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Schlechte Akustik

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  1. #1

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    Schlechte Akustik

    Wir haben vor ca. einem Jahr unseren Neubau bezogen. Gebaut wurde er durch einen Generalunternehmer, welcher bei uns in der Gegend (Kleinstadt / Dorf; ca. 6.000 Einw.) seit über 30 Jahren besteht und einen sehr guten Ruf genießt, was Qualität und Zuverlässigkeit angeht. Die Bauphase war auch relativ stressfrei: Alle Vereinbarungen bzw. Absprachen wurden eingehalten. Qualitativ gibt es eigentlich nichts zu beanstanden.

    AUSSER: Seit einiger Zeit kommen wir dahinter, das es mit der Akustik, Schalldämmung und -übertragung bei uns nicht so weit her ist. Anfangs hat man es darauf geschoben, dass man sich vielleicht erst an das neue Umfeld gewöhnen muss. Auch mussten sich die Räume ja erst mit Möbeln füllen und Vorhänge und Bilder schlucken ja auch so manchen Schall –dachten wir…

    Ich schildere einfach mal das was uns so stört: Bei ca. 200m² Wohnfläche erwartet man eigentlich, dass es einige Stellen im Haus gibt, wo man sich mal in Ruhe zurückziehen kann. Tatsächlich ist es aber so, dass, wenn wann z. B. einen Stuhl in EG verrückt, etwas fallen lässt, oder auch mal eine Tür etwas unsanft schließt, dieses im ganzen Haus hören kann. Damit meine ich: auch im DG, im am weitesten entfernen Raum. Für WC-Geräusche gilt das natürlich auch. Weiterhin kann man sich im DG bei geschlossenen Türen (ungelogen!) von Zimmer zu Zimmer “unterhalten“. Bad im DG und das WC im EG besitzen gemauerte Ablagen. Eigentlich ja nichts Besonderes. Stellt man hierauf etwas ab, hört man, na ja… Gilt auch für das Hantieren auf der Küchenarbeitsplatte. Hört man auch im DG.
    Das sind nur einige Beispiele, um halt mal den Zustand zu schildern. Nein, wir sind auch nicht übermäßig geräuschempfindlich!

    Nun meine Frage: Wie gehe ich hier mit meinem GU um? Gibt es messbare Werte welche eingehalten werden müssen? Was würde ein Gutachter machen und wer bezahlt diesen? Wie kann man eventuelle Schallbrücken ausmachen? Kann man diese nachträglich überhaupt beseitigen?

    Vielleicht helfen ja für eine fachmännische Beurteilung auch einige Angaben zu den verwendeten Bau-, bzw. Ausstattungsmaterialien:
    Zweischaliges Außenmauerwerk Poroton mit Klinkerfassade.
    EG: Innenwände: Kalksandstein und Porenbeton (Porit). Fußboden: kompl. Fliesen.
    DG: Innenwände kompl. Porit (Ich glaube, dass ist schon mit ein Grund).
    Fußboden: kompl: Korkparkett.
    Den Grundriss unseres Hauses habe ich natürlich auch zugefügt.

    Vielen Dank im Voraus für brauchbare Ratschläge.

    Gruß
    dietze

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  2. Schlechte Akustik

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Hallo,

    ich bin leider keine Spezialist (sondern angehender Bauherr) und kann keine verlässlich fachmännisches Ratschläge geben, aber:

    1. Porenbeton hat tatsächlich keine guten Schalldämwerte - KS als Baustoff hat sehr gute Schalldämmwerte.

    2. Wie ist der Decken-/Bodenaufbau? Ich glaube, da könnte evtl. das Problem liegen. Wie wurde denn E-Strich verlegt? UND: Wie / wann wurden die Wände gemauert? Auf dem E-Strich oder der Betondecke etc. etc. Hast Du davon Bilder während der Bauphase (ich glaub, dass dann die Spezis sicherlich Fehler erkennen könnten)?

    3. Die Wasser-/Abwasserleitungen sind evtl. nicht korrekt / gut verbaut worden.

    ... ich glaub, das Problem könnte beim E-Strich / Innenwände liegen!


    Vielleicht helfen Dir meine Anregungen ja ein bis'chen weiter - vielleicht hast ja auch Bilder und weitere Informationen?

    Hoffe, es hilft!
    ... der martin.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo martin,

    vielen Dank für die Antwort.
    Klar hat Porenbeton keine besonders guten Schalldämmwerte. Ist wohl wirklich mit der Hauptgrund, dass man sich im DG durch die Wände unterhalten kann, bzw. das Radio teilen kann... Aber was kann man da -Schuld hin oder her- ohne großen Aufwand im Nachhinein verbessern? Es wurde ansonsten wirklich sauber und maßgetreu gearbeitet.

    Bodenaufbau: Wenn ich mich recht erinnere: Auf der Betondecke wurden -isoliert- die Heizungs- und Wasserleitungen, sowie Rohre für die Zentralstaubsaugeranlage (Eigenleistung) mit Metallbändern verlegt. Die ZSA dürfte aber keine Schall übertragen. Weil, wenn diese läuft hört man in anderen Räumen davon nichts. Dann Styropordämmung, darauf die Fußbodenerwärmung. Die freien Stellen in der Styropordämmung, wo die Leitungen liegen wurden mit Trockenschüttung aufgefüllt. Darauf die Estrichmatten und dann halt der Estrich, auf welchem sofort die Fliesen nass verlegt wurden. An jeder Raumschwelle sind Trennstreifen in den Fliesenfugen erkennbar gewesen. An den Wänden sowieso. Der Fliesenbelag hat Silikonfugen an jeder Raumschwelle. Also -so meine ich- alles so, wie's sein soll. Ist ja nicht so, dass ich mich nicht etwas mit der Materie beschäftigt habe.

    Was mir da so einfällt: Wie man dem Grundriss entnehmen kann, steht ja fast keine Wand im DG exakt über einer im EG. War halt unsere persönliche Planung. Kann sich das evtl. negativ auswirken?

    Bis bald
    dietze
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  5. #4

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    hmmmm ... also soweit ich den Bodenaufbau beurteilen kann, scheint das zu passen?! Ich persönlich als Laie glaub nicht, dass die schlechte Akustik auf "nicht synchron" stehenden Zwischenwände zwischen EG und DG zurückzuführen sind ....

    Soweit ich deine Aussagen verstehe, dreht es sich bei Dir um Luft- und Trittschall ... hmmmm ... vielleicht es bei Euch aber auch die Anzahl an schlechter "Akustik-Bauelemente" ... Das Schallproblem mit den Zwischenwänden könnte man ja evtl. noch mit einer Trockenbau-Lösung MINDERN (Rigips und x-centimeter Dämmaterial - von einem Fachmann verlegt, so dass auf Schallentkopplung geachtet wird).

    Merkwürdig finde ich das geschilderte Problem mit den Stühlerücken im EG, das auch im OG zu hören ist? Hast Du denn eine KWL? Irgendwo muss -rein logisch betrachtet- eine "Schalllücke" sein - vielleicht fehlt auch irgendwo die Schallentkopplung???

    Wenn es mein Haus wäre, dann würd' ich folgendes machen:

    1. Mal mit einem BAUGUTACHTER sprechen! Es gibt da sehr gute Architekten, die auf derartige "Baumängel" spezialiert sind (oder Spezialist für Bauüberwachtung etc. - kein Landschaftsmaler oder "Häuserszkizzen-Fabrikant"!). Ein paar Hundert-Euro-Scheine, und Du bekommst verlässliche Aussagen von einem Fachmann!
    2. Ansonsten: Also ich glaub', dass Du den Bauträger mal zu einem Bier'chen einladen solltest um ihm diese Thematik zu besprechen.

    Weis auch nicht mehr weiter!
    ... der martin.
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