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Dämmen zig Fälle und keine Ahnung...

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  1. #1
    Avatar von OliS
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    Dämmen zig Fälle und keine Ahnung...

    Morgen!

    zur Zeit plane ich folgende Umbauarbeiten in die evtl. eine Dämmung miteinfliesen könnte/sollte. Nur weiß ich 1. nicht lohnt es sich 2. sind meine Gedanken richtig


    Fall 1 -> Kniestock

    der 1. Kniestock befindet sich hinter dem Schlafzimmer (nur im Winter bei -10°C beheizt) getrennt durch eine Wand aus Ziegelsteinen auf der nach innen Gipskatonplatten aufgebracht sind. Zugang erfolgt über den Balkon ( also KEINE Verbindung ins Schlafzimmer. Dach ist an dieser Stelle naja teilweise mit Steinwolle gedämmt ( der Großteil fehlt oder ist zerissen)

    geplant ->
    Styropor 2 lagig ( bekomme nocht "Restposten" mit 80mm Platten darum 2lagig...)

    Problem -> Dach dämmen oder so lassen? Styropor noch mit Holz beplanken oder "roh" lassen?

    der 2. Knietsock befindet sich hinter der Küche und Kinderzimmer ( Kinderzimmer beheizt, Küche auf 21°C) der Kniestock ist ca. bei der Hälfte mit einer OSB Platte getrennt ( war früher ein "Versteck" für die Kinder). Dach ist mit Steinwolle gedämmt. Trennung zur Wohnung über Ziegelsteinwand.
    Im Kniestock soll die Wand mir Spanplatten verkleidet werden. Dabei würde ich 40mm Styropor zwischen Wand und Holz machen.

    Problem -> lohnt sich das überhaupt ?

    Fassade ->
    ich habe im 1. OG den Vorteil das an beiden SeitenSchindeln als Verkleidung angebracht wurden. lohnt sich eine Dämmung wenn ich sie nur in meinem Stockwerk ausführe oder verpufft die Wirkung dank ungedämmtem EG ?

    Sodele das wärs vorerst
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  2. Dämmen zig Fälle und keine Ahnung...

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  3. #2

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    Dämmung

    Antwort

    Hallo,
    ehrlich gesagt, ich kann mir die Situation aus der Beschreibung nicht vorstellen. Eine Zeichnung wäre auch für den Überblick beim Ausbau notwendig.

    Grundsätzlich kann man aber sagen, Dämmung lohnt sich und ist, bezogen auf das investierte Geld, ein Vielfaches besser als Photovoltaik oder der bekannte und staatlich verordnete Kesselaustausch.

    Die Ideologie verhindert, daß Dämmung an erster Stelle der Maßnahmen zur Energieeinsparung steht. Man müßte ja beim Styropor mit der bösen Chemie einen Pakt eingehen oder mit der erforderlichen Schafwolle ganz Australien kahlfressen lassen.

    Aber: Früher konnte man etwas dämmen und hatte bei bescheidenem Einsatz einen bescheiden Erfolg. Heute dämmen wir stärker. Dann macht aber jeder Ritz die stärkere Dämmungserfolge zunichte.

    Vergleich: Wenn ich das Blech einer Dose verstärke wird die Dose weiterhin den Inhalt verschwinden lassen, wenn sie auch nur ein kleines Loch hat. Habe ich aber in einem Sieb eine weiteres Loch, wird dies keinen Einfluß auf das Sieb haben.

    Bei der Dämmung kommt noch dazu, daß durch einen kleinen Ritz nicht nur die Wärme entweicht, sondern auch die warme Luft ihre Feuchtigkeit mit hinaustransportiert. Kühlt die Luft dann ab, fällt diese Feuchtigkeit als Wasser aus und durchfeuchtet die Dämmung. Mit diesen Schäden wird dann die Dämmung verteufelt. Es ist aber die falsche Handhabung.

    Es kommt also bei nachträglicher Dämmung darauf an, eine geschlossene Hülle herzustellen und keine Ritzen entstehen zu lassen. Beides geht im Bestand oft nur mit einem genauen Plan über die geplanten Maßnahmen.

    Zwei übereinander angeordneten, versetzt verklebte, Platten erscheinen daher aus wärmegründen sinnvoll. Wegen der doppelten Arbeit und des doppelten Kleberverbrauches sind sie aber selbst bei geschenktem Styropor kaum wirtschaftlich.

    Darüber hinaus ist es einfacher die Dämmung auf der vorwiegend kalten Seite anzuordnen. Die Wand bleibt warm, der hindurchdiffundierende Wasserdampf fällt erst an der äußersten Schale der Dämmung aus und kann von dort verdunsten.
    Dämmen wir auf der warmen Seite, kühlt ein Teil der Konstruktion (Wand) aus, die Feuchtigkeit schlägt sich zwischen Dämmung und Wand nieder und wir bekommen Schimmelprobleme. Einfacher bedeutet, es ich möglich die Dämmung auch innen aufzubringen. Ohne genaue Rechnung können Schäden aber nicht ausgeschlossen werden.

    Ich denke ich habe erst mal die grobe Richtung vorgegeben. Die beschädigte Dämmung wird also leichter eine spätere Schadensstelle, als daß sie nützlich ist. Da sollte man also korrekt arbeiten.

    Gruß

    pauline
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  4. #3
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    Danke für dies ausführliche Antwort...

    zwecks der Beschädigten Dämmung habe ich gerade ein paar Bilder gemacht ->

    auf dem ersten Bild sieht man den Knietsock hinter der Küche. Die Wand am Ende führt sozusagen ins Freie



    die linke Wand soll beplankt werden ( die Wand hinten ins freie wird wie der untere Teil unterhalb der Dämmwolle auch beplankt und soll auch gedämmt werden)


    Die nächsten 3 Bilder zeigen den Knietsock hinter dem Schlafzimmer.
    Meiner Meinung nach macht die Dämmung das Dachtes hier nur für das Bad im EG Sinn ( Bad liegt direkt unter dem Schlafzimmer bzw. dem Knietsock). Mir geht es Hauptsächlich um die Dämmung für das Schlafzimmer (also die linke Wand). Wenn es keine Bedenken gegen das doppelt verklebte Styropor gibt werde ich mal schauen was mich billiger kommt.



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  5. #4
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    Bevor ich mir hier Gedanken über die Dämmung der Wände machen würde, würde ich mich um die vorhandene Schrottdämmung der Dachschrägen kümmern ( alukaschierte Dämmwolle ohne luftdichte Anschlüsse, Tauwasserausfall in der Dämmung und Schwärzung der Dämmung ( Schimmel ? ) erkennbar. Da muß ein Fachmann ran und ein Sanierungskonzept erarbeiten. Die punktuelle Überarbeitung bringt hier keine dauerhafte Abhilfe, sondern verschlimmert eher noch die bereits vorhandenen Probleme.
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  6. #5
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    diese Dämmung wird entfernt. Mir stellt sich blos die Frage -> brauche ich diese Dämmung. Im jetzigen Zustand ist die Wirkung mit Sicherheit = 0
    Nützen wird diese Dämmung meiner Meinung eher wenig. der Zugang zu diesem Knietsock war bis jetzt ungedämmt und die Temperaturen im Kniestock waren immer auf dem gleichen Level wie auserhalb des Gebäudes.
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  7. #6
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    diese Dämmung wird entfernt.
    Im Schlafzimmer sind die Dachschrägen also ordnungsgemäß gedämmt und der Schrott in der sichtbaren Dachschräge war nur ein Ausreißer?

    Wenn es denn so wäre, würde mich mal interessieren, wie Du die luftdichte Ebene über dem Schlafzimmer hestellen willst, nachdem die alukaschierten Dämmung in der Schräge bis zur Wand entfernt worden ist.

    Lesen und verstehen: www.luftdicht.de
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  8. #7
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    Die Dämmung sieht nur "im Freien" so fertig aus. Ich gehe mal davon aus das die Dachschräge innen richtig gedämmt ist ( im Wohnzimmer und der Küche wurde die Holzdecke bereits erneuert und hier war die Aluschicht noch gut ( bis auf ein paar kleine Schäden die wieder abgedichtet wurden))

    Genaueres werde ich sehen wenn das Schlafzimmer in 1 oder 2 Jahren an die Reihe kommt.

    Wie genau das funktioniert wollte ich ja eigentlich hier in Erfahrung bringen... Werde mich mal durch den Link lesen evtl. bringt der mich weiter
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  9. #8
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    sehe ich das richtig das ich alle Aussenwände lieber verputze als Rigipsplatten zu verwenden? zwecks luftdichtheit?
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  10. #9
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    Ja und weiterlesen.
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10
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    sodele..

    also was mir auffält das -> ich hab zumindest keinen der häufigen Fehler eingebaut

    sobald mein Kaffee leer ist werde ich noch einen teil der Wand öffnen ( muß leider wegen der Heizung sein) und schauen wie es dahinter aussieht.

    Wenn ich es richtig verstehe ist die Problemzone bei mir der Keil wo dann Sytropor und Dachdämmung zusammstosen werden? Würde es nicht reichen an die Alufolie der Wolle im Dach eine Dampfsperre zu kleben und diese dann unter dem Balken mit einem geeigneten Kleber zu befestigen? Die Wand innen wird wie gesagt ja dann verputzt ( zwar wohl nicht mehr dieses jahr aber sie wird...)
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  13. #11
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    Wand ist offen und es zieht wie Hechtsuppe... obs positiv ist weiß ich nicht aber -> hinter dem Rigips ist schon ne Ladung Styropor.. sagenhafte 25mm
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