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Wasser im Haus... Was nu?

Diskutiere Wasser im Haus... Was nu? im Forum Tiefbau auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Böse Wasser im Haus... Was nu?

    Hmm, trotz Vertrauen zum Bauträger hat es uns nun doch erwischt. Nach einige Tagen Regen, fallen die Fliesen vor Feuchtigkeit von der Wand. Eigentlich hätte man schon während der Bauphase noch besser kontrollieren sollen. Nun schlägt der Bauträger vor ein paar Dinge mal zu versuchen. Das gefällt uns gar nicht und wir wollen lieber einen Gutachter einschalten. Vielleicht kann hier jemand im Forum einmal ein paar Kommentare dazu geben.

    Das Objekt ist ein 4-Familienhaus und steht auf Lehmboden und ist ohne Keller . Das Gefälle unter der Bodenplatte wurde ausgeglichen und hatte vorher einen Unterschied von ca. 1m auf die Länge von 30m. Leider war ich während der Arbeiten zur Abdichtung auf Geschäftsreise und habe weder Fotos noch andere Infos dazu. Wie sich nun zeigt ein grosser Fehler...

    Das Grundstück stand schon immer bei Regen unter Wasser.


    Die angebrachte Folie an einer Tür. Wir haben bis jetzt nur die Folie an einer Tür freigelegt, um zu sehen, ob alles ordnungsgemäß ausgeführt wurde. Aber ich denke, dass jeder Laie sehen muss, das das eigentlich in den Baumurks-Bereich gehört. Das Wasser kommt zwar hinter der Tür hervor, wir sind aber nicht der Meinung, dass es unter der Tür herkommt.


    Nach dem wir die Folie freigelegt haben, konnten wir sehen, dass das Wasser aus der Wand läuft. Als Abdichtung wurde lediglich ein "Schwarzanstrich", bzw. wahrscheinlich der erstbeste Eimer aus dem Baumarkt genommen. Der Anstrich ist auch unterhalb des Pflasters angebracht. (Wohl rein aus optischen Gründen.



    An einer weiteren Stelle habe ich einmal den Kies weggebuddelt. Hier kann man sehen, dass die Schicht nicht wirklich Dicht ist. Da dies die Wetterseite ist, ist der Kies eigentlich dauerhaft feucht.



    Run um das Haus gibt es keine Drainage. Der Bauträger meinte damals, dass das Wasser abfließt, wenn der Hof gepflastert ist. Leider ist das nicht der Fall. Ich habe jetzt mehrfach Infos rund um die DIN 18195 gelesen. Nach welcher muss ich denn gehen ? Wenn ich richtig verstanden habe, ist Teil 6 der richtige. Wenn ich ein Loch buddel, habe ich nach ca. 30cm Wasser (nach Regen).
    Hinter dem Klinker ist auch keine Abdichtung. Nur die Gummimatte, die in die Klinker eingearbeitet wurde. Auf den Skizzen zu Teil 6 sehe ich aber auch noch eine Abdichtung zur Innenmauer (Kalksandstein). Diese existiert aber auch nicht.

    Was tun

    feuchte Grüsse,
    Hans
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  2. Wasser im Haus... Was nu?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von T9-Liebhaber
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    Nicht lange fackeln! Sachverständigen einschalten.
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  4. #3

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    ... und Rechtsanwalt, vielleicht auch Abrißunternehmer. Flüchtiger schwarzer Pinselstrich bei Wasserstand 30 cm unter OK Gelände ... ach du schande!
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  5. #4

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    Da dürfte es an so einigem Fehlen. Anwalt (für BAURECHT!!!!!!!!!!) und Sachverständigen einschalten.
    Haben Sie das Gebäude schon abgenommen ??????

    MfG
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  6. #5
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    Hier wäre nach DIN 18195-6 mindestens "aufstauendes Sickerwasser" abzudichten.
    Was tatsächlich geschehen ist, müsste erfragt, festgestellt werden.
    Der Anschluß an der Tür ist nicht den Regeln entsprechend.
    Gummimatten hinter der Verblendung?? Kann ich mir erst einmal wenig drunter vorstellen. Die Abdichtung gehört über den Fußpunkt, bis 30 cm über Gelände OK hochgezogen.
    Bild 3 ist auch nicht OK wenn die Folie ganz links den Schutz der Abdichtung gewährleisten soll. Das sieht aus wie eine Delta Dörken.

    Ergo - wie die Vorschreiben, öbuv Sachverständigen rauskommen lassen, Feststellung treffen, Verursacher (BU oder Planer) überzeugen - oder dann zum RA für Baurecht.
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  7. #6
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    Teil 6 ist augenscheinlich der richtige, Pflasterungen sind nicht wasserdicht, im gegenteil wird oft innerhalb des Pflasterunterbaues viel Wasser angestaut und nicht weggeleitet.

    Ich würde wie die Kollegen oben beschrieben haben einen SV einschalten, das Gewerk dürfte klar sein. Damit zum RA für Baurecht,. Ein guter SV kann auch hierbei Hilfestellung geben!
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  8. #7
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    Ein passender SV ist ja auch schon bestellt. Der kommt am 29.02. Hoffentlich hat der ein wenig Ahnung und bringt Licht ins Dunkel....
    Mit Gummimatte meine ich folgendes hinter den Klinkern :
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  9. #8

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    Das ist doch nicht etwa in Broitzem?
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  10. #9
    Themenstarter

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    Ne, ne...
    Allerdings möchte ich nicht unbeding sagen, wo das ganze ist. Erst einmal den SV ein Gutachten machen lassen.

    Habe noch mehr schöne Sachen zu bemängeln.

    Heute ist die bestellte Thermografie-Cam von Flir gekommen. Nun habe ich ein paar mehr Möglichkeiten das Gebäude zu untersuchen. Möchte ja schließlich alles auf einmal erledigt haben...
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  11. #10
    Themenstarter

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    @Ralf
    Ja, das Gebäude ist abgenommen. Habe ja schlüsselfertig gekauft. Da habe ich im Sommer ja nicht angefangen alles aufzubuddeln. Leider habe ich auch einige Dinge zu locker gesehen. Aber so ist das, wenn man unbedingt in sein Eigenheim möchte.War ja nicht das erste Haus, was der BU gebaut hat.

    Hans
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  12. #11

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    Oha. Dann sind SIE in der Pflicht, zu BEWEISEN, welche Leistung warum mangelhaft ist.
    Der BU kann sich zurücklehnen und braucht immer nur zu sagen - nö, das ist kein Mangel.
    Also schwuppdiwupp ab zum Anwalt (für Baurecht), damit Ihnen kein Formfehler unterläuft. Denn der ist des (gegenerischen) Anwalts Liebling.

    MfG
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  13. #12
    Themenstarter

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    Prinzipiell haben wir die Feuchtigkeit ja als Mangel vorher schon angegeben. Nur hat der BU das abgetan und meinte, das wäre nur ein ausgekippter Eimer Wasser vom Maler gewesen. Da es dann längere Zeit nicht geregnet hat, schien es auch wirklich so.

    Nun habe ich heute mittels Thermografie ein kleines Schadensbericht erstellt. Die Feuchtigkeit steckt im kompletten Flur in allen Wänden. Sind ca. 15qm Flur, bei dem man an den Wänden ca. 20cm Feucht (im IR Bereich) sehen kann. An einigen Stellen blüht es langsam aus. Nun ist ja viel interessanter, was nach dem Anwalt kommt. Denke mal, dass die Sanierung von Außen kein Thema ist. Bagger macht das schon....
    Aber was ist Drinnen. Muss man sich mit Trocknen zufrieden geben ? Oder muss Estrich, Fliesen und der untere Bereich Putz komplett raus? Immerhin steht die Feuchte dort nachweislich schon seit 6 Monaten oder mehr. Wenn ja, wo wohnt man, wer macht das sauber, etc. ?
    Dazu habe ich leider in der Praxis noch keinen Fall kennengelernt...

    Hans
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  14. #13
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    Wäre einfach im Verfahren zu prüfen in wie fern schon der Bodenaufbau in mittleidenschaft gezogen wurde und die anderen Feuchten Bauteile.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Mit meinem neuen Spielzeug kann man ja wunderbar sehen, wie die Feuchtigkeit in die Wände zieht. Schlimm daran ist, dass die Sperre gegen Feuchtigkeit in der ersten Mauerreihe scheinbar keine Wirkung zeigt. Mit dem Auge sieht man dann ca. 3-4 Tage später die ersten Ausblühungen.



    Heute bei dem schönen Wetter habe ich mal ein wenig mehr an ener Hausecke gegraben. Leider ist nicht nur die Abdichtung mangelhaft (man siehe den untersten Stein), sondern das Fundament auch . Also einen Problem auf den Grund gegangen und ein anderes gefunden...



    Auf der anderen Hausseite kann man Ausblühungen in der Wand sehen. Sieht aus, als ob das Wasser hier wieder raus will... Auch hier fällt der Bitumenanstrich schon ab.

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  17. #15
    Themenstarter

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    Hier noch mal das reale Bild vom ersten IR Foto.

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