Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 18

Kondenswasser (?) auf kaltem Dach

Diskutiere Kondenswasser (?) auf kaltem Dach im Forum Dach auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

    Registriert seit
    01.2008
    Ort
    Wien
    Beruf
    Angestellter
    Beiträge
    23

    Kondenswasser (?) auf kaltem Dach

    Hallo zusammen,

    wir haben folgendes Problem:
    Wir haben eine Dämmung der obersten Geschossdecke (also kaltes Dach) und haben jetzt sehr erhebliches (Kondens?)Wasser an den Unterbahnen des Daches, das schon massiv runtertropft und unseren Dachboden gut einnässt.

    Dämmung: 15-20 cm Mineralwolle + Spanplatte
    Dach: Eternit mit Unterbahnen

    Messung Temperatur heute (war schon kälter die letzten Tage/Nächte):
    Draußen: -2.1 °C, im Dach +1.2 °C (rel LF 80+%)

    Meine Fragen sind nun:
    Ist der Temp-Unterschied "normal" für einen kalten Dachboden und ist die Konstruktion des Daches falsch (Belüftung?) oder zeigt das, dass wahrscheinlich die Dämmung fehlerhaft durchgeführt wurde?
    Was kann man jetzt machen? - Zusätzlich noch Dach dämmen, um "warmes Dach" zu erzeugen oder kaltes Dach anders belüften oder ...?

    Viele Grüße
    JMC
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Kondenswasser (?) auf kaltem Dach

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Avatar von VolkerKugel (†)
    Registriert seit
    01.2006
    Ort
    63110 Rodgau
    Beruf
    Architekt
    Benutzertitelzusatz
    Architekt . Nachweisberechtigter für Wärmeschutz
    Beiträge
    6,966

    Ich tippe mal ...

    ... auf nicht ausreichende Durchlüftung des Dachraums (auch wenn die Angaben insgesamt noch etwas dürftig sind).

    Wie hoch ist denn der Dachraum (Firsthöhe, Dachneigung)?
    Was sind denn das für "Bahnen" unter den Eternitplatten?
    Wie kalt/warm ist denn die gedämmte Deckenunterseite?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Gast360547
    Gast

    ich tippe mal...

    Moin,

    ... auf eine fehlerhafte Luftdichtschicht, spätestens im Bereich der Zuwegung.

    Haben Sie mal unter die Spanplatten geschaut?

    Grüße

    stefan ibold
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Themenstarter

    Registriert seit
    01.2008
    Ort
    Wien
    Beruf
    Angestellter
    Beiträge
    23

    Details

    Danke schon mal für die Antworten - hier ein paar Details:

    Es handelt sich um einen renovierten Altbau - ursprünglich BJ 1910, aber das OG BJ 1970. Wir haben es im 2. HJ 2006 renoviert. Letzten Winter (ein milder Winter) hatten wir keine sichtbare Feuchtigkeit im Dach.

    Das Dach hat eine Neigung von ca. 10°.

    Auf der obersten Geschossdecke wurde eine Dämmung aus Isover Uniroll Classic 16 (Klemmfilz) bzw. Isover Rio Twin 10/5 (Wärmedämmfilz) - darüber wurden Verlegeplatten P3/V100 19mm festgeschraubt.

    Die Außenwände wurden mit 10 cm Polystyrol-Hartschaumplatten EPS gedämmt.

    Das Dach wurde neu gemacht:
    - Eternova Wellplatten P6
    - Unterlagsbahn BauderTop SD 02 (auf Sparren und neuen Staffeln aufgenagelt)
    - Dichtungsband bituminös 15x15 mm

    Das OG ist Schlafbereich und hat je nach Tageszeit eine Temperatur zwischen 17 und 19 °C.

    Anbei ein Photo des Dachinnenraums vor dem Dämmung und Renovierung des Daches und eines von "jetzt".

    http://test.cruyff.de/Dach_vorher.JPG
    http://test.cruyff.de/Dach_heute.JPG

    Hilft/reicht das zur "Analyse"?

    VG
    JMC
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Themenstarter

    Registriert seit
    01.2008
    Ort
    Wien
    Beruf
    Angestellter
    Beiträge
    23

    Ach ja ...

    ... unter die Platten haben wir nicht geschaut.

    Zu den Bildern noch:
    - bei "vorher": die alten Eternit-Platten wurden ausgetauscht
    - bei "heute": die Feuchtigkeit auf den Spanplatten kommt eindeutig vom Tropfen von der Unterlagsbahn (an einigen Stellen ist Holzverschalung - die sind auch feucht, aber darunter ist der Boden nicht oder kaum nass - wohl, weil das Holz besser "saugt")

    JMC
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Themenstarter

    Registriert seit
    01.2008
    Ort
    Wien
    Beruf
    Angestellter
    Beiträge
    23

    Die Firsthöhe ...

    ... hatte ich auch noch vergessen: ca. 2m.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7

    Registriert seit
    05.2007
    Ort
    Rheinhessen
    Beruf
    Dipl.Betr.Wirt
    Benutzertitelzusatz
    Stadtrat
    Beiträge
    6,190
    ist ein prima Kondensator geworden...

    jegliche Feuchtigkeit (wo die herkommt muss natürlich geprüft werden) wird bei Temperaturunterschieden an der Folie auskondensiert.
    Ohne die Folie und mit unverschlossenen Eternitbahnen wärs wohl eine gute Sache geworden, vorausgesetzt die Feuchtigkeit kommt nicht grossflächig durch die Decke (seihe Frage von Stefan Ibold)
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8
    Avatar von VolkerKugel (†)
    Registriert seit
    01.2006
    Ort
    63110 Rodgau
    Beruf
    Architekt
    Benutzertitelzusatz
    Architekt . Nachweisberechtigter für Wärmeschutz
    Beiträge
    6,966

    Ich schließe mich ...

    ... Bernix an und wiederhole meinen Tipp von oben.

    Mit ein paar Löchern in den Giebelwänden müsste das Problem behoben sein (die Folie wieder rauszureißen dürfte zu aufwändig sein).

    Wie viele Löcher und wie groß?
    Da gab´s/gibt´s ne Fausformel wieviel cm² freier Querschnitt auf den m³ Luftraum.
    Ist mir leider nicht mehr geläufig - ich hoffe auf Stefan .
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9
    Themenstarter

    Registriert seit
    01.2008
    Ort
    Wien
    Beruf
    Angestellter
    Beiträge
    23
    Klasse - vielen Dank.
    Jetzt muss ich nur noch unseren Dachdecker überzeugen, dass er das im Rahmen seiner Gewährleistung zu machen hat ...

    Bzgl. fehlerhafte Luftdichschicht:
    Wäre es dann nicht deutlich wärmer da oben, wenn wir zwischen OG und Dach "undicht" wären? Die Luke sollte auch relativ dicht sein (neu). Verpasse ich da was?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Themenstarter

    Registriert seit
    01.2008
    Ort
    Wien
    Beruf
    Angestellter
    Beiträge
    23
    ... ach ja: Löcher in den Giebelwänden: Muss da ein Statiker mit ran?
    Danke
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    Avatar von VolkerKugel (†)
    Registriert seit
    01.2006
    Ort
    63110 Rodgau
    Beruf
    Architekt
    Benutzertitelzusatz
    Architekt . Nachweisberechtigter für Wärmeschutz
    Beiträge
    6,966

    Eine Frage war noch offen ...

    Zitat Zitat von VolkerKugel Beitrag anzeigen
    ... Wie kalt/warm ist denn die gedämmte Deckenunterseite?
    ...

    Ob Du den Dachdecker "drankriegen" kannst? Ich weiß nicht.
    Das ist hier ein Planungsfehler. Ist der Dachdecker ausdrücklich mit der Planung des Dachaufbaus beauftragt worden?
    Oder wer hat geplant?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12
    Themenstarter

    Registriert seit
    01.2008
    Ort
    Wien
    Beruf
    Angestellter
    Beiträge
    23
    ... wie messe ich denn die Temperatur der Deckenunterseite - brauche ich da ein Thermometer mit speziellem Fühler?

    @Planung:
    Naja, eine offizielle Planung gab es nicht, da das Dach erst nachträglich (gegen Ende) erneuert wurde, da sich rausstellte, dass es doch wohl nicht ganz dicht ist.
    Wir haben dann mehrere Dachdecker gebeten uns ein Vorschlag mit Angebot zu machen. Eines haben wir dann genommen (es eilte etwas, da Winter vor der Tür) - aber der Vorschlag kam vom Dachdecker.

    VG
    JMC
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13
    Avatar von VolkerKugel (†)
    Registriert seit
    01.2006
    Ort
    63110 Rodgau
    Beruf
    Architekt
    Benutzertitelzusatz
    Architekt . Nachweisberechtigter für Wärmeschutz
    Beiträge
    6,966

    Der Dachdecker ...

    ... hat - wie der Name schon sagt - die Aufgabe ein Dach zu decken, und zwar so dass es regendicht ist.
    Das hat er ja gemacht.

    Ein bauphysikalisch weitergebildeter Dachdecker hätte wahrscheinlich die Problematik erkannt; einen Regressanspruch gegen den Ausführenden hier kann ich jedoch nicht erkennen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14

    Registriert seit
    09.2006
    Ort
    Völklingen
    Beruf
    Dachdeckermeister, öbuv SV HWK Saarland
    Beiträge
    426
    Wie Stefan Ibold und Volker Kugel schon schreiben, es fehlt eine Durchlüftung des Dachboden und offensichtlich dringt warme Luft von den Wohnräumen durch eine fehlende oder lückenhafte Luftsperre. Sehr wahrscheinlich ist auch die Bodentreppe nicht gedämmt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15
    Themenstarter

    Registriert seit
    01.2008
    Ort
    Wien
    Beruf
    Angestellter
    Beiträge
    23

    Frage Sch...

    ... es hat sich nun leider wirklich rausgestellt, dass wir unter der Dämmung keine Dampfbremse haben.

    Jetzt meint der Dachdecker, dass eine Lüftung nichts bringen würde, da sie das gar nicht alles wegschaffen könne, oder wir machen soviel auf, dass wir gleich einen Zoo im Dach aufmachen könnten ...

    Er meint auch, Dämmung raus + Dampfbremse rein + Dämmung wieder rein würde schwierig, da auf dem Noden die ganzen Balken sind (http://test.cruyff.de/Dach_vorher.JPG) und es damit eine Stückelei werden wird.

    Er sieht nur die Möglichkeiten:
    Dampfbremse unterhalb der Decke oder neuen Dachstuhl - beides natürlich sehr aufwändig und unangenehm.

    Was meint die Expertenrunde??
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen