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  1. #1

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    Ist mein Haus Krank ?

    Hallo,

    Ich habe am Wochenende eine merkwürdige Entdeckung gemacht.
    In einem Zimmer habe ich an der Tapete einen weißen Belag, ähnlich wie Puderzucker festgestellt. und auch draußen an der Außenwand so etwas entdeckt :

    BILD1
    BILD2
    BILD3
    BILD4

    kann mir jemand sagen was das ist ?

    Gruß
    Michael
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  2. Ist mein Haus Krank ?

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  3. #2

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    Nen Knusperhaus mit Puderzucker mmmmmhhhhh
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  4. #3
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    lol, na Danke !
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  5. #4

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    Hallo pfaelzer,

    leider geben die Bilder Deine "Entdeckung" nicht sehr aussagekräftig wieder. Meist handelt es sich bei dieser Erscheinung aber um eine Ablagerung von verschiedenen Mineralien/Salzen. Zu diesen Ablagerungen kommt es, wenn Wasser an der Bauteiloberfläche verdunstet und sich die, im Wasser gelösten Mineralien an der Oberfläche (hier er Wand) ablagern. Es deutet auf jeden Fall auf von aussen eindringende Feuchtigkeit hin.
    In welchem Stockwerk tritt dieser Effekt denn auf ? Handelt es sich um eine Aussen- oder Innenwand ?

    Gruß - J.
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  6. #5

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    Ach, "Aussenwand" hattest Du ja bereits geschrieben. Ist Deine Formulierung so zu verstehen, das die Ablagerungen auf einer Wand etwa deckungsgleich auf der Rauminnen- und aussenseite auftreten ?
    Was noch wichtig wäre: Kennst Du den genauen Wandaufbau (z.B. einschalig, zweischalig, Dämmung etc.)?
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo Joe,

    Deckungsgleich sind die Stellen nicht, es ist sogar an einer Zwischenwand und nur im Erdgeschoss. Noch zur Info, ich habe keinen Keller und das Haus ist ca. 55 Jahre alt.
    Könnte es sein das da von der Bodenplatte Wasser ins Mauerwerk eintritt und dadurch solche Ausblühungen (nennt man das so ?) entstehen ?

    Was kann ich dagegen tun ? Ist es Gesundheitsschädlich ? Geht das Mauerwerk davon kaputt ?
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  8. #7

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    M.E. geht von diesen mineralischen Ablagerungen (oder Ausblühungen - meint das gleiche) keine direkte Gesundheitsgefahr für den Menschen aus. Die Zusammensetzung dieser puderartigen Ablagerungen ist aber sicherlich jedesmal verschieden. Sie hängt natürlich von den ursprünglich im Wasser gelösten Mineralien/Stoffen ab. Aber wer leckt schon an seinen Wänden

    Eine Gesundheitsgefahr besteht hier vielmehr durch die erhöhte Gefahr der Schimmelbildung. Wenn unkontrolliert Feuchtigkeit in ein Bauwerk eindringt ist Schimmel meist nicht weit. Und der stellt in der Regel schon eine Gefahr für Mensch und Bauwerk dar.
    Mit der Zeit nehmen zusätzlich Mauerwerk und Putz durch die Versalzung Schaden. Du solltest Dir also schon umgehend Gedanken über die Herkunft und die davon abhängige Beseitigung des Schadens machen.

    Natürlich ist es möglich das es sich in Deinem Fall um aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Erdreich handelt. Defekte Horizontalsperren sind bei Häusern dieses Alters leider keine Seltenheit. Feuchtigkeit kann aber auch durch undichte Stellen in der Aussenwand, durch undichte Wasserleitungen, defekte Bauteilanschlüsse oder Dächer in das Bauwerk gelangen. Um die Ursache genau zu lokalisieren solltest Du einen Fachmann zu Rate ziehen der den Schaden vor Ort begutachtet. Ich persönlich würde hier zu einem unabhängigen Architekten oder BauIng. tendieren.

    Gruß - Jörn
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  9. #8
    Themenstarter

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    Hallo Joe,

    erstmal vielen Dank für deine Hilfe, Tipps und Ratschläge !!

    Übernimmt eigentlich die Wohngebäudeversicherung die Kosten für ein Gutachten ? Es könnte ja eine defekte Wasserleitung sein.

    Hast du vielleicht noch eine Ahnung was so ein Gutachten kostet ?

    gruß
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  10. #9
    Avatar von Lukas
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    Zitat Zitat von JoeRn2 Beitrag anzeigen
    Es deutet auf jeden Fall auf von aussen eindringende Feuchtigkeit hin.
    Von wannen kömmt Euch diese Wissenschaft?

    Gruß Lukas
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  11. #10

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    Hi Lukas,

    bei derart geistreichen (und vor allem hilfreichen) "Einwürfen" stellt sich mir natürlich die Frage: wie sieht denn Deine Vermutung aus ? Ich bin gespannt !

    MfG - J.
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  12. #11
    Avatar von Lukas
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    Ich versuch Dir mal zu helfen.

    Das ist der Sockel eines Altbaus, mit Beton verputzt und mit ner wasserundurchlässigen Zauberpampe beschichtet.

    Jetzt Du.

    Gruß Lukas
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  13. #12

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    Mensch Lukas, das ist aber nett von Dir

    Das ist also der Sockel eines Altbaus, mit Beton verputzt und mit ner wasserundurchlässigen Zauberpampe beschichtet !

    Auf den ersten Blick nicht gerade hübsch - und dann auch noch mit "Feuchtigkeitsblasen" und so'nem weißen Zeug das wie Puderzucker aussieht

    Was möchtest Du hören ? Eine Theorie ? Wenn ich nur einen Versuch habe würde ich auf "aufsteigende Feuchtigkeit" tippen ...aber Du wirst das Rätsel sicher gleich lösen.

    Gespannten Gruß - J.
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  14. #13
    Avatar von Lukas
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    geistreich, hilfreich, nett

    Fein, daß Du mich so siehst.
    Da seh ich doch glatt drüber hinweg, daß Du meine Frage nur mit ner Gegenfrage beantwortet hast.

    Deine These von der "aufsteigenden Feuchtigkeit". Wie möchtest Du diese stützen?
    Warum steigt die in willkürliche Höhen auf, um da dann "auszubrechen"? Warum nicht auch unten?

    Ich würd mich immer noch über ne Antwort zu meiner ersten Frage freuen.

    Gruß Lukas
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von Lukas
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    Nachtrach, zur "aufsteigenden Feuchtigkeit"

    Wie erklärst Du Dir eigentlich, daß die "Feuchtigkeit" da auf einmal "puderzuckerartig" wird? Wäre "zuckergußartig" nicht passender?
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  17. #15

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    Moin Lukas,

    ist es das - "Von wannen kömmt Euch diese Wissenschaft?" - was Du mit "Deine erste Frage" meinst Sollte das als ernst gemeinte Frage zu verstehen sein? Wenn ja, sorry! Dieser Einwurf hatte für mich eher die Qualität einer Antwort wie "Nen Knusperhaus mit Puderzucker mmmmmhhhhh".

    Da sich aber mittlerweile weitere Fragen eingestellt haben fange ich mal mit Deiner letzten an:

    Mir ist das Auftreten dieser "Erscheinung" überwiegend in puderzuckerartiger Form bekannt. Diese Erscheinungsform wird z.B. auch auf Bild 3 des ersten Beitrags erkennbar.
    Nochmal zu der "Erscheinung": Das ins Mauerwerk eindringende und aufsteigende Wasser verdunstet an der Bauteiloberfläche. In diesem Wasser sind verschiedene Salze und Mineralien gelöst. Bei Verdunstung kristallisieren diese Salze aus, wobei es durch Volumenvergrößerung zu einer Beschädigung von Mauerwerk und Verputz kommen kann. Diese Beschädigungen verstärken sich häufig durch Frostsprengungen durch im Baustoff gefrierendes Wasser.

    Zu Deiner Frage: "Warum steigt die in willkürliche Höhen auf, um da dann "auszubrechen"? Warum nicht auch unten?".
    Ich bin mir zwar jetzt nicht ganz sicher ob Du diese Frage "ganz allgemein", auf Dein Bild oder auf die Situation des Startbeitrages beziehst. Ich versuch mal mein Glück:

    Dein Bild - Bei Altbauten fehlen oft horizontale und vertikale Abdichtungen oder diese sind im Laufe der Jahre durchlässig geworden. Das Mauerwerk kann dadurch Feuchtigkeit aufnehmen. Die Menge der aufsteigenden Feuchtigkeit richtet sich dabei nach der Porosität der verwendeten Baustoffe und nach der Bodendurchfeuchtung. Die obere Grenze der Feuchtigkeit im Mauerwerk hängt von der Kapillardichte des Baustoffes und der Verdunstungsmöglichkeit ab. Je dichter die Mauer verputzt ist, desto höher steigt die Feuchtigkeit, da ihre Verdunstung gehemmt wird. Sperrputze oder "wasserundurchlässige Zauberpampen" führen also i.d.R. nur zu einer Verlagerung der sichtbar werdenden Feuchtigkeitsschäden. Auf Deinem Bild scheint diese "Sperrschicht" zudem im Berech der bereits sichtbar gewordenen Feuchteschäden von mehreren Rissen durchzogen zu sein.

    Bilder des Startbeitrages - Auf den Bildern 2-3 ist zu erkennen, das sich die Ausblühungen augenscheinlich im unteren Bereich einer Wand befinden. Man erkennt eine Art „Absatz“ oder einen „Sockel“ bzw. eine Sockelleiste. Auf Bild 4 erkennt man zudem gelöste und herabgefallene Farb- und/oder Putzreste. Wenn man einen Größenvergleich zu den im Vordergrund liegenden Holzlatten anstellt so könnte man erneut zu dem Schluß kommen, das sich die sichtbaren Feuchtigkeitsschäden in diesem Fall im unteren Wandbereich befinden – in etwa in Höhe einer möglicherweise defekten Horizontalabdichtung.

    Eine gesicherte Begutachtung des Schadens ist das natürlich nicht. Deshalb schrieb ich: „Feuchtigkeit kann aber auch durch undichte Stellen in der Aussenwand, durch undichte Wasserleitungen, defekte Bauteilanschlüsse oder Dächer in das Bauwerk gelangen.Um die Ursache genau zu lokalisieren solltest Du einen Fachmann zu Rate ziehen der den Schaden vor Ort begutachtet.“

    Für eine exakte Beurteilung des Bauschadens und die Festlegung der evtl. erforderlichen Sanierungsschritte ist die Feststellung von Ort- und Ausmaß der eingedrungenen Feuchtigkeit bzw. des Wassers und deren Folgeerscheinungen, Art und Zustand der vorhandenen Abdichtungen, sowie Festlegung von Belastungsart bzw. Bemessungslastfall unumgänglich.
    Ich hätte es mir natürlich auch einfacher machen können in dem ich geschrieben hätte: „Auf den Bildern ist nichts zu erkennen und die Schilderungen sind zu ungenau – such Dir einen Fachmann der sich das vor Ort ansieht.“ Dem Fragesteller wäre wenig geholfen und er stände ohne jegliche Informationen dar.
    Ich bin gerne bereit meine Äusserungen oder Vermutungen zu diskutieren und genauso gerne beantworte ich vernünftig gestellte Fragen.

    Freundlichen Gruß – J.
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