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  1. #1

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    Frage Wie Fassade bei 28 cm Hausabstand dämmen?

    Hallo Bauexpereten,

    wir haben uns ein ungedämmtes Haus Baujahr 1913 gekauft. Da das Haus komplett saniert werden muß, wollen wir im Zuge der Sanierungsarbeiten auch die Außenfassade mit einem WDVS dämmen. Unser Architekt hat berechnet, daß eine Dämmung mit 14 cm EPS 15 SE 035 (?) erforderlich ist.

    Unser Problem ist folgendes:
    Das Haus steht auf der Grundstücksgrenze und zum Nachbarhaus sind es nur 28 cm. Laut Aussage einer Dämmfirma ist es nicht möglich den geplanten Wärmeschutz mit konventionellen Platten anzubringen. Einzige Möglichkeit wäre das Einblasen von Dämmmaterial.

    Gibt es andere, bessere Verfahren / Techniken oder ist vielleicht doch möglich dort mit Platten zu arbeiten?


    Danke schonmal und Gruß
    Bonifatius
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  2. Wie Fassade bei 28 cm Hausabstand dämmen?

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  3. #2

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    entscheidend ist, ob von ihnen oder dem nachbar ein unbeheizter raum an die jeweilige fassade grenzt.
    wenn nein, kann man darüber nachdenken nur die flanken zu dämmen und zu schliessen.
    wenn ja - hilft nur schütten oder blasen. (auffüllung mit perliten)
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  4. #3
    Bauexpertenforum
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    Habe ich das richtig verstanden?
    Ihr Haus steht im jetzigen Zustand (ungedämmt) auf der Grenze.
    Der Nachbar steht somit 28 cm von der Grenze.

    Das würde dann bedeuten, dass egal was Sie noch auf der Fassade aufbringen, oder einblasen, dass dieses auf dem Grundstück des Nachbarn statt finden würde,.
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  5. #4

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    iss wurscht...
    gebäudefugen die nicht begangen werden können müssen mit geeigneten maßnahmen geschützt werden. zumindest in B-W....
    ergo würden dann die kosten aufgeteilt werden können, vielleicht, in etwa, oder auch nicht
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  6. #5
    Bauexpertenforum
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    iss wurscht...
    gebäudefugen die nicht begangen werden können müssen mit geeigneten maßnahmen geschützt werden. zumindest in B-W....
    ergo würden dann die kosten aufgeteilt werden können, vielleicht, in etwa, oder auch nicht
    Vorsicht! Bestandsgebäude.

    Das öffentliche Recht darf von dem Bauherren nichts Unmögliches fordern. Die Fuge hat Bestandsschutz. Bisher gabs keine Dämmung.

    Zivilrechtlich benötigt Bonifatius die Zustimmung des Nachbarn für die Dämmung auf dem Nachbargrundstück. Wenn zwischen den beiden Häuser, wie ich es verstanden habe, 28 cm " Luft " ist, dann könnte man an ein Einblasverfahren mit Lanzen, z.B. Rockwoll Granulat ( = Steinwolle = Brandschutz! ) denken, das funktioniert aber nur im gesamten Querschnitt. Dito Perlite, z.b. im Schüttverfahren von der Dachseite > Kosten ??, im Übrigen Schalltechnisch wohl in jedem Fall schlechter ). Verweigert der Nachbar die Zustimmung und kann unser Bonifatius ihn auch nicht " bekehren ", sinnvollerweise ihn sogar zur Kostenbeteiligung bewegen, dann ist nix mit Dämmung. Wäre ja auch noch schöner, wenn jeder auf Nachbars Grundstück dämmen dürfte, wie er wollte.

    Außerdem: Es muß eine funktionsfähige Lösung gefunden werden, für den Fußpunkt/ Erdreich des Zwischenraums der Giebel. Die Dämmung einfach auf das Erdreich aufzubringen, geht wegen des Feuchteschutzes schon mal gar nicht.
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  7. #6
    Bauexpertenforum
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    oder ist vielleicht doch möglich dort mit Platten zu arbeiten?
    Nur wenn Du einen findest, der so dünn ist, daß er in dem Zwischernraum von 28 cm die Dämmplatten von 14 cm an Deine Hauswand kleben und sich dabei gleichzeitig noch langsam nach oben zum Dach vorarbeiten kann.

    Wenn Du so einen findest, solltest Du ihm oben einen Ausgang zum Dach machen. Danach kannste mit der Nummer bei Gottschalk auftreten.
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  8. #7
    Avatar von drulli
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    Vielleicht wäre das hier der geeignete Kandidat...
    ... durch "35 cm großes Loch" ausgebrochen.
    http://www.abendblatt.de/daten/2007/12/31/832106.html
    Die fehlenden 7 cm schafft er auch noch.
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  9. #8
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    Danke für die Antworten.

    Demnach haben wir eigentlich nur die Möglichkeit den Zwischenraum mit einem Einblasverfahren aufzufüllen.
    Einverständnis des Nachbarn ist dabei Voraussetzung.
    Klar ist auch, dass die Dämmung nicht brennbar sein darf.
    Den Zwischenraum hinten und vorne zu zu mauern scheidet wohl auch aus, da auf unserer Seite die Durchfahrt im unteren Teil der Wand ist (und damit unbeheizt).
    Ich versuche die Situation nochmal etwas genauer zu beschreiben:
    Es geht um die rechte Wand des Hauses. Links neben der Wand ist die Durchfahrt zu unserm Hof (ca. 3,5 Meter hoch). Über der Durchfahrt sind dann zwei Zimmer (im OG), die die Wand als Außenwand haben. Der Giebel ist wiederum frei, da das Nachbarhaus niedriger ist.


    DachX| /\
    XXXXX| |X|
    XX|__| |X|

    Oder wir dämmen einfach von innen - ist wahrscheinlich die kostengünstigste Lösung.

    Oder aber wir finden doch noch jemand der dort hineinpasst...
    Bei Germanys Next Topmodel oder so ;-)

    Hätte nicht gedacht, dass das so schwierig wird. Solche Konstellationen gibt es doch eigentlich zu Hauf - oder?
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  10. #9
    Avatar von Shai Hulud
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    Zitat Zitat von Bonifatius Beitrag anzeigen
    Den Zwischenraum hinten und vorne zu zu mauern scheidet wohl auch aus, da auf unserer Seite die Durchfahrt im unteren Teil der Wand ist (und damit unbeheizt).
    Ist die Durchfahrt etwa auch nur 28cm hoch, so daß Ihr von unten nicht zum Dämmen drankommt?
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  11. #10
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    wir haben uns ein ungedämmtes Haus Baujahr 1913 gekauft.
    DachX| /\
    XXXXX| |X|
    XX|__| |X|

    Vergiß es. Ungedämmte Tordurchfahrt und ein Flachdach auch noch.

    Wegen der vielen Wärmebrücken macht die teure Dämmerei wenig Sinn. Am Ende ist Schimmel im Haus.

    Beim nächsten Kauf besser nachdenken oder vorher Sachverstand zukaufen.
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Eric Beitrag anzeigen
    Vergiß es. Ungedämmte Tordurchfahrt und ein Flachdach auch noch.

    Wegen der vielen Wärmebrücken macht die teure Dämmerei wenig Sinn. Am Ende ist Schimmel im Haus.

    Beim nächsten Kauf besser nachdenken oder vorher Sachverstand zukaufen.
    Ich gebe zu, dass die "Zeichnung" etwas irreführend ist.


    http://s6.directupload.net/file/d/1322/kqh4oupw_jpg.htm
    Das Graue ist die Durchfahrt.
    Unser Giebel ist parallel zur Straße. Das Nachbarhaus hat ein Walmdach.

    Das Haus hat kein Flachdach.
    Das Dämmen der Durchfahrt ist kein Problem.
    Durchfahrt ist 3,5 m hoch, 2,5 m breit und 8 m lang.

    Es gibt Menschen, die ihr Haus nicht nach der Dämmbarkeit aussuchen...
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  14. #12
    Avatar von Shai Hulud
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    Und was...

    Zitat Zitat von sepp Beitrag anzeigen
    entscheidend ist, ob von ihnen oder dem nachbar ein unbeheizter raum an die jeweilige fassade grenzt.
    wenn nein, kann man darüber nachdenken nur die flanken zu dämmen und zu schliessen.
    ... spricht jetzt gegen Sepps Vorschlag? Wenn die Räume links und rechts von der Fuge beheizt werden scheint mir das als Baulaie (siehe Signatur) das beste Lösung zu sein. Ich würde mich in dieser Sache mal zusammen mit dem Nachbarn von einem Fachmann kostenpflichtig beraten lassen.
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