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  1. #1

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    Vereinbarte Stahlfasern im Estrich fehlen

    Auf Empfehlung unseres Architekten hatte ich die Zugabe von Stahlfasern im Estrich bestellt (Mehrpreis 2,30 €/m²). Ich kann jedoch keine Stahlfasern im fertigen Estrich erkennen; weder an der Oberfläche noch in den Löchern, die der Fliesenleger für die CM-Teuchtemessung gestemmt hat. Unsichtbar klönnen die Stahlfasern aber m.E. nicht sein. Den Estrichleger habe ich heute leider nicht erreichen können. Was ist, wenn die Stahlfasern vergessen wurden??

    Die Stahlfasern sollten dem Estrich zur "Bewehrung" d.h. zu einer dauerhaft höheren Bruch- und Reißfestigkeit beigemischt werden, weil alle Böden mit Naturstein bzw. Feinsteinzeug belegt werden sollen.

    Ist hier ein Rückbau zu verlangen (einschl. der dann wohl auch nicht mehr zu rettenden Fußbodenheizung) ??
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  2. Vereinbarte Stahlfasern im Estrich fehlen

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  3. #2

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    Frächt sich...

    welchen Sinn der Zuschlag hatte/gehabt haben sollte:
    1) Reiner Angstzuschlag - dann unschädlich, weil alle Risse (die eigentlich gar nicht kommen sollten) bis zur Belegreife eh aufgetreten sind und verschlossen werden können
    2) Nicht regelkonformer Estrich (zu grosse Felder, zu geringe Dicke/Rohrüberdeckung) - dann egal, weil die Fasern keine schützende Wirkung haben und auch die Regelkonformität nicht wieder herstellen
    3) Estrich muß halt bewehrt sein, mach schon immer so - dann egal, weil ein Estrich ohne Bewehrung funzen muss
    **
    Die Moral von der Geschicht - die Fasern waren sinnlos.
    Wenn sie also fehlen, den Zuschlag einbehalten und gut ist.
    Sollten die Estrichflächen allerdings per Faserzugabe "gerettet" werden, weil sie nicht regelkonform waren, dann sollte man über einen Abbruch NACHDENKEN.

    MfG
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  4. #3

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    Stahlfasern = Glasfasern

    ...ich gehe mal davon aus, dass Sie mit dem Architekten Glasfasern vereinbart haben. Stahlfasern im Estrich sind nicht üblich, Glasfasern jedoch schon (wenngleich hart unter Fachleuten umstritten, ob Glasfasern die AKS-Matten ersetzen können).

    Fakt:
    Wenn der Estrich für anschl. Fliesenverlegung geplant ist, muss gem. aRdT eine Bewehrung vorgenommen werden.

    weiteres Fakt:
    Die Glasfasern sind wirklich nur sehr schwer zu erkennen.
    Bitte nochmal eine kleine Probe nehmen und diese mit dem Hammer zerkleinern, dann müssten ganz feine Glasfasern sichtbar werden (ca. 0,5-1mm stark, ca. 4-6cm lang).
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  5. #4
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    Leider falsch... eine Estrichbewehrung wird nirgendwo mehr gefordert!!! und erst recht nich aRdT!!!

    Glasfasern und PP fasern reduzieren lediglich die "Gefahr" der Frühschwindrissbildung eine AKS Gittermatte hingegen kann bei korrektem Einbau ldiglich Höhenversätze im Rissbereich vermindern. Bei falschem Einbau führen diese eher zu Rissen!

    Bitte zuvor die aRdT auch verinnerlichen!!!
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  6. #5
    Avatar von operis
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    und schon gar nicht mit aks matten!!!

    grüße operis
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  7. #6
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    Und ich sag noch... wenn die richtig liegen schaden die nicht und verhindern Höhenversätze.... aber wenn nicht...
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Adrian Beitrag anzeigen
    ...ich gehe mal davon aus, dass Sie mit dem Architekten Glasfasern vereinbart haben.
    Bauen jetzt die Architekten die Bewehrung in den Estrich???
    Stahlfasern im Estrich sind nicht üblich, Glasfasern jedoch schon (wenngleich hart unter Fachleuten umstritten, ob Glasfasern die AKS-Matten ersetzen können).
    Üblich oder nicht, vereinbart ist vereinbart

    Fakt:
    Wenn der Estrich für anschl. Fliesenverlegung geplant ist, muss gem. aRdT eine Bewehrung vorgenommen werden.
    Wo steht das????? Bitte GENAUE Quellenangabe

    weiteres Fakt:
    Die Glasfasern sind wirklich nur sehr schwer zu erkennen.
    Bitte nochmal eine kleine Probe nehmen und diese mit dem Hammer zerkleinern, dann müssten ganz feine Glasfasern sichtbar werden (ca. 0,5-1mm stark, ca. 4-6cm lang).
    Glasfasern halten im Estrich nur auf Grund der Haftreibung, welche schon auf Grund der Oberfläche sehr gering ist.
    Bezieht man jetzt noch die systembedingte geringe Verdichtung eines normalen Estrichs und die geringe Festigkeit der Glasfasern mit in die Überlegungen ein, wars das mit der Sinnhaftigkeit dieser Beimischung.
    Sie ersetzen den billigen Füllstoff Kies durch einen teureren - nix weiter.

    Und wer Glasfaserzuschlag für 2,30 €/m² netto verkauft, gehört wg. Wucher angezeigt.

    MfG
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  9. #8
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    Erst einnmal vielen Dank

    für die vielen Antworten . Die Stahlfasern (nicht Glasfasern) sollten allein zur Sicherheit dafür dienen, dass der Estrich später nicht reißt oder bricht und dadurch fest verklebte harte Bodenbeläge (Steingut- und Keramikfliesen) nicht reißen. Zumindest nach der Planung und Ausschreibung soll der Estrich samt eingebetteter Fußbodenheizung 60 mm dick sein. Anhaltspunkte dafür, dass er nicht so ausgeführt wurde, habe ich keine. Sowohl an den Stellen an denen der Fliesenleger die Löcher für die CM-Messung gemacht hat als auch nach dem Meterriss scheint die bestellte Stärke hergestellt worden zu sein (obwohl von dem bestellten Kies ca. 0,75 m³ übrig geblieben sind). Fugen bzw. Sollbruchstellen (sog. Kellenschnitt) scheinen an allen erforderlichen Stellen hergestellt worden zu sein. Die größte zusammenhängende Fläche des Estrichs ist ca. 5 x 5,5 m groß und wird nicht durch Ecken, Nischen oder Vorsprünge gestört.

    Der ursprüngliche Vorschlag des Architekten war, im gesamten Wohnbereich AKS-Matten in den Estrich einzulgegen, später meinte er dann Stahlfasern wären wohl besser. So wurde dann auch ausgeschrieben. Vielleicht doch nur ein "Angstzuschlag" ?? Soll ich mal meinen Fliesenleger fragen, was der davon hält?? Es geht ja schließlich um die Bewahrung seines Gewerks .

    Beste Grüße
    Werner
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  10. #9

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    Nehmen Sie....

    den Kollegen mit ins Boot - schließlich hat er das ja vorgeschlagen.

    MfG
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  11. #10
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    Termin mit dem Architekten

    habe ich für morgen früh gemacht (der Mann war für die Planung meines Hauses, also bis Leistungsphase 5, genau der Richtige; aber - was ich leider zu spät gemerkt habe - nicht die Idealbesetzung für die ihm ebenfalls übertragene Leistungsphase 8/Objektüberwachung). Der Estrichleger behauptet, dem Estrich Fasern beigemischt zu haben und es sei völlig normal, dass die im fertigen Estrich nicht mehr zusehen seien. Ich denke, das mag vielleicht für Glasfasern zutreffen, aber doch nicht für Stahlfasern, die je nach Fabirkat ja 2 cm bis 3 cm lang sein sollten. Ich habe ihn aufgefordert, mir mal den Lieferschein zu zeigen. Der Fliesenlegermeister war heute nicht erreichbar. Ich denke, wenn der keine Probleme mit dem Estrich haben sollte, dann ist ja alles vielleicht nur halb so schlimm.
    Gibt es irgendeine geschriebene (DIN o.ä.) oder ungeschriebene Regel (Stand der Technik), wonach Estrich, auf den Fliesen geklebt werden sollen, mit AKS-Matten oder mit Stahlfasern "bewehrt" sein muss???

    Beste Grüße und vielen Dank für die Hilfe.

    Werner
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  12. #11

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    Nö - gips nich
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  13. #12
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    Richtig.. Ralf hat Recht

    Eine Arbeit ist dann als Mangelfrei zu werten "... und den aRdT entspricht"

    Eine Bewehrung im Estrich ist nicht erforderlich!!!

    Stand der Technik schon mal gar nicht mehr...

    übrigens muß eine aRdT nicht schriftlich niedergelegt sein...
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  14. #13
    Themenstarter

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    Das ist mir klar,

    dass die "allgemeinen Regeln der Technik" oder auch "der Stand der Technik" nicht aus einem schriftlichen Regelwerk bestehen. entsprechend hatte ich ja auch meine Frage formuliert.

    Nach dem heutigen Baustellentermin ergibt sich folgender Sachstand: Es wurden dem Estrich definitiv keine Stahlfasern beigegeben. Stattdessen hatte der Estrichleger Glasfasern beigemischt. Er behauptet, diese wären gleichwertig und will dies morgen mit irgeneinem Schriftstück des Herstellers belegen . Der Fliesenleger sagt, dass der Estrich nach seiner Prüfung 1. dick genug ist und 2. auch sonst ohne irgendwelche Fasern funzt und er seine Fliesen daher mit ruhigem Gewissen und 5 Jahren Garantie auf diesem Estrich verlegen könne (Ob er auch die Garantie für den Estrich übernimmt, hat er aber nicht gesagt .

    Ich denke mal, ich ziehe dem Estrichleger den Zuschlag für die Fasern ab und fordere ihn auf, die Gewährleistungszeit für den Estrich auf 10 Jahre zu verlängern .

    Vielen Dank für die fachkundige Unterstützung.

    Werner
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Weiterführende Informationen

    ... zu dem Thema Fasern in Beton und Estrich habe ich unter folgendem Link gefunden:

    http://www.baustoffchemie.de/db/AR-Glasfaser.htm

    Gruß
    Werner
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  17. #15

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    Estrich ist zwar so was wie Beton, aber auf Grund der nicht erfolgenden Verdichtung ein völlig anderer Stoff.

    MfG
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