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  1. #1

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    Holzschutz / Lasur

    Hallo,

    es geht primär um Fenster, aber auch um die Balkone und das Vordach. Drum bin ich in diesem Board wohl richtiger als bei den Fenstern, zumal reine Holzfenster gegen diese aus Plastik oder Holz-Alu inzwischen Exoten sind.

    Unsere Vorgaben
    -Innen (Fenster): Schadstofffrei
    -Aussen: Holz-Struktur soll sichtbar bleiben, möglichst hell und dennoch möglichst lange Wartungsabstände.
    Holz = Fichte.
    Fenster (Hersteller: Döpfner) sind bereits gegen Bläue und Schädlinge imprägniert, mit einem Gift von Adler. Es soll sich neutral gegen alle Arten von Anstrichen verhalten, es gibt also von Döpfner keine Emfehlung.

    Mehrere Maler wurden gefragt und haben sich komplett widersprochen.
    Für Fenster innen gings noch, es waren sich zumindest 2 einig, dass "Osmo UViWax" das ist, was wir brauchen.

    Für Aussen gings dann los: Das Sikkens-System für maßhaltige Bauteile wurde von einem als das beste dargestellt, von einem anderen komplett "vernichtet". Amonn wäre die einzige Farbe, die bei uns funktioniert.
    Ein anderer bestand auf Jotun, "Sikkens wäre schon okay, aber Jotun ist besser". Argumente folgten nicht.
    Der letzte brachte noch Bondex ins Spiel, sei vom Hersteller von "Gori", den besten Farben überhaupt. Und Bondex sei im Preis/Leistungsverhältnis ungeschlagen. Teilweise wär die selbe Soße drin wie in Gori-Eimern.

    Es wird noch schlimmer.
    So wurde behauptet, dass heutzutage auch Dünnschichtlasuren ab Farbton "Eiche Hell" genug UV-Schutz bieten und problemlos auf Wetterseiten herzunehmen sind. Ein anderer meinte, dass eine Dickschichtlasur zumindest an den Fenstern zwingend wäre. An den Balkonen und unterm Vordach wäre auch Dünnschicht machbar.

    Hat jemand eine neutrale Info-Quelle oder genug Erfahrung, obige Auskünfte von Fachleuten einzuordnen?

    oder ist der korrekte Schluss daraus, dass es einfach vollkommen egal ist, was man nimmt, hauptsache ein Markenprodukt?
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  2. Holzschutz / Lasur

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Hallo,

    schau Dir das mal an, das kannst Du innen und außen verwenden:
    http://www.caparol.de/Portals/_de/up...699/TI_188.pdf

    oder hier, aber nur für außen:
    http://www.meisterpreis.de/pdf/TM_TCTIX.pdf als Voranstrich

    und dann zweimal mit:
    http://www.meisterpreis.de/pdf/TM_Co_Tix-Finish.pdf

    Mit Tixet und Tix-Finish haben wir gute Erfahrungen gemacht, wird von uns fast nur verwendet.

    Gruß
    Ingrid
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  4. #3
    Themenstarter

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    Aha. Ihr steicht also aussen auch mit Dickschichtlasur. Das habe ich inzwischen überwiegend so gehört. Die UV-dichte Farbloslasur gibts angeblich nur aufgrund von EU-Regeln zur Produktbezeichnung.

    vielen Dank übrigend
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  5. #4

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    Hallo,
    wir haben grade unser ganzes Haus mit Jotun streichen lassen. Wir haben uns im Vorfeld sehr intensiv mit allen möglichen Hertstellern beschäftigt, aber Jotun war der Einzige, der von Hause aus schon bei der deckenden Farbe Ren.-Intervalle von 10-12 Jahren verspricht, Bondex lag bei 8 Jahren. Unser Maler arbeitet nur noch mit Jotun auf Holz und meinte, das die Wetterseite in dem Bereich liegen würde,die andere Seite würde es deutlich länger ohne Neuanstrich machen.
    Ein Farbenhändler hatte mal einen Fensterrahmen mit versch. Lasuren (auch Sikkens und Bondex) vor zwei Jahren gestrichen, und im Innenraum liegen gelassen. Jotun zeigte nach der Zeit bei weitem noch den kräftigsten Farbton.

    Na, in 12 Jahren sind wir vielleicht schlauer.....

    Viele Gruesse,
    Christine
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Neubauling Beitrag anzeigen
    Hallo,
    wir haben grade unser ganzes Haus mit Jotun streichen lassen. Wir haben uns im Vorfeld sehr intensiv mit allen möglichen Hertstellern beschäftigt, aber Jotun war der Einzige, der von Hause aus schon bei der deckenden Farbe Ren.-Intervalle von 10-12 Jahren verspricht,

    Viele Gruesse,
    Christine
    Bis dato kannte ich Jotun noch nicht, war aber gerade auf deren Website.
    Habe mir mal die Technischen Merkblätter von nur 2 Produkten angesehen, einmal deckend, einmal eine Lasur. Bei beiden steht Renovierungsintervall je nach Bewitterung 3 - 5 Jahre. Man sollte nicht alles glauben, was versprochen wird. Holz im Außenbereich sollte spätestens nach 5 Jahren gestrichen werden.

    @ Landbub

    im Prinzip kannst Du von jedem namhaften Hersteller die Lasuren verwenden.
    Wir streichen bei neuem Holz zuerst mit Dünnschichtlasur vor und dann zwei Anstriche mit Dickschichtlasur. Techn. Merkblätter beachten, manche schreiben einen anderen Aufbau vor.

    Grüße
    Ingrid
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  7. #6

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    @jezzie:
    die deckende Farbe heißt Demidekk Optimal:
    hier das techn. Merkblatt:
    http://www.jotun-holzschutz.de/tmerk...EKKOPTIMAL.PDF

    soweit ich lesen kann steht da 10-12 Jahre. Wie gesagt das betrifft die deckende Farbe, bei den Lasuren dürfte es sich wohl um die 5 Jahre bewegen. Wir haben mit jd. gesprochen, der hat sein Haus nach 16 Jahren zum ersten Mal gestrichen, aber nicht weils schlecht aussah, sondern weil er dachte, es sei mal wieder nötig.
    Sorry, aber wir haben uns ausgiebig vorher informiert, bevor wir uns diese teure Farbe aufs Haus gestrichen haben. Gibts übrigens auch speziell für Fensteranstriche.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Neubauling Beitrag anzeigen
    Hallo,
    wir haben grade unser ganzes Haus mit Jotun streichen lassen. Wir haben uns im Vorfeld sehr intensiv mit allen möglichen Hertstellern beschäftigt, aber Jotun war der Einzige, der von Hause aus schon bei der deckenden Farbe Ren.-Intervalle von 10-12 Jahren verspricht,
    Viele Gruesse,
    Christine
    Muß mich berichtigen (nochmal genauer geguckt), eine einizige Farbe (Demodekk) ist tatsächlich mit einer Haltbarkeit von 10 - 12 Jahren beschrieben, das ist aber eine deckende Farbe. Stolze Preise haben die....

    Bei Lasuren gilt, nach 5 Jahren erneut streichen.

    Gruß
    Ingrid
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  9. #8

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    Jotun kann ich auch uneingeschränkt empfehlen, ebenso Flügger. Jotun kommt aus Norwegen und Flügger von der schwedischen Westküste (Skagerak). Dort hat man mehr Ahnung und Erfahrung von Holzfassadenfarben als anderswo. Solche deckenden Farben auf Ölbasis oder Alkyd mit Acryl kombiniert sind sämtlichen Lasuren weit überlegen.

    Insbesondere der Wunsch, außen die Optik eines hellen, frischen Holzes zu erhalten, ist illusorisch! Schon die Lasur muss und wird sog. holzfarbene Pigmente zum Schutz gegen UV-Strahlen aufweisen. Der Neuanstrich sieht schon deutlich dunkler aus als das unbehandelte Holz.

    Ich würde niemals ein rohes Fenster einbauen, dass erst vom Maler per Hand gestrichen werden muss. Ich akzeptiere ausschließlich Fenster, deren tiefenimprägniertes nordisches Kiefernholz (keine Fichte) im Werk elektrolytisch beschichtet wurde. Das hält locker bis zu 20 Jahren. Meine weißen Fenster habe ich seit 1989. Sie mussten noch nirgendwo nachgestrichen werden. Noch besser ist nur ein Holz-Alu-Verbund.

    Ach ja, nochwas: Wenn die Fraben zu teuer sind, frage doch mal direkt bei einem vorzugsweise schwedischen Händler, z.B. bei Varberg-Timber, einem der großen Exporteure von Holz und allem drumherum. Du kannst dich dort auf deutsch telefonisch beraten lassen und online bestellen.
    Sikkens ist übrigens auch gut. Dieser niederländische Hersteller ist ein Tochterunternehmen der schwedischen Akzo Nobel. Die gleiche Farbe gibt es dort unter anderem Namen billiger. Teknos wäre auch eine Möglichkeit. Es gibt in Skandinavien eine Reihe sehr guter Farbenmarken, auch finnische. Bondex kommt aus einer dänischen Fabrik (Dürup), die aber in norwegischem Besitz ist. Ich habe nicht mit allen eigene Erfahrungen, aber ich weiß, dass Jotun und Flügger Spitze sind.
    Geändert von Torsten Stodenb (29.11.2007 um 23:25 Uhr)
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  10. #9
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Torsten Stodenb Beitrag anzeigen
    JSolche deckenden Farben auf Ölbasis oder Alkyd mit Acryl kombiniert sind sämtlichen Lasuren weit überlegen.
    Kein Zweifel daran. Dennoch wird meine Frau keinen deckenden Anstrich erlauben
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  11. #10

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    Hallo Landbub,

    darf ich dich mal wieder mit einer Frage nerven .... kann Dir aber leider wieder nicht helfen ...

    ... wir befassen uns aktuell auch mit der Fenster-Thematik und sind noch bei den "grundsätzlichen" Fragestellungen: ttp://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?p=201965#post201965

    .... Du bist ja von deinem ursprünglichen Plan abgekommen, oder? sag mal, warum habt Ihr die Döpfner-Fenster genommen? Du hattest ja mal vor, die Bayerwald-Fenster zu kaufen, oder?

    Viele Grüsse
    ... der martin.
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  12. #11
    Themenstarter

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    Hi,

    wir haben keine best. Hersteller ausgeschrieben. Bayerwald wurde auch angeboten, von einem anderen. War preislich sogar etwas günstiger. Aber der mit Döpfner gab das rundere Angebot ab.
    Mit Bayerwald war ich in Kontakt, als wir noch mit Holz/Alufenster geliebäugelt haben. Meine Frau konnte sich aber mit dem Aussehen nicht anfreunden und deshalb haben wir nur-Holz-Fenster.
    Die Döpfner-Teile sind echt schön gemacht. bei den Türen keine Schwelle, sondern ein Trittblech und die Trockenverglasung sieht auch irgendwie "sauberer" aus als die Silikonfugen der anderen Fenster.
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  13. #12

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    Dass die Türen keine Schwelle haben, mag nett aussehen, es ist aber mit Sicherheit kein Vorteil. Wie wird denn die Luftdichtigkeit hergestellt?
    Silikonfugen müssen in der Tat nicht sein.
    Ja, mit den Frauen ist das so eine Sache! Meine hatte kategorisch verlangt, eine Holzterasse aus nur farblos mit Sikkens Stinkezeug imprägnierten Brettern zu bekommen. Ich raufte mir die Haare, wollte für die nächsten paar Jahre meine Ruhe haben und habe ihr den Wunsch erfüllt. Natürlich wurden die Bretter sowieso immer dunkler. Jetzt sind sie hin. Sie morschen krümelnd vor sich hin. Nächstes Frühjahr darf ich dann eine richtige und fachgerechte Terasse hinsetzen.
    Eure Fenster werdet Ihr auch in relativ kurzen Intervallen (Dünnschichtlasur 2-4 Jahre, Dickschichtlasur 5-8 Jahre) streichen müssen.
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  14. #13
    Themenstarter

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    Ja, dass das Nachgestrichen werden muss, ist uns klar. Westseitig sogar wohl in kürzeren Intervallen als von dir genannt.

    Zu den Türen: ich hab kein Foto einer fertigen Tür, aber in Sachen Luftdichtigkeit sollte es keinen Unterschied zu anderen Türen geben, es gibt eine umlaufende Dichtung. Es ist auch nicht ganz "gerade", die Dichtung des Türflügels schlägt auch unten wie gewohnt an einer senkrechten Fläche an. Lediglich die üblichen Aluprofile, die helfen, Wasser abzuleiten, fehlen. Insofern ist die Schlagregendichtheit eher ein potentielles Problem. Es kommen im EG aber Rinnsteine davor, anders wollte der Architekt seinen Kopf dafür nicht hinhalten. Aber die DIN-Schwelle ist kein Thema.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Ja.o.k.! Und Rinnsteine sind ja ganz nett - bis zum ultimativen Wolkenbruch! Wir haben vor unseren Wintergartentüren wie ringsum um das Haus feinen Kies, darunter Sand bis zur Ringdrainage an der Kellersohle. Direkt anschließend steigt das Gelände (Rasen) etwa 2 m weit mit ca. 10° an. Wir hatten schon mehrfach apokalyptische Wolkenbrüche, aber alle Wassermassen liefen immer sofort ab.
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  17. #15
    Themenstarter

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    Wir haben einen Fluss vor dem Haus. Sollte der mal überlaufen, ist eh alles zu spät (noch nie passiert, hat Überlauf in Flutwiese woanders) und ansonsten fließt Regen eher in dessen Richtung ab.

    Mehr Sorgen macht mir, dass ich heute entdeckt habe, dass auch eine Westseitentüre (Wetterseite) so gemacht ist. Eigentlich sollten dort die normalen Schwellen hin. Anstehendes Wasser gibts nicht (ist im ersten Stock, Balkon davor mit 20cm-Stufe - kommt ein Holzgitter drauf, damits eben wird), aber Schlagregen. Mal sehen, obs der Architekt verpenn.... tschulligung - verplant hat oder der Glaser das falsche eingebaut hat. Und dann entscheiden, obs bleiben darf oder nicht.

    *grummel*
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