (drei Rohre) wurden zusammen an die Dampfbremse angeschlossen. BL meint, nach dem Aussenputz wird alles besser und es liegt kein Mangel vor. Ich versuche jetzt über einen Anwalt die Sache zu klären, glaube aber nicht an ein Einlenken des BT. Zur Not würde ich die Leckagen im Bad gern selbst beheben, aber wie?

    1.)Drempel verputzen oder
    2.)Ein Stück Dampfbremse an die vorhandene Dampfbremse anschließen und bis auf den Rohfußboden (kein Estrich hinter der Trockenbauwand) runterziehen?

    Und was mach ich mit dem Rohrbündel (2 Heizungsrohre für den Spitzboden und die Abwasserentlüftung) ?

    An den drei DFF wurden ebenfalls Leckagen gefunden, kann man die als Laie selber beheben? GK-Platten sind noch nicht verspachtelt.

    HELFT MIR BITTE !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Dampfbremse auf unverputztem Drempel

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    07.2003
    Beiträge
    5,056
    Kannst Du bitte mehrere Fotos einstellen?

    Zitat: BL meint, nach dem Aussenputz wird alles besser und es liegt kein Mangel vor.

    Es kann allenfalls der Innenputz gemeint sein. Denn die Luftdichtheit muß auf der Hausinnenseite hergestellt werden.

    Rest müßte ich mir auf den Fotos ansehen.

    Tipp: BT ist mit dem BDT durchgefallen. Also muß er nach Nachbesserung auf Verlangen nochmals durchgeführt werden. Denn der BT hat bis zur Abnahme die Mangelfreiheit dieses ganz wesentlichen Punktes ( Feuchtraum Bad mit Leckagen und weitere Leckagen an den Fenstern ) zu beweisen. Zu dem 2. BDT-Termin sollte vorsorglich Theaternebel mitgebracht werden. Außerdem kann man die Leckagen auch messen: http://www.luftdicht.de/visualisieru...ermoanemometer

    Die Leckagen müssen wohl besonders zahlreich und gravierend gewesen sein, weshalb der BDT-Unternehmer, der vermutlich immer mit dem BT zusammenarbeitet, sich erst gar nicht bemüht hat, einzelne Leckagen zu lokalisieren.

    Beispiele von Fehlern mal hier ansehen: http://www.luftdicht.de/hgf.htm

    Du machst hier gar nichts selbst. Denn der Unternehmer ist zur Nachbesserung und zum Beweis der Beseitigung des festgestellten Mangels verpflichtet.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    02.2007
    Ort
    Friesland
    Beruf
    Programmierer
    Beiträge
    718
    BT ist mit dem BDT durchgefallen.
    Warum?
    Wenn "nur" EnEV, dann gilt doch 3.0 und die werden ja erfüllt. Und alles über 0.0 ist doch eigenlich immer ein "Leck"?

    "Unser" BD-Mensch (gemessen: 1.4, Bau nach EnEV Standard) hat jedenfalls auch eine Lüftströmungen gefunden, die (nach seiner Info) allerdings von der Strömungsgeschwindigkeit (< 0.5 m/s?) im Rahmen bleiben. Das Verspachteln hat er zwar auch erwähnt, meinte allerdings, dass gerade im Dach/Rigips Bereich das nicht so viel bringt, weil der Raum hinter dem Rigips ja ein einziger Raum sei und bei weniger "Löchern" die Luft dann halt nur schneller strömt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    07.2003
    Beiträge
    5,056
    Besonders im Bad wurden erhebliche Leckagen festgestellt, konnten wegen bereits vorhandener Trockenbauwand aber nicht genau lokalisiert werden.
    Sind die Leckagen - wie er schreibt -erheblich, dann dann darfs die auch mit n50-1,7 nicht geben. Denn dann ist Konvektion und Tauwasserausfall in der Dachkonstruktion zu befürchten.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    02.2007
    Ort
    Friesland
    Beruf
    Programmierer
    Beiträge
    718
    Bin zwar nicht blond, aber ich verstehe es immer noch nicht.

    Wie ist denn "erheblich" definiert?
    Immerhin sind die Leckagen insgesamt ja nicht so groß, dass der EnEV Standard nicht gehalten wird. Sind solche Leckagen überhaupt irgendwo definiert? Gibt's eine max erlaubte Strömungsgeschwindigkeit?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Themenstarter
    Avatar von Jensar
    Registriert seit
    10.2007
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Beamter
    Beiträge
    11
    Hallo,

    danke erstmal für die schnellen Anworten.

    Der BDT wurde durch den BT beauftragt und bezahlt. Da die Luftwechselrate eingehalten wurde meint unser BL, dass der BDT bestanden ist. Die Leckagen wurden durch den von mir beauftragten SV mit Infrarotkamera festgestellt.

    Mit dem Infrarotprotokoll konfrontiert bekomme ich vom BL folgendes zu hören:

    - die neuen Häuser sind sowieso viel zu dicht
    - nach dem Aussenputz ist alles wieder gut
    - es liegt kein Mangel vor

    Am besten gefiel mir die Aussage, dass sich der Trockenbauer alles nochmal angeschaut hat und alles in Ordnung ist (welch Wunder...).

    Ich glaube die halten mich für ziemlich blöd. Aber was soll ich machen. Vielleicht hilft ja böse Post vom Anwalt (Androhung Kündigung Bauvertrag). Auf meine eigenen Aufforderungen zur Mängelbehebung bekam ich nur die bereits geschriebenen Antworten.

    Die Sache mit der eigenen Mängelbehebung soll ja nur die absolute Notlösung sein, falls sich der BT weiterhin querstellt.

    Also wie mach ich`s denn nun?

    Mit dem Bild versuch ich`s später nochmal.

    Danke im Vorraus.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7

    Registriert seit
    11.2007
    Ort
    Cottbus
    Beruf
    Ing.
    Beiträge
    40
    Zitat Zitat von ilis Beitrag anzeigen
    Warum?
    Wenn "nur" EnEV, dann gilt doch 3.0 und die werden ja erfüllt.
    Volle Zustimmung.
    Wo ist bei dem gemessenen Wert von n50=1,7 das Problem. Nur wenn das Gebäude eine Lüftungsanlage hat muss der Wert von 1,5 eingehalten werden. Ansonsten nach EnEV alles im Lot.
    Habt Ihr mit dem BT einen Mindestwert für den BDT vereinbart?

    Gruß
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8
    Avatar von Herbert
    Registriert seit
    05.2002
    Ort
    Sehnde bei Hannover
    Beruf
    Prüfer der Gebäudeluftdichtheit
    Beiträge
    477

    Meine Empfehlung seit langem:

    n50 < 1,0 als Grenzwert vertraglich vereinbaren: Gegen den Pfusch am Bau
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9
    Themenstarter
    Avatar von Jensar
    Registriert seit
    10.2007
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Beamter
    Beiträge
    11
    Ich denke schon, dass hier trotz einem Wert von 1,7 ein Problem vorliegt.

    Was hilft mir der Wert, wenn das Haus dicht ist, aber die warme feuchte Luft an einer Stelle durchpfeift und mir die Dämmung durchnäßt. Gerade im Bad besonders gefährlich, denke ich. Im Übrigen haben wir jetzt im Spitzboden auf einer Fläche von ca 10cm x 40cm einen nassen Streifen (Kondenswasser) an der Unterspannbahn in der Höhe, in der das Rohrbündel (2mal Lehrrohr, 1mal Abwasserentlüftung) schlecht an die Dampfbremse angeschlossen wurde.
    Für mich persönlich ist das der Supergau und ich hoffe das BL und BT endlich aufwachen und was unternehmen. Ansonsten ist der Anwalt jetzt eingeschaltet und ich bin gespannt was passiert...

    Gott sei Dank ist bald alles vorbei. Oder?????????
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Themenstarter
    Avatar von Jensar
    Registriert seit
    10.2007
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Beamter
    Beiträge
    11
    Hallo,

    Gibt es denn heir keine Trockenbauer oder sonstige Experten, die mir meine eingehende Frage beantworten könne? drempel verputzen oder Dampfbremse auf Rohfußboden runterziehen? Und was ist mit dem Rohrbündel?

    Helft mir !!!!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    Avatar von VolkerKugel (†)
    Registriert seit
    01.2006
    Ort
    63110 Rodgau
    Beruf
    Architekt
    Benutzertitelzusatz
    Architekt . Nachweisberechtigter für Wärmeschutz
    Beiträge
    6,966

    Lieber Jensar ...

    ... ohne aussagekräftige Bilder (siehe Eric weiter oben) kann von hier aus gar nix gesagt werden .
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12

    Registriert seit
    11.2004
    Ort
    Saarland
    Beruf
    architekt
    Beiträge
    4,217
    ???
    leckagesuche bei unverputzten drempel innen und aussen?
    die dampfbremse muss an einen sauberen und glatten untergrund angebracht werden, i.d.r ist dort meist ein ringanker aus beton, oder nicht?
    wenn nicht sollte der anschluß-untergrund geglättet sein.
    bis zum boden ziehen ist unnötig, wenn der anschluß sauber ausgeführt wurde.
    wie die rohrdurchführungen hergestellt werden, kannst du hier nachlesen.
    http://www.doerken.de/dachdetails/de...ehinweise2.pdf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13
    Themenstarter
    Avatar von Jensar
    Registriert seit
    10.2007
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Beamter
    Beiträge
    11
    Also in meinem persönlich Bauexpertenforum-Fotoalbum ist das Bild, ich kriegs aber einfach nicht in den Artikel hochgeladen->Fehler beim Hochladen
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14
    Themenstarter
    Avatar von Jensar
    Registriert seit
    10.2007
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Beamter
    Beiträge
    11
    Mann muss sich nur zu helfen wissen.
    Das Bild ist jetzt unter meinem Namen.
    Ich hasse Computer....
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15

    Registriert seit
    02.2008
    Ort
    Eisenach
    Beruf
    Bauleiter
    Beiträge
    65
    hallo
    ich bin baubetreuer und bei einem bau hatte ich genau das selbe problem: die aussenwand wurde hinter den trockenbauwänden (vor außenwänden) nicht verputz oder verspachtelt. alle rohranschlüße sind allerdings dicht verklebt und auch die folie ist exakt am ringbalken angeklebt. beim blow-door test allerdings haben wir die luftströmung bemerkt, welche (da fehlender aussenputz) doch erheblich war. nun werden wir den trockenbau abbauen und alle mauerwerksfugen verspachteln. einerseits sagt die ziegelindustrie, dass mauerwerk einseitig nass verputzt als winddicht gilt - macht aber keine aussage,ob innen oder aussen. meinem verstand nach, muss auch ein von aussen verputztes mauerwerk luftdicht sein, denn dadurch erzeuge ich ja eine stehende luftschicht in der wand und in der trockenbauvorwand. und weshalb sollen 3cm außenputz schlechter sein als 1,5cm innenputz? zumal wir auch T9 poroton steine haben - mit granualtfüllung (nicht luftdicht aber besser als ohne). um aber nicht für spätere, durch eventuell falsches wohn- oder lüftungsverhalten, entstandene bauschäden belangbar gemacht werden zu können, bessern wir alles nach.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen