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Ringanker mit Estrichbeton aus dem Baumarkt betonieren

Diskutiere Ringanker mit Estrichbeton aus dem Baumarkt betonieren im Forum Beton- und Stahlbetonarbeiten auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Ringanker mit Estrichbeton aus dem Baumarkt betonieren

    Hallo werte Bau-Experten,
    wir haben vor einen Ringanker mit U-Schalen selbst zu erstellen.
    Der Statiker hat (neben Details zur Bewehrung) angegeben:
    Beton C20/25.
    Ist es möglich, zum ausbetonieren den billigsten Estrichbeton aus dem Baumarkt für ca. 2 Euro pro 40kg-Sack zu nehmen?

    Gruß
    Müller
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  2. Ringanker mit Estrichbeton aus dem Baumarkt betonieren

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Hallo,
    bei dem Trockenmischung handelt es sich ja meistens um C20/25 wen nicht sogar C25/30. Bei dem handelt es sich um körnung 0-8mm. Sobald kein zuschlagskorn angegeben worden ist würd sich auch dafür eignen.
    Sollte es sich um mehr als 1m³ handelt würde ich Ihnen die sackwaren nicht empfehlen da es nicht mehr praktisch wird.
    Mfg.

    http://www.spenner-zement.de/mup_det...DMuP=26&ID=100
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo Yilmaz,
    vielen Dank für deine Antwort.
    Benötigt wird Beton für 250 Poroton U-Schalen 24 X 24,0 X 24cm.
    Freier Querschnitt: 0,15x0,195
    Betonbedarf: 0,15x0,195x0,24x250= ca. 1,8 m³

    Ich rechne mal:
    Sackware:
    1,8 m³ Beton: 3600 kg Sackware : 90 Säcke á 40 kg
    Preis: 90 x 2 Euro = 180 Euro
    Lieferung: 60 Euro
    Summe: 240 Euro
    Vorteile:
    - Anmischen "nach und nach" möglich
    - Flexibles Arbeiten (Betonieren auch am Samstag möglich)
    Nachteile:
    - Höherer Zeitaufwand durch Anmischen
    - "Schleppen" der Säcke von Straße (Anlieferstelle) zum Nebengebäude (Einsatzort): ca. 50m

    Transportbeton:
    1,8 m³ Beton: C20/25 F3 langsam 40F 1,8x104x1,19=223 Euro
    Mindermengenzuschlag: 1,8x15x1,19=32 Euro
    Summe: 255 Euro
    Vorteile:
    - kein Anmischen, Betonmischer nötig
    Nachteile:
    - genaue Terminabstimmung notwendig
    - Gefäße zum Abnehmen des Betons "in einem Rutsch" notwendig.
    - "Schleppen" der Maurerkübel von Straße (Anlieferstelle) zum Nebengebäude (Einsatzort): ca. 50m

    Preislich kein großer Unterschied. Was ratet ihr?
    Gruß
    Müller
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  5. #4
    JamesTKirk
    Gast
    Das "Anmischen nach und nach" sehe ich als Nachteil, nicht als Vorteil. Nachteil deswegen, da ihr nie ein wirklich homogenes Bauteil herstellt.

    Ich würde den Beton auf jeden Fall im Transportbetonwerk bestellen. Eine Sackware eines Estriches als Beton für einen Ringanker einzubauen, auf diese aburde Idee würde ich gar nicht kommen.
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Anliefern lassen und in eins betonieren
    Kies+Zement bestellen und selber mischen und in eins betonieren.
    PS: mit 90 sack kommst du nicht hin. 40 Kg sack hat ca. 16 liter beton.
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  7. #6

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    Das ist ja dann die klassische Milchmädchenrechnung würde ich sagen.

    Wenn Sie sich 1800l Trockenmasse besorgen, wird das für ca. 180 U-Schalen reichen.
    Auf die Trockenmasse müssen sie ca. 30% draufrechnen. Durch die Zugabe des Anmachwassers verringert sich das Volumen ihres Zuschlag/Bindemittelgemisches.

    Wären dann ca. 2,34 m³ Trockenmasse, nach Ihrer Rechnung 4,68t = 117 Sack
    * 2 € = 234 € + 60€ Lieferung = 294 € + Anmachwasser, + Strom für den Mischer + Bezahlung für den Mann am Mischer.

    Das Argument, Sie müssten den Beton noch 50m zur Einbringstelle tragen, lasse ich mal nicht gelten. Denn die Sackware müssten sie auch dorthin tragen.

    Davon ab dürfte die Zusammensetzung ihres Estrichmörtels nicht den Anforderungen der DIN 1045 hinsichtlich Sieblinie und Zementmenge entsprechen. Ob sie bei jeder Mischung den erforderlichen w/z Wert erreichen sei mal dahingestellt.
    Fachlich kann ich von der Vorgehensweise nur abraten.

    Ich persönlich würde auf die Quälerei verzichten, den Beton liefern lassen, und mit einem Pumi einbringen (falls möglich), oder den Beton wenigstens per Autokran im Kübel zur Einbringstelle ziehen lassen.
    Sollte da eine Holzkonstruktion drauf kommen, einfach mal beim Zimmermann nachfragen, ob der die Kübel mal eben hochzieht.
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  8. #7
    JamesTKirk
    Gast
    Zitat Zitat von sw Beitrag anzeigen
    Davon ab dürfte die Zusammensetzung ihres Estrichmörtels nicht den Anforderungen der DIN 1045 hinsichtlich Sieblinie und Zementmenge entsprechen. Ob sie bei jeder Mischung den erforderlichen w/z Wert erreichen sei mal dahingestellt.
    Fachlich kann ich von der Vorgehensweise nur abraten.
    Vollkommen richtig
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  9. #8
    Themenstarter

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    erstmal danke für eure antworten!
    @sw:
    Wenn Sie sich 1800l Trockenmasse besorgen, wird das für ca. 180 U-Schalen reichen.
    Auf die Trockenmasse müssen sie ca. 30% draufrechnen. Durch die Zugabe des Anmachwassers verringert sich das Volumen ihres Zuschlag/Bindemittelgemisches.
    ich habe nicht vor, 1800l trockenmasse, sondern vielmehr 3600kg trockenmasse für 1800l estrichbeton zu besorgen. ist aber auch so beschrieben...
    der hersteller des fertigestriches gibt an, dass pro sack (40kg) 20l estrichbeton entstehen. daher meine rechnung...
    Das Argument, Sie müssten den Beton noch 50m zur Einbringstelle tragen, lasse ich mal nicht gelten. Denn die Sackware müssten sie auch dorthin tragen.
    das habe ich ja auch geschrieben...
    zum transport per autokran: der zimmermann rückt mit seinen geräten ja erst an, wenn der rinkanker fertig und druchgetrocknet ist...
    noch eine gute idee?
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  10. #9
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    ... noch eine frage: in welchem abstand müssen die bügel zum halten der pos. der 4 x 12mm-bewehrungseisen gesetzt werden?
    das hat der statiker nämlich nicht mit angegeben. nur: Bügel d=6mm / 15cm
    Sind drei stück pro lfd. m ausreichend?
    Gruß
    Müller
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  11. #10
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Zitat Zitat von fam_müller Beitrag anzeigen
    ... nur: Bügel d=6mm / Abstand = 15cm
    ...
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  12. #11

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    Da fällt mir nix mehr ein...

    Haben Sie die übrigen Rohbauarbeiten auch selbst ausgeführt?
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  13. #12
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    Ringanker oder Ringbalken

    Prinzipiell ist immer zu klären, ob das ein Ringanker oder ein Ringbalken ist.

    Ringanker: hält das Mauerwerk als Zugband zusammen
    benötigt nur die Längseisen (meist 2) und Bindebewehrung, Abstandhalter
    Bewehrungsangabe z.B. 2 o 10 (o=Durchmesserzeichen)

    Ringbalken: wie vor und zusätzlich auch als Balken für seitliche Lasten, z.B. Wind aus der Dachkonstruktion
    sind dann mind 4 Längseisen in einer Verbügelung (als Kästchen mit mind 4 Eckstäben).
    Bewehrungsangabe z.B. 4 o 12 und Bü o8/15 (o=Durchmesserzeichen)
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  14. #13
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    Zitat Zitat von fam_müller Beitrag anzeigen
    ... noch eine frage: in welchem abstand müssen die bügel zum halten der pos. der 4 x 12mm-bewehrungseisen gesetzt werden?
    das hat der statiker nämlich nicht mit angegeben. nur: Bügel d=6mm / 15cm
    Sind drei stück pro lfd. m ausreichend?
    Gruß
    Müller
    und wie groß sind die Bügel, keine Zeichnung mit der Biegeform dabei?

    Nebenbei nicht wundern, wenn Sie keine o6 bekommen, dann R188A biegen lassen oder o8 nehmen.

    Soviel zur Bastelanleitung. Sie haben hoffentlich genug selbstvertrauen. Das Ding hält Ihr Dachgeschoss in Form.
    Ansonsten setzt eine Wanderungsbewegung ein, bis die Hütte einen ausreichenden Tragmechnismus findet ( - oder auch nicht).

    Siehe voriges Posting zur Bedeutung dieses Teils.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Um Licht ins Dunkel zu bringen:

    http://foto.arcor-online.net/palb/al...3965343133.jpg

    nach der Definition handelt es sich um einen Ringbalken.

    ich hatte die 15cm als schenkellänge der bügel verstanden...
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  17. #15
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    15x19,5 und dann 15 breite Bügel in konischer Form.
    Da spart man schon mal die Abstandhalter - dicker Hammer und los gehts.

    Im Ernst, da wird auch der Biegebetrieb gucken und fragen was wollen Sie denn genau haben.
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