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wie dicht muss winddicht sein?

Diskutiere wie dicht muss winddicht sein? im Forum Spezialthema: Wind- und Luftdicht auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    wie dicht muss winddicht sein?

    Hallo miteinander,

    der Titel sagt es eigentlich schon, wie dicht muss die Winddichtheit des Daches sein, um die Wirkung der Dämmung durch Wind von außen nicht zu schmälern?

    Bei meinem neuen Dach sind einige kleine Lücken/Spalten an den Übergängen der Holzweichfaserplatten zur traufseitigen Untersicht-Verkleidung bzw. zum Stellbrett, das auf dem Kniestock steht, und an den Durchführungen der Gauben-Sparren zu sehen.

    hier gibts Bilder davon:

    1. Stellbrett/Traufe
    http://www.img-box.de/24369/
    (es geht um das N+F Brett, das hinter der Fußpfette rausschaut)

    hier im Detail der Spalt:
    http://www.img-box.de/24370/
    (ganz unten ist der Kniestock, darauf das Stellbrett, darüber das letzte N+F Brett der Untersicht-Verkleidung des Dachüberstands an der Traufe.

    2. Durchführungen der Gauben-Sparren
    http://www.img-box.de/24371/
    Ich meine die Spalten um die Sparren der Gauben, die Titanzink-Verkleidung ist aussen schon drauf, dadurch wird also nichts mehr winddichter.

    Was meint Ihr?
    Ich denke, 1. ist nicht so schlimm, aber 2. sind doch ziemlich große Lücken...

    gruß
    Stefan
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  2. wie dicht muss winddicht sein?

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  3. #2

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    luft von aussen hat noch keiner dachkonstruktion geschadet (solange es kein wasser oder tiere sind)
    wichtig ist, daß die entwässerung richtig ist und keine wasser auf die traufschalung laufen kann.
    von innen sollte die dampfbremse/sperre ordentlich ausgeführt werden.

    die abdichtung der fenster würde ich mir mal genauer ansehen!
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  4. #3
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von sepp Beitrag anzeigen
    luft von aussen hat noch keiner dachkonstruktion geschadet (solange es kein wasser oder tiere sind)
    aber die Dämmwirkung lässt dadurch doch nach, oder?
    falls das wichtig ist: geplant ist Vollsparrendämmung mit 200mm (statt USB hab ich diffusionsoffene HWF-Platten)

    Zitat Zitat von sepp Beitrag anzeigen
    die abdichtung der fenster würde ich mir mal genauer ansehen!
    meinst Du die Lücken bei den Sparren?

    oder die noch nicht angeklebte innere Abdichtung? das wird erst noch gemacht, da fehlt mir aber noch die Lattung der Inneverkleidung..
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  5. #4

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    3

    Dämmung

    Du hast schon recht dass die Dämmung etwas leidet, komplett dicht bekommst du das aber eh`nur mit einer Aufdachdämmung. Wichtiger ist dass das Dämmmaterial vor Kondensat geschützt ist und da muß die Dampfbremse sauber abgeklebt sein. Da Luftdicht/Winddicht grundsätzlich dasselbe sind ist das so schon o.k.

    Gruß

    Andi
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  6. #5
    Avatar von Herbert
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    Widerspruch

    Unterscheidung windicht/luftdicht
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  7. #6
    Avatar von Herbert
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    Widerspruch:

    Unterscheidung winddicht/luftdicht

    Wieso kann man hier nicht mehr korrigieren!
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  8. #7

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    Zitat Zitat von alutic Beitrag anzeigen
    Du hast schon recht dass die Dämmung etwas leidet,
    Gruß

    Andi
    ...Warum soll die Dämmung leiden?...Was ist mit all den Häusern die als äußeren Abschluss nur eine (hoffentlich ordentlich verlegte) Unterspannbahn haben.
    Wichtig ist das keine kalte Strömung bis an die Winddichtigkeitsfolie gelangen kann...das kann schon bei normaler Luftfeuchtigkeit innen und niedrigen Aussentemperaturen zu Kondensation innenseitig führen...
    gruss
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  9. #8
    Themenstarter

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    jetzt bin ich etwas verwirrt, was ist mit "Winddichtigkeitsfolie" gemeint? die innere Luftdichtheitsschicht? (= bei mir Dampfsperre)
    An diese sollte keine Kaltluft kommen, das ist klar, däs wäre ja sonst eine Wärmebrücke, richtig?

    Mir gehts aber mehr um die äußere Schicht, ob durch Unterspannbahn oder in meinem Fall Holzweichfaserplatten, sollte ja im Prinzip egal sein, oder?

    wie im Link von Herbert dargestellt, scheint auch Winddichtigkeit (von außen, eben gegen Wind) für die Dämmwirkung nicht ganz unwichtig zu sein.

    Aber sind so kleine Lücken wie bei mir dafür relevant?
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  10. #9

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    Na ja, auch für den Windwiderstand der Dämmung gibt es Baustoffwerte und dann gibt es natürlich immer noch Fugen usw. Bei starkem Wind leidet die Dämmwirkung schon etwas, aber bei fachgerechtem Einbau bleibt das im Rahmen.

    Gruß

    Thoma
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  12. #10
    Bauexpertenforum Avatar von stefan ibold
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    manoman

    Moin,

    es gilt zunächst festzustellen, was eigentlich vereinbart war.
    Die Winddichtheit ist nämlich keine Vorschrift und wäre insofern explizit zu vereinbaren.
    Dann stellt sich die Frage, welche Wärmedämmung wird eingebaut?
    Macht bitte keine Pferde scheu wegen der Winddichtheit. Bei einer fachgerecht verlegten, also ohne Fugen, Wärmedämmung, vorzugsweise einer mineralischen oder einer eingeblasenen Zellulosedämmung passiert gar nichts wenn der weitere Aufbau nach außen nicht winddicht ist. Der kalte Wind darf nur nicht bis an die Dampfsperre gelangen, das darf kalte Luft aber auch nicht und das würde selbst be ieiner winddicht verklebten UnterDECKUNG passieren, so Fugen vorhanden sind (Wärmebrücke).

    Die Unterscheidung zwischen einer Unterspannung und einer Unterdeckung sollten hier jedoch geläufig sein. Eine Unterspannung ist IMMER hinterlüftet. Was sollen da winddicht abgeklebte Nähte bringen????

    Hört sich nach gesundem Lehrerhalbwissen an

    Grüße

    stefan ibold
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  13. #11
    Themenstarter

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    auf den Sparren sind Holzweichfaserplatten, damit dürfte es sich um eine Unterdeckung handeln, richtig?
    Die Zwischensparrendämmung wird 200mm MiWo Klemmfilz sein.

    Ich fasse also zusammen:
    komplett winddicht krieg ich das ganze eh nicht, die Dämmung sollte lückenlos verlegt werden, damit keine kalte Luft an die Dampsperre gelangt.
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