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  1. #1

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    Energieeinsparung: Glasscheiben tauschen oder neue Fenster?

    Hallo,

    wir haben eine DHH, Bj. 1987 übernommen und machen uns seit einiger Zeit Gedanken, um die Wärmedämmung zu verbessern.

    Es handelt sich noch um die ersten Holzfenster (2-Scheibenisolierverglasung), die auch noch intakt sind, die Außenwand besteht aus 30er Poroton.

    Es wäre nett, wenn sich hier mal Fachleute äußern, was unter dem Kostengesichtspunkt sinnvoll ist.

    *Lohnt es sich, nur die Fensterscheiben auszutauschen? Das Holz sieht noch tadellos aus. Leider habe ich keine Hinweise auf die Werte der verbauten Fenster im Vergleich zu dem was heute bei 2-Scheibenisolierverglasung möglich ist. Vorteil, man könnte die gerade durchgeführte Innenrenovierung unangetastet lassen.
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  2. Energieeinsparung: Glasscheiben tauschen oder neue Fenster?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Hallo,

    ein Austausch der Scheiben kann tatsächlich sehr interessant sein, das setzt jedoch voraus, daß die Rahmen in Ordnung und vor allen Dingen "dicht" sind. Sonst pfeift die kalte Luft in den Raum und die Wirkung der besseren Scheiben verpufft.

    Für den Scheibenaustausch mehrere Angebote einholen, nicht daß der Austausch teurer wird als neue Fenster. Zu den Preisen kann man nicht viel sagen, erfahrungsgemäß waren jedoch die lokalen Schreiner oftmals günstiger als irgendwelche Firmen die hunderte Kilometer Anreise hatten.

    Pi mal Daumen kann man sagen, daß durch den Austausch die Kosten im Vergleich zu neuen Fenstern in etwa halbiert werden können. Aber das ist wirklich Pi mal dicker Daumen.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Themenstarter

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    ein Tausch ist ja dann nur sinnvoll, wenn sich der u-Wert verbessert. Das ist ja genau der Punkt. Welche Verbesserung erzielt man mit den 1987er als 2-Scheibenverglasung?
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  5. #4

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    Je nach Rahmen reduziert sich der U-Wert für das Fenster von etwa 3 auf unter 1,5.

    Betrachtet man nun die Einheit für den U-Wert (W/qmK), dann kann man eine Schätzung für die mögliche Einsparung aufstellen.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Sinnvoll wäre ...

    ... wenn sich das ein Fensterbauer mal ansieht.

    Die "besseren" Scheiben mit Ug 1,1 und 1,0 mit 4/16/4mm passen oft nicht in die alten Glasfalze.
    Möglich ist aber fast immer eine Verglasung mit Ug 1,3 und 4/12/4mm. Dann passen auch wieder die alten Glashalteleisten, die dann nur nochmal überlackiert werden müssen.
    Die Verbesserung gegenüber der alten Ug 2,8-3,0-Scheibe ist schon deutlich (ich habe das kürzlich bei einem 8-FH machen lassen).
    Und mit dem besseren g-Wert sind auch die solaren Wärmegewinne etwas höher.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von VolkerKugel Beitrag anzeigen
    ... wenn sich das ein Fensterbauer mal ansieht.

    Die "besseren" Scheiben mit Ug 1,1 und 1,0 mit 4/16/4mm passen oft nicht in die alten Glasfalze.
    Möglich ist aber fast immer eine Verglasung mit Ug 1,3 und 4/12/4mm. Dann passen auch wieder die alten Glashalteleisten, die dann nur nochmal überlackiert werden müssen.
    Die Verbesserung gegenüber der alten Ug 2,8-3,0-Scheibe ist schon deutlich (ich habe das kürzlich bei einem 8-FH machen lassen).
    Und mit dem besseren g-Wert sind auch die solaren Wärmegewinne etwas höher.
    Verstehe ich das richtig, dass die "üblich" eingebaute 2-Scheibenverglasung von 1987 ca. einen U-Wert von 2,8-3,0 hatte?

    D.h. mit einer Scheibe mit Ug 1,3 wäre dann eine Halbierung der Wärmeverluste verbunden, zumindest was die Scheibe angeht?
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  8. #7
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Ja ...

    ...

    Und bitte keine Full-Quotes direkt unter den Beitrag ...
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  9. #8
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    .... die Sparprozente lesen sich oft heftig, allerdings sollte man sich das schon in Euro ansehen, den momentanen Energieverbrauch berücksichtigen, sich nichts in die eigene Tasche lügen ....

    und dann entscheiden.

    Das da :

    daß die Rahmen in Ordnung und vor allen Dingen "dicht" sind
    ist regelmäßig der *ganz böse Bube* wenns um den Energieverbrauch geht.

    Die Einsparung durch die neue Verglasung darf jeder für sich selbst bewerten.
    Ich schmeiss keine Scheibe raus *nur* weil sie von 1987 ist und es zwischenzeitlich *bessere* gibt.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  10. #9

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    Komfort nicht vergessen

    Hallo,

    ich kann ja technisch nichts beitragen, aber man sollte eine eventuelle
    Komfortverbesserung nicht vergessen. Bei den Fenstern ist's kalt, wenn's
    zieht und/oder wenn die Scheiben sehr kalt (schlecht) sind.
    Bessere Scheiben könnten also trotzdem vorteilhaft sein.
    Quantifizieren kann ich die Angelgenheit aber nicht.

    lg
    Ernst
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  11. #10

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    Dann war unsere Investition in die alten (inzwischen gut 20 Jahre) Kunststoffenster mit Dreifachverglasung und dreifacher Dichtung wohl so verkehrt nicht...

    Mein Rat:
    Laß die Fenster in Ruhe, solange sie noch funktionstüchtig sind.
    Leg das Geld lieber in Bundesschatzbriefen an, die besitzen ne höhere Verzinsung als neue Fensterscheiben!
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  12. #11
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    danke für die diversifizierten Tipps

    Der Komfortgedanke sollte nicht unterschätzt werden, zumal wenn vor einer großen Wohnzimmerscheibe die Sitzgruppe steht und die Kälte den Nacken hochkriecht. Genauso im Schlafzimmer, wo normalerweise nicht geheizt werden müßte...
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  13. #12
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Aber bitte ...

    ... erst einen Fensterbaufachmann kommen lassen,
    der den IST-Zustand anschauen und beurteilen kann .
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  14. #13

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    Hallo zusammen!°

    Ich besitze ein freistehendes EFH, Baujahr 1958 und zitiere aus dem am 1.11.2004 bei mir durch einen Architekt gefertigten Energiegutachten bezügl. der Frage zur Wirtschaftlichkeit des Fenstertausches:

    Die vorhandenen Fenster und Balkontüren (ca. 20qm), Kunststoffrahmen, eingebaut ca. 1990,haben einen U-Wert von 2,9.

    Neue Fenster sollen einen U-Wert von 1,3 nicht überschreiten, was einem U-Wert der Verglasung von 1,1 entspricht.

    Kostenschätzung nach Begehung ca. 7000 €.

    Energieeinsparung 2200 KWh (ca.5%) gerechnet von einem Gesamtwärmebedarf von 40. 000 KWh (Haus braucht gemäß Gutachten 4000ltr Heizöl/Jahr).

    Das entspricht einer Energieeinsparung von 220 Ltr. Heizöl pro Jahr.

    Sanierungskosten je eingesparte KWh 0,127 € statisch (Geld ist vorhanden).

    Sanierungskosten je eingesparte KWh 0,163 € dynamisch( bei Finanzierung).

    Die Sanierung ist derzeit (damals) aus Gründen der Energieeinsparung wirtschaftlich nicht durchführbar. Ein Austausch wird erst für einen späteren Zeitpunkt empfohlen.


    Sanierungskosten im Vergleich:

    Grundlage ist wie bei den Fenstern die Erstellung durch Fachbetrieb

    Euro je eingesparte KWh

    Kellerdecke: 0,015 statisch
    0,022 dynamisch

    12cm WDVS: 0,056statisch
    0,082 dynamsich

    Oberste Geschoßdecke und Dachflächen: 0,034 statisch
    0,05 dynamisch

    Wegen meiner Vorliebe für Sprossenfenster habe ich trotzdem die Verglasung tauschen lassen . Preis 3500.-€ für das ganze Haus bei einem U-wert der Verglasung von 1,0. Die Sprossen waren im genannten Preis enthalten.

    Ich hoffe, ich konnte helfen bei der Orientiereung, wo man zuerst ansetzen sollte.
    Grüße aus der Pfalz!
    Otto




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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Hallo nochmals !
    Ich bin gerade dabei, mein Haus mit Hilfe eines Architekten energetisch zu sanieren. Deshalb habe ich bereits erste positive Erfahrungen gesammelt.
    Im vorliegenden Energiegutachten wird die Wärmedämmung der Rolladenkästen als wichtig angesehen.

    Bei meiner Suche im Netz mit den Worten "Wärmedämmung Rolladenkästen" sind mir Fachartikel aufgefallen, die den Energieverlust über die Schwachstelle Rolladenkästen und Gurtschlitze beschreiben.
    Bei einem Preis von 46 Cent je Liter Heizöl wurde der Verlust auf 30 Euro je Kasten mit Schlitz für einen Raum mit 20 qm beziffert.

    Zur nachträglichen Dämmung gibt es bereits entsprechende Syteme.

    Die von mir akribisch vorgenommenen Messungen der Energieverbräuche gehen in die Richtung der Werte, die ich im Netz gefunden habe.

    Grüße!
    Otto
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  17. #15

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    Waren die ganz alten Häuser ohne Rolläden doch gar nicht so dumm...?i
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