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Ab wann gilt der Aussenputz als mangelhaft?

Diskutiere Ab wann gilt der Aussenputz als mangelhaft? im Forum Außenwände / Fassaden auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    Avatar von pbcom
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    Ab wann gilt der Aussenputz als mangelhaft?

    Hallo Ihr Experten!

    Das ist mein erster und wahrscheinlich nicht einziger Beitrag in diesem Forum. Nach knapp einem Jahr anstrengender Suche, haben wir uns für ein fast schlüsselfertiges Massivhaus eines gut und lang geprüftes Bauunternehmers entschlossen. In ca. 1-2 Wochen wird der Bau angefangen.

    Da ich sehr pingelich bin, was die Optik bzw. die Ausführungsqualität angeht habe ich im Vorfeld eine Frage an Euch:

    Ab wann gilt der Aussenputz einer Hausfassade als fehlerhaft bzw. mangelhaft?

    Wir haben in der Suchphase sehr viele schöner Häuser gesehen die jedoch (meiner Meinung nach) von der Fassade her sehr miserabel verarbeitet worden sind.

    Da das hochladen der Beispielbilder irgendwie nicht funktioniert habe ich diese unter den Links bereit gestellt:
    http://www.neon24.de/download/aussenfassade1.jpg
    http://www.neon24.de/download/aussenfassade2.jpg

    Ist das so in Ordnung und ich bin zu pingelich oder wäre das ein Mangel?
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  2. Ab wann gilt der Aussenputz als mangelhaft?

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  3. #2
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    Sowas ist kein Mangel da dies nur bei Streiflicht und bei besonderen Lichtverhältnissen stattfindet (bestimmter Einfallwinkel bei bestimmtem Sonnenstand) Dies ist kein Abnahmekriterium und erst recht keine Mangelhafte Ausführung und beurteilung einer Handwerksleistung.
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  4. #3

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    Beim ersten Haus (wohl mit WDVS) fallen die senkrechten Streifen auf. Wahrscheinlich hat der Maler das Gewebe in senkrechten Bahnen aufgezogen. Ob das fehlerhaft ist kann ich nicht beurteilen. Zumindest habe ich bis jetzt nur Verarbeitunghinweise gesehn wo das Aufziehen des Gewebes quer vorgeschrieben war.

    Aber mal egal ob senkr. oder quer soweit man es über das Foto beurteilen kann liegt das wohl noch im Toleranzbereich.

    Es gibt aber auch Maler / Stuckis die so eine Fassade so abspachteln das sie selbst bei Streiflicht absolut eben sind.

    Mir persöhnlich würde das was ich auf dem ersten Bild sehe auch nicht gefallen!

    mfg
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  5. #4
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    und wenn es quer wäre, Streifenbildung in die andere Richtung? Nicht umsonst sagte ich das Streiflich kein Abnahmekriterium ist...
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  6. #5

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    Richtig! Bei diffusem Tageslicht macht diese Fassade bestimmt einen ordentlichen Eindruck.

    Nur freut es doch jeden Bauherren wenn die Fassade auch bei Streiflicht eine gute Figur macht! Was sie natürlich nicht muss!
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  7. #6

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    Wie auch immer... ich würde zumindest erstere Fasade nicht akzeptieren. Und entsprechend auch nicht bezahlen. Solange, bis diese ordentlich ist oder ein Richter sagt, dass dies zwar potthässlich aussieht, aber dennoch zu bezahlen ist.
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  8. #7
    Avatar von Lukas
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    Zitat Zitat von Landbub Beitrag anzeigen
    ein Richter sagt, dass dies zwar potthässlich aussieht, aber dennoch zu bezahlen ist.
    Haben schon Richter gesagt.
    Alles Andere ist Zahlungspfusch.

    Gruß Lukas

    Nachtrach

    Es steht dem AG natürlich frei, erhöhte Anforderungen zu vereinbaren. Das muß er allerdings rechtzeitig tun und den entsprechenden Preis akzeptieren wollen.
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  9. #8
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    Derjenige SV der das als "Fehlerhafte Ausführung" beurteilt und das nch den entsprechenden Beurteilungskriterien hat nen Schlag vor den Kopp verdient!

    Im weiteren dies nicht bezahlen zu wollen wäre im Streitfall eine größere Unverschämtheit als die Optik!


    Anforderungen an das WDV: 1. Wetterschutz= 30-35% / Wärmeschutz 35-40 % / Optik ca 25 -30%

    Dann von der Optik die Höhe der Beeinträchtigung (Nur ein Giebel, nur bei entsprechendem Lichteinfall, dem Objektivem Nichtfachmann fällt idR nichts auf (85% der Tagsezeit, nur seitlich usw.)

    dann kommen wir vlt bei allem rumsuchen auf eine Minderung von 20 -30 % auf die 25% der Optik! macht ... 10% der Giebelfläche....

    Alles Einbehalten... wenn ich sowas höre werd ich sauer
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  10. #9
    Avatar von Olaf (†)
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    Weil...

    mer schon einmal dabei sind:
    Das gilt nicht nur für den Putz, sondern auch für andere "Optiken". Wenn Du also was ganz dolles haben willst, sollteste vorher schon mal fragen, was Regel ist (und eventuell was besseres vereinbaren)- nich das es dann unnötig Zoff gibt.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Lukas Beitrag anzeigen

    Es steht dem AG natürlich frei, erhöhte Anforderungen zu vereinbaren. Das muß er allerdings rechtzeitig tun und den entsprechenden Preis akzeptieren wollen.
    Wie könnte denn sowas aussehen? "der AN verpflichtet sich, eine auch im Streiflicht einwandfreie Fasade zu erstellen" - oder wie?

    In unseren LVs steht irgendwas von "nach den Regeln der Technik und einwandfreier Qualität" oder so.

    Ich sehe da eher eine Bringschuld bei den Handwerkern. Woher soll ich wissen, wie ein Gewerk fertig aussehen "darf" oder wird? Soll man mir doch sagen, dass die Fasade zwar warm hält und weiss wird, nach DIN aber uneben werden darf.

    Maler sagt: "Lass die Erdgeschossdecke (ca. 90qm, Filigranfertigteile) lieber verputzen, mit Spachteln bekomme ich das nicht so eben, wie du das willst". Gesagt, getan.

    WC-Spülkasten 2cm ausser mitte unterm Fenster. War sofort zu erkennen, ein Nachmessen nicht nötig. Installatuer hats natürlich (!) umgebaut, obwohl schon alle Anschlüsse dran.

    Ein Holzfenster hatte eine Delle, groß wie ein Centstück. Der Fenstersetzer hat spachteln gar nicht vorgeschlagen, sondern den Architekten angerufen, wie lange er zeit hat, einen neuen Rahmen zu besorgen.

    Irgendwie ticken die Uhren bei uns anders...
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  12. #11
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    Als die Ebenheit der 18202 geb ich hier als gegeben an! Ansonsten gilt Gebrauchstauglichkeit und Üblichkeit...

    An meinen Aussagen oben halte ich nach wie vor fest! Wir beurteilen hier eine Handwerksleistung und nicht das Goldmosaik am Boden vor dem Kaiserlichen Scheißhaus!
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Robby Beitrag anzeigen
    dann kommen wir vlt bei allem rumsuchen auf eine Minderung von 20 -30 % auf die 25% der Optik! macht ... 10% der Giebelfläche....

    Alles Einbehalten... wenn ich sowas höre werd ich sauer
    Weder ersteres noch letzteres ist für mich in irgendeiner weise relevant.
    Ich verlange von den Handwerkern ein EINWANDFREIES Gewerk. Ich verstehe darunter, dass ICH keine Einwände habe. Andere, auch Richter, interpretieren das sicher anders.
    Es geht auch niemals um eine Minderung, sondern um einen perfektes Gesamtgewerk. Handwerker haben uns beim Essen (ja, wir laden unsere Handwerker bisweilen zum Mittagstisch ein) erzählt, dass andere Bauherren mit Gutachtern nach kleinen Mängeln suchen, um dann den Preis zu drücken. Das ist schäbig und arm.
    In den Vergabegesprächen wurden die Handwerker auf unseren Qualitätsanspruch aufmerksam gemacht, einige sagten dann, dass sie in diesem Fall dann aber in Position 1.2.3 lieber ein anderes Material verbauen würden. Meist ein teures, immer haben wir zugestimmt. Jede Abschlagzahlung wird bezahlt, sofern es nichts zu bemängeln gab. Aber von den 22.000 EUR für die Fenster 200 EUR gutgeschrieben zu bekommen für eine Delle im Rahmen - nie und nimmer. Der muss raus, anderweitig HÄTTE ich die Schlusszahlung KOMPLETT einbehalten. Was aber natürlich nicht nötig war.
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  14. #13
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    Such Dir ein Vergleichsobjekt welches Dir gefällt.
    Beurteile dieses unter Belichtungzuständen, welche auch bei Dir zu erwarten sind.
    Nehme dieses Vergleichsobjekt als optisches Kriterium mit in die Ausschreibung und in den Vertrag auf.
    Erkläre in der Ausschreibung explizit was Du von der Fassade hin´sichtlich der Optik, hier auch Streiflicht erwartest.
    Dann, aber auch nur dann kannst Du weitergehende Erwartungen einfordern, als von Robby hier beschrieben.
    Wobei der optische Zustand der verlinkten Fassade nicht das "üblich" zu erwartende darstellt. Ich würde mich hier schwer tun das ganze NUR mit der 18202 erschlagen zu wollen.
    ES ist offensichtlich, dass hier nicht Großflächig geglättet wurde, sondern immer nur klein, klein.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Ich meine hier nicht die Schattenbildung des Streiflichts allgemein, sondern die Art der Streiflichtbildung.
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  17. #15
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    Die Ausführung wäre hier Üblich und euer Anspruchsdenken dürfte euch (Subjektiv) interessieren... Genauso ist die Aussage:" Wie auch immer... ich würde zumindest erstere Fasade nicht akzeptieren. Und entsprechend auch nicht bezahlen. Solange, bis diese ordentlich ist oder ein Richter sagt, dass dies zwar potthässlich aussieht, aber dennoch zu bezahlen ist."

    Entscheidend.. bei solchen zu vermutenden Vorgehensweisen würde mir, der sicher ein gehobenes Anspuchsdenken an seine Arbeit hat, das Mittagessen aus dem Gesicht fallen
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