Ergebnis 1 bis 15 von 15

Thema: bauträger?

  1. #1

    Registriert seit
    02.2008
    Ort
    Frankfurt
    Beruf
    Informatiker
    Beiträge
    1

    bauträger?

    In einem Neubaugebiet einer Stadt sollen Reihenhäuser zu einen günstigen Preis errichtet werden.
    In der Frühphase des Projektes (es liegt noch keine Baugenehmigung vor) möchte die "Projektfirma" eine Reservierungsgebühr von 3000 Euro haben.
    Laut "Makler" (es fallen keine direkten Maklergbühren an) soll es wie folgt weitergehen.
    1.) VOR Baugenehmigung bereits Kaufvertrag eines Grundstückes bei Projektfirma und Abschluß eines Werksvertrages bei einer 2. Baufirma die eng mit Projektierungsfirma zusammenarbeitet. Beide Verträge unter Vorbehalt der Erteilung der Baugenehmigung. Falls nicht Rückabwickelung und Ersatz der Reservierungsgebühr und Notarkosten durch die Projektfirma.
    2.0)Warten auf Baugenehmigung
    Wenn Baugenehmigung erteilt:
    2.0 Finanzierung abklären.
    Finanzierungzusage an Baufirma übergeben.
    Meine Frage ist:
    1.) Sind solche Modelle heutzutage üblich?
    2.) Kann man eine solche Firma als Bauträger bezeichenen oder nur dann wenn Kaufvertrag Grundstück und Werksvertrag mit einem gleichen Vertragspartner abgeschlossen werden?
    Bin ich bei Erteilungs eines Werksvertrages persönlich Bauherr mit allen Pflichten und risiken?
    3.) Wo sind prinzipell die Risiken eines solchen Modells?

    Ich sehe folgende:
    1.) Ich zahle eine Reservierungsgebühr aufgrund eines Projektes in einem Hochglanzprospekt. Im Werksvertrag steht dann etwas anderes oder es kommt wegen unzumutbare Klauseln zu keinem Abschluss-> Reservierungsgebühr futsch.
    2.) Aus irgendeinen Grund kommt keine Finanzierung zustande (.> Reservierungsgebühr futsch.
    Rückabwicklung und Notarkosten gehen zu meinen Lasten.
    3.)Ausführende Baufirma (Werksvertrag) geht insolvent und ich bleibe auf dem Grundstück für ein reihenhaus sitzen.
    Gibt es noch weitere Risiken?
    Vielen Dank
    Gruß

    FJRDRIVER
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. bauträger?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    09.2003
    Ort
    Schleswig-Holstein / Hamburg
    Beruf
    Architekt
    Benutzertitelzusatz
    Freischaffender Architekt, öbuv SV für Hochbau
    Beiträge
    2,580
    versuchen kann man´s ja mal..
    ich sage: finger weg.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Baufuchs
    Gast
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    01.2007
    Ort
    Hannover
    Beruf
    StB
    Beiträge
    632
    Ein allgemeiner Rat: Hände weg von Verträgen, bei denen man jetzt eine Leistung erbringt und die andere Seite erst später. Beispiele hierfür finden sich zuhauf:

    1. Bausparen (jetzt zahlen, später zum günstigen Zins borgen),
    2. Riesterrente,
    3. Lebensversicherung, vor allem in Kopplung mit Baudarlehen

    und eben auch die Reservierungsgebühr, auf die sich Ihre Frage bezieht. Alle diese Vertragsformen sind zwar erlaubt (weil starke Lobbies dahinterstehen) dienen aber letztlich der Abzocke ahnungsloser Verbraucher. Fragen Sie einmal Ihre Verbraucherzentrale, was die davon hält.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Baufuchs
    Gast

    Das

    Hände weg von Verträgen, bei denen man jetzt eine Leistung erbringt und die andere Seite erst später.
    geht jedem Unternehmer so.

    Der baut jetzt, Bauherr zahlt später.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    01.2007
    Ort
    Hannover
    Beruf
    StB
    Beiträge
    632
    Wie sich aber aus dem Kontext ergibt, lieber Baufuchs, bezog sich der Rat auf Verbraucher, Laien und Ahnungslose. Sie als BU und ich als StB müssen natürlich in Vorleistung gehen, aber wir kennen uns auch gut genug aus, daß nichts passiert.

    Man könnte sogar sagen, daß dies das Charakteristikum eines sauberen Vertrags ist: Der erste Zug liegt beim Experten, der zweite beim Laien. Verträge, die andersherum konstruiert sind - bis hin zum Schneeballsystem als klarstem Beispiel - dienen der Abzocke.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    Baufuchs
    Gast

    Schon klar,

    daher auch mit Smiley.

    Zitat Zitat von fjrdriver
    1.) VOR Baugenehmigung bereits Kaufvertrag eines Grundstückes bei Projektfirma und Abschluß eines Werksvertrages bei einer 2. Baufirma die eng mit Projektierungsfirma zusammenarbeitet. Beide Verträge unter Vorbehalt der Erteilung der Baugenehmigung. Falls nicht Rückabwickelung und Ersatz der Reservierungsgebühr und Notarkosten durch die Projektfirma.
    Es ist im Fall des fjrdriver ohnehin nicht klar, was die Reservierungsgebühr für einen Sinn machen soll, wird diese doch bei Nichterteilung der Baugenehmigung zurückerstattet.

    Wenn die Verträge jetzt (wenn auch mit auflösender Bedingung) schon geschlossen werden, warum dann noch Reservierungsgebühr?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8

    Registriert seit
    01.2007
    Ort
    Hannover
    Beruf
    StB
    Beiträge
    632
    Zitat Zitat von Baufuchs Beitrag anzeigen
    Wenn die Verträge jetzt (wenn auch mit auflösender Bedingung) schon geschlossen werden, warum dann noch Reservierungsgebühr?
    Ich lese die Sache so - und kenne dafür auch selbst Beispiele -, daß die Reservierungsgebühr vor Abschluß des Grundstückskaufvertrags fällig ist. Der Grund hierfür kann sein, daß das Grundstück noch nicht existiert (geteilt werden muß) und das Unternehmen sich gegen einen Stimmungswandel des Bauinteressenten absichern will. Spätere Ausführung abweichend vom Hochglanzprospekt geht dann natürlich zu Lasten des Bauherrn, wie der OP richtig gesehen hat.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9
    Baufuchs
    Gast

    Um

    den Grundstücksvertrag schliessen zu können, ist eine Teilung doch nicht notwendig.

    (..noch zu vermessende Teilfläche aus.... in Grösse von...., im beigefügten Lageplan mit A/B/C/D gekennzeichnet).

    Stimmungswandel?
    Nicht ohne Grund darf der Notar einen GS-Vertrag erst 14 Tage nach Übersendung des Vertargsentwurfs an die Vertragspartner beurkunden.

    Und wer nur auf Basis eines Prospekts unterschreibt ist eh selbst schuld.
    Im beschriebenen Fall sollte es (für den Werkvertragsteil) mindestens Baueingabepläne und eine detaillierte Baubeschreibung geben.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10

    Registriert seit
    12.2002
    Ort
    Bielefeld
    Beruf
    Holzhausunternehmer
    Benutzertitelzusatz
    Wenn Du krank bist, zieh' in ein Holzhaus. Wenn das nicht hilft, geh' zum Arzt. (schwed. Sprichwort)
    Beiträge
    2,000
    Seit wann gibt es Baueingabepläne für € 3.000,-? Da muss ja auch vorher schon jemand den Entwurf gemacht haben, nicht? Der allerdings sollte samt Beubeschreibung in der Gebühr enthalten sein, finde ich.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    Baufuchs
    Gast

    In Ruhe lesen!

    Habe nicht geschrieben, dass der Fragesteller Baueingabepläne erhalten soll.

    Geschrieben ist:

    "Für den abzuschliessenden Werkvertrag sollten Baueingabepläne/exakte Baubeschreibung vorliegen."

    Wie sonst sollte das zu errichtende Gebäude im Vertrag definiert werden?

    1 Stück Haus 120m²
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12

    Registriert seit
    12.2002
    Ort
    Bielefeld
    Beruf
    Holzhausunternehmer
    Benutzertitelzusatz
    Wenn Du krank bist, zieh' in ein Holzhaus. Wenn das nicht hilft, geh' zum Arzt. (schwed. Sprichwort)
    Beiträge
    2,000
    O.k., aber das verstehe ich auch noch nicht wirklich. Wie kann ich als Unternehmer einen Werkvertrag abschließen und die Baueingabepläne bereits fertig haben? Nach meinem Verständnis gehe ich doch nicht mit fertigen Plänen zum Kunden, sondern entwickele den Plan erst mit ihm. Auch beim Reihenhaus gibt es trotz einer Vorplanung, die dem Interessenten vorgestellt wird, Möglichkeiten individueller Gestaltung, wenn auch fast ausschließlich beim Grundriß und bei der Ausstattung. Dann schließe ich den Werkvertrag und auf dieser Grundlage kann mein Architekt dann die Baueingabepläne anfertigen. Wobei der normalerweise auch noch mit den Kunden über Einzelheiten des Entwurfs spricht. Kleine Änderungen in dieser Phase gehen ohne Aufpreis.

    Der Kunde kommt ja nicht mit einem eigenen Architekten und fertigen Plänen in die Verhandlung. Dann müsste ich als Unternehmer ja die gesamte Planung komplett vorher festlegen, vorfinanzieren und dem Kunden auf's Auge drücken. Das geht aber auch anders.
    Geändert von Torsten Stodenb (11.02.2008 um 00:18 Uhr)
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13

    Registriert seit
    03.2004
    Ort
    Franken
    Beruf
    Kabelaffe
    Benutzertitelzusatz
    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    Beiträge
    23,214
    Du hast das ganze Prinzip nicht verstanden:

    Kunde unterschreibt erstmal für die billige Standard-Version, die schon kpl. durchgeplant vorliegt.
    Dann kommen hoffentlich viele (natürlich satt aufpreispflichtige) Änderungen...

    Und wenn er doch nicht unterschreiben will,ist er zumindest die "Reservierungsgebühr" los!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14
    Baufuchs
    Gast

    Reihenhäuser

    werden meist im Bauträgermodell errichtet und beim Verkauf liegt eine Baugenehmigung bereits vor.

    Die Baugenehmigung ist u.a. auch Vorraussetzung dafür, dass der Bauträger Zahlungen vom Käufer verlangen kann. (§3 Makler-Bauträgerverordnung).

    Regelfall ist also Baueingabepläne liegen beim Verkauf vor.

    Im vorliegenden Fall wurde lediglich das Vertragskonstrukt geändert (Fa. 1 verkauft Grundstück/ mit Fa. 2 Werkvertrag).

    Problematisch ist diese Art der Abwicklung bei Reihenhäusern m.E. sowieso.
    Was, wenn z.B. der Bauherren eines RMH in der Rohbauphase finanzielle Probleme kriegt ?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15

    Registriert seit
    01.2007
    Ort
    Delmenhorst
    Beruf
    Rechtsanwalt
    Beiträge
    325
    Alles schon gesehen, dann kriegen die Nachbarn halt ne Folie vor die Wand...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen