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  1. #1

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    Funktionsaufheizen für CAF-Estrich

    Hallo,

    was ist der wirkliche Zweck des Funktionsheizens? Ist es erforderlich oder gar vorgeschrieben? Kann man einen Estrich auch "so" trocknen lassen und gar nicht funktionsheizen?

    Ich stelle die Frage, weil ich überall im Zusammenhang mit Funktionsaufheizen immer diese 55°C max. Temp. lese, wir aber eine WP-FBH-Heizung mit VL um nur 30 - 35°C haben. Was kann dem Estrich denn bei 35°C (im Betrieb) schon passieren, so dass er vorher einer Funktionsprüfung unterzogen werden muss?

    Kann ich ein Funktionsheizen (bei Heizen mit WP mit max. 35°C) auch mit max. 35°C durchführen oder muss ich unbedingt die 55°C bringen?
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  2. Funktionsaufheizen für CAF-Estrich

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    den maximalen Vorlauf... da ja auch später keine höhere thermische Belastung ansteht. gemäss den aRdt ist sogar ein Funktionsheizen UND ein darauffolgendes Trockenheizen notwendig.
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  4. #3
    Bauexpertenforum
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    Das Belegreifheizen ist als Sonderleistung beschrieben und kein Muss... wenn der Estrich auch so trocknet
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  5. #4
    Themenstarter

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    D.h.:

    3 Tage lang 25°C
    Dann schrittweise auf 35 oder vielleicht 40°C (5°C pro Tag)
    Dann 40°C für 4 Tage halten
    Dann wieder schrittweise zurückfahren, ja auf wieviel Grad? Kann man also wieder die WP ganz abschalten (Temp. also dann ca. 5°C die ganze Zeit - es ist ja Winter)?
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  6. #5
    Avatar von Lukas
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    Zitat Zitat von AntonHaag Beitrag anzeigen
    Kann man also wieder die WP ganz abschalten (Temp. also dann ca. 5°C die ganze Zeit - es ist ja Winter)?
    Dann sparste Dich reich. Trocken wird der Estrich davon nicht.

    Gruß Lukas
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  7. #6
    Themenstarter

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    @Lukas:

    Na ja, mir ging es in der ursprünglichen Frage nur um das Funktionsheizen, nicht um das Trockenheizen. Wäre der oben beschriebene Temp.-Verlauf für das Funktionsheizen okay?

    Zum Trocknen: Klar möchte ich Stromkosten sparen. Das Trocken habe ich vor, über die Zeit zu erreichen. Wir haben eh' noch Einiges zu erledigen, so dass innerhalb der nächsten 6 - 7 Wochen die Fliesen noch nicht kommen können. Und diese 6 -7 Wochen müssten für das Trocknen reichen, oder? Ich meine, generell ist es doch im Winter das Wetter trockener als im Sommer, also müsste der Trocknungsvorgang schneller ablaufen. Inwiefern die Temp. des Estrich beim Trocknungsvorgang eine Rolle spielt, weiß ich nicht, wobei ich vermute, dass die Temp. nicht der wesentliche Parameter ist.
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  8. #7

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    Das wird so nix, der Winter hilft dir nur wenn die Hütte auch warm ist. Die kalte Luft die von draussen beim Lüften reinkommt, wird erwärmt und dadurch sinkt ihre relative Feuchtigkeit stark ab. Nun kann die Luft viel Feuchtigkeit aufnehmen, um dann später wieder in die Freiheit entlassen zu werden. Das Spielchen machst du mehrmals am Tag und voila der Estrich trocknet. Wichtig ist also eine möglichst hohe Temperaturdifferenz zw. Innen und Aussen. Schau dir einfach die entsprechenden Tabellen im Internet mal an.
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  9. #8

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    Hallo,

    also zuerst unterscheiden zwischen Funktionsheizen und Belegreifheizen.

    Funktionsheizen:
    - 3 Tage mit 25°C
    - 4 Tage mit max. VL Temp.
    - Dann abschalten.

    Das Funktionsheizen soll auch ein Stresstest sein. Als max. VL Temp. wäre min. die Auslegungstemperatur heranzuziehen, max. 55°C. Also nicht erschrecken wenn es an allen Ecken knackt und sich evtl.auch Risse bilden. Besser das passiert beim Funktionsheizen als später wenn der Boden bereits belegt ist.

    Belegreifheizen:
    - Start mit 25°C
    - täglich um +10K steigern bis max. VL erreicht (max. VL Temp. s.o.)
    - regelmäßige CM Messung
    - Ist die geforderte Restfeuchte erreicht, wieder in 10K Schritten/Tag abwärts

    Bei Estrichstärken >60mm wird sogar empfohlen das Belegreifheizen zu unterbrechen damit Feuchtigkeit von unten nach oben diffundieren kann.

    Ich würde nicht darauf hoffen, daß der Estrich innerhalb von 6 Wochen von alleine trocknet. Oberflächlich betrachtet vielleicht, aber ohne CM Messung sollte der Boden nie belegt werden.

    Ein Bodenleger der nicht in´s offene Meser laufen möchte, wird sowieso auf die Restfeuchte achten.

    Gruß
    Ralf
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  10. #9
    Themenstarter

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    Das mit dem Trocknen habe ich jetzt verstanden. Also, das Funktionsheizen werden auf jeden Fall durchführen, das Trockenheizen erst, wenn die Dachdämmung drin ist. Dies haben wir vor zu tun, wenn der Estrich mal gut begehbar ist, also vielleicht nach einer Woche oder so. Wenn die Dachdämmung da ist, kostet das Heizen nicht mehr so viel, hoffe ich zumindest.
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  11. #10

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    Funktionsheizen frühestens 7 Tage nachdem der Estrich eingebracht wurde. Bei Zementestrich 21 Tage.

    Gruß
    Ralf
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  12. #11
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    Anton,

    so ganz versteh ich deinen *Sparf***(Gedanken)* nicht wirklich.
    Haste dir damit nicht schon genug Ärger eingehandelt ?

    Es rät dir hier ja keiner aus deinem Haus ne Sauna zu machen ...
    aber einmal eingefrohrene Leitungen sollten doch reichen ... oder nicht ?

    Selbst während der Estricheinbringung würde bei mir die Heizungsanlage mit 20 - 25 Grad laufen .... einschl. der gesamten Abbindezeit.

    Ohne zu heizen kriegst den Estrich bei den jetzigen Temperaturen nicht trocken. Ausserdem grade wenn *sowieso* noch gearbeitet wird ist das ein Vorteil, dann geht das Lüften nebenbei, beim Funktionsheizen.

    Obwohl wir ja grade *milde* Temperaturen haben darf der Estrich ebenfalls keinen Frost abkriegen, sonst kannste den einschl. der Fußbodenheizung einfach wieder rauskloppen .... man kann allerdings auch sparen nach dem Motto *no risk no fun*.

    *Funktionsheizen* heisst heizen mit *allem* was geht .... also im Bedarfsfall auch den Elektroheizstäben .... bis zur max. Temperatur des eingesetzten Estrichs - hier wohl 50 bzw. 55 Grad oder was die Anlage hergibt.

    Man kanns auch in Teilabschnitten machen ... dann erreicht man die Temperaturen sicher, nur dauerts eben wesentlich länger bis man dann mit dem Funktionsheizen durch ist.

    *Trocknen* in einigermasen vernünfiger Zeit tut dein Estrich auch nur wenn er - auch nach dem Funktionsheizen - weiterhin beheizt wird.

    Kalte Luft rein beim Lüften, die Luft nimmt beim Erwärmen einen Teil der Feuchtigkeit des Estrichs mit und wird dann wieder durchs Fenster verabschiedet.
    *Unbeheizt* ist die Feuchtigkeitsabnahme im Estrich bei den jetzigen Temperaturen nahezu Null. Wenn die Luft von draussen wärmer ist als der Fußboden kanns sogar passieren dass du den wieder befeuchtest ....

    Gruß
    Achim Kaiser
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  13. #12
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    Icon1 Halt, halt, Achim ... :-)

    ... bevor du mich in die Schublade "Geiz ist geil" steckst!

    Also bei mir steht das Sparen nicht an der ersten Stelle, zumindest wenn die Funktion dadurch beeinträchtigt werden würde. Aber sparen will ich schon dort, wo es geht, ohne dass die Qualität des Hauses darunter leidet. So viel Geld habe ich nun auch nicht, dass Sparen ein Fremdwort wäre.

    Dass die Rohre eingefroren waren / gewesen sein könnten war nicht auf mein Sparen zurückzuführen, sondern auf die Sche***arbeit meines HB, deren Folge es war, dass die FBH im OG nicht lief! Denn es wurde doch geheizt, mit VL-Temp. ca 10°C! 20 oder gar 25°C wären blödsinnig gewesen, da der Estrich noch nicht da und das Haus nicht gedämmt war, so dass diese höheren VL-Temp. nur "Geld aus dem Fenster hinauswerfen" bedeutet hätten. Das Wasser zirkulierte ja auch bei 10°C VL wunderbar im EG, selbst bei -10°C Außentemp.

    Bis ich mit dem Funktionsaufheizen beginnen kann, dauert es noch ca. eine Woche. Also habe ich noch etwas Zeit zum NAchdenken, wie ich nun das Trocknen realisieren bzw. beschleunigen kann. Es kommt darauf an, was du mir nun empfiehlst.

    Zunächst aber erst mal die Frage (nein, meinen HB frage ich nicht mehr ernsthaft!): Welche max. Temp. beim Funktionsaufheizen (der sog. Scheitelpunkt im Aufheizprogramm der Wärmepumpe) muss ich bei einer Auslegungstemp. von 33°C VL wählen? Ist die Auslegungstemp. auch gleichzeitig die max. Temp.? WP: Tecalor THZ 403 SOl (aber ohne Solaranteil). Ralfs Empfehlung wäre, diese 33°C zu nehmen. Wäre mir aber etwas zu niedrig, oder Ralf?

    Dann (auch @Ralf): Warum muss man beim Belegreifheizen (das ist doch das Trocknungsheizen, oder?) eine Rampe fahren? Ich dachte, beim Trochnungsheizen geht es nur darum, Wärme reinzubringe, damit die Feuchtigkeit herausgehen kann, so dass es ausreichen würde, eine konstante Temp., z.B. 25°C, einzubringen, oder?

    Also: Was ist eure konkrete Empfehlung für das Trocknungsheizen? Und zwar bzgl. Temp. und Dauer?
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  14. #13
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    Anton,

    ich hab dich noch in gar keine Schublade gesteckt ... da kommen die Ansagen dann ganz anders.

    Mal davon abgesehen, dass der Bauablauf etwas unglücklich gewählt war, weil die Dachdämmung hätte eigentlich vor dem Verlegen der FBH erfolgen sollen, dann hätte es das ganze Malheur nicht gegeben.

    Dein Argument mit dem EG zieht da natürlich nicht ganz, denn die Aussendwände und der Fußboden gegen den Keller oder das Erdreich dämmt wesentlich besser als blos ne Holzschalzung und die Ziegel gegen den Himmel ... deswegen haben im EG 10 Grad gereicht und im DG gings daneben.

    Die Tecalor hat wenn ich das Datenblatt richtig überflogen habe 8 kW heizleistung auf der WP und nochmal knapp 9 kW auf den Heizstäben.... damit kriegste die FBH Konstuktion garantiert auf die gewollten 50 oder 55 Grad ... je nach Spezifikation des Estrichs.

    Ich würde die Anlage auf 20 bis 25 Grad laufen lassen während dem Einbringen des Estrichs und die auf dem Themperaturniveau auch während der Abbindezeit *beheizen* und dann schnell zusehen dass die Dachdämmung drann kommt sobald der Estrich belastbar ist - dürfte wohr doch knapp 2 Wochen dauern, bis man da mit Leitern oder ähnlichem wieder drauf rumtoben kann.

    Solange die Temperaturen so bleiben wie jetzt dürfte es auch nicht besonders dramatisch sein, was die Heizkosten angeht.

    Funktionsheizen ist erst dann angesagt wenn im DG die Dämmung fertig ist ... ob das 2 Wochen früher oder später gemacht wird, ist nahezu egal, wenn die Zeit nicht besonders drängt.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  16. #14
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    Hallo Achim,

    bzgl. mit EG und OG bin ich da nicht ganz deiner Meinung, denn ich habe in diesen beiden Stockwerken die Raumtemp. gemessen, und die Thermometer zeigten so gut wie den gleiche Wert, auch wenn es draußen -10°C war. Dass der Manometer angeblich kaputt war (Druck nur 0,5bar statt 1,8bar wie im EG), war schon mal ein Indiz dafür, dass etwas faul war mit der FBH im OG. Aber egal.

    Zum Estrich heizen: Ich wollte die FBH eigentlich weiter laufen lassen (VL ca. 10°C), während der Estrich gelegt wurde. ABer der Estrichleger hat mir verboten, dass die Rohre eine andere Temp. bekommen als der Estrich (Temp. an diesen Tagen im Bau ja ca. 5°C, und mit der THZ kann ich min. 10°C VL einstellen). Sonst würde sein Estrich Risse bekommen, weil beim Anbinden unterschiedliche Temperaturen dann herrschen würden (an den Rohren 10°C, wo anders 5 - 6°C).

    Also, ich habe dich so verstanden: Das Funktionsaufheizen kann ich irgendwann später noch nachholen (auch der Estrichleger sagte, je später desto besser), aber mit dem Trocknungsheizen sollte ich gleich anfangen? Mit konst. 25°C? Wie geschrieben, wird die Dachdämmung Ende nächster Woche gemacht.
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  17. #15

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    Also heizen während der Estrich eingebracht wird, wäre auch nicht nach meinem Geschmack. Vertraue auf Deinen Estrichleger, er muß den Kopf dafür hinhalten.

    Die max. Temp. sollte die max. Temperatur sein die Deine Anlage hergibt, min. jedoch die Auslegungstemperatur (zzgl. Toleranzen) und maximal die 55°C.

    Beim Funktionsheizen wird ohne Rampe gefahren damit der Estrich auch "gestresst" wird. Wie schon geschrieben, besser Risse beim Funktionsheizen als später wenn die schönen Fliesen verlegt sind.

    So, nochmals zum Mitschreiben.

    - Anlage unter Druck setzen (Druckprüfung)
    - Estrich einbringen
    - min. 7 Tage warten
    - Funktionsheizen wie oben beschrieben
    - Belegreifheizen wie oben beschrieben.
    - Estrich belegen
    - Normalheizen

    Gruß
    Ralf
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