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Kombination Wärmepumpe, Solaranlage und Kachelofen

Diskutiere Kombination Wärmepumpe, Solaranlage und Kachelofen im Forum Heizung 1 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Frage Kombination Wärmepumpe, Solaranlage und Kachelofen

    Hallo zusammen,

    für mich ist es heute mein erster Beitrag in diesem Bauforum und bestimmt nicht der letzte .

    Da ich noch in einer ganz frühen Phase der Bauplanung bin, möchte ich mich schon jetzt über das Heizsystem informieren. Für uns ist auf alle Fälle eine Wärmepumpe gesetzt. Wie die Ausführung ist, hängt einfach noch von zu vielen Randbedingungen ab. Nun aber zu meinem Titel.

    Macht es denn Sinn, wenn wir eine WP mit einer Solaranlage und einem Kachelofen kombinieren? Oder ist dies unwirtschaftliche? Wir wollen in unserem Wohnzimmer einen Kachelofen einbauen und da stellt sich die Frage, ob dies nicht eine Unterstützung für die WP sein kann. Wie seht ihr das? Gibt es da Synergien?

    Vielen Dank im Voraus für eure Unterstützung

    Grüßle
    Thomas
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  2. Kombination Wärmepumpe, Solaranlage und Kachelofen

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  3. #2
    Avatar von Shai Hulud
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    Hallo Thomas,

    Zitat Zitat von Stratos Beitrag anzeigen
    Für uns ist auf alle Fälle eine Wärmepumpe gesetzt.
    bei geringem Energiebedarf des Hauses Amortisationsdauer der Investitionskosten berücksichtigen. Eine Stromdirektheizung kann unter Umständen über Jahrzehnte billiger sein als die Anschaffung einer WP.

    Wir wollen ein Passivhaus bauen, ohne wassergebundenes Heizsystem und ohne fossile Verbrennung. Zusatzheizung mit Holzofen in der Mitte des Hauses mit Galerie zum DG. Das gesparte Geld der nicht vorhandenen konventionellen Heizung ergibt einen Teil des Mehraufwands für Dämmung und bessere Fenster. Der Holzofen soll im Winter das Warmwasser mit erwärmen, im Sommer macht das die Solaranlage. WW-Speicher mit Zusatzstromheizung für die Übergangszeit und um ab und zu die Legionellen platt zu machen.

    Genauso wollen wir keine Energiesparlampen (auch wenn ich dann dafür als Ketzer beschimpft werde), Investitionskosten gegen den Zusatznutzen abwägen. Licht wird meistens in der dunklen Jahreszeit benötigt, wenn Lichtquellen das Haus mitheizen. Lieber ausreichend (Süd-) Fenster planen, damit tagsüber der Lichtstromkreis ausbleiben kann (Stromfreischalter). Strom wird uns übrigens schon seit 7 Jahren von unserem grünem friedlichen Energieversorger geliefert, für das gute Gewissen... :Roll

    Also: Welcher Heizenergiebedarf ist geplant?
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  4. #3

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    Zitat Zitat von Shai Hulud Beitrag anzeigen
    Also: Welcher Heizenergiebedarf ist geplant?
    Das ist die entscheidende Frage.

    Um bei dem Beispiel mit dem PH zu bleiben. Wird dort, aus welchen Gründen auch immer, ein Kaminofen installiert, dann muß die Energie auch irgendwo hin abgeführt werden. Sonst wird´s richtig heiss in der Hütte. WW Aufbereitung und ein ordentlicher Speicher sind dabei eine gute Alternative.

    In Omas Altbau reichts dagegen nur um die Küche auf Temperatur zu halten.

    Jedes Heizkonzept muß auf das Gebäude hin dimensioniert und optimiert werden. Sonst gibt´s nur Enttäuschungen.

    Nur weil ein Kaminofen momentan wieder "in Mode" ist, muß man ihn nicht in jede Hütte einbauen.

    Gruß
    Ralf
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  5. #4

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    WP und Solar halte ich als jemand, der WP und Solar (für WW) hat, für Grenzwertig bis nicht Wirtschaftlich.

    In der Religionsfrage WP mit oder ohne großen Pufferspeicher bin ich gegen Pufferspeicher. Aber Solarthermie braucht Pufferspeicher. Ebenso, wenn man die Leistungsspitzen eines Ofens mitnehmen will. Von daher würde ich das eher nicht machen.

    Ein Ofen ist prima, wenn man mal kurzfristig Leistung ins Haus stecken will. z.B. weil der besten aller Ehefrauen friert oder weil tatsächlich die Außentemperatur fällt wie ein Stein -- wenn die WP knapp ausgelegt ist (was gut für deren Effizienz ist), dann kann das hilfreich sein.

    Die Wirtschaftlichkeitsrechnung muss jeder für sich machen. In einem echten, gut ausgeführten Passivhaus mag sich auch eine Direktheizung rechnen, kommt aber auch drauf an wie sich die Energiepreise entwickeln. Da muss jeder seine eigenen Wetten abschließen.

    Am Ende gilt: nur eine Kilowattstunde, die nicht gebraucht wird, ist eine gute Kilowattstunde, daher vielleicht lieber keinen Ofen mit Wasseranschluss und keine Solarthermie, sondern das Geld einfach in bessere oder mehr Dämmung stecken.

    Gruß, Hendrik
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  6. #5
    planfix
    Gast
    Macht es denn Sinn, wenn wir eine WP mit einer Solaranlage und einem Kachelofen kombinieren?
    Nur die Geräte ohne Pufferspeicher und Heizungsverteilung + Flächen und ohne Arbeit zum anschließen kosten sicherlich
    Wärmepumpe 3000€ bis 8000€
    Solarkollektoren 2000€ bis 6000€
    Kachelofen 3500€ bis 8000€
    .
    Eine gut dimensionierte Direktverdampfungs WP kann Dich OHNE weitere Technik und guter Dämmung (KfW 60 oder besser) mit jährlichen Heizkosten von ca. 400 bis 600€ erfreuen. Wenn Du keinen Wald zum Verheizen hast, ist alles andere uninteressant.
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  7. #6

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    Also, ich weigere mich noch hier eine Empfehlung zu geben, solange ich die Randparameter nicht kenne...

    PH oder EnEV Standard ist leider ein großer Unterschied.

    Gruß
    Ralf
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  8. #7
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    Hallo zusammen,

    vielen Dank für euer super schnelles Feedback. Leider kann ich noch nicht alle eure Fragen sofort beantworten, da wir uns noch nicht entschieden haben was es für ein Haus werden soll.

    Wir tendieren momentan zu einer Holzständerbauweise von Burkart http://www.burkart-haus.de/.

    Also was ich jetzt so mitnehme ist, dass WP und Solar eher unwirtschaftlich ist. Ein Kachelofen ist wahrlich in Mode, aber sorgt doch für eine sehr angenehme Atmosphäre . Der Kachelofen soll bei stark fallenden Temperaturen auch die Heizanlage unterstützen.

    Was gibt es sonst noch worauf ich achten sollte?

    Grüßle
    Thomas
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Stratos Beitrag anzeigen
    Was gibt es sonst noch worauf ich achten sollte?
    Daß Du immer genügend Kleingeld im Geldbeutel hast.

    Und immer daran denken, jede kWh die man nicht zum Heizen benötigt, ist gespartes Geld in der Zukunft.

    Gruß
    Ralf
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  10. #9
    Themenstarter

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    Hi Ralf,

    von den kleinen Roten habe ich immer sehr viel im Geldbeutel .

    Ich will auch versuchen erst wenig kW zu verbrauchen .

    Grüßle
    Thomas
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Stratos Beitrag anzeigen
    Hi Ralf,

    von den kleinen Roten habe ich immer sehr viel im Geldbeutel .

    Ich will auch versuchen erst wenig kW zu verbrauchen .

    Grüßle
    Thomas

    Pssst..nicht kW, sondern kWh. Dann klingelt´s im Geldbeutel. Aber keine Angst, ich sag´s nicht weiter.

    Gruß
    Ralf
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  12. #11

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    Als WP Betreiber mit HOlzofen (allerdings einen einfachen Schwedenofen, damits nicht so teuer wird und wir schnell warm haben) kann ich dir sagen, daß sich die Geschichte nicht lohnt. Aber ich hab selber ein bisschen Wald und hat es mich immer geärgert, daß man das HOlz nicht selber verwenden konnte. Es gab ja schon Zeiten, da mußte man das Holz fast verschenken. Drum haben wir einen Ofen eingebaut.

    Die WP kostete mich incl. ww (fast 50%) letztes Jahr 430 €. Gut es ist ein kleines Häuschen. Aber was soll ich da noch groß einsparen?
    Eher sollte ich die Kaminfegergebühren einsparen und im Moment mein HOlz verkaufen. Wäre das bessere Geschäft.
    Wenn du einen Ofen ohne Wasser planst, dann solltest du auf jeden Fall einen großen Raum haben, sonst ist der bei der heutigen Isolation gleich zu warm. Ausserdem gleich eine externe Verbrennungsluft einplanen, bei den dichten Gebäudehüllen heute. Der Schorni wird zwar trotzdem einen Schalter für die Abzugshaube wollen, aber auch sonst könnte ihm die Luft fehlen.
    Weiter ist Holzofen mit KWL immer so ein Ding und bedarf Planung im Vorfeld.

    mfg
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Shai Hulud Beitrag anzeigen

    Wir wollen ein Passivhaus bauen, ohne wassergebundenes Heizsystem und ohne fossile Verbrennung. Zusatzheizung mit Holzofen in der Mitte des Hauses mit Galerie zum DG. Das gesparte Geld der nicht vorhandenen konventionellen Heizung ergibt einen Teil des Mehraufwands für Dämmung und bessere Fenster. Der Holzofen soll im Winter das Warmwasser mit erwärmen, im Sommer macht das die Solaranlage. WW-Speicher mit Zusatzstromheizung für die Übergangszeit und um ab und zu die Legionellen platt zu machen. http://cgi.di.uoa.gr/~std05181/image...leys/judge.gif
    da "freuen" sich alle, die im OG wohnen, wenn der Ofen am Warmwasserbereiten ist...
    Wurden die Zusammenhänge: Kaminofen, Gallerie, Lüftungsanlage ausreichend überdacht?!

    gruss bernhard
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  14. #13
    wasweissich
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    @bernix
    ich glaube , unser kleines kätzchen tut nur so schlecht informiert , das was er da schreibt , hat für mich hand und fuss.......
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von Shai Hulud
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    Hallo Bernhard,

    Zitat Zitat von bernix Beitrag anzeigen
    Wurden die Zusammenhänge: Kaminofen, Gallerie, Lüftungsanlage ausreichend überdacht?!
    Einfache Antwort: Nein. Wir sind im Moment in LP3+4, ich habe deswegen extra geschrieben. "Wir wollen...".

    Möglichst offenes Wohnen ist optimal zum Verteilen der Wärme. Wir haben extra eine Galerie, um die Wärme vom Ofen ins DG zu bekommen. Wem es oben zu warm wird, der kann ja seine Zimmertür zumachen. Besser als unten zu warm aber oben noch kalt.

    Ich gebe dir recht, die Abstimmung des Ofens auf das richtige Verhältnis Wassererwärmung zu Raumheizung ist entscheidend. Ich sehe zur Zeit zwei Grenzfälle:
    • Die Bude ist mollig warm, das Warmwasser noch eisig. Typisch für die Übergangszeit, nicht kalt genug für den Ofen und zu wenig Ertrag der Solaranlage. Dann kann das Warmwasser mit Strom zugeheizt werden. Nicht schön, aber kalkulierbar.
    • Oder die Bude ist eiskalt, aber der Warmwasserspeicher kocht. Sollte eher im tiefsten Winter vorkommen, den es ja eigentlich nicht mehr gibt. Ich bin kein Ofenfachmann, aber ich stelle es mir es schwierig vor, die Wassererwärmung einfach abzudrehen. Wenn dann das Wasser nicht aus dem Ofen abgelassen wird, kocht es im Ofen, das dürfte wohl Probleme geben. Man könnte dann alle Mann unter die Dusche schicken, das hilft aber auch nur kurzzeitig. Hier sollte man besser die Bude mit Strom zuheizen (z.B. Licht anmachen), im Passivhaus sollten diese zusätzlichen Kosten überschaubar bleiben.

    Ursprünglich hatten wir eine Gastherme für die Warmwasserbereitung und einen extra Haustechnikraum mit ca. 6qm im Erdgeschoß mit eingeplant. Zusatzkosten wären Gastherme, Gasanschluß, Abgasrohr und feuerfeste Tür gewesen. Dann haben wir aber wegen Solarthermik und Warmwasserheizung durch den Ofen die Gastherme gestrichen, die Hausanschlüsse in einen Anschlußschrank in der Küche verschoben und den Warmwasserspeicher auf den Dachboden verlagert. Ergebnis: Zusatzkosten und Haustechnikraum entfallen, allein an Wohnfläche 5qm=ca. 5000 Euronen gespart. Da bleibt einiges Geld zum Zuheizen mit Strom über.

    Unser Architekt wird einen extra Planer für die Haustechnik beauftragen, der wird sich demnächst unter anderem um das Heizungs- und Lüftungskonzept verdient machen. Mal sehen, was danach davon noch überbleibt.

    Unser EFH wird dieses Jahr gebaut werden, danach startet die Verifizierungsphase (Wohnen). Falls gewünscht, kann ich euch hier im Forum über unser Projekt auf dem laufenden halten.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Shai Hulud Beitrag anzeigen
    ..... Falls gewünscht, kann ich euch hier im Forum über unser Projekt auf dem laufenden halten.
    Auf jeden Fall.

    Gruß
    Ralf
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