Ergebnis 1 bis 14 von 14

Thema: Klein-Durchlauferhitzer für's Handwaschbecken, welche Leistung ?

  1. #1

    Registriert seit
    02.2008
    Ort
    Wolfhagen

    Beruf
    Student BauIng

    Beiträge
    6

    Klein-Durchlauferhitzer für's Handwaschbecken, welche Leistung ?

    Hallo,

    wir renovieren gerade unser Bad und da kam mir die Idee, den uralten 5-Liter Boiler, der das Waschbecken mit Warmwasser versorgt, gegen einen Klein-Durchlauferhitzer zu ersetzen.

    Diese Klein-Durchlauferhitzer (z. B. der Firma Clage) scheinen ja ganz praktisch zu sein:

    - funktionieren mit Schwachstrom

    - geringerer Energieverbrauch im Vergleich zu einem Boiler (keine Bereitschaftsenergie usw.)

    - Warmwasser jederzeit verfügbar (will sagen, bei dem 5L-Boiler ist mir das Warmwasser mitunter schon mal ausgegangen)

    Nun gibt es ja diese (Clage) Klein-Durchlauferhitzer in verschiedenen Leistungsklassen (3,5, 4,4, 5,7 KW usw.). Mich würde interessieren, wie warm denn das Wasser nun wird ? Es muß wirklich nur reichen zum Händewaschen und Zähneputzen. Und warum ist ab 4,4 KW ein Festanschluß notwendig ?

    MfG
    garbel
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. #2
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
    Registriert seit
    05.2006
    Ort
    84104 Tegernbach

    Beruf
    Elektroinstallateur

    Beiträge
    4,126
    Auf die Schnelle,mal die Stromseite
    16 Ampere x 230 Volt = 3680 Watt = 3,68KW
    Ich schätze mal mehr als eine normale Steckdose steht nicht zur Verfügung.
    Also bleibt nicht mehr viel Auswahl.
    zum Thema Festanschluss, ich kenne keine Wechselstromsteckverbindungen die ich mit mehr als 16Ampere absichern kann und die für Benutzung durch Laien geeignet sind.
    --> also Festanschluss bei mehr als 3,6KW

    Und 230Volt sind kein Schwachstrom, auch wenn's umgs. manchmal so gesagt wird.

    Grüsse
    Jonny
    We're f'rom Bavaria, that's near Germany.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  3. #3

    Registriert seit
    03.2004
    Ort
    Franken

    Beruf
    Kabelaffe

    Beiträge
    21,047

    Idee

    Hallo garbel,

    im Deutschen kann man nicht "etwas gegen etwas anderes ersetzen"!
    Entweder heißt es: "etwas DURCH etwas anderes ersetzen"
    oder: "etwas gegen etwas anderes austauschen"

    Und das "uralte 5-Liter-Dingens" war mit Sicherheit kein Boiler (der hätte nämlich keine Wärmeisolation, sondern müßte speziell vor jeder Warmwasserentnahme erst aufgeheizt werden), sondern ein (Klein-) Speicher, vermutlich drucklos.

    Die erwähnten Klein-Durchlauferhitzer (z. B. der Firma Clage) sind ne zweischneidige Sache.
    Für selten gebrauchte Stellen (z.B. Gäste-WC) mit sehr geringem Warmwasserbedarf (im Hinblick aus den Durchsatz) sind sie ganz praktisch.
    Aber sie haben auch diverse Nachteile.

    Mit "Schwachstrom" funktionieren sie übrigens nicht. Sondern (wenn man schon das volkstümliche Idiom nutzen will), mit "Lichtstrom". Schwachstrom wäre Kleinspannung (z.B. für Türklingel).
    Technisch korrekte Bezeichnung ist "Wechselstrom", im Gegensatz zum Drehstrom (für größere Durchlauferhitzer).

    Die Hauptprobleme sind erstens der geringe Durchsatz (Liter/Minute) und die mäßige Temperatur, es wird also weder viel noch heiß...
    Ausreichend zum Händewaschen oder Zähneputzen, aber ungeeignet, um Putzwasser zu zapfen oder Geschirr zu spülen.

    Und zweitens der erforderliche Anschlußwert (elektrische Leistungsaufnahme).

    Drittens sind oft spezielle, seltene und daher teure Armaturen erforderlich.
    Es gibt die Klein-DLE in druckloser und in druckfester Ausführung.


    Wie warm es tatsächlich wird, hängt neben der Heizleistung des Gerätes nur von der Temperatur der Zulaufwassers und dem Wasserdurchsatz ab.
    Nähere Angaben hierzu findet man im Datenblatt des jeweiligen Geräts.
    Bei ungeregelten Geräte (das sind die meisten) nimmt also auch die Temperatur des gezapften Wasser nach Beginn eines Zapfvorgangs mit der Zeit ab! Besser (aber deutlich teurer) sind da elektronisch geregelte.

    Festanschluß ist deshalb nötig, weil Schukosteckdosen nur bis max. 16A geeignet sind, also bei 230V höchstens 3,68 kW liefern können.
    Außerdem benötigen manche der Geräte nicht 230V, sondern 400V, benutzen also nicht einen Außenleiter und den Neutralleiter, sondern zwei Außenleiter ("Phasen")! Solche sind also nicht verwendbar, wenn in der Anlage nur ein Wechselstromzähler vorhanden ist.

    Fazit:
    Wenn es sich um ein normales Badezimmer (ständig genutzt) handelt, würde ich den Kleinspeicher belassen)!
    Ist es dagegen eine Ferienwohnung, ein Wochenendhaus oder so etwas, kann man einen Klein-DLE in Erwägung ziehen.
    Vermutlich braucht der dann aber ne neue elektrische Zuleitung ab der Unterverteilung (Sicherungskasten).

    Für deren Kosten kann man vermutlich viele Jahre lang Bereitschaftsenergie verbrauchen...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #4
    Themenstarter

    Registriert seit
    02.2008
    Ort
    Wolfhagen

    Beruf
    Student BauIng

    Beiträge
    6
    Zitat Zitat von Jonny Beitrag anzeigen
    zum Thema Festanschluss, ich kenne keine Wechselstromsteckverbindungen die ich mit mehr als 16Ampere absichern kann und die für Benutzung durch Laien geeignet sind.
    --> also Festanschluss bei mehr als 3,6KW
    Ja, es steht eine normale Steckdose zur Verfügung.

    Mal gesetzt den Fall, es soll ein 4,4 KW-Gerät angeschlossen werden, kann man dann die Steckdose einfach ausbauen und das Anschlußkabel direkt anschließen ? Und wie seiht es dann mit der Sicherungen aus ? Kann man einfach eine stärkere einbauen ?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #5
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
    Registriert seit
    05.2006
    Ort
    84104 Tegernbach

    Beruf
    Elektroinstallateur

    Beiträge
    4,126
    Zitat Zitat von garbel Beitrag anzeigen
    Und wie sieht es dann mit der Sicherungen aus ? Kann man einfach eine stärkere einbauen ?

    Nur wenn du auch eine stärkere Leitung nimmst!!!!
    Wobei noch zu klären wäre, ob die vorhandene Installation überhaupt die 3,5KW ohne 'Schmorbrände' liefern kann.

    Grüsse
    Jonny
    We're f'rom Bavaria, that's near Germany.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #6

    Registriert seit
    03.2004
    Ort
    Franken

    Beruf
    Kabelaffe

    Beiträge
    21,047
    Nein, das geht nicht.
    Zumindest nicht einfach so.
    Denn es müßte sich um eine völlig separate Zuleitung handeln, also sichergestellt sein, daß KEIN weiterer Verbraucher (weder Steckdose noch Leuchte) mit an diesem Stromkreis hängt UND es müßte DURCHGEHEND ein höherer Leitungsquerschnitt als der zumeist verwendete vorhanden sein!

    Ein mit 16A abgesicherte Schukosteckdose hat eine Zuleitung von 1,5mm² oder 2,5mm² (je nach Leitungstyp, Länge, und Verlegeart).
    Für das 4,4kW-Gerät wären 20A nötig. Dazu müßte die Leitung 2,5mm² oder 4mm² Querschnitt besitzen (wieder je nach Typ, Länge und Verlegeart). Eine Stufe höher sozusagen.

    Wird das nicht beachtet, kommt es zum Leitungsbrand und Du wanderst hinter schwedische Gardinen...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #7
    Themenstarter

    Registriert seit
    02.2008
    Ort
    Wolfhagen

    Beruf
    Student BauIng

    Beiträge
    6
    Ok, ich merk schon, wo der Hase beim Thema Durchlauferhitzer lang läuft :Roll Da bin ich mit meinem doch sehr begrenzten Strom-Know-How leicht überfordert, zumal es alles schön einfach bleiben soll.

    Kann man denn durch einen modernen Warmwasserspeicher, bedingt durch die bessere Wärmedämmung, viel Energie sparen ? Bei Kühlschränken z. b. liegen ja Welten zwischen einem A++ Gerät und einer 25-Jahre alten Kiste.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #8

    Registriert seit
    09.2006
    Ort
    Hannover

    Beruf
    Bauingenieur

    Beiträge
    2,522

    also ich habe

    den Clage M3 mit 3,5 KW bei mir im Gästebad einbauen lassen, der Elektriker hat ein UP-Kabel verlegt und ihn direkt angeschlossen (230 V), geht aber auch über eine gesondert abgesicherte Steckdose

    für ein Gast-WC ist die Leistung ok, aber viel hergeben an Temperatur und Durchflussmenge tut das Teil nicht

    der ist das: http://www.clage.de/produkte/Produktgruppen/M3ENM.php

    Gruß
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #9
    Themenstarter

    Registriert seit
    02.2008
    Ort
    Wolfhagen

    Beruf
    Student BauIng

    Beiträge
    6

    Clage MH 3

    Eine Armatur mit 3 Anschlüssen wäre vorhanden, also kommt wohl nur die drucklose Variante in Frage. Etwas abstrakt ist für mich noch die Angabe des Durchsatzes. Ich kann nicht so recht einordnen, ob 2 L/min nun ausreichend sind oder nicht. Jetzt ist es jedenfalls so, daß ich die Mischbatterie nie voll aufdrehe. Der Warmwasserspeicher schafft - lt. Etikett - einen max. Durchsatz von 5L/min.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #10
    Themenstarter

    Registriert seit
    02.2008
    Ort
    Wolfhagen

    Beruf
    Student BauIng

    Beiträge
    6
    Zitat Zitat von Jürgen Jung Beitrag anzeigen
    ... der Elektriker hat ein UP-Kabel verlegt
    Was ist denn ein UP-Kabel ?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #11

    Registriert seit
    01.2007
    Ort
    Hannover

    Beruf
    StB

    Beiträge
    632
    Unter-Putz.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #12
    Themenstarter

    Registriert seit
    02.2008
    Ort
    Wolfhagen

    Beruf
    Student BauIng

    Beiträge
    6
    Ähm... Unter Putz !? Google war doch noch mein Freund
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #13
    Bauexpertenforum Avatar von R.B.
    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW

    Beruf
    Dipl.Ing. NT

    Beiträge
    37,376
    Also 2,5Liter/min ist schon etwas wenig. Das ist wirklich nur dann sinnvoll, wenn die Zapfstelle selten genutzt wird und eine kleine Zapfmenge ausreicht.
    Üblicherweise hat eine Armatur an einem Waschbecken eine Durchflußmenge von ca. 6 Liter/min.
    Auf jeden Fall darauf achten, daß die Armatur passt und daß ein wassersparender Perlator benutzt wird.

    Die Elektrik wurde ja hinreichend besprochen. Bei den 4,4kW eine eigene Zuleitung, sonst wird das nichts.

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #14

    Registriert seit
    09.2006
    Ort
    Hannover

    Beruf
    Bauingenieur

    Beiträge
    2,522

    teste es doch aus

    eine normale Blumengieskanne unter dem Küchenwasserhahn voll Wasser lauen lassen und die Zeit nehmen

    dann bekommst Du ein Gefühl für die Zeit und die Menge und kannst es als Feldversuch im Studium anerkennen lassen

    Gruß
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •