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Wie kann ich feststellen, ob die Bitumen-Abdichtung OK ist?

Diskutiere Wie kann ich feststellen, ob die Bitumen-Abdichtung OK ist? im Forum Abdichtungen im Kellerbereich auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Wie kann ich feststellen, ob die Bitumen-Abdichtung OK ist?

    Hallo zusammen,
    ich bin Bauherr. Ein Generalübernehmer baut unser ein EFH. Jetzt steht gerade das EG. Der Keller soll nach DIN 18195 Teil 4 abgedichtet werden, d.h. Bitumen-Abdichtung + Ringdrainage.

    Am Freitag, 30.11.2007 wurde die erste Schicht Bitumen-Abdichtung (Ökoplast 2K) aufgebracht. Als ich dann am Abend vor Ort war. war unten im Bereich der Hohlkehle so ein netzartiges Material noch voll zu erkennen. Da habe ich den erten Schreck bekommen, weil ich dachte, dass der Regen, der wenige Stunden später runterkam, die Abdichtung abgetragen hätte. Aber unser Bauleiter meinte, es handelte sich dabei um die erste Schicht, die Abdichtung wäre noch nicht fertig. Am Montag wurde dann die zweite (und letzte Schicht) aufgetragen. Um sicher zu gehen, dass die Abdichtung ok ist, hatte ich unseren Bauleiter gebeten, die Abdichtung vor Ort abzunehmen, bevor die Platten drauf geklebt werden.

    Am Mittwoch (05.12.2007) war der Bauleiter vor Ort, um die Abdichtung abzunehmen. Ich war mit dabei. Wir waren beide der Meinung, dass die Abdichtung immer noch nicht ganz fest ist, weil es in den letzten Tagen ja immer wieder geregnet hat. Man konnte die Schicht vor allem noch im Brereich der Hohlkehle mit dem Finger deutlich eindrücken. Der Bauleiter hatte an der Bodenplatte im Bereich der Hohlkehle einige Stellen entdeckt, wo er meinte, dass diese ausgebessert werden sollten. D.h. dann wurde an einigen Stellen die dritte Schicht aufgetragen.

    Heute (Samstag, 08.12.2007) wr ich auf der Baustelle. Die Abdichtung lies sich an der Bodenplatte kaum noch eindrücken, d.h. sie scheint fast fest zu sein. Dann habe ich versucht, die Abdichtung an der Bodenplatte abzuziehen (und zwar an der senkrechten Seite der Bodenplatte => die Seite, die in den Erdboden reingeht). Das Abziehen war mir möglich. Zwar nicht wie z.B. eine Folie oder so, es waren vielleicht so ca. 2 - 4 cm Stücke, die dann abbrachen, aber das Zeug ließ sich abziehen.

    Jetzt meine Frage:
    - Ist das normal so?
    - falls nicht, was würdet ihr mir empfehlen, was ich machen soll?
    - Oder ist das Zeug, auch wenn es ausgehärtet ist, eben nicht so hart und bombenfest?

    Vielen Dank im Voraus
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  2. Wie kann ich feststellen, ob die Bitumen-Abdichtung OK ist?

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  3. #2
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    Wenn es das ganz unterste Stück der Betonsohlenstirn-kante war, kann es sein, dass dieses Stück nicht fest genug angedrückt wurde.
    Wenn aber die KMB ausreichend tief über der OK Sohle(min. 10 cm), fest sitzt, kann es OK sein.
    Es kann aber genauso sein, dass der Beton hier (hat ja genug geregnet) Patsche Nass ist und deshalb die KMB keine Verbindung mit der Sohlplatte eingehen kann.
    Kann aber ...... usw.
    Das Zeug wird nicht Bombenhart.
    Es geht aber eine innige Verbindung mit den Wandbildner und dem Sohlenbildner ein.
    Ein abziehen wie beschrieben ist dann regelmäßig nicht möglich.

    Aus Ihrem Thread entnehme ich, dass keine Abdichtungsprobe auf ein in der Baugrube lagerndes Probestück vorhanden ist. Hiernach wird eigentlich die Durchtrocknung des Materials bestimmt.
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  4. #3
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    Also keine Möglichkeit

    Hallo Mark,
    wenn ich dich richtig verstehe, habe ich als Laie jetzt keine Möglichkeit, die Durchtrochnung/Qualität zu bstimmen. Hast Du vielleicht einen Tips für?
    Oder kann ich überhaupt was machen, als zu zusehen wie die Platten drangemacht und verfüllt wird und zu hoffen, dass die Abdichtung ok ist?
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  5. #4
    wasweissich
    Gast
    wenn es so wie im link beschrieben (voranstrich , kratzspachtelung , und und und ) verarbeitet wurde , sollte es halten . (ich fürchte aber , dass da ein , zwei arbeitsgänge eingespart wurden........)
    wenn nicht> bedenken anmelden.

    http://212.95.126.138/hahne/pdf/D%20DE%20IB%201.110.pdf
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  6. #5
    Bauexpertenforum
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    scheint eher ein Durchtrocknungsproblem zu sein...

    Woraus ist die Hohlkehe erstellt? Welcher Radius? Wie sah die Untergrundvorbereitung aus?
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  7. #6
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    Ich kann leider (sch.. PC) WWI sein Link nicht öffnen.
    Aber es bedarf bei LF4 nicht zwingend mehr als zwei Arbeitsgänge (wir machen das zwar trotzdem, aber das muss der Maßstab nicht sein)Robby seine Fragen gehen eher in die von mir vermutete Richtung.
    Aber trotzdem alles nur Vermutungen.
    Aus der Entfernung können aber auch nur Vermutungen angestellt werden.#
    Ohne Schlitzprobe kannste das ganze nicht testen.
    Ist die KMB noch bräunlich = noch nicht durchgetrocknet.
    Aber dann beginnen die Trocknungszeiten, für den dann zerstörerisch getesteten Bereich (fast) von vorne. (muss wieder überarbeitet werden)
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  8. #7
    wasweissich
    Gast
    ist ein pdf.......(merkblatt des herstellers)
    die schreiben da über wasserlöslichen voranstrich (wichtig auf feuchten bauteilen) ,und um die jahreszeit gibt es keine trockenen ....
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  9. #8
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    feucht ist OK.
    Der Tod der Abdichtung sind die "Nassen" Bauteile.
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  10. #9
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    Und Feuchte hinter der Abdichtung... zum Beispiel im Bereich der Bopl. Stirnseite...
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  11. #10
    wasweissich
    Gast
    das ist schon klar , und bei soetwas können solche voranstriche manchmal helfen....
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  12. #11
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    eher weniger
    Wenn das Ding patsche Nass ist, wird es keine weitere Feuchtigkeit einziehen lassen. Aber genau die Effekt wird bei ein Grundierung benötigt. Es muss einziehen können.
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  13. #12
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    bei feuchten Untergründen und Nicht WU-Bopl. bevorzuge ich persönlich einen rückseitigen Feuchteschutz im Sockelbereich aus Dichtschlämme zusammen mit einer Hohlkehle aus Sperrmörtel...

    Das größte Problem in dem Bereich liegt idR an zuviel verbliebender Zementschlämpe im Bereich des Bodenplattenüberstandes...

    Diese ist nämlich zusätzlich stark kapillar und Feuchtehaltend, sodass die bituminöse Abdichtung rückseitig hinterfeuchtet...
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  15. #13
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    Zitat Zitat von Robby Beitrag anzeigen
    Diese ist nämlich zusätzlich stark kapillar und Feuchtehaltend, sodass die bituminöse Abdichtung rückseitig hinterfeuchtet...
    Bei mit saugenden Schalungen geschalte Oberflächen (Stirnseite) ist dieses Problem eher nicht gegeben. Schon eher bei dem Überstand selber. Dieser sollte (muss leider nicht) auch im noch jungen Betonalter mit einem Wasserbeschleuniger oder anderweitig so bearbeitet werden, dass die Zuschläge leicht freiligen.
    Die Ansprüche bei aufstauendes Sickerwasser an WU-Betonbodenplatten sind noch weiterreichend.
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  16. #14
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    Einzige Möglichkeit zur Beurteilunh die Schlitzmethode?

    Hallo zusammen,
    danke für die zahlreichen Beiträge.

    Aus welchem Material die Hohlkehle hergestellt ist, weiß ich nicht, da ich die Hohlkehle erst gesehen habe, nach dem die KMB drauf war. Bei dem Radius der Hohlkehle würde ich so ca. 5 cm schätzen. Wie die Untergrundvorbereitung war, weiß ich auch nicht, da wir mit GÜ bauen und ich nicht alle Schritte auf der Baustelle mitbekomme. Ich habe natürlich Bilder von der Abdichtung gemacht und kann sie jedem Interessierten per Email zukommen lassen, ich weiß leider nicht, wie ich sie hier einbinden kann.

    Also wenn ich richtig verstehe, ist jetzt die einzige Methode, die Abdichtung zu beurteilen die Schlitzmethode? Wie und an welchen Stellen (Bodenplatte, Hohlkehle, Wände,...) wird sie durchgeführt? Ich würde unserem Bauleiter dies dann vorschlagen
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